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Bad Oldesloe

Fliegerbombe entschärft: “Sie hätte jederzeit hochgehen können”

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Heinz Kollath hat die Bombe vor Ort entschärft. Fotos: Fischer

Bad Oldesloe – Die im Oldesloer Neubaugebiet Claudiussee gefundene Fliegerbombe ist entschärft, die Sperrung aufgehoben. Zu Zwischenfällen kam es nicht. Auch die Bahnstrecke ist mittlerweile wieder freigegeben. 

1200 Oldesloer durften am Montag für zwei Stunden nicht in ihre Wohnungen: Explosionsgefahr!

Im Claudiussee-Wohngebiet wurde eine alte Fliegerbombe gefunden, die von Munitionsexperten des Landeskriminalamtes (LKA) entschärft wurde.

“Der Zünder war ziemlich dreckig und verkrustet. Das hat eine ganze Weile gedauert, den sauber zu bekommen. Aber letztendlich ging alles gut”, sagt Heinz Kollath, der seit 1993 hauptberuflich Bomben aller Art entschärft. Unzählige rostige Blindgänger hat der Mann schon fürs Landeskriminalamt entschärft. Routine ist das bis heute nicht: “Die Bombe hätte jederzeit hochgehen können.”

Trotz des Alters des Sprengkörpers ist es wahrscheinlich, dass der Sprengstoff wenig von seiner Kraft verloren hat. “Wenn der Zünder rausgedreht wird, kann durch die Reibung Hitze entstehen und dadurch die Bombe zünden”, sagt Kollath. Die jetzt in Bad Oldesloe entschärfte Bombe ist mit ihren zehn Zentnern schon ein größeres Exemplar. 

Explosion hätte 12-Meter-Krater verursacht

Bei einer Explosion wäre ein Krater von zehn bis zwölf Metern Durchmesser entstanden. Doch warum dann ein so großes Sperrgebiet?

Mittlerweile entschärft: Die Zwei-Tonnen-Bombe

“Ebenso gefährlich wie die Detonation ist die dadurch entstehende Druckwelle”, sagt Heinz Kollath. Die könne noch in größerer Entfernung Lungen zum platzen bringen.

Gefunden wurde der Blindgänger am Donnerstag während der Reinigung eines alten Kraters durch den Baggerfahrer Stefan Borchert. Eigentlich hätte in dem Krater wie in den anderen 16 Kratern auf dem Baugelände nur Müll ein sollen.

Blindgänger wurde in Bombentrichter gefunden

“Wir haben den Bombentrichter bereinigt, der nach dem Krieg von einer Farbenfabrik für die Entsorgung von Abfällen genutzt wurde und dabei sind wir auf die Bombe gestoßen”, sagt Baggerfahrer Stefan Borchardt. 

Baggerfahrer Stefan Borchardt hat die Fliegerbombe gefunden

Solche Entdeckungen sind auf Baugrundstücken in der Nähe von Bahngleisen und im Bahnhofsumfeld nichts außergewöhnliches. Die Alliierten hatten solche Gebiete im zweiten Weltkrieg vermehrt bombardiert. Nicht alle Bomben sind dabei explodiert. 

Die Spezialisten des Kampfmittelräumdienstes entschärfen nicht nur. Sie suchen auch nach übrig gebliebener Weltkriegsmunition. “Wir gucken uns alte Bilder an und Unterlagen durch von unseren Vorgängern. Daraus ergibt sich dann eine Gefährdung für ein Grundstück”, sagt Oliver Kienast, seit zehn Jahren Bombenentschärfer. Das Gebiet, auf dem jetzt das Claudiussee-Wohngebiet entsteht, ist besonders gefährdet.

“Hier arbeitet daher auch eine Kampfmittelräumfirma und die Baggerfahrer wissen auch was zu tun ist, wenn sie ein verdächtiges Objekt entdecken”, sagt Kienast.

