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Bad Oldesloe

Erste Aufführung nach 150 Jahren: “Simon Petrus”-Oratorium in Oldesloer Kirche

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Die Kirchenmusiker Norbert Klose und Henning Münther. Foto: Fischer

Bad Oldesloe – Vor 150 Jahren geschrieben und seitdem nie wieder aufgeführt: Das “Simon Petrus”-Oratorium ist wie dessen Komponist Ludwig S. Meinardus in Vergessenheit geraten. Jetzt holt eine Kooperation aus mehreren Kirchenchören das Meisterwerk zurück in das kollektive Gedächtnis der Kirchenmusik und in die Peter-Paul-Kirche in Bad Oldesloe.

“Eines nachts hörte ich im Autoradio etwas, das ein Oratorium von Mendelssohn hätte sein können aber das ich nicht zuordnen konnte”, erzählt der Kirchenmusiker Norbert Klose über seine erste Begegnung mit Meinardus und einem Meisterwerk, das ihn für viele Jahre nicht mehr loslassen sollte. Das war 1982. Damals arbeitete der Klose als Taxifahrer und brachte seine fahrgastlose Zeit damit zu, klassische Musik zu hören. Nach ein paar Minuten verstummte das “König Salomo”-Oratorium im Radio. Von Meinardus hörte Norbert Klose seitdem für lange Zeit nichts mehr – bis ihm der vergessene Meister-Komponist 2008 in Schwerin wieder begegnete. In Form einer handgeschriebenen Partitur des besagten Oratoriums. “Das hat mich dazu gebracht mich näher mit Meinardus zu beschäftigen”, sagt Norbert Klose. Während seiner Arbeit am “König Salomo”-Oratorium entdeckte der Hohenweststedter vier autographische Niederschriften des Petrus-Oratoriums in der Göttinger Universitätsbibliothek. Gedruckt wurden die Meinardus Werke nie. Die am besten erhaltende Reinschrift, eine 456-Seiten-starke Partitur, erwarb Klose als Scan und ließ sie drucken.

Um das Oratorium aufführen zu können, arbeitet Norbert Klose mit dem Oldesloer Kirchenmusiker Henning Münther zusammen. Beide proben mit ihren Chören seit Anfang des Jahres an dem Stück, von dem es keinerlei Tonaufzeichnungen gibt.

“Wir haben hier ein Werk, dass im Grunde völlig unbekannt ist und das macht die Arbeit sehr spannend”, sagt Organist Henning Münther über das Oratorium, dass seiner Meinung nach eigentlich ein breiteres Publikum verdient hätte: “Damals wie heute ist der musikalische Erfolg eine Frage der Vermarktung”, sagt Münther. Ludwig S. Meinardus sei offenbar nie zur richtigen Zeit am richtigen Ort gewesen, er wurde nicht “entdeckt”. Seine Werke gerieten dadurch in Vergessenheit.

Inhaltlich beschäftigt sich das “Simon Petrus”-Oratorium in zwei Teilen mit dem wichtigsten Jünger Jesu, dem “Menschenfischer” und Gründer der Kirche. Szenen aus seinen Begegnungen mit Jesus werden dargestellt, darüber hinaus auf die Verleugnungsszene und das Pfingstwunder.

An der Umsetzung beteiligen sich die Kantorei der Peter-Pauls-Kirche Hohenweststedt, Cantica Neumünster und der Oldesloer Buxtehude-Chor. Als Orchester wurde das Sinfonietta Lübeck engagiert. Als Solisten singen Caroline Bruker-Freier (Sopran), Gabriele Vasiliauskaite (Mezzosopran), Michael Connaire (Tenor), Sönke Tams-Freier (Bariton) und Burkhard von Puttkamer (Bariton). Insgesamt besteht das Ensemble aus rund 160 Muikern.

Das “Simon Petrus”-Oratorium wird am Sonnabend, 15. September in der Peter-Paul-Kirche in Bad Oldesloe aufgeführt, am Sonntag, 23. September, in der Peter-Pauls-Kirche in Hohenweststedt. Karten gibt es zu Preisen zwischen fünf und 21 Euro über Reservix-Vorverkaufsstellen und unter www.kirche-oldesloe.de.

