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Schleswig-Holstein

Wacken Open Air: Rettungsdienst und Feuerwehr loben die Metalheads

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Einsatzkräfte des RKiSH auf dem Wackenfestival 2018
Foto: RKiSH/hfr

Wacken – Das größte Metalfestival der Welt hat seine Heimat in Schleswig-Holstein. Auch in diesem Jahr feierten 75 000 Metalfans gemeinsam in Wacken.

Der Rettungsdienst beschreibt das Verhalten der Fans als „friedlich und total entspannt“. Über 150 Bands waren auf neun unterschiedlichen Bühnen zu sehen.

Der gute Verlauf ist neben vielen Faktoren insbesondere auch der wochenlangen Vorbereitungen der Organisatoren geschuldet. Viele Jahre Erfahrung spielen ebenso eine Rolle, wie auch das Wetter und vor allem das Verhalten der Gäste.

“Die extreme Wärme vor und während der Veranstaltung hat viele Menschen körperlich an die Grenzen gebracht. Dennoch haben besonders die Besucher die Verhaltens- und Sicherheitshinweise befolgt und vor allem genug Flüssigkeit getrunken und den Sonnenschutz beachtet.” betonte Christian Mandel, Pressesprecher der Rettungsdienst-Kooperation in Schleswig-Holstein (RkiSH) gGmbH.

Die RKiSH im Einsatz, im Hintergrund das “Krankenhaus Wacken”.
Foto: RKiSH/hfr

“Die gute Planung, die lange Erfahrung und die Investitionen in das Sicherheitskonzept und die erforderliche Infrastruktur zum Wohl der Gäste und aller Beteiligten machen sich immer wieder bemerkbar.”, so Mandel weiter. Fazit der RKiSH: „No rain – only shine!“

Wacken ist in der Festivalzeit mit über 100.000 Einwohnern die drittgrößte Stadt Schleswig-Holsteins.

Die Einsatzkräfte der RKiSH haben seit Montag auf dem Festivalgelände und in den Umlandgemeinden von der eigens eingerichteten Rettungswache Wacken insgesamt 162 Einsätze bewältigt.

Das sind trotz aller Erwartungen vorab deutlich weniger als im Vorjahr. Nennenswerten Notfallereignisse und größere Einsatzlagen blieben glücklicherweise aus. Alle Einsatzzahlen sind im Verhältnis auf die Größe der “Festivalstadt Wacken” mit gut 280 ha Fläche und den vielen Einwohnern absolut normal, sogar eher als unterdurchschnittlich zu bewerten.

“Nach Wacken ist vor Wacken. Verbesserungspotenzial aus dem laufenden Jahr ist die Basis für Verbesserung im kommenden Jahr.” beschrieb Volker Böhm als Fachbereichsleiter Einsatzdienst der RKiSH den das ganze Jahr dauernden Vorbereitungs- und Verbesserungsprozess.

“Die Sicherheit für die Gäste und Mitarbeiter, sowie die Bewohner der umliegenden Gemeinden wird in allen Ebenen sehr ernst genommen. Das Konzept wird ständig von allen Verantwortlichen weiterentwickelt.”

Die Helfer des DRK Kaltenkirchen behandelten im Sanitätszelt und den Unfallhilfsstellen in der Festivalwoche mehr als 4.300 Patienten mit allen möglichen medizinischen Problemen. 2.800 davon im Zelt. Hier waren es überwiegend Fälle von Kreislaufdysregulationen, Augenreizungen und leichten allergischen Reaktionen auf Insektenstiche die die Liste anführten.

Einsatzkräfte auf dem Festivalgelände
Foto: RKiSH/hfr

Wundversorgungen und kleine chirurgische Eingriffe forderten das Personal des “WOA-Krankenhauses Wacken” in dieser Woche. Gut 1.500 geringfügigere Hilfeleistungen – meist Pflasterausgaben – sind die Bilanz der über die Fläche verteilten Unfallhilfsstellen.

