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Bad Oldesloe

Polizei erklärt Schulzentrum in Bargteheide zum Gefahrengebiet

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Kaputte Glasflasche auf Rasenfläche (Symbolbild). Foto: Stormarnlive.de

Bargteheide – Drogenkriminalität, Gewalt, Sachbeschädigungen: Weil es dort regelmäßig zu Straftaten kommt, hat die Polizei das Bargteheider Schulzentrum zum Gefahrengebiet erklärt.

Das Gelände ist jetzt als “gefährlicher Ort” eingestuft. Das ermöglicht der Polizei unter anderem Durchsuchungen von anwesenden Personen ohne konkreten Anlass.

Laut Polizei gibt es in keiner anderen Stadt eine vergleichbare Situation. Am Schulzentrum in Bargteheide kommt es regelmäßig zu Sachbeschädigungen und immer wieder auch zu Einbrüchen. 

Auf dem Gelände wird nach Schulschluss gedealt, es gibt eine Drogenszene. Auch Körperverletzungen und Überfälle machen Schlagzeilen. Seit kurzem greift die Polizei hart durch. Es gab mehrere Razzien, weil auch Minderjährige das Gelände nutzen, um dort Alkohol zu trinken.

Im vergangenen Jahr gab es im gesamten Bargteheider Stadtgebiet 1370 Straftaten. Die Kriminalitätsrate ist gegenüber dem Vorjahr um 21,9 Prozent gestiegen. Zum Vergleich: In Bad Oldesloe ist es nur ein Prozent, im gesamten Kreis 4,4 Prozent.

Bargteheide schaltet öffentliches WLAN ab

Auch die Bargteheider Stadtverwaltung zieht jetzt Konsequenzen und schaltet das bislang öffentliche WLAN ab. Das hatte vermehrt Jugendliche angezogen, die dann am Stadthaus Alkohol tranken und Müll hinterlassen.

In Bad Oldesloe gibt es bis heute ähnliche Probleme im Kultur- und Bildungszentrum. Dort hatte der Bürgermeister im vergangenen Jahr veranlasst, das WLAN abzuschalten. Zwischenzeitlich wurde sogar ein Sicherheitsdienst angestellt, nachdem Jugendliche einen Hausmeister verletzt hatten.

Laut KuB-Nutzern nutzen Jugendliche das Gebäude jedoch weiterhin regelmäßig als Treffpunkt und trinken dort Alkohol. Es gibt sogar Fälle, in denen sich Minderjährige im Keller verstecken, um sich auch nach den Öffnungszeiten in dem Gebäude aufhalten zu können. 

Auch auf dem KuB-nahen und öffentlichen Kunstrasenplatz veranstalten Jugendliche und junge Erwachsene in letzter Zeit vermehr private Partys, hinterlassen dort immer wieder Müll und kaputte Glasflaschen.

Nach dem Stadtfest-Wochenende vor ein paar Wochen musste die Stadt den Platz sogar für eine Woche sperren. Der Oldesloer VfL fordert einen Zaun, mit dem der Platz geschützt werden soll. Die Lokalpolitik will den Kunstrasenplatz aber weiterhin der Öffentlichkeit zugänglich lassen.

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Bad Oldesloe

“Von der Wand”: Junge Filmemacher zeigen neues Werk

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Marius Jonathan Leopold und Chiara Noemi Müller mit dem Filmplakat.
Foto: SL

Bad Oldesloe – Es ist ihre dritte größere Zusammenarbeit und sie feiert am Freitag, 18. Januar, um 19 Uhr Premiere in der Aula der Oldesloer Theodor Mommsen Schule.

Der neue Film “Von der Wand” des jungen Regisseurs Marius Jonathan Leopold (17) rund um das Thema Mobbing brauchte in der Enstehung von der Idee 2016 bis zur Umsetzung 2018 ein wenig länger als gedacht, ist dafür auch das mit 28 Minuten bisher längste und professionelste Werk des Gymnasiasten.

