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Politik und Gesellschaft

“Engagierte Stadt Ahrensburg”: Teilnehmer wünschen sich Fortsetzung

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Foto: Roland Nethe/Engagierte Stadt Ahrensburg/hfr

Ahrensburg – Das Projekt „Engagierte Stadt“ soll in Ahrensburg weitergeführt werden. Anfang der Woche trafen sich Vertreterinnen und Vertreter der Engagierten Stadt Ahrensburg, der Körber-Stiftung und Bürgermeister sowie Schirmherr Michael Sarach, unter der Leitung von Eva Maria Stuth, Geschäftsführerin der Akademie der Ehrenamtlichkeit Deutschland im Peter-Rantzau-Haus.

Das Netzwerken untereinander ist von den Beteiligten als einer der großen Erfolge herausgestellt worden. In bisher mehr als 12 Netzwerktreffen nutzten Vertreterinnen und Vertreter, sowie interessierte Bürgerinnen und Bürger die Gelegenheit zum Austausch und voneinander lernen.

Wie wichtig die Netzwerktreffen (Forum Engagierte Stadt) sind, machte Britta Ritterhoff vom Freundeskreis Flüchtlinge Ahrensburg e.V. an einem Beispiel deutlich „Auf einem Treffen haben wir Günter Feigl vom SSC Hagen kennengelernt und konnten über diesen Kontakt gemeinsame Schwimmkurse für Flüchtlingskinder organisieren“.

Katja Balkenhol vom Hospiz Ahrensburg e.V. ergänzt: „Wer viel arbeitet, überlegt am Anfang natürlich – muss noch ein Netzwerk sein? Wir haben im Laufe der Foren-Treffen festgestellt, dass das von einander wissen und mit einander ins Gespräch kommen von Angesicht zu Angesicht sehr wertvoll ist. Und zu realisieren, dass es Themen gibt, die alle Vereine gleichermaßen betreffen und gemeinsam angegangen werden können.“

Entstanden ist mit „BürgerNAH“ auch eine Anlaufstelle für Bürger. Welche Frage die Bürger auch haben – BürgerNAH – die zentrale Anlaufstelle für Ahrensburer Hilfsangebote zeigt Menschen, die Fragen haben, schnell und unkompliziert den Weg. Die Sprechzeit ist Freitag 12-14 Uhr im „stattLADEN“ in der Manhagener Allee 10a.

Auch drei kostenlose Ferienfreizeiten für Kinder aus Familien mit knappen Budgets konnten in Kooperation mit Partnerorganisationen (u.a. Kinderhaus Blauer Elefant, Familienzentrum Blockhaus) und Dank vieler Unterstützer realisiert werden. (2016 und 2017 „Mit-Mach- Zirkus“, 2018 „Trommel Theater“).

Auf der Messe „Ich mache mit – Engagiert in Ahrensburg“ nutzten 2017 mehr als 30 Organisationen die Chance auf ihre Arbeit aufmerksam zu machen und die über 600 Besucherfür sich zu gewinnen.

„Die Arbeit der „Engagierten Stadt Ahrensburg“ ist ein Imagegewinn und dafür musste die Stadt Ahrensburg bisher keinen Euro bezahlen, denn das Projekt wird aktuell überwiegend durch die Fördermittel von sechs Stiftungen und dem Bundesfamilienministerium getragen“ so die Vertreterinnen des Projektbüros Engagierte Stadt Ahrensburg, Anne-Rose Sieland und Regine Kersting.

Damit die erfolgreiche Arbeit auch über 2019 hinaus weitergehen kann, sei es jetzt entscheidend, die Stadtverordneten und die Wirtschaft davon zu überzeugen, dass es im Interesse aller ist den lebenswerten und attraktiven Wohnort Ahrensburg zum Wohle aller Bürger zu erhalten. Dafür wird nach Wegen gesucht, um bürgerschaftliches Engagement nachhaltig und dauerhaft abzusichern.

Das nächst Forum der „Engagierten Stadt Ahrensburg“ findet statt am: 23.8.2018, 18 Uhr in der HASPA, Rathausstraße 8.

Weitere Informationen gibt es auch hier im Internet.

