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Bad Oldesloe

Müll und Brandlöcher: Jugendliche feiern Kunstrasenplatz kaputt

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Bürgermeister Jörg Lembke ist enttäuscht: Sogar ein Lagerfeuer wurde auf dem Kunstrasenplatz am Exer gemacht. Foto: Fischer

Bad Oldesloe – Müll, Scherben, Brandlöcher durch Zigarettenkippen und Einweggrills. Nach dem Stadtfest-Wochenende ist der Kunstrasenplatz am Exer bis auf weiteres für die Öffentlichkeit gesperrt: Verletzungsgefahr durch Glassplitter!

Laut Verwaltung muss der Platz gereinigt und instandgesetzt werden, nachdem dort am Freitag und Sonnabend hunderte Jugendliche feierten.

„Der Platz ist erst einmal gesperrt“, sagt Bürgermeister Jörg Lembke. Für Sportler wäre es jetzt zu gefährlich auf dem Kunstrasen zu trainieren oder zu spielen. Die groben Verschmutzungen sind von Mitarbeitern des Bauhofs bereits am Sonntag entfernt worden. Doch das Problem sind die unsichtbaren Hinterlassenschaften: Kleine Glasscherben von kaputten Bierflaschen, die sich im Kunstrasen festgesetzt haben könnten. Fußballer und andere Besucher des Platzes könnten sich schwere Verletzungen zuziehen.

Lagerfeuer auf Kunstrasen

Sogar ein Lagerfeuer wurde auf dem künstlichen Rasen gemacht!

„Der Verursacher ist noch vor Ort von der Polizei festgestellt worden“, sagt Lembke. Er müsse damit rechnen, zur Verantwortung gezogen zu werden.

Doch der überwiegende Teil der Instandsetzung wird durch Steuergeld finanziert werden müssen. Wie teuer die Reparatur des Rasens wird, ist noch nicht abzusehen. Der Platz soll von einer Spezialfirma begutachtet werden.

„Es ist ein öffentlicher Platz und in Ordnung, dass er auch in einem solchen Rahmen genutzt wird. Das ist von der Politik immerhin so gewollt gewesen“, sagt Lembke. Aber es sei schade, dass dann der Müll nicht wieder mitgenommen werde. Auch Rauchen ist dort ausdrücklich verboten, weil ausgedrückte Zigaretten den Kunststoff beschädigen.

Er betont auch, dass es sich beinahe ausschließlich um deutsche Jugendliche handelte: „Ich habe bereits anders lautende Gerüchte gehört, die aber nicht zutreffen.“

Sonntagmorgen: Ein völlig zugemüllter Sportplatz. Foto: Nico V. Hausen

Platz möglicherweise für Wochen gesperrt

Mit Glück reicht eine Schnellreinigung, um den Platz wieder nutzbar zu machen. Dann könnte er bereits am Freitag wieder freigegeben werden. „Möglicherweise muss aber auch das Granulat ausgetauscht werden, wenn die kleinen Glassplitter nicht entfernt werden können“, sagt Lembke. Das dauert länger und wird wesentlich teurer.

An Vogelschießen befürchtet die Verwaltung weitere Verunreinigungen durch Party-Volk. „Wir werden schauen, ob wir dort dann temporär Mülleimer aufstellen und so die gröbsten Verschmutzungen verhindern können“, sagt Lembke. Sperren wolle er den Platz dann eigentlich nicht.

Auf den Vereinssport wird eine Sperrung aktuell noch keine Auswirkungen haben: Bis Anfang Juli haben hat der VfL Oldesloe Sommerpause, bis dahin gibt es ohnehin kein Training.

Stadtfest-Mitarbeiter beleidigt und bedroht

Bei der Feier auf dem Kunstrasenplatz handelte es sich nicht um eine vom Stadtfest-Veranstalter organisierte Veranstaltung. „Wir haben noch versucht mit einigen der Leute Gespräche zu führen, aber da darf man sich dann beschimpfen und anspucken lassen“, sagt Patrick Niemeier vom Stadtfest-Organisationsteam. Da der Kunstrasenplatz nicht zum Stadtfestgelände gehörte, konnten Platzverweise nur von der Polizei ausgesprochen werden und nicht vom Veranstalter.

„Ich bin schockiert und beschämt über diesen rücksichtslosen und egoistischen Haufen, der zum Großteil sogar erst am Exer anreiste, als das Stadtfest an sich schon endete“, sagt Niemeier. Auf dem Stadtfest selbst habe es das ganze Wochenende über so gut wie keine Zwischenfälle gegeben.

Bad Oldesloe

Horst Reiter: Seit 50 Jahren kassiert er die Zuschauer ab

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Horst Reiter neben seiner „Arbeitsstelle“, dem Kassenhäuschen im Travestadion. Foto: VfL Oldesloe

Bad Oldesloe – Zuschauer und Sportler, die den Weg zu den Spielen der I. Herren-Fußballer des VfL Oldesloe finden, kennen ihn und er kennt sie. Die Rede ist von Horst Reiter.

Er gehört eigentlich fast zum Inventar des VfL Oldesloe. Nun konnte er ein ganz besonderes Jubiläum feiern, denn seit 50 Jahren kassiert er zuverlässig und treu bei Heimspielen der Ligamannschaft die Zuschauer am Eingang ab.

