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Kultur

Ahrensburg: Ausstellung über genialen Amateurforscher Flögel

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Metta Braake und Karin Voß
FOto: Stadt Ahrensburg/hfr

Ahrensburg – Seit Mai informiert im Ahrensburger Rathaus eine Ausstellung über den Ahrensburger Naturforscher J.H.L. Flögel , die der Historische Arbeitskreis anlässlich seines 100. Todestages erstellt hat. Aufgrund des hohen Publikumsinteresses wird die Ausstellung zwei Monate länger als ursprünglich geplant, bis Ende August 2018 zu sehen sein.

Viele Besucher haben sich bereits die großen Info-Tafeln, die Nachbildung seines Arbeitszimmers oder auch die vielfältig bestückten Vitrinen angesehen. So auch die Ahrensburger Künstlerin Metta Braake.

Das Mikroskop findet man nun in der verlängerten Ausstellung
Foto: Stadt Ahrensburg/hfr

Beim Anblick des wertvollsten Nachlasses von Flögel, den weltweit ersten Fotos von Schneekristallen aus dem Jahr 1879 sowie Querschnitten von Insektengehirnen, fiel ihr sofort das Mikroskop im Familienbesitz aus genau jenem Jahr ein. Ein Original-Mikroskop aus Flögels Zeiten wurde bisher noch nicht gezeigt. Umso mehr freute es den Historischen Arbeitskreis, als Metta Braake anbot, ihr Mikroskop mit auszustellen.

Die Vorstandsvorsitzenden Karin Voss und Dirk-Müller-Brangs nahmen das Mikroskop mit Zubehör für den Historischen Arbeitskreis entgegen und arrangierten es gut sichtbar in einer Hochvitrine. Die historische Korrektheit garantierte dabei der Kurator der Ausstellung Bernd Reher.

Fast wäre sein Werk dem Vergessen anheimgefallen, doch ein Zufallsfund sorgte viele Jahrzehnte nach seinem Tod für eine Sensation: Der Universalgelehrte Johann Heinrich Ludwig Flögel (1834 – 1918) hat als erster weltweit 1879 einen Schneekristall fotografiert.

Den genialen Amateurforscher faszinierten alle Phänomene der Natur und Technik, egal ob winzig klein oder unendlich groß. Vom Nordlicht über Insektengehirne bis zur Kieselalge, von Technischen Anlagen bis hin zu Mikroskopen und Fernrohren. Als Pionier der Fotografie unter dem Mikroskop war er international anerkannt. Seine Untersuchungen über Insektengehirne haben bis heute in der Neurobiologie ihren Platz. Vor 100 Jahren starb er als Dr. phil. h. c. Flögel in Ahrensburg.

Aus Anlass des 100. Todestages zeigt der Historische Arbeitskreis Ahrensburg in Kooperation mit dem Stadtarchiv Ahrensburg seit dem 3. Mai 2018 noch bis Ende August 2018 eine Ausstellung im Rathausfoyer über das Leben und die Forschungen von J.H.L. Flögel.

Kostenfreie Führungen können gebucht werden unter: info@historischer-arbeitskreis-ahrensburg.de

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Bad Oldesloe

Vortrag über Realismus-Maler Harald Duve in Bad Oldesloe

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Bad Oldesloe – Unter dem Titel „Kunst in Stormarn – ein kurzer Rückblick auf die letzten 150 Jahre“ stellt der ehemalige Kulturreferent des Kreises, Dr. Johannes Spallek, in den Jahrbüchern für den Kreis Stormarn Künstlerinnen und Künstler aus Stormarn vor, um aufzuzeigen, dass es in Stormarn ein interessantes Erbe der Bildenden Kunst gibt.

Harald Duwe: Ohne Titel (Stormarner Dorf), Foto: Johannes Spallek

“Durch meine gezielten Studien und gründlichen Recherchen konnte ich viel Neues entdecken”, sagt Spallek, “und bisher unbekannte oder kaum bekannte Kunstwerke erstmals beschreiben, wie z. B. das Leben und das künstlerische Werk von Karl Ballmer oder die Gemälde und zahlreichen „Kunst-am-Bau-Werke“ von Harald Duwe, die er in Stormarn realisierte.”

Der Heimatbund Stormarn (HBS) freut sich sehr, dass Johannes Spallek in einem ausführlichen Kunstvortrag neben diesen auch weitere bedeutende Stormarner Künstler besonders vorstellen wird.

„Bei meinen Studien geht es auch um die Frage nach dem Umgang mit dem kulturellen Erbe der Bildenden Kunst in Stomarn. Wo und wie kompetent wird sich um die Bildende Kunst, um Rezeption und den fachlichen Erhalt gesorgt?“ Eine hochaktuelle Frage! Wirdürfen sehr gespannt sein!

Der Vortrag findet im Kreisarchiv Sormarn, Bad Oldesloe, Mommsenstraße 14, statt und beginnt um 18.30 Uhr. Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen. Begrenzte Teilnehmerzahl, es gilt die 3G-Regel.

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Bad Oldesloe

Fern von Aleppo: “Wie ich als Syrer in Deutschland lebe”

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Bad Oldesloe – Im Rahmen der Interkulturellen Woche liest Buchautor Faisal Hamdo am Sonntag, 10. Oktober 2021 um 17 Uhr im Kultur- und Bildungszentrum (KuB) Bad Oldesloe.

