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Bad Oldesloe

Oldesloer Kunstrasen: Wieder Scherben, wieder Müll, wieder Reinigung

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Die Regeln sind eigentlich ziemlich klar.
Foto: SL

Bad Oldesloe – Mehr Mülleimer und dass das Thema mittlerweile öffentlich bekannt ist und diskutiert wird, haben nichts gebracht: Auch nach dem Vogelschießenabend war der Kunstrasen am Exer so sehr mit Müll und Scherben verdreckt, dass eine einfache Reinigung und Aufräumarbeiten durch den Oldesloer Bauhof nicht ausreichten.

“Wir hatten mehr Mülleimer aufgestellt, die wurden zwar auch genutzt, aber brachten nicht den erhofften Erfolg. Sie waren halb voll, der Rest an Müll und auch wieder Scherben lag überall auf dem Kunstrasenplatz”, teilte Bürgermeister Jörg Lembke den Mitgliedern des Oldesloer Bau- und Planungsausschuss mit. Die Kosten für die Reinigung durch eine Spezialfirma beliefen sich im Anschluss daher erneut auf 3000 Euro.

Ein vom VfL Oldesloe angeregete, kurzfristige Sperrung des Platzes am Vogelschießenabend war sowohl politisch als auch von Verwaltungsseite aus nicht weiter verfolgt worden.

Tatsächlich ist das Problem, dass immer wieder unterschiedliche Handlungsstränge zusammengebracht werden. Dass tagsüber der Großteil der Nutzer über Generationen und Sprachbarrieren hinweg dort gemeinsam kickt, schließt ja eben nicht aus, dass sich nachts oder an warmen Sommertagen dort auch viele Menschen treffen, die eben nicht Fußball spielen wollen. Wer also kritisiert, dass es zu Fehlnutzungen kommt, die Schäden hinterlassen, greift ja nicht die Kicker an, die friedlich das runde Leder gemeinsam in die Maschen treten wollen.

Glasscherbe auf dem Kunstrasenplatz.
Foto: SL

Am Dienstag fanden sich auf dem Platz am Nachmittag erneut – trotz der gerade erst erfolgen Reinigung – Scherben und Zigarettenstummel. Neben zwei Zigarettenüberresten waren auch die umliegenden Kunstrasenfasern angebrannt. 

Klar muss in der politischen Diskussion – und auch der Diskussion der Nutzer untereinander – werden, dass es nicht darum geht, den sportlich Interssierten einen zu den meisten Zeiten frei verfügbaren Platz zu nehmen, sondern darum, wie verhindert wird, dass er falsch genutzt wird. Wer einen Treffpunkt schaffen wollte, der benötigt dafür nicht einen teuren Kunstrasenplatz, betonen Sportler immer wieder.

Auch an Vogelschießen gab es wieder unterschiedlichste Nutzungen des Platzes die schädlich für den Untergrund sind. So konnte man schon bei kurzer Beobachtung Menschen mit hochhackigen Schuhen auf dem Platz sehen, darüber hinaus wurde Fahrrad und auch wieder Mofa gefahren. Eine dauerhafte Fehlnutzung – das wurde schon bei der Eröffnung betont – werde Platz nach und nach ruinieren. Erstaunlich ist dabei vor allem, dass die Regeln – die auf den Schildern deutlich zu lesen sind – einfach ignoriert werden. Das hat vor allem sicherlich auch damit zu tun, dass es keine Konsequenzen hat.

Die Einsicht muss wohl auch einkehren, dass es manchen Nutzern, die den Platz eben nicht als Fußballplatz nutzen oder nutzen wollen, relativ egal zu sein scheint, welchen Schaden der Platz nimmt. Das hat dann viel mit Ignoranz, Egoismus und einfach auch Dummheit zu tun. Kurzum: wie wir schon berichteten herrscht bei vielen Nutzern mit Fahrrad und Picknickdecke oft kaum bis gar keine Einsicht.

Die Frage ist, wie es weitergeht. Schaut bald ein Security regelmäßig ob die Regeln eingehalten werden – wie manche Politiker anregen ?  Wenn ja, was kostet das ? Und steht der Security dann dort Tage und Nacht ? Kommt doch ein Zaun mit einem Torzugang, der tagsüber für alle Nutzer geöffnet, aber nachts geschlossen ist ?

Wird der Vereinssport – wenn es so weitergeht – bald tatsächlich dort nicht mehr stattfinden können, weil es durch Scherben und Scherbenreste zwischen den Kunstgrashalmen einfach zu gefährlich ist ? Der Bürgermeister hatte bereits angekündigt, dass man die Entwicklung genau beobachten müsse. Wenn dort weiterhin Scherben gefunden werden, könne das nur heißen, dass der Vereinssport dort nicht mehr stattfinden könne, weil eine 24 Stunden Überwachung des Platzes werde es nicht geben.

