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Schleswig-Holstein

Schleswig-Holstein: Hitzewelle sorgte bisher für 500 Feuerwehreinsätze

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Brennende Böschung an einem Feld an der B75 bei Steinfeld. Foto: Stormarnlive.de

Schleswig-Holstein/Kiel – Der nach Angaben der Meteorologen bisher heißeste Tag des Jahres ist Grund für eine vorsichtige Zwischenbilanz zum gesteigerten Einsatzaufkommen der Freiwilligen Feuerwehren in Schleswig-Holstein durch zahlreiche Busch- und Flächenbrände in den letzten Wochen.

Zusätzlich zum “normalen” Einsatzgeschehen mussten die Wehren im Juni und Juli im Land zu rund 500 Busch- und Flächenbränden ausrücken. Da es keine Möglichkeit einer detaillierten landesweiten Erfassung gibt, beruht die Zahl auf vorsichtigen Schätzungen der sieben Leitstellen im Land. Da einige Leistellen auch keine Angaben gemacht haben, dürfte die Zahl noch etwas höher liegen.

Einen geographischen Einsatzschwerpunkt gibt es nicht. Eine genauere Einsatzstatistik liegt erst Ende März 2019 vor. “Dennoch können wir schon heute sagen, dass die Zahl der Brandeinsätze für 2018 eine deutliche Steigerung erfahren wird”, sagt Landesbrandmeister Frank Homrich.

“Die Einsatzlagen bei mediterranen bis tropischen Temperaturen haben den Einsatzkräften viel abverlangt”, so der Vorsitzende des Landesfeuerwehrverbandes. Da auch die kommenden Tage keine spürbare Entlastung bringen werden, müssen die nahezu ehrenamtlich aufgestellten Feuerwehren mit weiteren Einsätzen rechnen – zudem für Mittwoch und Donnerstag auch vereinzelte Gewitter angesagt sind.

“Mein ganz besonderer Dank und Wertschätzung gilt natürlich allen rund 50.000 aktiven Feuerwehrangehörigen im Lande. Aber ebenso wichtig sind die Familien, die dahinter stehen und vor allem die Arbeitgeber, die ihre Mitarbeiter für den Dienst am Nächsten freistellen. Ohne diese Solidarität zur Feuerwehr hätten wir ein gravierendes Sicherheitsproblem – und das nicht nur in Schleswig-Holstein”, so Homrich.

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Schleswig-Holstein

Raser-Irrsinn: Polizei stellt in einer Woche 22 679 Verstöße fest

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Mobile Blitzeranlage
Symbolfoto: Hadescom/Shutterstock.com

Kiel / Stormarn – 22 679 Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung stellte die Landespolizei Schleswig-Holstein fest. In der vergangenen Woche wurd bei Kontrollen einen besonderen Schwerpunkt der Verkehrssicherheitsarbeit auf die Überwachung der zulässigen Höchstgeschwindigkeiten und sogenannter Aggressionsdelikte, zum Beispiel Drängeln im Straßenverkehr, gesetzt.

Die Schwerpunktaktion erfolgte im Rahmen einer europaweiten Kontrollwoche im Rahmen des TISPOL-Verbundes.

Dabei wurden im Laufe der Woche insgesamt 22.679 Tempoverstöße festgestellt. Die Landespolizei sieht sich dadurch in ihrer Schwerpunktsetzung bestätigt: “Wir hatten die Überwachungsaktion angekündigt und sie ist in den Medien intensiv dargestellt worden. Trotzdem ist die Zahl der Verstöße verglichen mit vorherigen Kontrollaktionen noch einmal gestiegen. Aus verkehrspolizeilicher Sicht ist das Ergebnis miserabel.”, so Uwe Thöming, der im Landespolizeiamt für die Verkehrssicherheitsarbeit zuständig ist.

Zum Vergleich: Bei den gleichen Kontrollaktionen im August 2017 wurden 21.330 und im April 2018 21.235 Geschwindigkeitsverstöße festgestellt.

“Wir können nur immer wieder betonen: Nicht angepasste und überhöhte Geschwindigkeit ist eine der Hauptunfallursachen. Außerdem spielt die Geschwindigkeit auch eine entscheidende Rolle bei der Schwere der Unfälle, die andere Ursachen haben.” so Thöming weiter.

Vor dem Hintergrund der in der kommenden Woche endenden Sommerferien und vieler junger ABC-Schützen, die dann am Straßenverkehr teilnehmen, ruft die Landespolizei noch einmal zu mehr Rücksicht und Vorsicht im Straßenverkehr auf. Stete Aufmerksamkeit und moderate Geschwindigkeit insbesondere an Schulen und Kindergärten sind eine Lebensversicherung für die Jüngsten. Kinder können bis zum Alter von 10 Jahren nur eingeschränkt Entfernungen und Geschwindigkeiten einschätzen. Sie sind durch ihre geringere Körpergröße eher durch parkende Fahrzeuge verdeckt. Motorische Fähigkeiten und Gefahrenwahrnehmungen sind im Vergleich zu Erwachsenen deutlich eingeschränkt.