Für die Geschichte und das Drehbuch sorgte wie schon bei den vorherigen Produktionen die ebenfalls 17-jährige Chiara Noemie Müller aus der Kreisstadt. Wichtig war dem Team, dass die Mobbing-Thematik nicht eindimensional und mit klischeehaftem Schwarz-Weiß-Denken behaftet auf die Leinwand kommt.  “Es geht auch darum, was die Täterin fühlt – wie es überhaupt dazu kommt”, so Marius.

Das erste Mal konnte die Crew auf professionelle Schauspieler zurückgreifen, die – begeistert von dem Projekt – auf Gagen verzichteten.  “Es war ein ganz anderes Arbeiten am Set. Sie konnten ein und dieselbe Einstellung vier- fünfmal mit derselben Betonung spielen, haben sich auch selbst eingebracht, wie sie sich manche Szenen vorstellen könnten”, so Marius. Als er dann eine der zentralen, schwierigeren Szenen auf dem Bildschirm sah, wie aus der Drehbuch-Idee der fertige Film wurde, dann sei das schon ein “Gänsehautmoment” gewesen.

Sowohl er als auch sein Drehbuchautorin wollen nach dem Abitur professionell im Filmbusiness tätig werden. Dritter im Produzententeam war Flemming Dokter (20), der auch schon bei früheren Produktionen mit von der Partie war. Lena Kehrer, im ersten Film “Laugther and tears” in der Hauptrolle zu sehen, hat einen Cameoauftritt und half ansonsten auch im Produktionsbereich mit. “Wir haben Querverweise zu unseren ersten beiden Filmen eingebaut. Es ergibt sich also für die Zuschauer, die unsere ersten beiden Werke kennen, eine eigene kleine Welt”, erklärt Marius.

Von Produktion zu Produktion lerne man außerdem natürlich dazu. Alte Fehler werden nicht wiederholt, aber auch neue Erfahrungen – positive wie auch frustierende – kommen ständig hinzu.

Ihre erste Premiere hatten die jungen Oldesloer im KuB feiern können. Dieses Mal ist die Schulaula der ausgewählte Ort. Für die Filmmusik war Paul Barth verantwortlich, der sie auch am Premierenabend zum Teil live präsentieren will. Dazu gibt es auch ein paar Fotos vom Set zu sehen und natürlich einen roten Teppich mit Fotowand.

Los geht es am Freitag, 18. Januar, um 19 Uhr in der TMS. Der Eintritt ist frei.

 

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Bad Oldesloe

Zeichen gegen Rechtsextremismus: Oldesloe zeigt “Wildes Herz”-Doku

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Walter Albrecht (von links) vom Bündnis gegen Rechts, die städtische Kulturmanagerin Inken Kautter und Kinobetreiber Heinz Wittern zeigen die Doku “Wildes Herz” in Bad Oldesloe. Foto: Fischer

Bad Oldesloe – Die Kulturabteilung der Stadt sendet ein deutliches Signal gegen Rechtsextremismus und zeigt im Oldesloer OHO-Kinocenter die Dokumentation “Wildes Herz” über die linke Punkband “Feine Sahne Fischfilet”. Zuvor war eine Vorführung in Bad Schwartau abgesagt worden, nachdem Neonazis mit einem Anschlag gedroht hatten.

Traditionell stellt sich in Bad Oldesloe ein breites Bündnis Versuchen rechtsextremer Einflussnahme auf die Gesellschaft entgegen. Als vor zwei Jahren Neonazis in der Stadt demonstrieren wollten, blockierten kurzerhand knapp 1000 Bürger den Startpunkt am Bahnhof. Die Rechten mussten unverrichteter Dinge wieder abreisen.

Vorführung ist Reaktion auf Bombendrohung durch Rechtsextreme

“Es gibt hier einen breiten Widerstand und wenn etwas passiert, dann sind wir auf der Straße. Oder eben im Kino”, sagt Walter Albrecht vom Bündnis gegen Rechts. Im November vergangenen Jahres musste in Bad Schwartau eine Vorführung der Dokumentation “Wildes Herz” abgesagt werden, nachdem eine Gruppe namens “Enkel von Adolf Hitler damit gedroht hatte, Schüler mit einer Bombe und Sturmgewehren zu töten. Diese Drohung nimmt die Stadt Bad Oldesloe und das Bündnis gegen Rechts zum Anlass, den Film auch hier zu zeigen.