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Berlin

Terrorpläne durchkreuzt – rechtsextreme Verdächtige verhaftet: “Sie wollten bürgerkriegsähnliche Zustände herbeiführen”

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Verhaftung Symbolfoto: Brian A Jackson/shutterstock

Berlin – Sie wollten Deutschlands offenbar als Rechtsterroristen ins Chaos stürzen. Doch die Bundesanwaltschaft konnte ihre rechtsradikalen Terrorpläne durchkreuzen.

Im Zuge von umfangreichen deutschlandweiten Durchsuchungsmaßnamen konnte die Bundesanwaltschaft den deutschen Staatsangehörigen Werner S. den deutschen Staatsangehörigen Michael B. den deutschen Staatsangehörigen Thomas N. sowie den deutschen Staatsangehörigen Tony E. vorläufig festnehmen lassen.

Ihnen wird vorgeworfen, eine rechtsterroristische Vereinigung gegründet und sich an ihr mitgliedschaftlich beteiligt zu haben.

“Wegen Verdachts der Unterstützung dieser terroristischen Vereinigung wurden zudem vorläufig festgenommen der deutsche Staatsangehörige Thorsten W. der deutsche Staatsangehörige Ulf R. der deutsche Staatsangehörige Wolfgang W. der deutsche Staatsangehörige Markus K. der deutsche Staatsangehörige Frank H. der deutsche Staatsangehörige Marcel W. der deutsche Staatsangehörige Stefan K. sowie der deutsche Staatsangehörige Steffen B”, so die Bundesanwaltschaft.

Auf Grundlage der aktuellen Ermittlungsergebnisse haben sich die Verdachtsmomente gegen die Beschuldigten erhärtet. Es wurde daher Haftbefehl gegen die Beschuldigten erlassen.

Die Bundesanwaltschaft wirft den Beschuldigten im Wesentlichen folgenden Sachverhalt vor:

Werner S., Michael B., Thomas N., Tony E. und ein weiterer Beschuldigter sollen sich im September 2019 zu einer rechtsterroristischen Vereinigung zusammengeschlossen haben.

Ziel der Vereinigung soll es gewesen sein, die Staats- und Gesellschaftsordnung der Bundesrepublik Deutschland zu erschüttern und letztlich zu überwinden. Zu diesem Zweck sollten durch bislang noch nicht näher konkretisierte Anschläge auf Politiker, Asylsuchende und Personen muslimischen Glaubens bürgerkriegsähnliche Zustände herbeigeführt werden.

Um ihr Vorhaben in die Tat umsetzen zu können, trafen sich die Beschuldigten in unterschiedlichen Besetzungen mehrfach persönlich. Anberaumt und koordiniert wurden die Treffen durch den Beschuldigten Werner S., der in einigen Fällen durch den Beschuldigten Tony E. unterstützt worden ist. Zudem standen die Beschuldigten untereinander über Chatgruppen verschiedener Messenger-Dienste sowie telefonisch in Kontakt.

Die acht mutmaßlichen Unterstützer sollen ihrerseits zugesagt haben, die Vereinigung finanziell zu unterstützen, Waffen zu beschaffen oder an zukünftigen Anschlägen mitzuwirken.

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Bad Oldesloe

SPD Stormarn schließt jegliche Kooperation mit AfD aus : “Keine gemeinsame Sache mit Feinden der Demokratie”

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Foto: SPD Stormarn/hfr

Bad Oldesloe – Die SPD Stormarn hat unter dem Motto “Kein Fußbreit den Faschisten” einstimmig einen Beschluss gefasst, dass man niemals politische Mehrheiten oder Regierungskoalitionen gemeinsam mit der AfD bilden möchte und wird.

“Seit 1949 erfüllen die demokratischen Parteien den Auftrag unseres Grundgesetzes. Zum Grundkonsens der Bundesrepublik Deutschland gehört es als Lehre aus dem verbrecherischen NSRegime und dem Scheitern der Weimarer Republik, dass Demokraten keine gemeinsame Sache mit den Feinden der Demokratie machen”, heißt es im Statement der Sozialdemokraten.