Die entschärfte Bombe wird jetzt mit einem Lastwagen abtransportiert und in Münster auseinandergebaut. Dass noch weitere Überraschungen im Boden schlummern, ist möglich: Laut Kampfmittelräumdienst wäre es zu aufwendig, das komplette Gebiet zu sondieren. Kienast: “Das würde Millionen kosten.”

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Bad Oldesloe

Bad Oldesloe liefert Hilfsgüter für ukrainische Flüchtlinge nach Kolberg

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Bad Oldesle Millionen von Menschen sind aus der Ukraine vor dem Krieg geflohen. Auch in Bad Oldesloes polnischer Partnerstadt Kolberg sind mittlerweile viele Flüchtlinge angekommen. Deswegen plant die Stadt die Lieferung von Hilfsgütern.

Stadthaus am Oldesloer Marktplatz Archivfoto: SL

Die Stadt steht derzeit vor großen Herausforderungen um die Vielzahl an Geflüchteten aus der Ukraine zu versorgen.

“Die Einwohner von Kolberg haben ihre Herzen und Häuser geöffnet und ihre eigenen Hände zur Hilfe angeboten”, heißt es im Anschreiben aus Kolberg von der Stadtpräsidentin Anna Mieczkowska. Um die Kriegsflüchtlinge jedoch fortwährend versorgen zu können, werden viele Dinge benötigt, weshalb die polnische Partnerstadt sich an alle ihre Partnerstädte um Unterstützung gewendet hat.

Zu diesem Zweck hat die Kolberger Stadtverwaltung eine Liste mit konkret benötigten Gütern dem Anschreiben beigelegt. Dazu zählen insbesondere Hygieneartikel wie z. B. Windeln, Zahnbürsten und Zahnpasta, Desinfektionsmittel, medizinische Masken aber auch haltbare Lebensmittel wie Reis, Nudeln, Konserven, Babynahrung, Kaffee, Tee sowie Schreibwaren für Kinder.

Bürgermeister Jörg Lembke hat umgehend der Partnerstadt die Hilfe aus Bad Oldesloe als Ausdruck der Solidarität in dieser schweren Zeit zugesagt und einen Spendenaufruf an die lokalen Unternehmen gestartet.

“Unsere Städtepartnerschaft ist geprägt von Freundschaft. Und Freunde stehen einander bei und unterstützen sich gegenseitig in schwierigen Zeiten. Mir ist bewusst, dass unsere Möglichkeiten zur Linderung der menschlichen Tragödien und des Schmerzes für die Menschen aus der Ukraine beschränkt sind. Daher lassen Sie uns gemeinsam in diesen schwierigen Zeiten füreinander da sein und den Menschen aus Kriegsgebieten, ob in Kolberg oder Bad Oldesloe, egal welcher Nationalität sie angehören, unsere Solidarität spüren”, so Jörg Lembke, Bürgermeister der Stadt Bad Oldesloe.

Die Welle der Hilfsbereitschaft seitens der Oldesloer Unternehmen im Rahmen dieser Hilfsaktion war überwältigend. Sie spendeten palettenweise benötigte Artikel und organisierten Transporte zur eingerichteten Sammelstation am Baubetriebshof.

„Ich freue mich, unseren Freunden in Polen bei dieser Kraftanstrengung die benötigte Unterstützung zu ermöglichen. Dafür danke ich allen Unternehmen für ihr beindruckendes Engagement, ohne das die Aktion nicht möglich gewesen wäre“, erklärt weiter Jörg Lembke stolz.

Auch die Bad Oldesloer Kommunalpolitik brachte ihre Solidarität mit der Partnerstadt Kolberg zum Ausdruck und stellte unverzüglich weitere finanzielle Mittel in Höhe von 4.000 Euro zur Verfügung.

Auch einzelne Mitglieder der Stadtverordnetenversammlung stellten gesondert private finanzielle Mittel zur Verfügung. Mittlerweile kann ein ganzer Sattelzug mit Hilfsmitteln auf den Weg nach Kolberg gebracht werden. Den Transport stellt die Oldesloer Spedition Günter Börner Dienstleistungen OhG aus Bad Oldesloe.

