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Fußball

HSV: Was die Hamburger in der zweiten Bundesliga erwarten können

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Quelle: Pixabay

Hamburg – Mit dem Abschluss der Saison 2017/18 stand fest, dass der Hamburger Sportverein nach der Sommerpause nicht mehr in der Bundesliga spielen wird. Der Abstieg kam jedoch alles andere als überraschend für die Fans und hat dem Verein klar gezeigt, dass Änderungen dringend notwendig sind. Der HSV hat auch schon reagiert und hat eine Strategie für die Mission Wiederaufstieg aufgestellt. Was können Fans und Mannschaft also in der 2. Bundesliga erwarten?

Rückblick auf die letzte Saison

Einen Großteil der Saison bangte man beim HSV um den Klassenerhalt, wobei ein Abstieg immer wahrscheinlicher wurde. Allerdings waren es die letzten Spieltage, die für sehr viel Dramatik sorgten und noch Hoffnungen bei allen Hamburgern weckten.

Der Abstiegskampf der Hanseaten wurde hauptsächlich mit dem SC Freiburg sowie dem VfL Wolfsburg geführt, einzig der Abstieg des 1. FC Köln galt schon als sicher. Besonders spannend wurde der Kampf auch deshalb, da die Hanseaten ihren direkten Konkurrenten gegen Ende der Saison auch noch direkt begegneten – gleich an zwei Wochenenden hintereinander. Am 31. Spieltag empfing man die Freiburger im eigenen Volksparkstadion und dank eines Treffers von Lewis Holtby in der 54. Minute waren die Chancen für einen Klassenerhalt wieder gegeben. Damit konnte man den treuen Fans endlich wieder zeigen, dass man den HSV noch nicht abschreiben sollte. Der Abstand zum Relegationsplatz konnte damit auf fünf Punkte verkleinert werden. Am 32. Spieltag ging es dann nach Wolfsburg, wo man eine starke Hamburger Mannschaft vorfand, die mit dem 3:1 Sieg den Abstand zum Relegationsplatz auf nur 2 Punkte reduzierte. Der Klassenerhalt war also zum Greifen nah.

Doch, was passierte? Die Vorentscheidung auf den Hamburger Klassenerhalt fiel praktisch am 33. Spieltag. Hier ergab sich die Chance vorbeizuziehen, sich eventuell sogar direkt für den Klassenerhalt zu qualifizieren. Wolfsburg und Freiburg spielten hier auch mit, denn beide Teams verloren in Leipzig respektive Mönchengladbach. Doch die Hanseaten konnten mit ihrer Niederlage in Frankfurt ihre Chance nicht nutzen und hatten ihr Schicksal somit nicht mehr selber in der Hand. Hier kam es auf den letzten Spieltag an, an dem alle Abstiegskandidaten ihre Spiele gewinnen konnten und der HSV somit mit 31 Zählern zwei Punkte hinter Wolfsburg blieb. 

Ausblick auf die Saison 2018/19

Erstmalig wird sich der HSV also mit den Zweitligisten befassen müssen und damit Neuland betreten. Als eine der traditionsreichsten Mannschaften schlechthin wird der HSV hier sicherlich besonders auffallen. Die 2. Bundesliga verspricht aber auch deshalb sehr unterhaltsam zu werden, da neben den Hamburgern auch der Traditionsklub 1. FC Köln mitspielen wird.

Außerdem wird der HSV langjährige Bundesligavereine wie den VfL Bochum, MSV Duisburg oder Arminia Bielefeld wiedertreffen. Aus Sicht der Hamburger mag dies trotzdem etwas seltsam sein. Von Saison zu Saison spielten die Hanseaten gegen diese Teams immer aus der Bundesligaperspektive und konnten jahrelang den Auf- und Abstieg dieser Mannschaften beobachten. Jetzt geht es also erstmalig in der 2. Liga gegen altbekannte und neue Mannschaften. Eine solche neue Mannschaft wird den Hamburgern direkt zu Beginn der Saison begegnen. Die 2. Bundesliga wird am 3. August im Volksparkstadion angepfiffen. Zu Gast ist Holstein Kiel, eine Mannschaft, die in der letzten Saison Dritter wurde und es fast in die Bundesliga geschafft hätte. Im Relegationsspiel konnte sich der VfL Wolfsburg jedoch seinen Klassenerhalt sichern. Das Spiel ist auch deshalb so interessant, da die Holsteiner der mögliche Relegationsgegner der Hamburger gewesen wären.

