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Bad Oldesloe

Mit Musik und ohne Gewalt: So feierten die Oldesloer ihr Stadtfest

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Ed Kretz von “Dog Hill Session”.

Bad Oldesloe – Zufriedene Gäste, glückliche Bands, wenig Zwischenfälle: Das lokale Konzept beim Oldesloer Stadtfest ist voll aufgegangen. Die Organisatoren wollen daher genau diesen Weg auch 2020 fortsetzen. 

„Ich wurde von vielen Besuchern angesprochen, die das Stadtfest gelobt haben“, freut sich Veranstalterin Christine Tiedemann, die die Veranstaltung jetzt zum zweiten Mal mit ihrer Agentur ausgerichtet hat. Bereits im Vorfeld wurde immer wieder betont, das Stadtfest möglichst lokal halten zu wollen. Das heißt mit Beteiliung möglichst vieler Vereine und Bands, die aus Bad Oldesloe stammen.

Jeden Tag Silvester

„Wir haben es geschäfft, noch mehr Räume zu bespielen und noch mehr Facetten der lokalen Szene zu zeigen“, sagt Musikprogrammchef Patrick Niemeier (Klngstdt). So hätten die Besucher Ort und Musikrichtung immer wieder wechseln können. „Dadurch ist schon ein wenig mehr Festivalcharakter entstanden und das wollen wir weiter ausbauen. Stadtfeste gibt es wie Sand am Meer, wo ein paar Coverbands aus Süddeutschland und vermeintlich prominente Charstürmer oder Ex-Chartstürmer auftreten. Wir haben eine starke Musikszene in und um Bad Oldesloe und die hat Prioriät gehabt bei der Auswahl“. 

Sehr groß war der Andrang bei den Headlinern “Jeden Tag Silvester” am Sonnabend. Doch auch “Dog Hill Session” , “Days of northern lights”, “Nuthouse Flowers” und “Pfefferminz” konnten sich an den anderen beiden Tagen über großen Andrang auf der Marktbühne freuen. Durch das Programm auf dem Marktplatz führten die Moderatoren Michael Wittig und Dirk Rothe.

Auf dem Kulturhof lockten die Schlager-Disco-Party mit “BadOmaT” und Siggi Plambeck sowie das Rockcafe mit Musikern rund um “Henning und Henning”, Manfred Brembach und die Boy Kott Band. Für jazzige Klänge sorgten Petra Kott und Band, Nachwuchstalent Ella Burkhardt und Jazz Art 6. “Der Kulturhof trägt endlich den Namen wieder Zurecht”, sagten zwei Besucherinnen am Sonntag. 

Das Fest lebte aber auch von seinem Entdeckerfaktor. Nathalie, Loe X, Exzenter oder Ella Burkhardt – der Nachwuchs der Stormarner Szene wusste zu begeistern. Der Oldesloer Schlagersänger Matthias Eike feierte seinen Debüt-Auftritt in der Kreisstadt. “Zuvor hatte sich das irgendwie nie ergeben”, so Eike, der auch bei der Talkshow “Qualityzeit” mit Christian Bernardy zu sehen war.

80 Prozent der Musicacts und Vereine, die beteiligt waren, stammten aus Stormarn. “Und genau so muss es sein bei so einem Fest”, so der Musikprogrammchef. Der Andrang, das Lob und die Resonanz insgesamt, gaben ihm Recht. 

Irgendwiehörbar auf dem Mühlradplatz Foto: SL

Ein echter Geheimtipp wurden die Gigs von “irgendwiehörbar”. Das Oldesloer Akustiktrio gab auf dem Mühlradplatz an einem eigenen gemütlichen Spielort insgesamt acht Konzerte. “So etwas hat es auf einem Stadtfest hier auch noch nicht gegeben und die Resonanz war wirklich sehr gut. Wir schätzen die Band sehr und freuen uns, dass die Idee so gut aufgegangen ist”, so Niemeier. 

Auch Coverbandfreunde kamen mit den Scamps, Jumpseat oder auch Beathouse voll auf ihre Kosten und auf der Bestorbühne gab es am Sonnabend aufstrebende Bands aus der Hamburger Musikszene mit Nick March, Magnus Landsberg, Tim Jaacks, Elin Bell oder auch “Liza und Kay”. Die musikalische Qualität – ein Markenzeichen dieses Stadtfestes – war durchweg hoch. 

Sehr gut kamen auch die Vereinsmeile, zahlreiche Auftritte von Tanzschulen und Sportvereinen oder auch der Marching Band “Stormarn Magic” an. “Dank so viele Ehrenamtler mit unzähligen Aktionen war dieses Fest besonders. Ich freue mich sehr darüber, dass so viele Vereine mit an Bord waren”, so Tiedemann am Sonntagabend. “Man kann gar nicht alles aufzählen – das sprengt sonst jeden Rahmen”, führte sie fort. Ich fand es war ein sehr gelungenes Fest. Ich war begeistert und ich hoffe, dass der Weg so weitergegangen wird”, so Bürgermeister Jörg Lembke. Er hoffe auf eine Fortsetzung der Zusammenarbeit. 

