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Bad Oldesloe

PflasterArt: Mehr als nur ein paar Artisten-Auftritte

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De Berinis Circus in Aktion
Foto: SL

Bad Oldesloe – Das “PflasterArt”- Straßenkünstlerfestival in Bad Oldesloe hatte so viele Facetten und mögliche Betrachungswinkel wie die Auftretenden und die Besucher selbst. Zunächst lässt sich festhalten, dass die Veranstaltung sich etabliert hat.

Zwar war der Andrang zum Teil nicht ganz so hoch wie bei der umjubelten Premiere im Vorjahr, aber insgesamt kamen die Auftritte sehr gut an und Bad Oldesloes Kulturchefin Inken Kautter konnte stolz verkünden, dass die Artisten aus der ganzen Welt sich in der Stormarner Kreisstadt sehr wohl gefühlt haben. 

Besser als letztes Mal lief das Konzept mit der Hutgage. Während im Vorjahr mehrere Künstler noch bedauerten, dass sie zwar auf viel positive Resonanz stießen, doch die Hüte leerer als erwartet blieben, gab es dieses Mal die Rückmeldung, man habe den aufgeschlossenen, begeisterten Teil des Publikums als “sehr spendabel” empfunden.

War zeitweise ernsthaft genervt vom Publikum, das ständig direkt durch die Auftrittsfläche lief: Imre Bernath aus Ungarn Foto: SL

Was weiterhin für Kopfschütteln sorgte, war die Ignoranz vieler Passanten. Vor allem am Freitag wurden Auftritte durch Einkaufende unnötigerweise so sehr gestört, dass man sich als Beobachter fragen musste, was eigentlich in manchen Köpfen vorgeht oder auch eher nicht vorgeht.

Wer mit eine Fahrrad durch einen Auftritt fährt – mal ganz abgesehen davon, dass er in der Fußgängerzone nicht mal Fahrrad fahren dürfte – der muss sich nicht mit “es war zu voll” rausreden.

Wer mitten durch eine Aufführung läuft, kann es in einer zivilisierten Gesellschaft nicht damit begründen, dass ihn ja die Veranstaltung nicht interessiere. Diese Argumente waren auch mehrfach an ein “die Fußgängerzone gehört allen” und dem Totschlagargument “ich zahle hier ja auch Steuern” gekontert. Man kann ja eigentlich an der Stelle nur sagen: “Ja genau, sie gehört allen und somit auch denen die hier auftreten und denen die Spaß daran haben”.

Wirklich abstoßend wurde es bei einigen Mitbürgern die betonten, die Künstler müssten doch bitte erstmal deutsch lernen, bevor sie hier auftreten wollen oder könnten doch in ihrer Heimat bleiben. Eine Frau betonte, dass sie nicht verstehe, warum man nicht “deutschen Clowns” eine Chance gebe.

“Warum muss es immer so ein multikulti-Quatsch” sein, äußerte sie gegenüber Stormarnlive. Diese Minderheit zeigte, dass man sich offenbar immer häufiger traut, fremdenfeindliche Sprüche einfach mal so in der Fußgängerzone rauszuhauen.  Interessant war, dass sich dieses Verhalten in den Tagen legte. Ob nun die Nörgler und “Kritiker” nicht mehr in die Stadt gingen, sich zurückhielten oder vielleicht sogar selbst doch noch Gefallen an der Veranstaltung fanden, weiß man nicht. Fakt ist, die Stimmung war am Sonnabend und Sonntag sehr gut.

Ale Risorio
Foto: SL

Doch zurück zum Positiven. Denn was gibt es eigentlich Schöneres als ein buntes Straßenfest, das über Generationen hinweg Menschen begeisterte? Gleichzeitig durchmischte sich das Publikum von ganz alleine.

Da stand dann der beanzugte Geschäftsmann neben dem alternativen Dread-Träger und auch zahlreiche Geflüchtete und Menschen mit Migrationshintergrund genossen die Auftritte.

Genau solche Orte des Zusammenkommens braucht es doch. Denn wer gemeinsam Spaß hat, wer gemeinsame Erlbnisse hat, der entwickelt eben auch Gemeinsamkeiten.Vor allem ist der Vorteil, dass die Veranstaltung im öffentlichen Raum und ohne Eintritt stattfindet – niemand wird ausgeschlossen.

Paprika Royal
Foto: SL

Fans fanden übrigens alle Artisten. Ob nun “De Berenis Circus” mit Trapez und Akrobatik auf dem Marktplatz, der ungarische provozierende Comedian und Artist Imre Bernath, die beiden Clowns von “Paprika Royal”, “Ale Risorio” aus Südamerika oder die Akrobaten “Cia Vaya”.  Überall gab es Applaus, Hutspenden und auch so manches Gespräch nach dem Auftritt.

Exzenter live auf dem Marktplatz
Foto: SL

Etwas schwer hatten es wie schon im Vorjahr die musikalischen Acts. Hier blieb der Zulauf bei allen Auftretenden hinter den Erwartungen zurück.

Ob das am Konzept der Veranstaltung liegt oder ob es in Bad Oldesloe einfach genug andere Musikevents gibt, das soll im Nachgang besprochen werden. Die Zeichen dafür, dass “PfalsterArt” 2019 zurückkehrt, stehen derweil gut, so Kautter. Ob dann mit oder ohne Livemusik müsse sich zeigen. Im Mittelpunkt stünden ja sowieso im Prinzip die Artisten.