“Rechte Strukturen versuchen immer häufiger, auf diese Weise Kultur zu beeinflussen und das dürfen wir nicht hinnehmen”, sagt Inken Kautter, Kulturmanagerin bei der Stadtverwaltung. Immer wieder kommt es zu bundesweit Drohungen gegen bei Rechten unliebsame Veranstaltungen. Sie bekomme zunehmend mit, dass Kulturinstitutionen immer häufiger präventiv kritische Veranstaltungen streichen oder gar nicht erst ins Programm aufnehmen, um Ärger zu vermeiden. “Das kann auf keinen Fall der Weg sein.”

Mehr politische Veranstaltungen gegen “rechten Kulturkampf”

Sowohl das Kultur- und Bildungszentrum (KuB) als auch die Stadtverwaltung geht die entgegengesetzte Richtung: Mehr politische Veranstaltungen, die sich kritisch mit Rechtsextremismus auseinandersetzen. Bürgermeister Jörg Lembke wird daher die Vorführung im OHO-Kinocenter eröffnen. Nach der Begrüßung wird das Beratungsteam gegen Rechtsextremismus Lübeck einen Kurzvortrag halten, der sich mit dem “Rechten Kulturkampf” als Angriff auf die Demokratie befasst. “Wir dürfen Rechte mit ihren Strategien nicht gewinnen lassen. Wenn solche Angriffe erfolgreich sind, könnte das Nachahmer finden”, sagt Daniela Kost von der Beratungsstelle.

Kinobetreiber Heinz Wittern will sich von Drohungen wie zuletzt in Bad Schwartau nicht beeindrucken lassen: “Den Film muss man nicht mögen. Das ist aber kein Grund, ihn nicht zu zeigen.”

Die Dokumentation “Wildes Herz” von Charly Hübner wird am Mittwoch, 30. Januar, ab 20 Uhr in OHO-Kinocenter, Hamburger Straße 13, in Bad Oldesloe gezeigt. Die Leihkosten übernimmt die Stadt, der Eintritt ist frei.

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Bad Oldesloe

Großhansdorfer Historiker forscht zur Hammaburg

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Foto: Bock/Hfr

Bad Oldesloe – Der Geschichtsforscher Günther Bock aus Großhansdorf beschäftigt sich seit langem intensiv mit der Geschichte Stormarns im Rahmen der europäischen Geschichte.

Neben neu aufgekommenen historischen Methoden bieten insbesondere die in jüngster Zeit erzielten Ergebnisse der Archäologie dazu interessante neue Bewertungsmöglichkeiten. Sie fanden Niederschlag in seinem Buch „Drehscheibe Unterelbe – Regionale Herrschaftsträger im Kontext europaweiter Vernetzungen im 11. – 13. Jahrhundert“, das im Rahmen der Reihe „Studien zur Wirtschafts- und Sozialgeschichte Schleswig-Holsteins“ erschienen ist.

Die darin dargestellten neuen Informationen zur Geschichte der Hammaburg sollen Gegenstand einer gemeinsamen Veranstaltung des Heimatbunds Stormarn und des Kreisarchivs Stormarn sein.

In Form einer anspruchsvollen Präsentation wird Günther Bock am Beispiel der Hammaburg tiefgreifende Veränderungen der bisher vertretenen Geschichtsbilder vorstellen.

Die Besucher dürfen gespannt sein auf eindrucksvolle Forschungsergebnisse und „Neues aus dem Stormarner Mittelalter“.

Der Vortrag findet am 21. Februar 2019 im Kreistagssitzungssaal, Bad Oldesloe, Mommsenstraße 13, statt und beginnt um 19.30 Uhr. Der Eintritt ist frei, Spenden sind allerdings erwünscht. Das Buch kann am Vortragsabend erworben werden.

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