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Bad Oldesloe

VfL Oldesloe entsetzt: Gut integrierter Mitspieler soll abgeschoben werden

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Der VfL Oldesloe steht voll hinter seinem Mitspieler
Foto: VfL Oldesloe/hfr

Bad Oldesloe – Er ist gut integriert, er bringt sich beim VfL Oldesloe aktiv ein und beliebt, hat die Hoffnung auf einen neuen Arbeitsplatz – doch jetzt soll der junge Flüchtling Hamid Omid Azimi (18) nach Afghanistan abgeschoben werden. Ein Land, das ihm fremd geworden ist und in dem seine Zukunft und sein Wohlergehen absolut nicht gesichert sind.

Doch beginnen wir von Anfang an: Im Spätherbst 2015 kam Hamid Omid Azimi (heute18) als Flüchtling alleine aus seiner Heimat Afghanistan nach Deutschland, in Stormarns Kreisstadt Bad Oldesloe. Geflohen war er vor den Kriegswirren in seiner Heimat.

In Deutschland war es zunächst kalt, dunkel und er fühlte sich alleine in einer neuen Umgebung. Doch er war in Sicherheit, was für ihn am wichtigsten war.

Durch sein großes Interesse am Fußball schaute er auf dem Exer bei einer Trainingseinheit der damaligen A-Jugend vorbei und kam so zum VfL Oldesloe. „Ein paar Brocken Deutsch konnte er da bereits”, erinnert sich VfL-Pressewart Nico v. Hausen.

Zusammen mit zwei Landsleuten kam er in nächster Zeit regelmäßig zum Training. Und die VfL-Mannschaft machte es ihnen leicht, band sie sofort ins Geschehen mit ein. “Fußball ist natürlich eine großartige Art zur Integration beizutragen”, weiß Jens Schenk, Fußballabteilungsleiter des VfL Oldesloe.

In einer der größten Fußballabteilungen in Schleswig-Holstein, die fast 700 Mitglieder umfasst, wird Integration nicht nur groß geschrieben, sondern auch gelebt. Rund 30 Prozent macht der Anteil von Menschen die nicht in Deutschland geboren sind, mittlerweile in der Abteilung aus.

Und die Integration klappt hervorragend. „Beim Fußball versteht man sich zur Not mit Händen und Füßen, wobei gerade Kinder und Jugendliche schnell integriert werden”, so Schenk weiter.

Hamid Omid Azimi wurde so schnell zu einem wichtigen Baustein der erfolgreichen A-Jugend in der Landesliga Holstein. In einer Gemeinschaft ein Hobby nachgehen, zusammen gewinnen und jubeln. Sein Deutsch wurde quasi von Training zu Training besser.

“Man muß Hamid, aber auch dem Umfeld der A-Jugend und des VfL Oldesloe ein großes Kompliement machen”, so Jens Schenk nicht ohne Stolz.

Man schätzt hier vorallem seine Zuverlässigkeit. Wenn er mal wirklich nicht kann, sagt er zeitig ab. Mit kleinen Jobs verdiente er sich Geld dazu. Sein Onkel unterstützte ihn finanziell auch ein wenig und so bestand Hamid Omid Azimi vor einigen Wochen seinen Führerschein. Nun kann er sich auch Arbeit in einiger Entfernung suchen.

Mit Beginn der Saison 2018/2019 kam er in den Herrenbereich. Wieder eine Umstellung, doch auch diese meisterte Hamid Omid Azimi, entwickelte sich weiter.  Wie bereits in der A-Jugend ist er auch hier Sprachrohr zu seinen Landsleuten, übersetzt die Kommandos und macht ihnen Mut ihren Weg zu gehen.

Im Spiel in der Verbandsliga gegen den SSV Pölitz machte er sogar sein erstes Tor im Herrenbereich. „Er ist eine Bereicherung für die Mannschaft und ein gutes Beispiel was ein starker Wille ausmachen kann”, so VfL-Pressewart Nico v. Hausen.

