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Ratgeber

Lübeck: Polizei befreit Hund aus überhitztem Fahrzeug

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Hund in überhitztem Auto
Symbolfoto: JarhePhotography/shutterstock.com

Lübeck – Am gestrigen Mittwochnachmittag (25.07.) meldete eine Zeugin der Polizei, dass ein Hund in einem VW Caddy stark hechelte, das Fenster nur ein Schlitz geöffnet war und eine Überhitzung des Hundes drohte.

Bei Außentemperaturen von über 34 Grad ließ ein Hundehalter gestern gegen 13.45 Uhr im CITTIPARK in Lübeck im dortigen Parkhaus seinen Hund im Auto zurück. Der Hund befand sich in dem geschlossenen Fahrzeuginneren eines VW-Caddy aus Sonderhausen. Das Fenster nur einen Spalt geöffnet.

Der Fahrzeughalter wurde im CITTIPARK mehrfach ausgerufen, konnte jedoch, auch über einen längeren Zeitraum, nicht erreicht werden.

Die eingesetzten Polizeibeamten schlugen daraufhin die linke hintere Scheibe ein. Der Hund konnte aus dem Fahrzeug befreit werden, er wurde zum 2. Polizeirevier Lübeck verbracht und dort versorgt. Zu einem späteren Zeitpunkt ist der Hund dem Halter wieder übergeben worden.

Die Polizeibeamten des 2. Polizeireviers Lübeck ermitteln wegen eines Verstoßes nach dem Tierschutzgesetz gegen den Hundehalter.

Das Auto kann für einen Hund zur tödlichen Falle werden. Wer sein Tier bei Hitze im geschlossenen Auto zurücklässt, handelt verantwortungslos und verstößt gegen das Tierschutzgesetz. Den Wagen im Schatten abzustellen und ein offener Fensterschlitz reichen nicht aus.

“Bitte lasst Eure Vierbeiner bei dieser Hitze nicht im Auto!”, so Polizeisprecherin Vanessa von Hahn

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National

Ärzte dürfen telefonisch bis zu 14 Tagen krankschreiben

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Ärztin am Telefon Symbolfoto: Syda Productions/shutterstock

Berlin – “Ärzte dürfen Patienten ab sofort bis zu 14 Tage am Telefon krankschreiben. Voraussetzung ist, dass es sich um eine leichte Erkrankung der oberen Atemwege handelt. In solchen Fällen ist die telefonische AU auch möglich, wenn der Verdacht auf eine Infektion mit dem Coronavirus besteht”, teilte die Kassenärztliche Bundesvereinigung am Dienstag mit.

Bereits seit etwa zwei Wochen dürfen Ärzte nach telefonischer Anamnese eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung beziehungsweise eine ärztliche Bescheinigung für den Bezug von Krankengeld bei der Erkrankung eines Kindes für bis zu einer Woche ausstellen.

“Neu neben der längeren Dauer von bis zu 14 Tagen ist, dass unter die Regelung auch Patienten fallen, bei denen ein Infektionsverdacht besteht. Voraussetzung ist immer, dass es sich um leichte Beschwerden der oberen Atemwege handelt”, so die KBV in einem Statement.

“Damit können Patienten im Verdachtsfall zu Hause bleiben und müssen nicht wegen der bloßen Attestierung einer Arbeitsunfähigkeit extra in die Praxis kommen. Gleichzeitig soll das Risiko für eine Ausbreitung des Virus reduziert werden”, so die Begründung. .

Diese Regelung zur telefonischen AU bis zu 14 Tage ist bis zum 23. Juni befristet.

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Bad Oldesloe

Kreis Stormarn setzt die neuen Corona-Regeln um

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Landrat des Kreises Stormarn Symbolfoto: SL

Bad Oldesloe – Die Landesregierung hat heute für Schleswig-Holstein eine ersetzende Landesverordnung sowie einen neuen Erlass beschlossen. Der Kreis Stormarn setzt diesen mit einer Allgemeinverfügung um.

Hier die Allgemeinverfügung des Kreises im Wortlaut:

“Die mit der Landesverordnung geregelten Verbote zur Beherbergung, zu Reisen aus touristischem Anlass, Gaststätten, Einzelhandel, Zusammenkünfte und Hygienestandards wurden um Begründungen sowie eine Auflistung der erlaubten Verkaufsstellen erweitert.

Geregelt wurde jetzt, dass Verkaufsstellen, die ein Mischsortiment anbieten, öffnen dürfen, wenn die erlaubten Sortimentsteile überwiegen (mehr als 50% ausmachen), dann darf auch das Nebensortiment weiter verkauft werden.

