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Bad Oldesloe

“Wir wollen ja nicht spielen”: Beobachtungen am gesperrten Kunstrasen

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Foto: SL

Bad Oldesloe – Gut eine Woche lang respektierten die meisten Oldesloer es, dass der Kunstrasenplatz am Exer nach der eskalierten Jugendparty abseits des Stadtfestes gesperrt war. Noch immer sind Glassplitter und kleinste Müllreste zwischen den Kunstfaserhalmen zu finden, die nicht so einfach entfernt werden können. Daher war der Platz deutlich mit Absperrband, Barken und entsprechenden Schildern für die Öffentlichkeit gesperrt worden. 

Doch am Wochenende reichte es dann den ersten selbst ernannten Sicherheitsexperten und ignoranten Mitmenschen. Man traf erste Personen auf dem Platz an. Darauf angesprochen, ob er wisse, dass der Platz gesperrt sei, sagte einer von ihnen tatsächlich. “Nich von uns und jetzt nicht mehr. Wir spielen immer hier”. Freimütig gab ein anderer zu, dass sie gerade eine der Absperrungen durchtrennt hatten. Denn aus ihrer Sicht war die Gefahr gebannt. “Ist doch alles heil hier”, sagt ein anderer. Auf die mögliche Gefahr hingewiesen, bekommt man mit auf den Weg, dass das ja nun ihr Problem sei. Der Hinweis darauf, dass das durchgerissene Flatterband nun aber auch dazu führen könnte, dass andere – nicht wissend, dass der Platz gesperrt ist – diesen betreten, wurde erst mit einem erstaunten Blick beantwortet. Deutlich war zu sehen, dass der Angesprochene nachdenken musste, dann kam ein Schulterzucken und ein “Ich mach das nachher wieder dran sonst”. 

Während diese jungen Herren wenigstens ihrem Drang Fußball zu spielen nachkamen, waren andere noch dreister und zeigten, welche Probleme – egal ob Stadtfest, Vogelschießen oder nicht – auf der Fläche bestehen, die entgegen der Wünsche der Sportvereine, immer frei zugänglich ist. Denn während man noch mit den jungen Fußballern sprach, kam eine Gruppe Teenager – fuhr mit ihren Rädern auf den Platz und packte die Picknickdecke aus. So weit, so sehr schonmal an den Platzregeln vorbei.

Foto: SL

Ebenfalls auf die Platzsperren angesprochen, antworteten sie, dass sie ja gar nicht Fußball spielen wollen, sondern “chillen”, “Musik hören” und (Achtung) ein wenig grillen. Bei dem Wort grillen präsentierte eine der Anwesenden eine Alu-Einweggrillschale. Wie man auf die Idee komme, dass das auf einem Kunstrasenplatz eine gute Idee sei, konnten sie mit einem “das Wetter ist gut, wir treffen uns immer abends hier”. Daher sei das auch okay, dass man sich auf dem gesperrten Platz treffe, denn schließlich habe die Stadt ja nun keinen Ersatzplatz zur Verfügung gestellt für die Zeit der Sperre. Diese gelte vermutlich – so hat man sich das zurechtgelegt – auch sowieso nur für Fußballer. Sie sitzen ja auf der Decke, daher seien mögliche Glasscherbenreste kein Grund den Platz nicht zu betreten.  

Bei so viel Dreistheit und selbstverständlicher egoistischer Ignoranz fällt einem nicht mehr viel ein. Der VfL Oldesloe weist schon lange darauf hin, dass das Müll- und Glassscherbenproblem längst nicht nur am Rande größerer Feste auftaucht, sondern ständig. Auch Mofa- und Motorrollerfahrer wurden bereits mehrfach auf dem Platz gesichtet. Es mag schön sein, dass hier eine Begegnungsstätte entstanden ist, leider hat das mit dem Sinn eines Kunstrasens unter sportlichen Gesichtspunkten sehr wenig zu tun. Und auf Dauer besteht die Gefahr, dass er für seinen eigentlichen Zweck gar nicht mehr zu gebrauchen ist. 

Bürgermeister Jörg Lembke wies bereits darauf hin, dass all das die Konsequenzen eines politischen Beschluss seien, der besagt, dass der Platz immer frei zugänglich sein müsse. So etwas kenne er für einen Platz dieser Größen- und Kostenordnung sonst nicht. In Norddeutschland sei es wohl einmalig, dass ein teurer Kunstrasenplatz ohne jegliche Einzäunung und Kontrolle zugänglich sei. 