Nun soll Hamid Omid Azimi, nachdem er 18 Jahre alt geworden ist, aus Deutschland abgeschoben werden. Raus aus dem Land wo er sich alleine was aufgebaut hat, sich nichts zu Schulden kommen ließ und dem Staat nicht auf der Tasche liegt. Das will der VfL Oldesloe nicht kampflos zulassen und steht Hamid Omid Azimi bei.

“Ich glaube in unserem Land werden und sollen die falschen Menschen abgeschoben werden. Wir möchten diesen tollen Menschen aus unserer Gemeinschaft nicht verlieren”, so der Fußballabteilungsleiter des VfL Oldesloe Jens Schenk abschließend.

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Bad Oldesloe

Bad Oldesloe liefert Hilfsgüter für ukrainische Flüchtlinge nach Kolberg

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Bad Oldesle Millionen von Menschen sind aus der Ukraine vor dem Krieg geflohen. Auch in Bad Oldesloes polnischer Partnerstadt Kolberg sind mittlerweile viele Flüchtlinge angekommen. Deswegen plant die Stadt die Lieferung von Hilfsgütern.

Stadthaus am Oldesloer Marktplatz Archivfoto: SL

Die Stadt steht derzeit vor großen Herausforderungen um die Vielzahl an Geflüchteten aus der Ukraine zu versorgen.

“Die Einwohner von Kolberg haben ihre Herzen und Häuser geöffnet und ihre eigenen Hände zur Hilfe angeboten”, heißt es im Anschreiben aus Kolberg von der Stadtpräsidentin Anna Mieczkowska. Um die Kriegsflüchtlinge jedoch fortwährend versorgen zu können, werden viele Dinge benötigt, weshalb die polnische Partnerstadt sich an alle ihre Partnerstädte um Unterstützung gewendet hat.

Zu diesem Zweck hat die Kolberger Stadtverwaltung eine Liste mit konkret benötigten Gütern dem Anschreiben beigelegt. Dazu zählen insbesondere Hygieneartikel wie z. B. Windeln, Zahnbürsten und Zahnpasta, Desinfektionsmittel, medizinische Masken aber auch haltbare Lebensmittel wie Reis, Nudeln, Konserven, Babynahrung, Kaffee, Tee sowie Schreibwaren für Kinder.

Bürgermeister Jörg Lembke hat umgehend der Partnerstadt die Hilfe aus Bad Oldesloe als Ausdruck der Solidarität in dieser schweren Zeit zugesagt und einen Spendenaufruf an die lokalen Unternehmen gestartet.

“Unsere Städtepartnerschaft ist geprägt von Freundschaft. Und Freunde stehen einander bei und unterstützen sich gegenseitig in schwierigen Zeiten. Mir ist bewusst, dass unsere Möglichkeiten zur Linderung der menschlichen Tragödien und des Schmerzes für die Menschen aus der Ukraine beschränkt sind. Daher lassen Sie uns gemeinsam in diesen schwierigen Zeiten füreinander da sein und den Menschen aus Kriegsgebieten, ob in Kolberg oder Bad Oldesloe, egal welcher Nationalität sie angehören, unsere Solidarität spüren”, so Jörg Lembke, Bürgermeister der Stadt Bad Oldesloe.

Die Welle der Hilfsbereitschaft seitens der Oldesloer Unternehmen im Rahmen dieser Hilfsaktion war überwältigend. Sie spendeten palettenweise benötigte Artikel und organisierten Transporte zur eingerichteten Sammelstation am Baubetriebshof.

„Ich freue mich, unseren Freunden in Polen bei dieser Kraftanstrengung die benötigte Unterstützung zu ermöglichen. Dafür danke ich allen Unternehmen für ihr beindruckendes Engagement, ohne das die Aktion nicht möglich gewesen wäre“, erklärt weiter Jörg Lembke stolz.

Auch die Bad Oldesloer Kommunalpolitik brachte ihre Solidarität mit der Partnerstadt Kolberg zum Ausdruck und stellte unverzüglich weitere finanzielle Mittel in Höhe von 4.000 Euro zur Verfügung.