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Bad Oldesloe

Bad Oldesloe: Industriestraße wird gesperrt

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EInbahnstraße (Symbolbild). Foto: Stormarnlive.de

Bad Oldesloe – Die Industriestraße in Bad Oldesloe muss nächste Woche vom 22. bis 24. Oktober in Richtung Innenstadt voll gesperrt werden. Das gaben die Vereinigen Stadtwerke bekannt.

“Die Fahrbahndecke im Kreuzungsbereich B 208 und der Industriestraße Richtung Innenstadt wird nach einem Wasserrohrbruch neu asphaltiert. Aus diesem Grund wird die Industriestraße Richtung Innenstadt (Bereich Hausnummer 37) vom 22. bis 24. Oktober voll gesperrt. Eine Umleitung ist ausgeschildert. Autofahrer müssen mit Verkehrsbehinderungen rechnen”, so Sabine Sager von der VSG.

Für Fragen steht der technische Service unter Tel. 0800 – 999 99 20 zur Verfügung.

 

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Bad Oldesloe

Bad Oldesloe: Stadt plant offizielle Eröffnung des Streetworkoutplatzes

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Der Bürgermeister testete den neuen Streetworkout-Bereich bereits. Foto: Stormarnlive.de

Bad Oldesloe – Nachdem die Erweiterung des Skatelands bereits offiziell eröffnet wurde, folgt nun die Einweihung des neu errichteten Streetworkout-Parkour-Platzes am Exer.

Vor vier Jahren trugen Jugendliche im Bildungs-, Sozial- und Kulturausschuss ihre Idee vor, einen Platz zu entwerfen, auf dem die Möglichkeit besteht, unter freiem Himmel die eigene Fitness, Kraft und Ausdauer zu trainieren.

Nachdem gemeinsam mit den Jugendlichen ein Platz gefunden und ausgestaltet wurde, ist die bauliche Umsetzung nunmehr abgeschlossen.

Am Freitag, dem 26. Oktober wird um 16.30 Uhr die offizielle Eröffnung stattfinden. Die Stadt Bad Oldesloe lädt alle interessierten Sportbegeisterten herzlich ein, die neuen Geräte und deren Möglichkeiten ausprobieren. Ein Fitnesstrainer wird anwesend sein. Für das leibliche Wohl ist gesorgt, so dass einem schönen gemeinsamen Nachmittag nichts im Weg stehen sollte.

Das Projekt Skateland und Streetworkout-Parkour  wurde als Gesamtprojekt  durch die AktivRegion Holsteins Herz gefördert. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 325.313 Euro. Das Gesamtprojekt wurde mit 100.000 Euro aus Mitteln der Europäischen Union aus dem Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) gefördert.

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Bad Oldesloe

Eisenbahnfreunde stellen aus: Miniaturwelten in der Masurenwegschule

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Miniaturwelten wie diese sind bei der Ausstellung der Eisenbahnfreunde zu besichtigen. Foto: Uwe Schleicher

Bad Oldesloe – Einmal im Jahr bauen die Eisenbahnfreunde Bad Oldesloe mit Partnervereinen und Hobbymodellbahnern Miniaturwelten in der Masurenwegschule auf.

In diesem Jahr (27. und 28. Oktober) beteiligen sich 18 Vereine an der großen Ausstellung. „Es beteiligen sich rund 18 andere Vereine an dieser großen Ausstellung“, sagt Horst Külper von den Eisenbahnfreunden. Ebenfalls wird eine Siko-Modellautoanlage aufgebaut. Es gibt verschiedene Info-Stände, unter anderem von den Museumsbahnen.

„Verschiedene Modellgrößen, also große und kleine Loks, ideal für unsere großen und kleinen Besucher“, sagt Horst Külper.

Die echt klingenden Geräusche der Lokomotiven werden von eingebauten “Sound-Dekodern” zu hören sein. Und – natürlich gibt es auch “rauchende” Lokomotiven zu bestaunen.

Ebenfalls wird eine etwas größere Modellbahnbörse für den “Normal-Modellbahner” aufgebaut. Insgesamt werden mehr als 100 verschiedene Lokomotiven gezeigt.

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