Arbeit im Kassenhäuschen: „Ich könnte ein Buch schreiben“

Am Anfang stand das Kassieren gar nicht an erster Stelle, denn in den ersten Jahren mähte er sogar noch den Hang. Dort wo vor Jahren hunderte, gar tausende Zuschauer, standen. Mit der Hand wohlgemerkt. Nach 50 Jahren kann er natürlich etliche Geschichten erzählen.

„Ich könnte ein Buch schreiben“, sagt der Jubilar. Unzählige Vorsitzende, Abteilungsleiter und Trainer hat er kommen und gehen sehen. Die Anzahl der Spieler will man lieber gar nicht erst erfragen.

„Diese ehrenamtliche Arbeit kann man gar nicht genug würdigen“

„Wir sind stolz so eine Person in unseren Reihen zu haben“, sagt Pressewart Nico v. Hausen.

Beim letzten Heimspiel wurde Horst Reiter von Abteilungsleiter Jens „Speedy“ Schenk geehrt. Etwas schüchtern stand er da, denn er ist kein Lautsprecher, möchte lieber im Hintergrund bleiben.

„Das war uns aber ein Bedürfnis. Diese ehrenamtliche Arbeit kann man gar nicht genug würdigen“, so Jens Schenk über eine Person, die trotz fortgeschrittenen Alters bei Wind und Wetter für seinen Verein da war. Kaum war die Ehrung beendet schritt Horst Reiter zu seinem Kassenhäuschen. „Da kommen noch welche.“ Nach 50 Jahren hat er einfach ein Gespür für „seine Zuschauer“.

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Bad Oldesloe

Skateland-Erweiterung: Eröffnung noch in diesem Jahr

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Bauarbeiten am Skateland in Bad Oldesloe. Foto: Stormarnlive.de

Bad Oldesloe – Nach Jahren der Planung wird jetzt das neue Skateland auf dem Exer gebaut. Das Projekt stand lange Zeit auf der Kippe, weil es Probleme mit Fördergeldern gab. 

Seit Tagen graben sich Bagger durch das Gelände zwischen Berliner Ring und Exer-Parkplatz. Dort wird noch in diesem Jahr das neue Skateland eröffnet. Oldesloer Jugendliche hatten lange für die Sanierung gekämpft. 

Derzeit werden die Fundamente für die neuen Geräte gebaut. Wann die Arbeiten abgeschlossen sind, steht noch nicht fest. Parallel beginnen auch am Kunstrasenplatz die Arbeiten für den Bau des Street-Workout-Platzes. Der Projektförderer Holsteins Herz und das Land fördern das Projekt.

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Bad Oldesloe: Kinder- und Jugendhaus St. Josef lädt zum Sommerfest

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Das Kinder- und Jugendhaus St. Josef in Bad Oldesloe

Bad Oldesloe – Am 30. Juni, ab 11 Uhr wird es auf dem großen Außengelände des Kinder- und Jugendhauses St. Josef, Wendum 4 in Bad Oldesloe, wieder ein großes Sommerfest: Viele Spielangebote laden Kinder und ihre Familien zum gemeinsamen Spielen ein.

„Bei Beachvolleyball und Wikingerschach, Tauziehen und Seilspringen sowie vielen weiteren Angeboten können Geschicklichkeit und Fitness unter Beweis gestellt werden. Es wird auch wieder eine Hüpfburg geben, Kinderschminken, ein Kinderkarussell und vieles mehr“, heißt es in der Einladung.

Auf einem Flohmarkt können Große und Kleine ihre Schätze verkaufen und neue erwerben. Auch für das leibliche Wohl wird gesorgt sein: Kaffee, Kuchen, Kaltgetränke und Grillwürstchen sind für den kleinen und großen Hunger da.

„Wir freuen uns auf viele Gäste, denn unser tolles Außengelände lädt einfach zum Feiern ein“, erklärt Birgit Brauer. „Und wir möchten einmal mehr zeigen, was sich alles entwickelt hat.“

Wer sich an dem Flohmarkt für Privatanbieter beteiligen möchte, kann sich auch sehr kurzfristig anmelden, gern telefonisch (04531-1735-0), per Fax (04531-7726) oder per E-Mail (leitung@haus-st-josef.de). Ab 9 Uhr kann am 30. Juni aufgebaut werden.

„Für Kinder, die auf dem Flohmarkt selbst etwas verkaufen möchten, wird ein eigener Bereich eingerichtet.Die Erwachsenen bitten wir um eine Kuchenspende als Standgebühr“, so Brauer.

 

Info St. Josef:

Das Kinder- und Jugendhaus St. Josef ist seit 1902 eine Einrichtung der stationären und ambulanten Jugendhilfe in der Kreisstadt Bad Oldesloe. Heute betreut die Einrichtung bis zu 200 Kinder und Jugendliche in insgesamt 15 Wohngruppen (davon vier Außenwohngruppen) und bietet darüber hinaus weitere ambulante Angebote und Förderprojekte im Rahmen der Erziehungshilfen an. Mit zur Zeit 170 Voll- und Teilzeitkräften ist die Jugendhilfeeinrichtung die größte Einrichtung dieser Art im Kreis Stormarn.

 

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