 “Wer ein Fahrzeug führt, muss sich gegenüber Kindern, hilfsbedürftigen und älteren Menschen, insbesondere durch Verminderung der Fahrgeschwindigkeit und durch Bremsbereitschaft, so verhalten, dass eine Gefährdung dieser Verkehrsteilnehmer ausgeschlossen ist.” Diese Verpflichtung gilt für alle. Also: Fuß vom Gas!

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Schleswig-Holstein

Feuerwehrverband: 10 Sicherheitstipps für Sommer-Unwetter

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Symbolfoto: Solarseven/Shutterstock

Norddeutschland/Schleswig-Holstein – Starkregen, Hagel und schwere Sturmböen: Inmitten des glühend heißen Sommers drohen nun in weiten Teilen Deutschlands Unwetter. Hartmut Ziebs, Präsident des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV), gibt sechs Tipps zum richtigen Verhalten.

  • Achten Sie bei Aktivitäten im Freien auf aufziehende Gewitter. Informationen können hier auch Warn-Apps für Mobiltelefone wie etwa NINA oder KATWARN bieten.
  • Ein festes Gebäude ist der sicherste Platz bei einem Unwetter. Alternativ bietet auch ein geschlossenes Kraftfahrzeug Schutz.
  • Wenn Sie im Freien von einem schweren Gewitter überrascht werden, hocken Sie sich in eine Senke. Meiden Sie einzeln stehende Bäume jeder Art, Masten, Metallzäune und andere Metallkonstruktionen.
  • Warten Sie Unwetter mit Sturm und Hagel im Straßenverkehr zunächst auf einem Parkplatz oder am Straßenrand auf einem baumfreien Abschnitt ab.
  • Betreten Sie keine vermeintlich ausgetrockneten Bach- und Flussläufe – bei Starkregen herrscht hier Lebensgefahr!
  • Melden Sie Unfälle und Brände sofort unter der europaweiten Notrufnummer 112. Bitte halten Sie die Notrufleitungen während eines Gewitters für Notfälle frei und melden Sie Schäden, von denen keine akute Gefahr ausgeht, erst nach Ende des Unwetters.

In Deutschland sind eine Million Männer und Frauen in den Feuerwehren aktiv – mehr als 99 Prozent davon ehrenamtlich. „Nur durch das Flächen deckende Netz der Feuerwehren ist es möglich, auch bei großflächigen Einsatzlagen wie Unwettern schnell Hilfe zu leisten“, erläutert der DFV-Präsident.

Im Rahmen der überörtlichen Hilfe kommen bei Bedarf auch Feuerwehren aus verschiedenen Orten in einem Schadengebiet zum Einsatz.

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Schleswig-Holstein

Bundesfeuerwehrarzt: Zehn Tipps gegen Badeunfälle

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Symbolfoto: Mircogen/Shutterstock.com

Schleswig-Holstein/Berlin – In der Hitze des Sommers suchen in diesen Wochen viele Menschen Abkühlung im Wasser. Leider kommt es hierbei immer wieder zu Badeunfällen mit teils sehr tragischem und auch tödlichem Ausgang.

Klaus Friedrich, Bundesfeuerwehrarzt des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV), gibt zehn wichtige Tipps zum Verhüten von Badeunfällen.

  • Überschätzen Sie niemals die eigene Kraft, etwa beim Schwimmen zu einem Ponton im Baggersee.
  • Stoßen Sie niemals (auch nicht „im Spaß“) andere Menschen ins Wasser: Vielleicht können diese nicht schwimmen!
  • Gehen Sie nie alkoholisiert oder unter Drogeneinfluss ins Wasser.
  • Wenn Sie zu frieren beginnen, verlassen Sie das Wasser unverzüglich und trocknen sich ab.
  • Lassen Sie Kinder nie unbeaufsichtigt! Dies gilt besonders auch für den Teich oder Swimmingpool im eigenen Garten.
  • Springen Sie nur dann ins Wasser, wenn es tief genug ist und Sie sicher wissen, dass sich unter Wasser keine Hindernisse befinden. Springen Sie nicht von Brücken; hier können sich etwa Glasscherben von weggeworfenen Flaschen sammeln.
  • Gewässer mit verstärkter Schifffahrt, Schleusen, Hafenanlagen oder Wehren sind grundsätzlich tabu! Falls es lokal Bereiche gibt, die etwa an einem Kanal zum Baden freigegeben sind, dürfen Sie diese nicht verlassen. Meiden Sie sumpfige und stark bewachsene Gewässer.
  • Bei besonderen Gefahren, wie zum Beispiel Gewitter, starker Strömung und Wellengang oder bei starkem Regen, sind Gewässer grundsätzlich zu meiden.
  • Respektieren Sie Warntafeln, Begrenzungen und das Aufsichtspersonal, das für Ihre Sicherheit sorgt, und folgen Sie deren Anweisungen.
  • Bei einem Ertrinkungsunfall beginnen Sie nach der Rettung unverzüglich mit einer Wiederbelebung. Sie können das Überleben garantieren! Beginnen Sie nach einer fünfmaligen Beatmung mit einer Herzdruckmassage, dann weiter im Wechsel 30:2. Alarmieren Sie die Feuerwehr unter dem Notruf 112!

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