Auch einzelne Mitglieder der Stadtverordnetenversammlung stellten gesondert private finanzielle Mittel zur Verfügung. Mittlerweile kann ein ganzer Sattelzug mit Hilfsmitteln auf den Weg nach Kolberg gebracht werden. Den Transport stellt die Oldesloer Spedition Günter Börner Dienstleistungen OhG aus Bad Oldesloe.

Am 20. Mai um 12 Uhr wird der Sattelzug mit den Hilfsgütern beim Baubetriebshof verladen. Die Lieferung wird am 23. Mai in Kolberg durch die Stadtpräsidentin Anna Mieczkowska und die Oldesloer Bürgerworthalterin Hildegard Pontow empfangen.

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Bad Oldesloe

27-Jähriger am Oldesloer Bahnhof brutal zusammengeschlagen

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Bad Oldesloe Ein 27-Jähriger ist am Oldesloer Bahnhof von mehreren Personen angegriffen und schwer verletzt worden. Er musste in ein Krankenhaus eingeliefert werden.

Oldesloer Bahnhof. Foto: Stormarnlive.de

Bereits am Montag (09.05.2022) ist es in der Johannes-Ströh-Straße, am Hintereingang des Bad Oldesloer Bahnhofes zu einer gefährlichen Körperverletzung zum Nachteil eines 27-jährigen aus Bad Oldesloe gekommen.

Nach ersten Erkenntnissen ist der Oldesloer gegen 21.45 Uhr mit einer ihm unbekannten Personengruppe (fünf männliche Personen) in einen Streit geraten.

Der Geschädigte wurde dann aus dieser Gruppe heraus mehrfach geschlagen und getreten.

Er musste ärztlich versorgt werden und wurde in ein Krankenhaus eingeliefert. Der genaue Tatablauf ist nun Gegenstand der aktuellen Ermittlungen.

Die Kriminalpolizei in Bad Oldesloe bittet Zeugen, die diese Tat beobachtet haben und Hinweise auf die Täter geben können, sich unter der Telefonnummer 04531/501-0 zu melden.

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Bad Oldesloe

Wahl in Bad Oldesloe: Jörg Lembke bleibt Bürgermeister

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Bad Oldesloe Kein Wechsel im Rathaus: Jörg Lembke hat die Bürgermeisterwahl in Bad Oldesloe deutlich gewonnen. Der Amtsinhaber erhielt 64,57 Prozent der Stimmen.

Bürgermeister Jörg Lembke (mitte) freut sich mit seiner Familie über den Ausgang der Wahl. Foto: Stormarnlive.de

„Ich hatte einen starken Gegner und da kann ich den Bürgern nur danken für das Vertrauen, dass sie mir entgegengebracht haben”, sagte Lembke zum Ausgang der Wahl.

Für seinen Herausforderer Tom Winter stimmten 35,43 Prozent der Oldesloer (3855 Stimmen). Trotz Niederlage ein solides Ergebnis. Der Lokalpolitiker wurde von den Grünen und Linken aufgestellt und von SPD und dem fraktionslosen Stadtverordneten Andreas Lehmann unterstützt.

Für einen Wechsel im Rathaus reichte das nicht. Hendrik Holtz (Die Linke): „Wir sind natürlich enttäuscht, dass unser großartiger Kandidat Tom Winter es nicht geschafft hat, die Mehrheit der Oldesloerinnen und Oldesloer für sich zu begeistern. Man muss an so einem Tag die Niederlage dann auch anerkennen.“

Trotz alledem wünscht Hendrik Holtz Bürgermeister Jörg Lembke ein gutes Gelingen für die nächsten sechs Jahre: „Wir werden seinen Weg als Bürgermeister kritisch begleiten.“

Hettwer gewinnt in Bargteheide: Kruse-Gobrecht nur 35 Prozent

Auch in Bargteheide wurde am Sonntag gewählt. Hier unterlag Bürgermeisterin Birte Kruse-Gobrecht gegen Herausforderin Gabriele Hettwer, die von einem breiten Parteienbündnis aus CDU, SPD, FDP und WfB aufgestellt wurde.

Hettwer kam auf 65,2 Prozent, Kruse-Gobrecht lediglich auf 34,8 Prozent. Für eine Amtsinhaberin ein ernüchterndes Ergebnis.

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