Dienstleister und Handwerker können ihrer Tätigkeit nachgehen. Dieser Grundsatz muss jedoch eingeschränkt werden. Maßgeblich ist die infektionshygienische Sicht zur Bekämpfung übertragbarer Krankheiten.

Vom Verbot einer Dienst- bzw. Handwerksleistung mit engem persönlichen Kontakt wurden Rückausnahmen gemacht. Diese Ausnahme bezieht sich auf die Gesundheitsberufe im Handwerk wie beispielsweise Augenoptiker, Hörgeräteakustiker, Orthopädietechniker, Orthopädieschuhmacher und Zahntechniker sowie auf Tätigkeiten der Gesundheits- und Heilberufe mit enger persönlicher Nähe zum Patienten sofern sie medizinisch akut geboten sind. Unter anderem Ärzte und Zahnärzte, für die ein Sicherstellungsauftrag nach SGB V besteht, werden nicht von dieser Regelung erfasst. Hier gelten besondere gesetzliche Regelungen.

Der Verkauf von Produkten bei den Mischbetrieben ist zugelassen. Hierbei handelt es sich um solche – hauptsächlich – Handwerksbetriebe, die neben ihrer Handwerkstätigkeit auch eine Verkaufsstelle haben. Das gilt auch beispielsweise für ein Autohaus mit Werkstatt. Diese dürfen auch ihre tätigkeitsbezogenen Produkte verkaufen.

Betriebskantinen nach § 25 Gaststättengesetz sind nicht verboten, sofern die Öffentlichkeit ausgeschlossen ist.

Abweichend von der grundsätzlichen Regelung zum Aufenthalt im öffentlichen Raum sind Bestattungen auf das unbedingt notwendige Maß an Teilnehmern zu beschränken.

Aus der in der Anlage beigefügten Allgemeinverfügung geht u.a. hervor, dass vom Betretungsverbot von Kindertagesstätten jetzt ebenfalls diejenigen Kinder ausgenommen sind, die einen täglichen, hohen Pflege- und Betreuungsaufwand benötigen, dem im häuslichen Rahmen nicht entsprochen werden kann oder die aus Sicht des Kinderschutzes besonders schützenswert sind.

Die Durchführung von Sitzungen der staatlichen und kommunalen Gremien (Sitzungen der Stadt- und Gemeindevertretungen, der Kreistage sowie der Amtsausschüsse und der Verbandsversammlungen kommunaler Zweckverbände) ist unter Beachtung der entsprechenden Hinweise des Robert-Koch-Institutes und der Hygienestandards gestattet.

Sitzungen sind nach den ergänzenden Hinweisen des Innenministeriums zum kommunalen Sitzungsdienst vom 23.03.2020 auf das unbedingt Erforderliche zu beschränken. Für diese Sitzungen gelten keine räumlichen Zutrittsbeschränkungen, sodass sie bei Bedarf auch unter anderem in Sporthallen, Räumen in Schulen sowie in Räumlichkeiten in Gaststätten durchgeführt werden können. Die Öffentlichkeit kann auf das nach Ziffer 10. zulässige Maß reduziert werden.

Nicht unter den Veranstaltungsbegriff fällt die Teilnahme am öffentlichen Personennahverkehr oder der Aufenthalt an einer Arbeitsstätte.

Der Aufenthalt im öffentlichen Raum ist nur alleine, mit einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person oder im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstands gestattet. Dabei sind die Kontakte zu anderen Personen auf ein absolut notwendiges Minimum zu reduzieren und, wo immer möglich, ein Mindestabstand von mindestens 1,5 m einzuhalten.

Private Veranstaltungen wie Geburtstagsfeiern, Grillabende oder ähnliche Veranstaltungen, sind untersagt. Dies gilt auch in Wohnungen, auf Privatgrundstücken und in privaten Einrichtungen.

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther begrüßt das Maßnahmenpaket. „Die beschlossenen Regelungen im Norden seien nun auch Standard in allen anderen Ländern“, sagte Günther. „Der Aufenthalt im öffentlichen Raum ist nur noch alleine gestattet, um einzukaufen, Sport zu treiben oder spazieren zu gehen. Zulässig bleibe es, mit einer weiteren Person, die nicht aus dem eigenen Haushalt komme, unterwegs zu sein. Selbstverständlich bleibe erlaubt, Unternehmungen im Kreis der Familie zu machen.

Darüber hinaus werden einen Reihe von Dienstleistungsbetrieben, bei denen ein Mindestabstand zwischen Personen von 1,50 Meter nicht eingehalten werden könne, geschlossen. Dazu zählten auch das Frisörhandwerk, Massagepraxen oder Kosmetikstudios. Medizinisch notwendige Behandlungen sollten weiter möglich bleiben“.