Wie es weitergeht, wird sich langfristig zeigen. Doch die, die dort ihren Müll hinterlassen, die Flaschen zerschlagen oder Wettrennen auf Fahrrädern veranstalten und  grillen, sind auf dem Weg Argumente für eine Einzäunung zu liefern. Damit wäre dann für die Mehrheit der Nutzer, die den Platz gut behandeln, ein Treffpunkt vernichtet. 

 

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Bad Oldesloe

Bad Oldesloe: Schlägerei in Bahnhofsnähe führt zu Polizeigroßeinsatz

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Bad Oldesloe – Besorgte Stormarnlive-Leser meldeten sich heute, Montag 21. Januar, bei uns und berichteten von einem größeren Polizeieinsatz in der Nähe des Bahnhofs. Und tatsächlich : diverse Streifenwagen von Landes- und Bundespolizei waren im Bereich zwischen der Kreisverwaltung und der Sparkassenfiliale vor dem Bahnhof im Einsatz. Auch ein Rettungswagen war vor Ort. 

Der Hintergrund: Nach bisherigen Erkenntnissen sollen drei Personen in Streit geraten sein, der eskalierte und zu einer stärkeren körperlichen Auseinandersetzung auf der Straße führte. Die genauen Hintergründe waren laut der Polizei am Montagnachmittag noch nicht klar. Der Vorfall wird als gegenseitige Körperverletzung behandelt. Eine Person musste mit Verletzungen ins Krankenhaus gebracht werden. 

Passanten und Mitarbeiter der angrenzenden Kreisverwaltungen sollen laut Augenzeugen noch versucht haben zu schlichten. Die Ermittlungen der Polizei zu dem Fall laufen. 

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Bad Oldesloe

Das Mehrgenerationenhaus Oase lädt zum “Erzählsalon”

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Das Familienzentrum “OASE”
Archivfoto: SL

Bad Oldesloe – Zum Erzählsalon lädt Ende Januar wieder das Mehrgenerationenhaus Oase in Bad Oldesloe ein. Am Freitag,25.Januar,  um 15:30 Uhr findet es in der Ratzeburger Straße 20 in Bad Oldesloe statt.

“Ein neues Jahr bietet wieder neue Chancen und um verpasste Chancen dreht sich auch das Thema”, so die Veranstalterinnen. 

“Es gibt gute Gründe, weshalb verpasste Chancen nicht bereut werden müssen, denn die nächste Chance kommt bestimmt.”,heißt es weiter. 

Die Interessenten können so auch im neuen Jahr die Chance nutzen, um den Erzählsalon kennen zu lernen. Ebenfalls können vorab Informationen zum Ablauf eines Salons gegeben werden. Wegen der Nachfrage bittet die Salonnière um eine Anmeldung unter Tel.04531 670848.

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Bad Oldesloe

Prävention: Polizei informiert in Bad Oldesloe über Einbruchschutz

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Symbolfoto: Robert Hoeting/shutterstock

Bad Oldesloe – Die Wählergemeinschaft Freie Bürger für Bad Oldesloe (FBO) e.V. und die Polizeidirektion Ratzeburg laden gemeinsam alle interessierten Bürgerinnen und Bürger zu einer Präventionsveranstaltung zum Thema Einbruchschutz ein.

Die Veranstaltung findet am 29. Januar 2019 in 23843 Bad Oldesloe, Mühlenstr. 22, im dortigen Bürgerhaus statt. Bereits ab 18 Uhr stehen dort zwei Fachfirmen des Einbruchschutzes als kompetente Ansprechpartner für mechanische Sicherungen und elektronische Einbruchmeldeanlagen für eine individuelle Beratung zur Verfügung.Um 18.30 Uhr erhalten Gäste der Veranstaltung von Polizeihauptkommissar Gerd Dietel aus dem Sachgebiet Prävention der PD Ratzeburg wichtige Tipps und Hinweise, wie man sich durch sein eigenes Verhalten vor Einbruchskriminalität schützen kann.Im Anschluss daran stehen der Referent und die Fachfirmen für weitere Fragen zur Verfügung.

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