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Politik und Gesellschaft

Über Gleichstellung diskutiert: Treffen mit isländischer Ministerpräsidentin

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Cornelia Möhring (MdB Die Linken), Katrin Jakobsóttir (Premierministerin) und Ulle Schauws (MdB Bündnis 90/Die Grünen). Foto: Die Linke

Reykjavík – Cornelia Möhring, schleswig-holsteinische Bundestagsabgeordnete, stellvertretende Fraktionsvorsitzende und frauenpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, hat sich am heutigen Donnerstag mit der Premierministerin von Island, Katrín Jakobsdóttir, getroffen. Sie wurde von Ulle Schauws (Bündnis 90/Die Grünen) begleitet. 

Es war das erste Zusammentreffen zwischen deutschen Politikerinnen mit der isländischen Premierministerin seit deren Treffen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel in Berlin im März 2018. Anlass der Reise ist, sich ein eigenes Bild über die dortige Gleichstellung und das Thema Gewalt an Frauen zu machen.

Island will in vier Jahren Lohnlücke schließend

„Obwohl in Island die Gleichstellung am weitesten voran geschritten ist, bestehen auch hier immer noch Einkommensunterschiede zwischen Männern und Frauen. Doch wahrscheinlich nicht mehr lange. Denn das isländische Gesetz zur Entgeltgerechtigkeit hat das Ziel, bis 2022 die Lohnlücke zu schließen. Es könnte ein Vorbild für Deutschland sein. Wir brauchen ebenfalls endlich konsequente gesetzliche Regelungen, um die gravierende Lohnlücke von 21 Prozent zu schließen. Ein bisschen Entgelttransparenzgesetz reicht dafür nicht.“, sagt Cornelia Möhring. 

Island hatte Anfang des Jahres als erstes Land der Welt ein Gesetz zur Entgeltgerechtigkeit zwischen Männern und Frauen eingeführt, das private und staatliche Unternehmen ab 25 Beschäftigten dazu verpflichtet, alle drei Jahre eine Zertifizierung über die Gleichbezahlung von Männern und Frauen zu erlangen. Unternehmen, die das nicht vorweisen können, müssen bis zu 400 Euro pro Tag Geldbuße zahlen.

“Von so viel Engagement gegen Gewalt an Frauen können wir in Deutschland nur träumen”

„Auch bei der Gewaltprävention schreitet Island vorbildlich voran. Die Umsetzung der von Island unterzeichneten Istanbul-Konvention hat die Premierministerin zur Chefinnensache gemacht und eine bei ihr angesiedelte Arbeitsgruppe eingerichtet. Von so viel Engagement gegen Gewalt an Frauen können wir in Deutschland nur träumen“, sagt Cornelia Möhring über das Gespräch mit Jakobsdóttir. „Auch in Island ist Gewalt an Frauen ein großes Problem. Fast jede zweite Frau hat schon mindestens einmal in ihrem Leben Gewalt durch einen Mann erlebt.“

Island hat die so genannte Istanbul-Konvention in diesem Jahr ratifiziert. Das „Übereinkommen des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt“ ist ein rechtlich bindendes Menschenrechtsinstrument, das die Vertragsstaaten verpflichtet, zahlreiche Maßnahmen zur Bekämpfung und zum Schutz von Frauen vor Gewalt umzusetzen. In Deutschland ist die Istanbul-Konvention ebenfalls in 2018 in Kraft getreten.

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Berlin

Stormarner Bundestagsabgeordneter engagiert sich für Fahrradcodierung

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Gero Storjohann (CDU) gemeinsam mit seiner Kollegin aus dem Parlamentskreis Fahrrad Tabea Rößner (Bündnis 90/Die Grünen) Foto: Büro Storjohann/CDU/hfr

Bad Oldesloe/Berlin – Am Bundestag in Berlin fand die vom Vorsitzenden des „Parlamentskreises Fahrrad“, dem Stormarner Bundestagsabgeordneten Gero Storjohann (CDU), initiierte Fahrradkennzeichnungsaktion statt.

Die vom Parlamentskreis Fahrrad in seiner ersten Sitzung angeregte Codierungs-Aktion wurde gemeinsam mit der Polizei des Deutschen Bundestages durchgeführt

Nach vorheriger Anmeldung konnten Mitarbeiter und Abgeordnete ihre Fahrräder codieren lassen. Insgesamt wurden dabei knapp 70 Fahrräder gekennzeichnet und so gegen Diebstahl gesichert.

Dies geschieht durch einen Aufkleber, der witterungsbeständig und vom Material her derart gestaltet ist, dass ein einfaches Ablösen nicht möglich ist.

Auf den Aufkleber wird ein individueller Code gedruckt, der – je nach Bundesland etwas anders verschlüsselt – die Daten des Besitzers enthält. Eine Gravur direkt in den Rahmen wird wegen Stabilitätsbedenken inzwischen nicht mehr durchgeführt.

Die nach einer Einverständniserklärung erhobenen Daten vom Fahrrad und dessen Halter werden der Polizei übermittelt und dort gespeichert. Sollte das Rad verloren gehen oder durch eine Straftat abhandenkommen, kann es bei Auffinden leicht zugeordnet werden.

