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Bad Oldesloe

Exer-Kunstrasen: Oldesloer Stadtverordnete ignorieren VfL Diskussionswunsch

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Provisorischer Zaun am Kunstrasenplatz
Foto: SL

Bad Oldesloe – Die Diskussion kommt nicht zur Ruhe. Nachdem es in der Anfangsphase mit der Nutzung des Oldesloer Kunstrasenplatzes am Exer nach Anlaufschwierigkeiten relativ gut lief, haben sich im Miteinander mehr und mehr Probleme eingeschlichen.

Seit Monaten beklagen sich Fußballer und ihre Angehörige über Müll, Zigarettenstummel, Vandalismus aber vor allem auch Scherben auf dem Kunstrasen. Die große Party abseits des Oldesloer Stadtfests war dabei nur die Spitze eines Eisberges.

Bürgermeister Jörg Lembke sagte daher im vergangenen Bildungs- Sozial- und Kulturausschuss, dass es eine mögliche Konsequenz sein könnte, dass wegen der erhöhten Unfallgefahr der Platz für den Vereinssport komplett gesperrt werde. Das klingt natürlich erstmal so, als wenn der Schwanz mit dem Hund wackelt aus Sicht der Sportler, wäre aber im Sinne des Schutzes der Spieler wohl konsequent. 

Daher hatte der VfL Oldesloe darum gebeten, dass für das Vogelschießen eine zunächst kurzfristige, provisorische Sperrung vorgenommen werden Solle und dass die Stadtverordneten sich in ihrer aktuellen Sitzung am Montag, 4. Juli, mit dem Thema auseinandersetzen könnten. 

Doch aus keiner politischen Fraktion gab es ein Statement zu dem Thema, obwohl die Mutter eines jungen VfL Fußballers vor Ort war, die erklärte, dass die Scherben und der Müll auf dem Platz eben kein spezielles Stadtfestproblem gewesen seien. Schon Wochen vor dem Stadtfest hatte sie Fotos von dem Platz gemacht und war damit zur Verwaltung gegangen.

Sie frage sich auch, warum sie vom Bürgermeister die Auskunft erhalten habe, dass auf politischen Wunsch der Vereinssport dem Freizeitvergnügen auf dem Platz untergeordnet sei. 

“Es ist hier eine Bürgerfragestunde. Sie können gerne etwas dazu sagen und Fragen stellen, aber wir werden nicht diskutieren oder beschließen”, stellte Hildegard Pontow (CDU) klar. Bürgermeister Jörg Lembke bestätigte, dass der Vereinssport auf politischen Wunsch weniger feste Zeitanteile auf dem Kunstrasen habe, als der Platz zur freien Freizeitnutzung zur Verfügung sei. 

Allgemein besteht vor allem bei Sportlern immer mehr Verwunderung, warum ein offenbar als öffentlicher Treffpunkt geplanter Platz mit einem teuren Kunstrasen ausgestattet wurde. 

Bei den Äußerungen mancher Politiker schleicht sich aber auch das Gefühl ein, dass eben auch gar nicht sein darf, was nicht sein darf. Weil der Platz und seine offene Nutzung als Erfolgsmodell gefeiert wurde, wäre es für manche Lokalpolitiker vermutlich auch ein Imageverlust einzugestehen, dass es ernsthafte Probleme gibt. Lembke wies daraufhin, dass er als Verwaltung nur den politischen Beschluss umsetze und der sei nunmal kein Zaun und öffentliche Nutzung. “Den Rest kann nicht ich, sondern müssten die Politiker beantworten”, so der Verwaltungschef. 

Beim VfL Oldesloe zeigte man sich am Montagabend enttäuscht, wollte die Situation aber lieber nicht mehr kommentieren. Es sei aber mit dem erwähnten Schreiben alles gesagt.

Die anwesende Mutter eines jungen VfL Sportlers betonte, dass es eben nicht nur um die besonderen Feste wie Vogelschießen oder Stadtfest gehe, sondern dass die Probleme mit Scherben und Müll auch ansonsten seit nun schon längerer Zeit auftreten. 

Ein möglicher Zaun, der nachts abgeschlossen werden könnte – so ein Kompromissvorschlag – würde ja einer freien Nutzung tagsüber oder zu festen Zeiten gar nicht entgegenstehen. 

Bürgerworthalterin Pontow: “Wir warten jetzt erstmal das Vogelschießen ab und schauen, wie der Platz danach aussieht”. 

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Bad Oldesloe

Covid-19 in Stormarn – 199 bestätigte Infektionen. 22 Stormarner in Kliniken

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Mundschutz Symbolfoto: Christo Anestev/pixabay

Bad Oldesloe– Die Zahl der klinisch bestätigten COVID-19-Fälle in Stormarn seit Beginn der Pandemie beträgt 199 (Stand: 06.04)

22 in Stormarn wohnende infizierte Personen befinden sich in stationärer Behandlung, 124 in häuslicher Quarantäne”, teilte der Kreis am Montagnachmittag mit.

