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Kita und Erziehung

Golfer spenden 4500 Euro an den Kinderschutzbund

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Foto: Golfclub Jersbek/hfr

Jersbek – 65 Golferinnen und Golfer kamen zum diesjährigen Charity-Turnier in den Jersbeker Golf-Club. Unter dem Motto „Jersbeker Golfer helfen für einen guten Zweck“ luden die Organisatoren Ludger und Karin Große Wichtrup am 12. Mai zum Golfturnier und einer großen Tombola ein.

Am Ende des Tages konnte Peter Kronefeld, Präsident des Clubs, einen Spendenscheck in Höhe von 4.500 Euro an den Kinderschutzbund, vertreten durch das Vorstandsmitglied Norbert Muras, übergeben.

Das Geld fließt in den Arbeitsbereich „Frühe Hilfen“ des Kinderschutzbundes. Hier werden junge Familien in schwierigen Lebenslagen darin unterstützt, besser mit ihrem Baby und dem neuen Leben als Familie zurechtzukommen. Wenn zum Beispiel Mütter alleinerziehend sind oder ein Elternteil arbeitslos ist bedeutet das eine große Belastung für Eltern und damit auch für deren Kinder.

Gerade am Anfang des Lebens eines Kindes ist es aber wichtig, dass es die volle Aufmerksamkeit seiner Eltern erhält und zuverlässig versorgt wird. Dabei hilft den Eltern eine Familienhebamme des Kinderschutzbundes sowie eine ehrenamtliche Familienpatin, die den jungen Familien bis zu zwei Jahre regelmäßig zur Seite stehen. Auch für Eltern, deren Kind mit einer Behinderung geboren wurde, bedeutet eine Unterstützung durch die Frühen Hilfen eine große Entlastung in ihrem anstrengenden Alltag.

„Wir freuen uns sehr über diese große Spende“, freut sich Norbert Muras vom Vorstand des Kinderschutzbundes, „denn nun können wir eine fünfte Familienhebamme fest anstellen. Wir sehen, dass die Nachfrage nach den Frühen Hilfen ungebrochen ist. Daher ist es toll, wenn wir nun noch mehr Familien in einer schwierigen Lage unterstützen können.“

Auch Peter Kronefeld war mit dem Ergebnis des Tages sehr zufrieden: „Wir freuen uns sehr, dieses wichtige Projekt unterstützen zu können und danken allen Spenderinnen und Spendern für ihr tolles Engagement.“

Das Charity-Turnier des Golf-Club Jersbek für den Deutschen Kinderschutzbund findet ab 2017 jährlich statt.

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Bad Oldesloe

Kinderschutzbund: Loeding übergibt an Wohlers

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Foto: U. Vöcking/DKSB/hfr

Bargteheide/Bad Oldesloe – Ablösung an der Spitze des Stormarner Kinderschutzbund. Seit dem Jahr 1994 war Ingo Loeding Geschäftsführer des Kinderschutzbundes im Kreis Stormarn.

Nun geht er in den Ruhestand und übergibt die Leitung an Stephanie Wohlers, die ab sofort als Geschäftsführerin tätig ist.

Loeding hat den Kinderschutzbund, wie er heute aufgestellt ist, entscheidend gestaltet und geprägt. In den 37 Jahren, die er im Kinderschutzbund tätig war, entwickelte sich die Kinderschutzorganisation von einem kleinen lokal tätigen Verein hin zu einem mittelständischen Sozialunternehmen mit über 80 Angeboten für Eltern und Kinder im gesamten Kreis Stormarn, heißt es von Seiten des Kinderschutzbund Stormarn.

Seine Karriere als Schifffahrtskaufmann gab der geborene Sieker für die Arbeit mit Kindern und für Kinder auf. Nach einer Ausbildung zum Erzieher studierte er berufsbegleitend das Fach Sozialpädagogik und arbeitete parallel dazu bereits im Kinderhaus Bargteheide.

Mit dem Aufbau des Kinderhauses wurde er dessen Leiter und im Jahr 1994 dann Geschäftsführer des Kinderschutzbundes im Kreis Stormarn.

„Mit fällt es schwer zu gehen, denn meine Meinung ist, dass dies die beste Arbeitsstelle im ganzen Kreis Stormarn ist. Lange Jahre habe ich ja in den Gruppen mit den Kindern zusammengearbeitet und gesehen, mit welchen Herausforderungen sie konfrontiert waren. Wenn ich dann heute Erwachsene treffe, die in ihrer Kindheit im Kinderhaus waren, und nun sehe, was aus ihnen geworden ist, dann denke ich: ‚Die Arbeit hat sich gelohnt. Wir konnten die Kinder trotz widriger Umstände stark machen für ihr Leben. Das war und ist genau unser Ziel.“