Der lokale Charakter des Festes hatte offenbar auch Auswirkungen auf den Sicherheitsbereit. Für Rettungsdienst und Polizei gab es in diesem Jahr wenig zu tun. Die Leute haben aufeinander Acht gegeben und sich gegenseitig geholfen. Über Nationalitäten und politische Gesinnungen hinweg. Wie auf Festen mit Alkoholausschank üblich gab es immer wieder mal kleinere Streitereien. „Aber die Kontrahenten haben sich in den meisten Fällen schon versöhnt, bevor Sicherheitskräfte vor Ort waren“, sagt Niemeier. „Die wollten einfach keinen Platzverweis riskieren und lieber weiterfeiern“, weiß Tiedemann. Ein insgesamt so ruhiges Fest – aus Sicherheitssicht – haben Niemeier und Tiedemann nach eigener Aussage noch nicht erlebt.

Etwas anders stellte sich die Situation außerhalb des Stadtfestgebietes dar. Auf dem Kunstrasenplatz am Exer feierten hunderte Jugendliche und hinterließen dort Müll, Flaschen, Glasscherben. Der Platz musste daraufhin gesperrt werden und ist voraussichtlich über Wochen nicht bespielbar.

Großer Andrang beim “Rockcafe” auf dem Kulturhof
Foto: SL

„Es ist ein öffentlicher Platz und da müssen wir jetzt mit den Konsequenzen leben. Die Politik wollte ihn offen und wir hatten auch keinen Grund ihn räumen zu lassen. Sich auf einem öffentlichen Platz treffen ist nicht verboten.“, sagt Bürgermeister Jörg Lembke. Es sei in Ordnung, sich dort zu treffen aber mehrals schade, wenn der Müll nicht wieder mitgenommen werde.

Zum Vogelschießen (5. Juli) erwartet die Stadtverwaltung eine ähnliche Situation. Lembke: „Wir werden dann überlegen, dort temporär Mülleimer aufzustellen.“ Erst nach Vogelschießen soll der Kunstrasenplatz wieder intandgesetzt werden.

Da die Agentur einen gültigen Vertrag für die nächste Ausgabehat und das Fest ein voller Erfolg war, ist sich Tiedemann sicher, “soweit Patrick das nochmal mit mir aushält”, auch in zwei Jahren wieder mit einem lokalen Musikprogramm und zahlreichen Vereinsaufführungen punkten zu können. Bürgermeister Jörg Lembke bestärkte das Team darin, diesen Weg weiterzugehen. “Wir sind noch in der Entwicklung. Bad Oldesloe hat Potenzial, das hat sich wieder gezeigt. Unser Stadtfest kann sich aber noch weiterentwickeln. Ich sehe es auf dem Weg, aber noch nicht am Ziel. Doch schon jetzt stechen wir aus der Masse hervor und das erfreut uns umso mehr, wenn es durch den sehr guten Besuch gewürdigt wird”.

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Bad Oldesloe

Coronavirus: Inzidenz sinkt zum Ende der Woche auf 63

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Bad Oldesloe – Das Gesundheitsamt des Kreises Stormarn meldet seit gestern Nachmittag 23 Neuinfektionen (Stand: 07.05., 13:30 Uhr).

Ausgehend von der gestrigen Mitteilung der Landesmeldestelle zur offiziellen Gesamtzahl der klinisch bestätigten COVID-19-Fälle in Stormarn (6.659) ergibt sich, sofern die Landesmeldestelle im Laufe des Tages keine Veränderungen vornimmt, für heute eine neue Gesamtzahl der klinisch bestätigten COVID-19-Fälle von 6.682.

6.001 Personen gelten als genesen, 387 Personen sind aktuell infiziert. 294 Personen sind verstorben.

Ausgehend von der letzten Mitteilung der Landesmeldestelle zur 7-Tage-Inzidenz sind im Kreis Stormarn innerhalb der letzten sieben Tage 154 Neuinfektionen zu bestätigen.

Das entspricht einem Inzidenzwert von 63,1 Infektionen pro 100.000 Einwohner*innen.

Weiterhin hat der Kreis Stormarn seine Allgemeinverfügungen zur Festlegung der Bereiche, in denen der Ausschank und Verzehr von alkoholhaltigen Getränken untersagt und in denen das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung verpflichtend ist, bis einschließlich 16.05.2021 verlängert.