Am 20. Mai um 12 Uhr wird der Sattelzug mit den Hilfsgütern beim Baubetriebshof verladen. Die Lieferung wird am 23. Mai in Kolberg durch die Stadtpräsidentin Anna Mieczkowska und die Oldesloer Bürgerworthalterin Hildegard Pontow empfangen.

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Bad Oldesloe

27-Jähriger am Oldesloer Bahnhof brutal zusammengeschlagen

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Bad Oldesloe Ein 27-Jähriger ist am Oldesloer Bahnhof von mehreren Personen angegriffen und schwer verletzt worden. Er musste in ein Krankenhaus eingeliefert werden.

Oldesloer Bahnhof. Foto: Stormarnlive.de

Bereits am Montag (09.05.2022) ist es in der Johannes-Ströh-Straße, am Hintereingang des Bad Oldesloer Bahnhofes zu einer gefährlichen Körperverletzung zum Nachteil eines 27-jährigen aus Bad Oldesloe gekommen.

Nach ersten Erkenntnissen ist der Oldesloer gegen 21.45 Uhr mit einer ihm unbekannten Personengruppe (fünf männliche Personen) in einen Streit geraten.

Der Geschädigte wurde dann aus dieser Gruppe heraus mehrfach geschlagen und getreten.

Er musste ärztlich versorgt werden und wurde in ein Krankenhaus eingeliefert. Der genaue Tatablauf ist nun Gegenstand der aktuellen Ermittlungen.

Die Kriminalpolizei in Bad Oldesloe bittet Zeugen, die diese Tat beobachtet haben und Hinweise auf die Täter geben können, sich unter der Telefonnummer 04531/501-0 zu melden.

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Bad Oldesloe

Wahl in Bad Oldesloe: Jörg Lembke bleibt Bürgermeister

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Bad Oldesloe Kein Wechsel im Rathaus: Jörg Lembke hat die Bürgermeisterwahl in Bad Oldesloe deutlich gewonnen. Der Amtsinhaber erhielt 64,57 Prozent der Stimmen.

Bürgermeister Jörg Lembke (mitte) freut sich mit seiner Familie über den Ausgang der Wahl. Foto: Stormarnlive.de

„Ich hatte einen starken Gegner und da kann ich den Bürgern nur danken für das Vertrauen, dass sie mir entgegengebracht haben”, sagte Lembke zum Ausgang der Wahl.

Für seinen Herausforderer Tom Winter stimmten 35,43 Prozent der Oldesloer (3855 Stimmen). Trotz Niederlage ein solides Ergebnis. Der Lokalpolitiker wurde von den Grünen und Linken aufgestellt und von SPD und dem fraktionslosen Stadtverordneten Andreas Lehmann unterstützt.

Für einen Wechsel im Rathaus reichte das nicht. Hendrik Holtz (Die Linke): „Wir sind natürlich enttäuscht, dass unser großartiger Kandidat Tom Winter es nicht geschafft hat, die Mehrheit der Oldesloerinnen und Oldesloer für sich zu begeistern. Man muss an so einem Tag die Niederlage dann auch anerkennen.“

Trotz alledem wünscht Hendrik Holtz Bürgermeister Jörg Lembke ein gutes Gelingen für die nächsten sechs Jahre: „Wir werden seinen Weg als Bürgermeister kritisch begleiten.“

Hettwer gewinnt in Bargteheide: Kruse-Gobrecht nur 35 Prozent

Auch in Bargteheide wurde am Sonntag gewählt. Hier unterlag Bürgermeisterin Birte Kruse-Gobrecht gegen Herausforderin Gabriele Hettwer, die von einem breiten Parteienbündnis aus CDU, SPD, FDP und WfB aufgestellt wurde.

Hettwer kam auf 65,2 Prozent, Kruse-Gobrecht lediglich auf 34,8 Prozent. Für eine Amtsinhaberin ein ernüchterndes Ergebnis.

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