Die Kieler sollten daher auf keinen Fall unterschätzt werden. Die Anspannung der Fans steigt im Vorfeld also, denn ein guter Saisonauftakt ist psychologisch sehr wichtig. Hier lohnt sich ein Blick auf die Buchmacher, da man anhand derer Quoten die Erfolgschancen der Teams erkennen kann. Hierzu zählen Einsichten zu einzelnen Spielen oder eine Gesamtwette darüber, wer die Liga gewinnen wird. Da die Quoten sich allerdings auch stetig anpassen und nicht jeder Anbieter über die gleichen Quoten verfügt, lohnt es sich einen Überblick über alle Buchmacher zu bekommen. Dadurch ist man in der Lage die Gewinnchancen untereinander vergleichen zu können. Merkt man also, dass sich viele Quoten in einem ähnlichen Spektrum bewegen, kann man die statistische Einschätzung als sehr sicher sehen. Am Ende entscheidet aber natürlich das Spiel selber auf dem Feld, weshalb die Spannung nie verloren geht. 

Ganz angespannt sollten HSV-Fans aber auch nicht sein, schließlich verfügt der Verein über ein gutes Budget und war es bislang nur gewohnt gegen die besten Mannschaften Deutschlands anzutreten. Es wird wohl eher eine Herausforderung für die anderen Vereine werden die Hamburger am Wiederaufstieg zu hindern.

Das Hamburger Volksparkstadion. Quelle: Pixabay

Wie der Abstieg die Hamburger geprägt hat

Über Jahre hinweg gab es bei Nicht-Hamburgfans den ständigen Witz über den angeblich schlechten HSV, der wohl bald absteigen würde. Dabei war der Humor der Fußballwelt selber nicht ganz ernst gemeint, schließlich hielt er Hamburger Rekord knappe 55 Jahre an. Viele hätten es einfach nicht für möglich gehalten, dass Hamburg tatsächlich die oberste deutsche Liga verlassen müsste.

Der Abstieg des HSV ist nämlich ein Novum in der deutschen Fußballgeschichte. Seit der Gründung der Fußball-Bundesliga und der ersten Saison 1963/64 waren die Hamburger das einzige Gründungsmitglied, welches permanent in der obersten Spielklasse spielte. Wie jeder Hamburgfan weiß, gibt es im Volksparkstadion eine Uhr, die bis auf die Sekunde genau anzeigte, wie lang der HSV schon in der 1. Liga spielte. Nach dem Abstieg haben sich Vereinsfunktionäre dazu entschieden die Uhr umzuschalten und künftig die Zeitspanne seit der Gründung anzuzeigen. Mental wird dies die Hamburger jedoch noch lange Zeit prägen, weshalb es so wichtig sein wird sich auf seine Tradition zu besinnen und den Blick in die Zukunft zu richten. Schließlich hat der HSV so einiges vorzuweisen.

In der ersten Bundesliga-Saison war es Fußballlegende Uwe Seeler gewesen, der für den HSV als erster Torschützenkönig der Bundesliga Geschichte schrieb. Selber Meister wurden die Hanseaten vier Mal, nämlich 1960, 1979, 1982 und 1983. Auch wenn der letzte Titel eine Weile zurückliegt, konnte sich der Verein stets auf seine Bundesligatradition verlassen. Dabei hat der HSV nicht nur den Fußball geprägt, sondern auch die Stadt selber, denn Stadt und Verein sind stark miteinander vernetzt. Der Abstieg wird daher auch wirtschaftliche Folgen für die Stadt mit sich bringen. Doch nicht nur Hamburg ist betroffen, denn in ganz Deutschland werden die Städte die Einbußen durch weniger HSV-Besucher spüren. Es ist also im besten Interesse aller, wenn der traditionsreichste Verein des deutschen Fußballs wieder in die 1. Bundesliga aufsteigen wird.