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Bad Oldesloe

Auch in Stormarn: Digitales Schülerticket OLAV kann jetzt online beantragt werden

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Hamburg/Bad Oldesloe – Nach fast einem Jahr intensiver Vorbereitung geht am 10. Mai 2021 das kreisübergreifende Online-Antragsverfahren für Schülerfahrkarten (OLAV) in den Kreisen Herzogtum Lauenburg, Segeberg und Stormarn online.

Symbolfoto: SL

Unter www.ticket-olav.de können die Fahrkarten für Kinder der Jahrgangsstufen 1 bis 10 beantragt werden. Die Metropolregion Hamburg unterstützt das Projekt.

Durch die kreisübergreifende Zusammenarbeit entstehen für die Kreise Synergieeffekte: Der Kreis Herzogtum Lauenburg kümmert sich zentral um etwa 22.000 Schülerinnen und Schüler aus allen drei Kreisen.

„Das neue Verfahren prüft bereits bei der Eingabe die Daten auf Plausibilität und spart so eine Menge Arbeit. Weil wir von der Idee und der Umsetzung überzeugt sind, haben wir auch anderen Kreisen angeboten, sich zu beteiligen. Ich freue mich, dass mit den Kreisen Segeberg und Stormarn zwei Kreise dazu gestoßen sind, mit denen wir auch bei anderen Projekten schon gut zusammenarbeiten“, erklärt Landrat Dr. Christoph Mager aus dem Kreis Herzogtum Lauenburg.

Die Planungen zum Projekt starteten im Kreis Herzogtum Lauenburg Anfang 2020, das bisherige Antragsverfahren war für viele Menschen zu umständlich.

Auch in den Kreisen Segeberg und Stormarn kam die Idee sofort gut an. Nach Zustimmung der zuständigen Schulträger, stiegen sie mit in das Projekt ein. Unterstützt wird das Projekt OLAV auch durch eine Förderung der Metropolregion Hamburg.

„Mein Dank gilt dem Kreis Herzogtum Lauenburg, der hier die Projektleitung übernommen hat“ so Stormarns Landrat Dr. Henning Görtz. „Wir haben hier für alle Beteiligten eine Win-Win-Situation geschaffen. Die Eltern haben nur einen Ansprechpartner, egal welche Schule oder Klassenstufe ihr Kind besucht. Das Antragsverfahren kann unbürokratisch online abgewickelt, Papier- und Portokosten gespart und so auch noch die Umwelt geschont werden.“

„Eine einfache Online-Antragstellung für die neuen E-Tickets für so vieler Schüler*innen zu schaffen – und das kreisübergreifend –, ist eine tolle Idee“, freut sich Segebergs Landrat Jan Peter Schröder. „Ich danke allen Beteiligten für die erfolgreiche und vertrauensvolle Kooperation bei der Umsetzung dieses großartigen Projektes: den Mitarbeiter*innen der Kreise, den Schulträger*innen und den Schulen. Mein herzlicher Dank gilt vor allem dem gesamten Team des federführenden Kreises Herzogtum Lauenburg, insbesondere dem Projektleiter Andrew Yomi für die unermüdliche Arbeit und die überaus konstruktive und fruchtbare Zusammenarbeit.“

Im Gegensatz zu den bisherigen Verfahren in den drei Kreisen ist das neue Antragssystem weitgehend automatisiert.

OLAV gibt schon bei der Eingabe der Daten Hinweise, ob eine Berechtigung für ein Schülerticket besteht und, ob ein Selbstzahleranteil anfällt. Auch Passbilder können direkt hochgeladen werden, so dass die Antragstellung in nur einem Schritt erledigt ist. Insgesamt ist das neue Design kundenfreundlicher, der Datenschutz wurde verbessert und eine Wissensdatenbank mit häufigen Fragen zur Schülerbeförderung hinterlegt.

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Bad Oldesloe

Bereits über 60.000 Corona-Impfungen in Stormarn

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Bad Oldesloe – Im Zeitraum vom 1. bis zum 30. April 2021 wurden in den drei Impfzentren im Kreis Stormarn insgesamt 33.278 Impfungen durchgeführt.

Datenabgleich durch Soldaten der Bundeswehr am Eingang des Impfzentrums in Bad Oldesloe

Davon entfallen 54,12 Prozent auf das Impfzentrum Bad Oldesloe, 22,98 Prozent auf Großhansdorf und 22,90 Prozent auf Reinbek.

In 86 Prozent der Fälle kam der Impfstoff von BioNTech und in 14 Prozent der Fälle der Impfstoff AstraZenica zum Einsatz.

Die Gesamtanzahl der durchgeführten Impfungen seit Öffnung des ersten Impfzentrums am 4. Januar 2021 beträgt somit 62.769.

Hierin nicht enthalten sind die Impfungen, welche durch die mobilen Teams und die Hausärzte vorgenommen wurden.

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