Die Oldesloer Lokalpolitiker werden nach der Sommerpause Antworten auf diese Fragen finden müssen. Zentral wird das Finden eines Mittelwegs sein, wie man die Interessen der Nutzer eines offenen Platz erhält, den Platz aber nicht dauerhaft beschädigen und ihn auch für den Vereins- und Schulsport nutzbar lässt.

 

 

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Bad Oldesloe

Strunk, Schamoni und Co: Das KuB-Programm wird prominent

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Kulturchefin Inken Kautter (vorne) mit ihrem Team und den Lieblingsveranstaltungen. Foto: Fischer

Bad Oldesloe – Heinz Strunk liest aus “Das Teemännchen”, Rocko Schamoni aus einem Buch, das erst noch geschrieben wird und das Hamburger Schmidt Theater zeigt eine Varieté-Show: Das Oldesloer Kulturprogramm im KuB erreicht durchaus vor allem im Bereich Kabarett und Lesungen ein neues Level.

102 Veranstaltungen stehen für die Spielzeit Januar bis Juni 2019 auf dem Programm. Es ist wieder eine Mischung aus den Angeboten des städtischen Kulturbüros und ehrenamtlicher Eventorganisatoren wie Klngstdt und der Oldesloer Bühne. 

Ob Theater und Oper, Lesungen, Konzerte oder Kabarett: Das Kultur- und Bildungszentrum zieht immer mehr Besucher und auch immer namenhaftere Künstler an. Allein im Oktober besuchten rund 2000 Menschen die Veranstaltungen im KuB. Mit einem Rückgang rechnet Kulturchefin Inken Kautter nicht: “Die starken Monate kommen erst noch.” Vorweihnachtszeit ist Saison.

Doch auch danach bietet das Kulturhaus der Stormarner Kreis eine Reihe von Veranstaltungen, die ein breites Publikum ansprechen dürften. Das Programm Januar bis Juni hat die Oldesloer Kulturabteilung jetzt vorgestellt. “Wir sind dazu übergegangen, Künstler weit im Voraus zu buchen”, sagt Inken Kautter. Das zeigt Wirkung: “So kamen wie etwa an Heinz Strunk.” Der Entertainer und Autor (“Der goldene Handschuh”, “Fleisch ist mein Gemüse”) wird im Juni (1.6., 20 Uhr) aus seinem Buch “Das Teemännchen” lesen.

Strunk ist Teil des Komik-Trios “Studio Braun”. Ebenso wie ein weiterer Gast des KuB: Rocko Schamoni. Der Musiker, Autor und Schauspieler liest im Januar (26.1., 20 Uhr) in”Die große Rocko Schamoni Schau” aus einem Buch lesen, das es noch nicht gibt. “Dummheit als Weg” heißt das Werk und wird von Schamoni während seiner Tour geschrieben.

In der Musik- und Theatersparte geht es prominent weiter: Hier gibt unter anderem das Hamburger Schmidt Theater mit der “Schmidt Show” ein Gastspiel auf der Bühne im KuB (7.2., 20 Uhr). Besuch aus Ahrensburg gibt es vom “Godfather of Boogie-Woogie” Axel Zwingenberger (17.5., 20 Uhr). Auch Opernfans sollen auf ihre Kosten kommen. “Die Kooperation zwischen KuB und Musikhochschule Lübeck wird auf beidseitigen Wunsch fortgesetzt, der Vertrag ist unterschrieben”, sagt Inken Kautter.

Im dritten Jahr der Kooperation wird in der Reihe “Junges Musiktheater” unter anderem die “Weiße Rose” – die letzten Tage der Geschwister Scholl – als Oper aufgeführt. Die beiden Widerstandskämpfer waren während der NS-Zeit zum Tode verurteilt worden. Keine leichte Kost – passt aber in die Zeit. Politisch bezieht das KuB eine klare Position gegen Rechts. Das ist auch im Programm zu sehen. So wird Ex-AfD-Parteimitglied Franziska Schreiber (28) – sie war zwischenzeitlich Teil des Bundesvorstandes und Pressesprecherin von Frauke Petry – über ihren Ausstieg aus der immer radikaler werdenden Partei berichten (3.2., 18 Uhr).

Einen Großteil das Programms macht aber auch weiterhin das Engagement der Hauptnutzer im Haus aus. “Mit Klngstdt und der Musikschule haben wir starke musikalische Partner”, so Katrin Offen aus dem Kulturbüro. “Wir halten uns bewusst im Bereich Musik mittlerweile etwas mehr zurück, weil wir wissen, dass von den beiden Hauptnutzern verlässlich ein attraktives und umfangreiches Programm geboten wird”, ergänzt Kautter. 