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Fußball

Verpasster Aufstieg des HSV: Coach Dieter Hecking geht

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Fußball-Taktik Symbolfoto: Andrey_Poppv/shutterstock

Hamburg – Die erneut verpasste Rückkehr des HSV in die Bundesliga hat Konsequenzen auf der Trainerbank. Der bisherige Cheftrainer Dieter Hecking beendet sein Engagement bei den Hamburgern. Das bestätigte der Zweitliga-Verein am Sonnabend.

„Wir hatten einen sehr offenen, ehrlichen Austausch miteinander und danken Dieter für seine vertrauensvolle und ehrliche Zusammenarbeit”, so Vorstand Jonas Boldt

“Nach ausführlichen Analyse- und Ausrichtungsgesprächen zwischen dem 55-jährigen Fußball-Lehrer und Jonas Boldt kamen Hecking und der Vorstand Sport zur Entscheidung, dass es keine Verlängerung des am 30. Juni abgelaufenen Vertrags mit dem Chefcoach geben wird”, heißt es im Statement des Vereins..

„Ich bin vor einem Jahr hier angetreten, um gemeinsam mit den Verantwortlichen des Klubs das große Ziel des Hamburger SV zu erreichen“, erklärt Dieter Hecking auf der Homepage des HSV.

„Wir haben in der zurückliegenden Saison einiges geschafft: Wir haben eine gute Hinrunde gespielt, die Fans zufriedengestellt, mehrere sehr schwierige Situationen rund um die Mannschaft gemeistert und auch den HSV in ruhigere Bahnen geführt. Aber wir haben das angestrebte Ziel nicht erreicht. Dafür übernehme ich die Verantwortung.“

„Ich werde, nach ausführlichen Gesprächen unter anderem mit Jonas Boldt, meine Tätigkeit in Hamburg nicht fortführen. Ich möchte den Verantwortlichen auch die Möglichkeit geben, in der Nach-Corona-Zeit und unter veränderten Bedingungen die nun nötigen Schritte zu gehen. Ich danke allen Kollegen, Mitarbeitern, der Mannschaft und den Verantwortlichen des HSV für die zurückliegenden Monate. Ich bedaure, dass wir das Ziel nicht erreicht haben“, so Hecking.

„Ich bedanke mich im Namen des HSV für die sehr gute und vertrauensvolle, ehrliche Zusammenarbeit. Dieter hat sich voll auf unsere Aufgabe eingelassen. Es ist für uns alle enttäuschend, dass wir das sportliche Saisonziel am Ende nicht erreicht haben“, so Boldt.

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Fußball

Blamage gegen Kleinstadtverein statt Aufstiegschance: Desolater HSV hängt in Liga 2 fest

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Symbolfoto: Michi S./Pixabay/hfr

Hamburg – Große Enttäuschung und Ernüchterung für alle HSV Fans. Mit 1:5 (0:2) hat der HSV seine Aufstiegschance im Spiel gegen den SV Sandhausen geradezu weggeworfen.

Im alles entscheidenden Spiel um den Relegationsplatz hatte sogar der schon fesstehende Aufsteiger und Zweitligameister Arminia Bielefeld Schützenhilfe geleistet und HSV-Konkurrent Heidenheim deutlich mit 3:0 die Grenzen aufgezeigt.

Doch anstatt diese Vorlage anzunehmen, ging der Hamburger Sportverein geradezu unter.

Als besondere Demütigung traf sogar Ex-HSV-Kicker Dennis Diekmeier zum 5:1, der beim HSV zuvor viele Jahre vergeblich auf einen Treffer gewartet hatte.