Birgitt Zabel, erste Vorsitzende des Kinderschutzbundes in Stormarn, bedankt sich bei Ingo Loeding: „Du hast deinen Freiraum genutzt, um etwas ganz Besonderes für Kinder und Eltern in Stormarn zu schaffen. Und du hast viele Menschen auf dem Weg mitgenommen: unsere Spenderinnen und Spender, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und die Ehrenamtlichen. Eine große Zahl an Menschen sind uns bereits seit vielen Jahren treu und haben die positive Haltung den Familien gegenüber von dir übernommen. Dies und die gute Qualität der Arbeit im Kinderschutzbund sind eine solide Basis für die weitere Entwicklung des Kinderschutzbundes in der Zukunft. Das ist dein Lebenswerk.“

Mittlerweile gibt es drei Kinderhäuser Blauer Elefant im Kreis Stormarn, an die Kinder und Eltern sich bei Problemen wenden können.Loeding hat die Qualitätsentwicklung der Kinderhäuser und die damit verbundene Umbenennung in „Kinderhäuser Blauer Elefant“ entscheidend vorangetrieben.

Das Kinderhaus in Bargteheide gilt für bundesweit mehr als 50 Kinderhäuser des Kinderschutzbundes immer noch als Referenzkinderhaus.

Ein Thema, dem Loeding sich mit besonderem Engagement widmet, ist der Kampf gegen Kinderarmut im Kreis Stormarn. Er hat bereits die dritte Auflage des Armutsatlas für den Kreis Stormarn aufgelegt, der das Ausmaß der Kinderarmut in den einzelnen Städten und Gemeinden des Kreises aufzeigen soll.

In zahlreichen Vorträgen und Diskussionsrunden weist er seit Jahren immer wieder auf diesen Missstand hin. „Die Armut von Familien ist ein ganz wichtiger Faktor, wenn es um Gewalt gegen Kinder geht. Es ist strukturelle Gewalt, die Familien aushalten müssen und die sich noch zu oft gegen Kinder richtet.“

Loeding wird dem Kinderschutz weiterhin erhalten bleiben, denn er engagiert sich auch zukünftig im Bundesausschuss Kinderarmut des Kinderschutzbundes, bleibt aktiv als Armutsexperte des Kinderschutzbundes Stormarn und wird weiterhin im Jugendhilfeausschuss des Kreises vertreten sein.

Seine Nachfolgerin Stephanie Wohlers hat langjährige Erfahrung in der Arbeit mit Kindern, die besondere körperliche und seelische Voraussetzungen mitbringen sowie fachliche Kompetenz in der Führung von sozialen Organisationen. Zuletzt leitete sie den Bereich Frühförderung des Deutschen Roten Kreuzes in Hamburg-Harburg. Sie ist 44 Jahre alt und lebt in Bad Oldesloe.

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Ahrensburg

DRK-Kita Helgolandring stellt Außengelände fertig

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Ahrensburg – Nach und nach kam immer mehr dazu. Jetzt ist das Außengelände der Kindertagesstätte Helgolandring des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in Ahrensburg ist komplett.

Foto: Iris Lewe

Obwohl: Fertig ist man bei solchen Projekten ja nie. „Wir bewegen uns jetzt sozusagen von der Pflicht in die Kür. Im Großen und Ganzen ist das Außengelände fertiggestellt, aber es sind bereits die nächsten Projekte in Planung“, so Kita-Leiterin Anja Janßen-Hinrichs.

Viel hat sich in der Zwischenzeit getan. Zur Hühnergruppe hat sich noch ein Schaukeltrecker gesellt und macht die Spielecke unter dem Motto „Landleben“ jetzt komplett.

Alle Sandspielplätze haben Sonnensegel erhalten.

Es gibt jetzt einen Bewegungsparcours aus Holz und eine große Kletterlandschaft mit Rutsche. Kleine Zäune wurden aufgestellt, um die Spielbereiche der Elementarkinder von den Krippenkindern zu trennen. Außerdem wurden Gemüsebeete angelegt, die den Kindern besonders viel Spaß machen. Täglich wird nachgesehen, ob schon wieder reife Tomaten oder Beeren geerntet werden können.

Was bereits fertiggestellt war, wurde im vergangenen Jahr im Rahmen eines Sommerfestes eröffnet. Das muss in diesem Jahr – trotz endgültiger Fertigstellung – leider coronabedingt ausfallen.

Das tut dem Spielspaß der Kinder aber keinen Abbruch. Und neue Ideen haben sie auch schon.

„Eine Kindertagesstätte entwickelt sich ja immer weiter, und da Partizipation bei uns groß geschrieben wird und die Kinder an allen Entscheidungen so weit wie möglich beteiligt werden, durften sie mitentscheiden, was als nächstes angeschafft werden soll“, so Anja Janßen-Hinrichs. Und das wären unter anderem eine Rutsche und eine Schaukel für die Krippenkinder. Die Elementarkinder wünschen sich eine Outdoor-Küche oder besser gesagt ein „Spielmatschzimmer“. Und ganz wichtig: eine Tischlerecke. Welche Werkzeuge sie dafür brauchen, haben sie bereits in selbstgemalten Bildern festgehalten.