Foto: Claudia Höhne

Er spricht über seine Erlebnisse und Gefühle nach der Flucht aus dem syrischen Aleppo, vom Ankommen in einer neuen Heimat und von seiner Faszination für die deutsche Sprache und Kultur.

Hamburg ist seine neue Heimat. Seit sieben Jahren lebt und arbeitet Faisal Hamdo in der Hansestadt, nachdem ihm 2014, mit Anfang Zwanzig, die Flucht aus dem syrischen Aleppo gelungen war.

Mit großer Neugier und Offenheit taucht Faisal Hamdo seitdem in die Lebens- und Arbeitswelt in Deutschland ein.

In seinem Buch „Fern von Aleppo“ erzählt er von seiner Faszination für die deutsche Sprache, seinem Staunen über das innige Verhältnis der Deutschen zu ihren Haustieren oder über seine erste Begegnung mit dem Humor Loriots.

Manches bleibt ihm in Deutschland unverständlich, wie der Alkoholkonsum oder die mediale Präsenz von Sexualität. Sein Blick auf die deutsche Realität wird so zu einem Spiegel unserer Identität. Indem Hamdo die Erfahrungen hier mit seinem Leben in Syrien vergleicht, lernt der deutsche Leser zugleich den syrischen Alltag besser kennen. Voller Humor und berührender Lebensklugheit spricht er davon, wie das Leben sich anfühlt: mit einem Teil von Kopf und Herz in der umkämpften syrischen Heimat und einem anderen in der neuen Heimat Deutschland. 

Faisal Hamdo, 1989 in Aleppo geboren, arbeitete nach dem Studium der Physiotherapie mit behinderten Kindern sowie zwei Jahre ehrenamtlich in provisorischen Krankenhäusern seiner Heimatstadt.

Während des Arabischen Frühlings nahm er wie viele syrische Studenten an etlichen Demonstrationen gegen das Regime teil. 2014 flüchtete er aufgrund akuter Gefährdung über die Türkei nach Deutschland. Nach zahlreichen Sprachkursen und Berufsanpassungsqualifikationen arbeitete Hamdo zunächst in der Altenpflege und einer Physiotherapiepraxis. Im März 2016 wechselte der mittlerweile 27-Jährige an das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf und arbeitet seitdem auf der neurochirurgischen Intensivstation.

Tickets sind online, in der Stadtinfo im KuB sowie an der Abendkasse erhältlich. Für den Veranstaltungsbesuch ist der Nachweis über den vollständigen Impfschutz, über die Genesung oder ein aktueller negativer Coronatest erforderlich (3G-Regel).

Nähere Informationen sind auf www.kub-badoldesloe.de, in der Stadtinfo im KuB, per Telefon unter 04531 504-199 oder per Mail an stadtinfo@badoldesloe.de erhältlich.

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Kultur

Glinder Gutshauskonzerte: Der besondere Hörgenuss startet wieder

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Glinde – Im November beginnen wieder die Glinder Gutshauskonzerte an der Möllner Landstraße 53.

Dr. Marlies Lehmann, Jasmin Helfer, Denise Kunert Andrade (hinten von links) sowie Ian Mardon (sitzend) freuen sich auf die neuen Glinder Gutshauskonzerte. Foto Stadt Glinde

„Nachdem die Corona-Krise uns alle in Atem gehalten hat und im vergangenen Jahr keine der geplanten Konzerte stattfinden konnten, haben wir nun in diesem Jahr weitere Möglichkeiten geschaffen, um mehr Menschen mit unserer schönen Konzertreihe zu berühren. Deshalb werden alle Konzerte dieser Saison nicht nur eine begrenzte Anzahl an Zuhörern und Zuhörerinnen im Gutshaus zu verfolgen sein, sondern auch in einem Internet-Livestream übertragen“, erklärt der Künstlerische Leiter der Gutshaus-Konzerte Ian Mardon.

Los geht es am Freitag, 5. November, mit „Blütenträume“ von den „Hamburg Chamber Players“. Es erklingt Musik von Haydn, Dvořák und Hermann.

Am Freitag, 3. Dezember, folgt dann „Juventus Musica“ mit talentierten Nachwuchsmusikern. Während des Konzerts entstehen Bilder von Dr. Gesa Reher.

Am Freitag, 7. Januar 2022, ist dann Andrea Merlo aus Italien mit einem Klavierabend im Kaminzimmer des Glinder Guthauses zu Gast und entführt in die Welt Chopins.

Am Freitag, 11. Februar 2022, folgt dann „Die barocke Klangrede“ mit Brian Berryman (Kanada) auf der Traversflöte sowie Michael Fuerst (USA) auf dem Cembalo.

Zum Saisonabschluss kommt dann noch am Freitag, 4. März 2022, das „D.U.R. Streichquartett“. Das international besetzte Streich-Quartett spielt Werke von Beethoven, Ravel und Glass.

Die Konzerte beginnen jeweils um 20 Uhr. Drei Einführungen sowie der Empfang zum Saisonabschluss starten dann jeweils um 19 Uhr. Der Eintritt beträgt 17 Euro, das zweite Konzert kostet 12 Euro. Für alle fünf Konzerte der Konzertreihe, inklusive der Einführungen, kann ein Abo für 69 Euro (statt 80 Euro) gebucht werden. Der Zugang zum Internet-Livestream wird pro Konzertabend mit 10 Euro berechnet.

Weitere Informationen und Tickets gibt es beim Gemeinschaftszentrum Sönke-Nissen-Park Stiftung unter 040-710 00 415 oder per E-Mail an info@gutshaus-glinde.de.

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