Fakt ist: Bad Oldesloe hat mit der Veranstaltung gemeinsam mit der Agentur “Bajazzo” aus Bargfeld-Stegen im Kreis ein Event mit Alleinstellungsmerkmal erschaffen, die sicherlich noch viel Potenzial hat und sich weiterentwickeln kann.

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Bad Oldesloe

Erneut Impfaktion im Oldesloer Hölk ohne Anmeldung

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Bad Oldesloe – Am Mittwoch, den 19. Januar besteht im Treffpunkt Plan B Im Hölk 2 in Bad Oldesloe erneut die Möglichkeit, sich zwischen 9:30 und 17:30 Uhr gegen Corona impfen zu lassen.

Die Hölk- und Poggenbreeden-Hochhäuser in Bad Oldesloe

Möglich sind Erst- und Zweitimpfungen sowie Booster-Impfungen. Eine Impfärztin berät vor Ort. Kinder können ab 12 geimpft werden. Ab 14 Jahren dürfen sie allein in die Impfung einwilligen. Die Teams sind mit den Impfstoffen von BioNTech und Moderna ausgestattet.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Mitgebracht werden muss lediglich ein gültiges Ausweisdokument und ein Impfpass, sofern vorhanden.  

Das Treffpunkt-Team empfiehlt allen, die noch nicht geimpft sind, diesen unkomplizierten Termin ohne Anmeldung im Treffpunkt unbedingt zu nutzen.

Quartiersmanagerin Maria Herrmann betont: „Die letzte Aktion im November mit fast 400 Teilnehmern war ein großer Erfolg. Deshalb haben wir uns entschieden, diese Impfangebote auch weiter zu organisieren. Wir sind sicher, dass auch diesmal alles in entspannter Atmosphäre abläuft“.

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Bad Oldesloe

Waren werden knapp: BrAWO-Center bittet um Möbelspenden

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Bad Oldesloe – Beim BrAWO-Center Bad Oldesloe werden die Waren knapp. Besonders die Auswahl an Möbeln, Haushaltswaren und Kinderspielzeug ist inzwischen überschaubar.

„Wer sich von alten, aber gut erhaltenen Möbeln trennen möchte, sollte uns anrufen. Wir vereinbaren einen Termin, bauen ab und transportieren die Möbelstücke zu uns“, erklärt Betriebsleiter Thorsten Ehlers. Auch alte Fahrräder, die wieder fahrtüchtig gemacht worden sind, stehen bei den Kunden hoch im Kurs. Dieser Bereich ist in den vergangenen Monaten weiter ausgebaut worden.

Das BrAWO-Center, Im Hölk 2, ist telefonisch unter der Nummer 0 45 31 – 80 40 810 oder per E-Mail unter brawo-center.oldesloe@awo-bildungundarbeit.de zu erreichen.

Der Zulauf in der Einrichtung der AWO Bildung und Arbeit (AWO BA) im Kreis Stormarn ist trotz der Pandemie ungebrochen. Neben Möbeln sind vor allem Kleidungsstücke, besonders Kinderkleidung, aber auch Hausrat wie zum Beispiel Töpfe, Pfannen, Geschirr, Handtücher und Gardinen sehr begehrt.

Die Sozialkaufhäuser der AWO BA – wie hier das BrAWO-Center Bad Oldesloe – verbinden drei Zielrichtungen miteinander: Zum einen werden gespendete Gegenstände sehr günstig an bedürftige Familien verkauft, zum anderen sorgen sie für sinnvolle Beschäftigung für Menschen in Arbeitsgelegenheiten (AGH). Darüber hinaus landen brauchbare Dinge nicht einfach auf dem Sperrmüll, sondern werden wieder in den Verwertungskreislauf gebracht.

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Oldesloer Polizei nimmt Verdächtigen nach Einbruch in Waschanlage fest

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Bad Oldesloe – In der Neujahrsnacht (01.01.2022) nahmen Polizeibeamten einen 42-jährigen Mann fest, der sich zuvor wohl Zutritt zu einer Waschanlage in der Lily-Braun-Straße in Bad Oldesloe verschafft hatte.

Polizei im Einsatz Symbolfoto: SL

Gegen 3.40 Uhr wurden die Beamten in die Lily-Braun-Straße entsandt, nachdem dort der Einbruchsalarm ausgelöst wurde.

Vor Ort stellten die Einsatzkräfte eine gewaltsam geöffnete Tür an einem Rolltor fest. Bei der Absuche des Objektes befanden sich keine Täter mehr in den Räumlichkeiten.

Im Rahmen von sofortigen Fahndungsmaßnahmen konnte auf der B 208 in der Ratzeburger Straße ein 42-jähriger Tatverdächtiger aus Nordwestmecklenburg mit seinem Fahrzeug gestellt und vorläufig festgenommen werden.

In dem Wagen wurde Einbruchswerkzeug gefunden.

Stehlgut war nach erster Prüfung des Betreibers der Waschanlage nicht zu beklagen.

Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Lübeck wurde der Tatverdächtige nach Beendigung der polizeilichen Maßnahmen entlassen. Er wird sich wegen des versuchten Diebstahls in einem besonders schweren Fall verantworten müssen.

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