Auch die eingesetzten Feuerwehren beim W:O:A sind mit dem Verlauf des Festivals sehr zufrieden. “Wir hatten große Sorge wegen der langen Trockenheit.”, erklärte Feuerwehr-Einsatzleiter Matthias Venohr die Lage der Brandschützer. Die Feuerwehren haben die jeweiligen Flächen vor der Belegung durch Camper bewässert, um der Brandgefahr durch heiße Auspuffanlagen vorzubeugen. “Die Besucher haben total gut reagiert. Noch nie zuvor haben wir so viele eigene Feuerlöscher auf dem Gelände gesehen. Die Warnhinweise wurden ernstgenommen und akzeptiert.”, freute sich Venohr weiter.

Insgesamt hatten die Feuerwehrkräfte 28 Einsätze, darunter wenige kleine Feuer, ein paar Ölspurbeseitigungen und einige sonstige Hilfeleistungen.

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Schleswig-Holstein

Travemünde: Großeinsatz an Schule

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Feuerwehr im Einsatz Symbolfoto: SL

Lübeck – Am heutigen Mittwoch (20.03.) sorgte offenabr ein noch nicht näher zu bezeichnendes Reinigungsmittel für einen Großeinsatz der Feuerwehr, des Rettungsdienstes und der Polizei in der Stadtschule in Lübeck- Travemünde im Hirtengang.

“Gegen 12:15 Uhr erreichte ein Notruf Feuerwehr und Polizei, dass in der Stadtschule in Travemünde der Schulhausmeister über Atemwegsbeschwerden und Kreislaufprobleme klagte. Er hatte zuvor in einem Kellerraum offenbar die Dämpfe einer Chemikalie eingeatmet. Der Mann wurde umgehend ärztlich versorgt”, so Polizeisprecher Markus Bitter .

Vorsorglich wurde der Schulbetrieb eingestellt und die gut 200 Schülerinnen und Schüler aus dem Gebäude evakuiert und in der dortigen Turnhalle untergebracht. Dieses traf ebenfalls für das Lehrpersonal zu.

Alle betroffenen Personen wurden durch den Rettungsdienst untersucht. Zwei Notärzte waren ebenfalls eingesetzt. Insgesamt gab es sieben Personen (6 Erwachse und ein neunjähriges Kind), welche ärztlich versorgt und anschließend in ein Krankenhaus gebracht wurden.

Die Chemikalie ist durch die Feuerwehr geborgen und in einer sogenannten Sicherheitswanne deponiert worden. Nach Belüftung des Gebäudes ergaben die anschließenden Luftmessungen in den Räumlichkeiten der Schule keine auffälligen Ergebnisse.

Seitens der Polizei wurden die Straßenzüge in unmittelbarer Nähe des Schulgebäudes zeitweise voll gesperrt.

Der Ermittlungsdienst Umwelt des Polizei-Autobahn- und Bezirksreviers Scharbeutz prüft, ob eine Straftat vorliegen könnte.

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Schleswig-Holstein

Polizei erwischt hunderte Anschall- und Handy-Sünder

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Polizeikontrolle
Symbolfoto: Kzenon/Shutterstock

Schleswig-Holstein – Die Landespolizei setzt in dieser Woche einen besonderen Kontrollschwerpunkt auf die richtige Sicherung von Fahrzeuginsassen (Gurtpflicht) und Ablenkung (Handyverbot) im Straßenverkehr.

Am 13. März fanden daher in ganz Schleswig-Holstein Großkontrollen statt. Dabei waren rund 500 Polizistinnen und Polizisten an rund 100 zum Teil wechselnden Kontrollstellen sowie auch mobil unterwegs.

Die Bilanz dieses einzelnen Kontrolltages am 13. März sieht folgendermaßen aus:

– 545 Fahrzeuginsassen waren nicht angegurtet, darunter 21 Kinder, die nicht oder nicht ausreichend gesichert waren

– 491 Fahrzeugführer waren durch die Benutzung von Handy und Co. abgelenkt.

Außerdem wurden 135 sonstige Ordnungswidrigkeiten festgestellt und drei berauschte Fahrer aus dem Verkehr gezogen. Achtmal waren Fahrer ohne gültige Fahrerlaubnis unterwegs und siebenmal in Fahrzeugen ohne Versicherungsschutz. Auch für diese endete die Fahrt in der Kontrolle.

Was erwartet die Betroffenen nun?

Verstöße gegen die Gurtpflicht werden mit 30 Euro Verwarnungsgeld geahndet, wer Kinder im Fahrzeug nicht sichert, muss mit bis zu 70 Euro Bußgeld und einem Punkt in Flensburg rechnen.