Und wenn diese Wünsche Wirklichkeit geworden sind, darf hoffentlich auch wieder richtig gefeiert werden.

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Bad Oldesloe

Stormarner Kindertage: Das Recht auf ein gesundes und gutes Leben

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Bad Oldesloe – Jedes Jahr im September setzen die Stormarner Kindertage ein Zeichen für einen kinderfreundlichen und kindgerechten Landkreis Stormarn.

In diesem Jahr hat sich der Alltag von Kindern und Jugendlichen sehr verändert. Ob in der Kindertagesstätte oder in der Schule: Einhalten von Hygieneregeln, Tragen von Mund-Nase-Bedeckungen durch die Erwachsenen oder auf dem Schulgelände, Unterricht über digitale Medien, kein gemeinsames Singen, Sport nur in Kleingruppen und vieles mehr.

In Zeiten der Corona-Pandemie rückt das dritte Grundrecht – das Recht auf Gesundheit – bei den Stormarner Kindertagen deswegen besonders in den Fokus.

Wissenschaftliche Studien – zum Beispiel die COPSY-Studie des Universitätsklinikums Eppendorf – belegen, dass sich die Corona-Pandemie negativ auf die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen ausgewirkt. Stress, Angst und Depressionen haben zugenommen.

Während des Corona Lockdowns ergriffen die Mitarbeitenden der Arbeiterwohlfahrt in Stormarn auf vielfältige Art und Weise die Initiative, um dem Recht der Kinder auf ein gesundes Leben zu entsprechen.

Zahlreiche Aktionen zeigen, wie zum Beispiel die pädagogischen Fachkräfte der AWO Soziale Dienstleistungen gGmbH das Recht auf Gesundheit der Kinder im Blick behielten.

Die AWO BewegungsKiTa Reinfeld organisierte vielschichtige Angebote für Kinder und Familien, die im Rahmen der Notbetreuung gerade nicht durch die Einrichtung unterstützt wurden.

Die Familien erhielten einen täglichen Newsletter rund um das Thema Bewegung. „Bewegung ist ein wichtiges Instrument der Stressregulation. Die Kinder lernen sich auszudrücken und Gefühle und Empfindungen zu zeigen“, erläutert Kita-Leitung Laura Storm. Im direkten Kontakt mit den Kindern blieben die ErzieherInnen der AWO BewegungsKiTa Reinfeld mit dem Webkonferenz-Tool GoToMeeting: Mit einem selbst geschriebenen Puppentheater, das sich speziell an die Kinder richtete, erklärten die pädagogischen Fachkräfte leicht verständlich, was Corona überhaupt ist.

Petra Ilse wiederum ist zertifizierte Elternbegleiterin im AWO Hort Am Schloss in Ahrensburg. Im Rahmen des so genannten Elterncafés telefonierte sie regelmäßig mit Eltern, Großeltern und Kindern. Bei Bedarf ermöglichte sie auch persönliche Treffen „auf Abstand“.

Jonathan Rubarth ist nicht nur Leiter der AWO Kindertagesstätte Querweg und der OGS Gertrud-Lege-Schule in Reinbek, sondern auch Berufsmusiker. Also dachte er sich, dass jetzt von zu Hause gesungen werden muss. Kurzerhand gründete er einen Kanal auf einer großen Videoplattform. Hier singt er einmal in der Woche live mit allen Kindern der AWO-Kitas die schönsten Kinderlieder. Die Lieder konnten sich die Kinder vorab per E-Mail wünschen.

Das Team des AWO Waldkindergarten Ahrensburg schenkte den Familien mit einer Schnitzeljagd zum Thema „Frösche“ und einer Schatzsuche unbeschwerte, gemeinsame Zeit in der Natur. „Die Kinder erinnerten sich, im direkten Kontakt mit bekannten Plätzen im Wald, an ihre Zeit in der Kita. Diese Verbindung gab den Kindern Stabilität und Wurzeln in dieser ungewöhnlichen Zeit“, erläutert Kita-Leitung Sabrina Malinowski. Zudem übernahmen die Kinder während der gemeinsamen Familienzeit die Rolle der Experten. Auf diese Weise erlebten sie Selbstwirksamkeit und erfuhren eine mentale Stärkung.

Eine moderne, zukunftsorientierte Gesellschaft zeichnet sich dadurch aus, welche Bedeutung sie den Belangen von Kindern und Jugendlichen beimisst.

Die Verankerung der Kinderrechte im Grundgesetz ist hierfür ein wichtiger Schritt. Das Recht auf Beteiligung ist im Leitbild der AWO-Kindertagesstätten fest verankert. In altersentsprechenden Beteiligungsprojekten oder in der Entwicklung von Kinderparlamenten schlägt sich dies im pädagogischen Alltag nieder. Seit dem Jahr 2007 setzt sich ein Bündnis aus Deutscher Kinderschutzbund, Deutsches Kinderhilfswerk und UNICEF Deutschland mit der Kampagne „Aktionsbündnis Kinderrechte“ für eine Verankerung der Kinderrechte im Grundgesetz ein.

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