Klngstdt kooperiert am 14.3 mit der Musikschule, wenn Magnus Landsberg wieder auf der Bühne zu Gast sein wird. Mit dem “KuB-Saal-KluB” führt die umtriebige Musikergemeinschaft der Klangstädter außerdem auch ein neues Clubformat mit zwei Terminen fort, das seine Premiere erste Ende September feierte. Dazu gibt es eine Ausgabe des bewährten “Big city light” Konzepts und natürlich auch wieder offenen Bühnen mit “Mary Stolpe vorm Wortgericht”. Die Musikschule bietet außerdem zusätzlich unter anderem einen Wettbewerb der Nachwuchsmusiker an. 

Auch die Oldesloer Bühne ist wieder sehr aktiv und deckt im Bereich des Theaters eine Menge Vorführungen ab, die dafür sorgen, dass im Saal über die Monate auch für Abwechslung gesorgt ist. 

Das umfangreiche Programm liegt ab sofort in der Stadtinfo (KuB, Beer-Yaacov-Weg 1) aus und ist auch im Internet auf www.kub-badoldesloe.de zu finden. Tickets können online und telefonisch (04531/504-195) gebucht werden.

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Bad Oldesloe

ASB sammelt: Mit Plastikdeckeln im Kampf gegen Kinderlähmung

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Die ASB-Jugendgruppe sammelt Plastikdeckel für den Kampf gegen Kinderlähmung. Foto: ASB

Bad Oldesloe – Kann man mit Kunststoffdeckeln Menschenleben retten? Die Antwort lautet ja.

Mit der Aktion „Deckel gegen Polio“ ist es möglich, wenn der wertvolle Kunststoff nicht im Müll, sondern bei einer Abfallstation landet.

Überall findet man die kleinen bunten PET-Deckel, sei es auf der Selterflasche oder auf der Milchpackung. „Wir unterstützen die Aktion Deckel gegen Polio mit allen Mitteln“, sagt Dana Hinze, Jugendleiterin der Arbeiter-Samariter-Jugend (ASJ) in Bad Oldesloe. Die Deckel werden gesammelt und gehen in großen Mengen zu einer Sammelstation, von wo aus sie dann an Recyclingfirmen verkauft werden. Der Erlös kommt dann Kindern in Form einer Polio-Impfung zu Gute, die leider noch nicht in allen Ländern Standard ist.

Die Poliomyelitis wird durch Polioviren ausgelöst und ist vor allem unter dem Begriff Kinderlähmung bekannt. Die Infektion führt zu Lähmungen und schlimmstenfalls zum Tode. Eine Heilung gibt es bisher nicht – lediglich die Impfung trägt dazu bei, dass Polio ausgerottet wird, wie es in Deutschland bereits der Fall ist.

500 Deckel werden für eine Impfung benötigt, ein Deckel wiegt im Schnitt 2 Gramm. 
„Bei unseren Gruppenstunden oder auf Ausflügen kommen da schon echt große Mengen zusammen und auch die Kleinsten von uns sammeln akribisch alle möglichen Deckel ein.“, erklärt Dana Hinze, während wenige Meter neben ihr alles für die Übergabe vorbereitet wird. Rund 120 Kilogramm sind es beim Samariternachwuchs diesmal geworden, die in den nächsten Tagen zur Abfallwirtschaftsstation Bad Oldesloe gebracht werden.

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Sanierung: Unterführung im Pölitzer Weg in mehreren Nächten gesperrt

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Hatte schon bessere Tage: Die Bahnunterführung im Pölitzer Weg. Foto: Fischer

Bad Oldesloe – Weil die Fassade und die Brücken saniert werden, ist die Bahnunterführung im Pölitzer Weg in Bad Oldesloe Ende November an mehreren Tagen zeitweise gesperrt.

Die Stadt Bad Oldesloe weist darauf hin, dass in der Zeit vom 19. bis 23. und vom 26. bis 30. November die Bahnunterführung (Tunnel) Pölitzer Weg jeweils in der Zeit von 21 Uhr bis 6 Uhr voll gesperrt wird. Die Umleitung erfolgt über die Ratzeburger Straße.

Die Unterführung gehört der Deutschen Bahn. Bürgeramtsleiter Thomas Sobczak: “Es geht wohl um kleinere Reparaturen. Es ist keine Komplettsanierung.”

An der Optik der Unterführung wird sich also wenig ändern. Allerdings ist eine Sanierung innerhalb der nächsten Jahre in Planung, wie Bürgermeister Jörg Lembke bereits im vergangenen Jahr berichtete: “Eine Sanierung steht mittelfristig auf dem Plan.” Ginge es nach ihm, so solle die Deutsche Bahn als verantwortliches Unternehmen das Projekt bereits innerhalb der nächsten fünf Jahre in Angriff nehmen.

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