“Unsere heutige Demokratie wird von rechten Populisten und gewalttätigen Neonazis herausgefordert. Über den Punkt „Wehret den Anfängen“ sind wir längst hinaus”, so die Sozialdemokraten weiter.

Der Rechtsterror des NSU, der Mord an Walter Lübcke, der Anschlag auf die Synagoge in Halle, Morddrohungen gegen Kommunalpolitiker, Ehrenamtliche und Abgeordnete, der anwachsende Antisemitismus, Angriffe auf Journalisten sowie das Erstarken rechtsradikaler Parteien seien dafür deutliche Zeichen.

“Wir sind fest entschlossen, unsere freiheitliche und offene Gesellschaft mit allen Mitteln des Rechtsstaates und der Demokratie zu behaupten. Wir wissen, dass wir dabei auf eine sehr große Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger und eine aktive Zivilgesellschaft zählen können”, so die SPD Stormarn.

“Wir als demokratische Parteien stehen dafür besonders in der Pflicht. Durch unser tägliches politisches Agieren sowie im demokratischen Wettbewerb und im Umgang untereinander wollen und müssen wir die Demokratie stärken”, heißt es in einer Erklärung der Stormarner SPD:

Die gemeinsame Wahl eines Ministerpräsidenten in Thüringen durch FDP, CDU und AfD war eine unverzeihliche Grenzüberschreitung, die weit über den Freistaat hinaus unsere Demokratie belastet. Regierungsbildungen und politische Mehrheiten in unserem Land dürfen nicht durch die Stimmen der AfD zustande kommen”, so die Stormarner Sozialdemokraten.

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Politik und Gesellschaft

Lübeck: 250 Gegendemonstranten übertönen rechten “Pax Europa” Auftritt

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Polizeiabsperrung Symbolfoto: U J Alexander / shutterstock.com

Lübeck – Eine sehr überschaubare, kleine Gruppe der rechten Vereinigung „Pax Europa“ hat in Lübeck eine Kundgebung abgehalten. Das Motto der rechtspopulistischen Veranstaltung dabei war „Gegen den politischen Islam“.

Auf der anderen Seite formierte sich eine große Anzahl Gegendemonstranten, die nicht nur aus dem linkspolitischen Spektrum stammten. Auch der Bürgermeister der Hansestadt, Jan Lindenau (SPD) unterstützte die Idee hinter der Gegendemo unter dem Motto”Solidarisch gegen rechte Hetze – Lübeck bleibt bunt”.

Der Auftritt des Pax-Hauptredners, der dem rechtspopulistischen Blog polictically incorrect (PI-News) nahe steht, wurde durch die deutlich Gegendemonstranten gestört. Sie übertönten ihn erfolgreich durch einen erzeugten Lärmpegel zum Beispiel durch Trillerpfeifen und Buhrufen. Ziel war es dem Rechtspopulisten deutlich zu machen, dass er und seine Anhänger in Lübeck nicht willkommen sind. Rechten Theorien und Ansichten wolle man keinen Platz lassen.

Der Redner verwickelte sich in zahlreiche Zwie- und Streigespräche mit den Gegendemonstranten. Er versuchte sie sogar von seinen Haltungen zu überzeugen, hatte damit aber keinen Erfolg. Anhänger seiner dargestellten Meinungen waren kaum bei der Kundgebung wahrzunehmen.

Die Polizei drängte schließlich die 250 Gegendemonstranten zurück, damit „Pax Europa“ seine Veranstaltung überhaupt weiter durchführen konnte. Insgesamt, so die Polizei Lübeck, sei es aber relativ ruhig geblieben.

„Im Rahmen der Veranstaltungen kam es zu leichten Störungen durch lautes Pfeifen. Durch Polizeikräfte wurde eine räumliche Distanz der beiden Kundgebungen hergestellt. Durch eine Linie von “Hamburger Gittern” wurde diese Trennung optisch erkennbar gemacht. Während des Einsatzverlaufes kam es zu Anzeigenerstattungen wegen Beleidigungen und leichten Körperverletzungen. Zur Störungsbeseitigung wurden einige Platzverweise ausgesprochen und Gewahrsamnahmen durchgesetzt“, so Polizeisprecher Dirk Dürbrook.

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