51 Personen konnten zwischenzeitlich als genesen aus der Quarantäne entlassen werden. Zwei Personen sind leider an den Folgen der Covid-19–Infektion verstorben.

Landesweit sind seit Beginn der Pandemie 1678 Menschen positiv auf das Virus getestet worden. Aktuell werden 156 Mitbürger landesweit in Kliniken behandelt. 20 Menschen in Schleswig-HOlstein sind mittlerweile landesweit an den Folgen einer Covid-19- Infektion verstorben.

Die meisten betätigen Infektionen gab es bisher im Kreis Pinneberg (325). Stormarn liegt immer noch bei der Anzahl der Infektionen auf Platz zwei.

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Bad Oldesloe

Nur noch mit Personal ohne Handicap: Werkstätten stellen jetzt auch Behelfsmasken her

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Bad Oldesloe – Die Stormarner Werkstätten Bad Oldesloe in Zeiten von Corona: Mitarbeitende mit Handicap müssen zu Hause bleiben, die Übrigen halten den Betrieb so weit es geht aufrecht und stellen jetzt auch noch Behelfsmasken her.

Normalerweise arbeiten in der Besteckkonfektionierung bis zu 36 Mitarbeitende mit Handicap. Jetzt sind es höchstens elf Kolleginnen und Kollegen ohne Handicap – wie Tine Werner (li.) und Karina Marschner. Fotos: Stormarner Werkstätten

Aber auch trägerübergreifend werden die Frauen und Männer in Wohneinrichtungen für Menschen mit Einschränkungen gerade unterstützend eingesetzt.

„Gerade in diesen Zeiten, ist es wichtig, sich gegenseitig zu helfen, sich zu unterstützten. Ich bin sehr froh und dankbar, dass sich unsere Kolleginnen und Kollegen sofort bereit erklärt haben, den Einrichtungen und damit auch den dort lebenden Menschen zu helfen“, sagt Stephan Bruns, Einrichtungsleiter der Stomarner Werkstätten Bad Oldesloe. Das sei das Gebot der Stunde.

Für die etwa 270 Mitarbeitenden der Stormarner Werkstätten Bad Oldesloe mit Handicap ist es gerade keine leichte Zeit – wie für viele andere Menschen auch nicht.

Sie dürfen nicht in den Werkstätten arbeiten. Das entschied das Land Schleswig-Holstein bereits Mitte März für alle Werkstätten als Schutzmaßnahme vor einer Corona-Erkrankung für die Menschen mit Beeinträchtigungen.

Nicht arbeiten zu dürfen, wirbelt ihr Leben durcheinander. Halt gebende Strukturen brechen weg, der persönliche Austausch mit den Arbeitskollegen fehlt.

Neben einer von den Stormarner Werkstätten Bad Oldesloe eingerichteten Hotline, die wochentags von 10 bis 12 Uhr besetzt ist, stehen den Mitarbeitenden mit Handicap deshalb jetzt online und per Post Bildungsangebote zur Verfügung, die über diese werkstattlose Zeit hinweghelfen sollen.

Dass schlagartig 270 Kolleginnen und Kollegen nicht mehr in den Werkstätten arbeiten, hat starke Auswirkungen auch auf den Werkstattalltag.

Es ist still geworden, aber nicht ganz still: Denn der Betrieb geht eingeschränkt weiter.

Auch wenn die Arbeitsbereiche runtergefahren wurden, Aufträge müssen trotzdem noch abgearbeitet werden.

Gefragt sind jetzt umso mehr die Kolleginnen und Kollegen ohne Handicap, die sogenannten Fachkräfte zur Arbeits- und Berufsförderung (FAB).

Sie, die quasi als Ansprechpartner und Anleiter für die Mitarbeitenden mit Handicap agieren, stehen jetzt täglich an den Förderbändern, an dem die Besteckkonfektionierung für Hamburger Kliniken läuft.

Neu aufgenommen wird jetzt die Herstellung von einfachen Behelfs-Masken.

Schneiderei-Leiterin Judith Lübberstedt arbeitet mit vier weiteren Kolleginnen und Kollegen die Aufträge ab

Der Bedarf ist sehr groß, entsprechende Anfragen beispielsweise von Feuerwehren und Wohneinrichtungen wie den Stormarner Wegen erreichten die Stormarner Werkstätten Bad Oldesloe. In der Schneiderei werden diese Masken jetzt genäht – von fünf Kolleginnen und Kollegen ohne Handicap.

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Bad Oldesloe

195 bestätigte Corona-Fälle in Stormarn

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Bad Oldesloe – Anfang der Woche wird die Zahl der Corona-Infizierten im Kreis Stormarn 200 erreichen. Am Sonntag meldete die Behörde 195 bestätigte Fälle.

21 der betroffenen Personen befinden sich in stationärer Behandlung, 126 in häuslicher Quarantäne. 46 gelten als genesen, zwei Erkrankte haben da Virus nicht überlebt.

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