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Bad Oldesloe

Matthias Eicke: Dieser Oldesloer will Schlagerstar werden

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Matthias Eicke singt am Sonntag auf dem Stadtfest. Foto: Fischer

Bad Oldesloe – Matthias Eicke will Schlagerstar werden und ist auf dem besten Weg dahin: Der Oldesloer hatte in diesem Jahr bereits mehr als 60 Auftritte. Beim Stadtfest tritt der Musiker das erste mal in seiner Heimatstadt auf.

“Mein größter Traum ist von der Musik leben zu können – und ein Auftritt im Fernsehgarten”, sagt Eicke, dem seine Eltern geraten haben, “doch lieber etwas ordentliches zu arbeiten”. Wie kommt ein 28-Jähriger auf die Idee, professionell Romantik-Schlager zu singen? Angefangen hat alles mit ein bisschen Karaoke. Mit Freunden hat er häufig gesungen. Lange ohne den Gedanken, damit einmal sein Geld zu verdienen.

Dieses Ziel verfolgt der gebürtige Hamburger erst seit ein paar Jahren und steigt seitdem immer tiefer in die Pop- und Romantikschlager-Szene ein. Einfach sei der Weg in die Professionalisierung nicht, sagt Matthias Eicke: „Es ist eine enge Gemeinschaft und Newcomer haben es mit Schlagern noch schwerer, als in anderen Genres.“

Wohl auch ein Grund, warum Matthias Eicke seine Gesangskarriere erst verhältnismäßig spät startete. Nach der Schule lernte er zunächst einen „ordentlichen Beruf“ und arbeitete im Einzelhandel. Mittlerweile verdient der Wahl-Oldesloer einen Lebensunterhalt in eine Call-Center. Doch nur als Mittel zum Zweck. Zum Leben reichen die Gagen noch nicht.

„Es wäre toll, wenn ich irgendwann nur noch einen kleinen Nebenjob bräuchte“, sagt er. Dass das vielleicht doch nicht so ganz unrealistisch ist, glaubt Eicke seit 2016. Damals lernte er den bekannten deutschen Sänger, Liedtexter und Musikproduzenten Peter Sebastian kennen. Der nahm ihn unter seine Fittiche. Kurz darauf stand Eicke im Tonstudio und nahm seinen ersten Song auf: „Wovon träumst du denn“, ein Cover von Thomas Anders. 2017 folgte die zweite Single „Unstillbare Sehnsucht“, geschrieben von Jutta Staudenmeyer.

Als Matthias Eicke früher in Karaokebars Liedtexte vom Bildschirm ablas, waren die auch hin und wieder auf englisch. Jetzt singt er ausschließlich auf deutsch: „Das liegt mir einfach besser.“

Und der Fankreis um den Schlagerschänger wird immer größer. Innerhalb der vergangenen fünf Monate stand Eicke auf mehr als 60 verschiedenen Bühnen in ganz Deutschland und wird immer häufiger gebucht. Mitterweile erreichen ihn so viele Anfragen, dass er eigentlich einen Manager benötigt.

In seiner Heimatstadt war der Oldesloer bisher noch nicht zu hören. Der Auftritt auf dem Stadtfest (1. bis 3. Juni) ist eine Premiere. Gleich zwei Sets von jeweils 45 Minuten darf er am Sonntagabend um 20 Uhr auf der Hude-Bühne bespielen.

Infos zum Programm des Stadtfestes auf www.stadtfest-badoldesloe.de.

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Bad Oldesloe

Oldesloer Musikschule schafft neue Angebote für Kinder und Senioren

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Bad Oldesloe – Zum Jahreswechsel hat die Oldesloer Musikschule mehrere neue Ensembles gegründet, damit Schüler Routine am Instrument bekommen und erste Erfahrungen vor Publikum sammeln können.

Dozentin Susanne Pocs (von rechts) und Musikschulleiter Marian Henze mit dem neuen Kinder-Ensemble “La Mausica”

Das neue Kinder-Ensemble „La Mausica“ feierte bereits eine Premiere beim Weihnachtskonzert und wird auch künftig öffentlich auftreten.

„Ein Instrument lernen ist eine Sache, mit anderen zusammen spielen und dann auch noch auf einer Bühne eine ganz andere“, sagt Musikschulleiter Marian Henze. Vielen Kindern und auch Erwachsenen falle das schwer. „Aber es bringt sehr viel und ist gut für die Ausbildung des Gehörs, nicht nur für sich allein zu spielen“, so Henze. Unter professioneller Anleitung können Musikschüler in den schuleigenen Ensembles gemeinsam musizieren.

„La Mausica“ für Kinder im Alter von acht bis 14 Jahren probt dienstags alle zwei Wochen an Streich- und Blasinstrumenten.

Auch für Erwachsene und Senioren bietet die Musikschule ab diesem Jahr neue Kurse an, etwa das Blockflöten-Ensemble sowie einen Gruppenunterricht in Musiktheorie- und Gehörbildung (donnerstags 17.15 bis 18 Uhr, KuB).

Bei der musikalischen Erwachsenenbildung will Marian Henze in diesem Jahr eine weitere Lücke in der Musikschule füllen: „Wir wollen zunächst mit internen Fortbildungen in die musikalische Bildung von Menschen im Alter, also in die Musikgeragogik einsteigen, um dann Angebote daraus zu entwickeln.“

Derzeit unterrichten an der Oldesloer Musikschule rund 60 Dozenten. Die Schülerzahl beläuft sich inklusive externer Kooperationen mit Schulen wie „Klasse musiziert“ auf rund 2000.