Gleichzeitig ergeht mit dem Aufkleber ein deutliches Signal an Diebe: „Dieses Rad ist gekennzeichnet und registriert!“

Gero Storjohann äußerte sich dazu: „Diese Aktion war ein voller Erfolg und wir werden sie sicherlich wiederholen. Das Kennzeichnen der Fahrräder ist ein wichtiger Schritt für die Sicherheit der Fahrradfahrer. Fahrrad-Diebstahl stellt gerade in Metropol-Regionen wie Berlin immer noch ein großes Problem dar.“

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Bad Oldesloe

Oldesloer Spendenparlament verteilt über 5800 Euro

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Foto: Spendenparlament Bad Oldesloe /hfr

Bad Oldesloe – Im Garten des Kinderhauses „Blauer Elefant“ in Bad Oldesloe fand die erste Scheckübergabe des Oldesloer Spendenparlament e.V. in diesem Jahr statt.

Zweimal jährlich tritt das Spendenparlament in seinen Parlamentssitzungen zusammen, um über Anträge zur Bezuschussung sozialer Projekte abzustimmen. Jedes Mitglied des Spendenparlaments entscheidet mit seiner Stimme über die Verwendung der gesammelten Gelder.

Diesmal wurden die Teilnahme der Stadtschule an der Zirkuswoche des Zirkus Ubuntu ebenso bezuschusst wie das Selbstbehauptungsprojekt der Klaus-Groth-Schule. SchanZe e.V. möchte mit Unterstützung des Spendenparlaments eine Leseecke im Nachbarschaftstreff aufbauen und die Gemeinschaftsunterkunft der Johanniter in der Kastanienallee erhält einen Zuschuss zum Mutter-Kind-Frühstück. Das Kinderhaus „Blauer Elefant“ kann mit seinem Zuschuss neue Sport- und Spielgeräte beschaffen.

Insgesamt wurden über 5800 Euro ausgeschüttet.

Allen Spendenempfängern war die Freude über die Zuschüsse des Spendenparlaments, vertreten durch die 1. Vorsitzende Gudrun Möllnitz (rechts im Bild), der Schatzmeisterin Monika Hentschel (3. von links) und dem Mitglied der Finanzkommission Peter Kuhlen (links im Bild), anzusehen.

Wer sich über die Arbeit des Spendenparlaments informieren möchte oder an einer Unterstützung oder sogar an einer aktiven Mitarbeit interessiert ist, erreicht das Spendenparlament unter vorstand@spendenparlament.de oder über die genannten Vertreter.

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Bad Oldesloe

Special Olympics-Spende für die Stormarner Werkstätten

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Foto: Special-Olympics Deutschland in Schleswig-Holstein e.V/hfr

Bad Oldesloe – Die von den schleswig-holsteinischen Sparkassen für die Special Olympics Deutschland in Kiel 2018 zur Verfügung gestellten Sport-und Ausstattungsmaterialien wurden in diesen Wochen an Einrichtungen und Vereine zur Nachnutzung übergeben.

Matthias Knull konnte, vertretend für die Sparkasse Holstein, in Stormarn Sportmaterialien und Zubehör wie Fußbälle, ein Whiteboard und Anzeigetafeln für Tischtenniswettkämpfe an die Stormarner Werkstätten überreichen

„Die Förderung der Inklusion in allen gesellschaftlichen Bereichen ist den Spar-kassen ein besonderes Anliegen“, so Knull . „Neben der Unterstützung der Nationalen Spiele in Kiel im vergangenen Jahr setzen wir uns insbesondere für die Entwicklung und Förderung eines nachhaltigen Angebots im Bereich Sport und Inklusion in Schleswig-Holstein ein. Die Sportmaterialien, die wir übergeben haben, sind für das Training im Alltag gedacht und kommen damit direkt den Athletinnen und Athleten zugute“.

Große Freude herrschte bei den Stormarner Werkstätten. „Die Anzeigetafeln können wir gut für unser Kickerturnier in der Werkstatt verwenden. Das wird immer vom Werkstattrat organisiert und erleichtert uns so das Zählen. Weiter finde ich es gut, wenn wir durch die Spende die Möglichkeit haben, unseren Sportbereich in der Werkstatt mit Material zu unterstützen, weil uns allen der Sport in der Werkstatt sehr wichtig ist“, so Sonda Zghal, Sportlerin der Stormarner Werkstätten.

Die Übergabe erfolgte ein Jahr nach den Nationalen Spielen, die immer noch in Erinnerung sind.

„Wir hatten mit den Special Olympics Kiel 2018 von Beginn an gemeinsam mit Special Olympics Deutschland und unseren Partnern auch das Ziel, die Bedingungen für inklusives Sporttreiben in Kiel und Schleswig-Holstein nachhaltig zu verbessern“, sagt Dieter Lutz von Special Olympics Schleswig-Holstein.

Die Special Olympics Kiel 2018, die Nationalen Spiele für Menschen mit geistiger und mehrfacher Behinderung, fanden im Mai 2018 statt. Sie gingen als begeisternde Sportspiele mit großer öffentlicher Ausstrahlung und gelebter Gemeinsamkeit von Menschen mit und ohne geistige Behinderung in die 20-jährige Geschichte Nationaler Spiele von Special Olympics Deutschland (SOD) ein.

Fünf Tage lang bestritten die 4.600 Athletinnen, Athleten und Unified Partner in 19 Sportarten ihre Wettbewerbe und mit ihrer Lebensfreude, ihren sportlichen Leistungen und der mitreißenden Stim-mung die Atmosphäre an der Förde geprägt.

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