Was nach dem ersten verpassten Aufstieg und der damit versäumten Rückkehr in die Bundesliga noch als “Betriebsunfall” gewertet wurde und damit begründet, dass man sich erst an die zweite Liga gewöhnen müsse, gilt sicherlich jetzt nicht mehr als Ausrede. Der HSV hat es schlichtweg selbst vergeigt. Mit einer Leistung wie gegen Sandhausen hätte man langfristig wohl sogar eher mit der Abstiegszone Richtung 3. Liga und nichts mit dem Aufstieg zu tun.

“Es gibt keine Entschuldigungen. Wir brauchen nicht nach Ausreden zu suchen. Wir haben uns in der Corona-Zeit nicht belohnt und uns viele Punkte wegnehmen lassen. Jetzt heißt es, schnell zu analysiere und den Kopf hochzunehmen“, so HSV-Präsident Marcel Jansen im Interview mit dem Fernsehsender Sky.

Ob Trainer Dieter Hecking beim HSV bleiben wird, um den nächsten Anlauf Richtung Aufstieg in der Saison 2020/21 anzugehen, steht noch nicht fest.

Besondere Ironie an der Geschichte ist es, dass viele Fans nach dem Abstieg in Liga zwei Mannschaften wie “Sandhausen” aus der Kleinstadt bei Mannheim als beispielhaft für die Unattraktivität der zweiten Liga angeführt hatten. Jetzt hat dieses Sandhausen dem Fußballverein aus der Millionenmetropole den Aufstieg verhagelt.

Aufgestiegen sind derweil Arminia Bielefeld und der VfB Stuttgart. Um den dritten Aufstiegsplatz spielt der FC Heidenheim, der in der Relegation gegen SV Werder Bremen antreten wird.

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Bad Oldesloe

Mädchen der SG Oldesloe/Reinfeld kicken wieder im Training

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Foto: SG Oldesloe/Reinfeld/von Hausen/hfr

Bad Oldesloe/Reinfeld – Die Mädchen der SG Oldesloe/Reinfeld kommen nach der Corona-Pause wieder zurück ins Training. Mit Abstand, in Kleingruppen und mit jeder Menge weiterer Einschränkungen kehren die Nachwuchs-Fußballerinnen zurück auf die Fußballplätze in Bad Oldesloe und Reinfeld.

Der Mindestabstand muss dabei eingehalten werden. Auf ein richtiges Fußballspiel mit Zweikämpfen müssen die Mädchen daher weiterhin noch warten.

Aber endlich kann wieder gedribbelt, getrickst, gepasst und auf das Tor geschossen werden. Auch die weiteren Einschränkungen können der Freude, dass endlich wieder gekickt werden kann, keinen Abbruch tun.

Das Training ist erstmal nur in Kleingruppen mit maximal fünf Mädchen möglich. Umkleidekabinen und Duschen sind noch geschlossen, berichtet Sprecher Nico von Hausen.

Das Trainings-Equipment soll nicht angefasst werden. Die Trainer tragen Einweghandschuhe und bauen alle Gegenstände auf und ab. 

Als eines der wenigen Teams in Schleswig-Holstein bietet die SG Oldesloe/Reinfeld Mannschaften für alle Altersgruppen von der F-Juniorinnen bis hin zu den Frauen an.

Damit dies auch in der nach den Sommerferien beginnenden neuen Saison so bleibt, werden neue Fußballerinnen gesucht.

Dabei kommt es nicht darauf an, ob Mädchen es Mädchsen sind, die den Fußballsport neu kennenlernen möchten oder bereits erfahrene Spielerinnen: interessierte Mädchen und Frauen können sich im Internet unter www.sg-oldesloe-reinfeld.de, telefonisch bei Carolin Relling (0175/2449839) oder Sven Wepner (04533/204878) oder per E-Mail an soccergirls@sg-oldesloe-reinfeld.de informieren.

Auch wer Interesse hat, als Co-Trainer/in einzusteigen, kann sich hierüber gerne melden. Besonders weibliche Betreuer werden zur neuen Saison gesucht.

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