Weil Auftritte wichtig sind, plant die Musikschule auch in diesem Jahr einen Wettbewerb. „Wir haben festgestellt, dass ein Tag nicht reicht und deswegen werden wir das Programm auf ein ganzes Wochenende ausweiten“, sagt Marian Henze. Beim Musikschulewettbewerb (16. und 17. Mai) können Schüler Stipendien und andere Preise gewinnen. Die Gewinner des vergangenen Jahres werden am 17. Januar, 18 Uhr, ein Konzert im Rathaussaal geben. Der Eintritt ist frei.

Längst setzt die Musikschule nicht mehr nur auf klassischen Musikunterricht und betrachtet auch andere Aspekte. Zum ersten Mal wird in diesem Jahr ein Kinder-Musical aufgeführt. In „Tuishi pamoja“ (19. und 21. Juni) erzählen 23 Kinder eine Geschichte über Vorurteile, Freundschaft und Toleranz. Marian Henze: „Unser Musical-Kurs hat etwas schleppend begonnen aber letztendlich gab es doch noch genug Anmeldungen.“

Erwachsene können bei der Schule für Ballett und Tanz unter anderem Unterricht in Ballett, Modern Dance und Jazz-Dance nehmen.

Das aktuelle Angebot der Oldesloer Musikschule liegt im Kultur- und Bildungszentrum aus und wurde gemeinsam mit dem Programm der Volkshochschule an die Haushalte in Bad Oldesloe und Reinfeld verteilt. Anmeldungen und Informationen zu den Kursen unter www.oldesloer-musikschule.de.

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Bad Oldesloe

Oldesloer Bündnis gegen Rechts unterstützt Verfolgte des Naziregimes

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Bad Oldesloe – Zur Stolpersteinverlegung in der Hindenburgstraße in Bad Oldesloe plant das Bündnis gegen Rechts eine Unterschriftenaktion, um die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN) zu unterstützen.

Foto: Axel Mauruszat/Wikipedia/CC (CC BY 2.0 DE)

Der Organisation, die sich mit der Aufarbeitung der Nazi-Diktatur in Deutschland beschäftigt, soll die Gemeinnützigkeit entzogen werden. Das Finanzamt für Körperschaften 1 des Landes Berlin hat diesen Entzug veranlasst.

Auf einer übergroßen  Postkarte sind Oldesloer Bürgerinnen und Bürger aufgefordert sich hier zu beteiligen und zu unterschreiben. Die Karte soll dem Bundesminister für Finanzen, Olaf Scholz, übergeben werden.

„Die nun in ihrer Existenz akut bedrohte VVN-BdA ist ein überparteilicher, unabhängiger Zusammenschluss von Antifaschisten aller Generationen“, sagt Hartmut Jokisch,

Vorsitzender des Freundeskreis Beer Yaacov/Jifna und Mitglied im Bündnis gegen Rechts. Sie sei die älteste und größte Antifa-Organisation in der Bundesrepublik Deutschland.

Die VVN wurde 1947 von Verfolgten des Naziregimes , meist antifaschistische Widerstandskämpferinnen und –kämpfer gegründet.

Die Ehrenvorsitzende der VVN-BdA ist Esther Bejarano. Sie schrieb in einem offenen Brief an Olaf Scholz: „Das Haus brennt – und Sie sperren die Feuerwehr aus!“

Holocaust-Gedenken am Stolperstein

Vor genau 75 Jahren am 27. Januar wurden die noch lebenden Insassen des KZs Auschwitz von der Roten Armee befreit.

Das Grauen aus Fronarbeit, Gaskammern und Krematorien, die industrielle Vernichtung von Millionen Menschen, wurden erst dadurch der Weltöffentlichkeit bekannt. Dieser Tag ist der Internationale Holocaust Gedenktag.
Der Verein Freundeskreis Beer Yaacov/Jifna bittet deshalb am Stolperstein in der Hindenburgstraße 49 an diesem Tag um 12 Uhr kurz innezuhalten und den Opfern des Nazi-Regimes zu gedenken.

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Bad Oldesloe

Immobilie gekauft: Mehr Platz für die Oldesloer Verwaltung

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Mühlenstraße 21 in Bad Oldesloe Foto: SL

Bad Oldesloe – Die Gerüchten kursierten schon länger, mittlerweile ist es nun bestätigt: die Stadt Bad Oldesloe hat das Gebäude in der Mühlenstraße 21 erworben, das direkt neben dem Bürgerhaus liegt.

In dem Gebäude war bis Herbst 2019 das “Stormarner Tageblatt” beheimatet, das einige Häuser weiter in moderne Büroräume umgezogen ist. Die historische Immobilie in der Mühlenstraße 21 stand seitdem leer.

Die Stadt reagiert damit auf den Mangel an Büroräumen für die Verwaltung, der immer wieder erwähnt wird. Im vergangenen Jahr wollte Bürgermeister Jörg Lembke bereits die Räume im Obergeschoss des Bürgerhaus in Büros umwandeln lassen. Die Politik entsprach diesem Wunsch aber nicht, weil dort Vereine und andere Ehrenamtler ihre Arbeit machen.

Welche Abteilungen in die neue Immobilie umziehen, steht derweil noch nicht fest.

Im aktuellen Haushalt sind insgesamt über 6,5 Millionen Euro für den Ankauf von Immobilien und Grundstücken eingestellt. Ob auch das leerstehende ehemalige Nickel-Gebäude in der Lübecker Straße dabei sein wird, wie es schon länger ebenfalls in Gerüchten heißt, wollte die Stadtverwaltung nicht kommentieren.

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