Handyverstöße schlagen mit mindestens 100 Euro Bußgeld sowie einem Punkt im Verkehrszentralregister zu Buche. Liegen Gefährdungen oder sogar ein Unfall unter Ablenkung vor, steigt das Bußgeld auf bis zu 200 Euro und einen Monat Fahrverbot.

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Schleswig-Holstein

Kampf gegen Einbrecher: Polizei kontrolliert über 500 Fahrzeuge

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Polizeikontrolle (Symbolbild). Foto: Stormarnlive.de

Ahrensburg – Die Landespolizei Schleswig-Holstein beteiligte sich am Donnerstag mit den Bundesländern Bremen, Hamburg und Niedersachsen am länderübergreifenden Einsatz zur Bekämpfung der Eigentumskriminalität.

Anlass dieses Einsatzes ist die Vereinbarung der Innenminister und -senatoren der norddeutschen Küstenländer vom 8. März 2018 über das gemeinsame Vorgehen zur Bekämpfung der länderübergreifenden Eigentumskriminalität, insbesondere des Wohnungseinbruchdiebstahls durch organisierte Banden.

Für Schleswig-Holsteins Innenminister Hans-Joachim Grote sind derartige länderübergreifende abgestimmte Maßnahmen im Kampf gegen Einbrecherbanden zwingend erforderlich: “Einbrecherbanden interessieren sich nicht für Ländergrenzen. Deshalb ist es wichtig und konsequent, dass wir im norddeutschen Verbund derartig abgestimmte Aktionen durchführen und den Kampf gegen diese Banden auch gemeinsam bestreiten. Das erhöht die Schlagkraft und die Chancen, die positive Entwicklung der vergangenen Jahre zu verstetigen. Ich bin deshalb froh, dass wir im Länderverbund im Norden vor einem Jahr diese Vereinbarung geschlossen haben und sie mit Leben füllen.”

Maßnahmen der Polizei

Die Polizeidirektionen Ratzeburg und Bad Segeberg führten im “Hamburger Rand” intensive Präsenz- und Kontrollmaßnahmen durch. In den Landkreisen Pinneberg und Segeberg nutzte die Polizeidirektion Bad Segeberg weiter die fortgesetzte gerichtliche Anordnung von Anhalte- und Sichtkontrollen als polizeiliche Maßnahme im öffentlichen Verkehrsraum für die Bekämpfung des Wohnungseinbruchdiebstahls. Insbesondere in den Bereichen der Städte Wedel, Rellingen und Norderstedt wurden Kontrollstellen eingerichtet.

Die Polizeidirektion Ratzeburg setzte die intensive Kooperation mit der Polizei Hamburg fort. Schwerpunkte der Präsenz und Kontrollen waren hier die Städte Ahrensburg, Geesthacht und Reinbek. Die Zusammenarbeit mit den Hamburger Einsatzkräften hat erneut hervorragend funktioniert.

Im Rahmen der Aktion wurden durch die eingesetzten Kräfte insgesamt 537 Fahrzeuge und 642 Personen kontrolliert. Hierbei konnten auch Personen angetroffen werden, die polizeilich in Hinblick auf Eigentumskriminalität bekannt waren.

Die aus den Kontrollen gewonnenen Erkenntnisse werden nun zunächst ausgewertet und fließen in die Ermittlungsarbeit zur Bekämpfung Eigentumskriminalität ein. Zusätzlich wurden auch mehrere Fahrzeugführer ohne gültige Fahrerlaubnis sowie sieben Fahrzeugführer, die Alkohol oder Drogen konsumiert hatten, festgestellt.

Die Landespolizei verfolgt seit 2012 in einem landesweiten Bekämpfungskonzept und darauf abgestimmten örtlichen Konzepte das Ziel, die Tatbelastung nachhaltig zu senken. Bausteine dieses Konzeptes sind neben dem täterorientierten Ansatz die intensive Tatortarbeit und Spurensicherung sowie zeitnahe Auswertung relevanter Spuren, intensive Öffentlichkeitsarbeit und Präventionsmaßnahmen sowie ein enger Informationsaustausch auf regionaler und überregionaler Ebene zum Beispiel mit den benachbarten Bundesländern.

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