Der Ministerpräsident dankte zugleich der Bevölkerung seines Bundeslandes für das disziplinierte und solidarische Verhalten um Umgang mit den von Land und Kreisen getroffenen Beschränkungen im öffentlichen Raum. Lageberichte der Polizei zeigten, dass sich Schleswig-Holsteinerinnen und Schleswig-Holsteiner sehr weitgehend an die Auflagen halten. Er zeigt sich zuversichtlich, dass auch die verschärften Regeln konsequent umgesetzt werden. Dafür dankt er schon jetzt.

Den genauen Wortlaut entnehmen Sie bitte der beigefügten Landesverordnung, der Allgemeinverfügung des Kreises Stormarn sowie der Liste erlaubter Verkaufsstellen..

Der Kreis Stormarn hat die Landesverordnung, die Allgemeinverfügung sowie die Liste der erlaubten Verkaufsstellen auf der Internetseite des Kreises Stormarn (www.kreis-stormarn.de/aktuelles/bekanntmachungen) auf der Startseite unter „Bekanntmachungen“ amtlich bekanntgemacht.”

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Politik und Gesellschaft

Online beten: So will die Kirche trotz Gottesdienst-Verbot Trost spenden

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Bad Oldesloe/Bad Segeberg – Der Kirchenkreis Plön-Segeberg und seine 35 Gemeinden setzen in der jetzigen Krise auf besondere Angebote, um zu beten, zu trösten und Glauben zu teilen.

Foto: Shutterstock.com

Gerade in Krisenzeiten will Kirche nah bei den Menschen mit ihren Sorgen und Ängsten sein. Das ist aktuell schwierig, weil Kernaufgaben wie Gottesdienste, Kasualien, Gruppentreffen und Seelsorgegespräche aufgrund der aktuellen Corona-Präventions-Maßnahmen gar nicht oder extrem eingeschränkt stattfinden können.

Oberstes Gebot bleibt derzeit, die Ausbreitung des Virus und die damit akute Gefährdung von Personen einzugrenzen.

Dabei hilft Kirche, in dem sie alle empfohlenen und notwendigen Verhaltensregeln einhält. Darunter fällt unter anderem, die zahlreichen anstehenden Konfirmationsgottesdienste und auch andere Amtshandlungen wie Taufen und Trauungen bis auf Weiteres zu verschieben. Ersatztermine können derzeit aufgrund der unklaren Gesamtlage noch nicht terminiert werden.

„Das ist für die Menschen, aber auch für uns als Kirche sehr schmerzhaft, aber wir stehen zu dieser Entscheidung“, sagt Erich Faehling, einer von zwei Pröpsten des Kirchenkreises Plön-Segeberg. „Wir sind dem der Schutz der Menschen verpflichtet.“ Trotzdem wolle man gerade jetzt als Kirchenkreis mit 35 Kirchengemeinden, von Laboe bis Bargfeld, den Menschen als Kirche zur Seite stehen. Aus diesem Grund setzt man verstärkt auf besondere Angebote. „Unter der Rubrik: ‚ Kirche, die nach Hause kommt‘ sammeln wir auf der Homepage www.kirche-ps.de unterschiedlichste Aktionen der Kirchengemeinden und des Kirchenkreises, um trotz der Versammlungsverbote einen alternativen und sicheren Weg zu finden, gemeinschaftlich zu beten, Trost zu spenden und den gemeinsamen Glauben zu teilen“, erklärt der andere Propst des Kirchenkreises, Dr. Daniel Havemann.

Der Kirchenkreis und einige der Gemeinden bieten dazu sonntags Homepage-Gottesdienste an – mit Predigt, Gebet, Liedern und Segen.

Die Pastorinnen und Pastoren sind telefonisch gut erreichbar und stehen auf diesem Weg für Seelsorgegespräche zur Verfügung. Es gibt gemeinsame Gebetsaktionen, Internetblogs, Social-Media-Aktionen, Einkaufsservice für Senioren und Menschen in Quarantäne, Choralblasen von Kirchtürmen, z.B. in Preetz und Lütjenburg, Kinderprogramm über das Internet und vieles mehr.

„Wir aktualisieren die Angebotsliste, sobald neue Dinge dazukommen“, sagt Faehling. In allen Gemeinden laufen derzeit intensive Denkprozesse darüber, was noch zusätzlich entwickelt werden kann, um mit den Menschen in Kontakt zu bleiben.

„Wir sind sehr froh und dankbar, wie kreativ hier gedacht und umgesetzt wird. Insofern sich wir sicher, dass die Liste in den nächsten Tagen noch wächst. Wir stehen gemeinsam mit allen Helfenden aus allen Bereichen der Gesellschaft in dieser Zeit zusammen“, sagen beide Pröpste.

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