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Schleswig-Holstein

Flensburg: Polizistin (22) erschießt Messerstecher im Zug

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Polizeiabsperrung (Symbolbild). Foto: Stormarnlive.de

Flensburg – Dramatische Szene in einem Zug auf der Fahrt nach Flensburg.

Am Mittwochabend (30.05.18) gegen 19:00 Uhr kam es bei der Einfahrt eines Zuges in den Flensburger Bahnhof zu einem Vorfall, bei dem ein 24-jähriger Mann getötet wurde. Eine 22-jährige Polizeibeamtin aus Bremen und ein 35-jähriger Mann aus Köln wurden verletzt.

“Nach ersten Erkenntnissen ist es in dem Zugabteil zu einer Auseinandersetzung gekommen, in deren Verlauf der 24-jährige Mann mit einem Messer auf die Polizeibeamtin und den weiteren Fahrgast eingestochen haben soll. Beide wurden schwer verletzt, Lebensgefahr besteht nicht”, so Polizeisprecher Christian Kartheus

“Die Beamtin war als Mitreisende im Zug unterwegs, und trug ihre Uniform und Einsatzausrüstung. Nach derzeitigem Sachstand kam es durch die Beamtin zum Schusswaffengebrauch, infolgedessen der mutmaßliche Angreifer verstarb. Bei dem Mann handelt es sich nach ersten Erkenntnissen um einen Asylbewerber aus Afrika, der in Nordrhein-Westfalen wohnen und eine befristete Aufenthaltserlaubnis für Deutschland haben soll. Die genaue Identität kann erst im Laufe der am Donnerstag stattfindenden Obduktion geklärt werden”, heißt es in dem Polizeibericht zu dem Vorfall weiter.

“Hinweise auf einen terroristischen oder politischen Hintergrund konnten nach ersten Ermittlungen nicht erlangt werden. Die Hintergründe zum genauen Geschehensablauf sind nach wie vor unklar”, so Kartheus.

Bundesinnenminister Horst Seehofer zeigte sich “tief bestürzt” über die Tat, sagte dem Land Schleswig-Holstein jede benötigte Hilfe bei der Aufklärung zu. Er hoffe, dass die Verltetzten sich schnell von ihren Verwundungen erholen und komplett genesen.

Mitreisende des Zuges (Intercity “2406” von Köln nach Flensburg), die noch nicht von der Polizei registriert wurden und Angaben zum Hergang des Geschehens oder zum Verhalten des mutmaßlichen Angreifers während der Zugfahrt machen können, werden gebeten, sich mit dem Kommissariat 1 der Bezirkskriminalinspektion Flensburg unter der Telefonnummer: 0461 – 484 0 in Verbindung zu setzen.

 

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Schleswig-Holstein

Ausbildung abgeschlossen: Rettungsdienst begrüßt neue Sanitäter

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Heide – Seit 2014 gibt es das Notfallsanitätergesetz, das die Qualifizierung des Rettungsfachpersonals regelt. Die Rettungsdienst-Kooperation in Schleswig-Holstein (RKiSH) gGmbH bildet seitdem nach den neuen Vorgaben aus und konnte jetzt den bereits vierten Jahrgang an der eigenen Akademie in Heide aus der Ausbildung entlassen.

Schon im September folgt das nächste Examen des zweiten Kurses aus dem Jahr 2016.

Auch die Kollegen aus dem Kreis Segeberg haben ihre Ausbildung beendet und werden jetzt hauptamtlich in dem Einsatzdienst eingesetzt.

Allen Absolventen wurde ein Arbeitsplatz angeboten.

“Herzlich willkommen, liebe Kolleginnen und Kollegen, im schönsten Beruf des deutschen Gesundheitswesens.” Mit diesen Worten begrüßte Jan Osnabrügge, stellvertretender Geschäftsführer der RKiSH, 16 neue Notfallsanitäter aus dem aktuellen Examen an der RKiSH-Akademie und übergab den Fachkräften ihre Urkunden.

Auch im Kreis Segeberg haben die Auszubildenden des aktuellen Jahrgangs ihre Prüfungen bestanden. Durch die Integration des Rettungsdienstes im Kreis Segeberg in die RKiSH wurden alle damaligen Auszubildenden übernommen und konnten ihre Lehre an den jeweiligen Bildungseinrichtungen fortsetzen.

Mehrere Tausend Stunden Ausbildung liegen hinter den Absolventen.

Der Kurs 08-2016 an der RKiSH-Akademie mit den Kursleitern Michael Sühlsen (1. von links), Gesche Klinck (1. von rechts) sowie dem stv. RKiSH-Geschäftsführer Jan Osnabrügge (2. von rechts)

Jeweils fast 2.000 Stunden wurden neben den über 700 Stunden klinischer Ausbildung an verschiedenen Berufsfachschulen in Heide, Hamburg und Lübeck sowie an einer der zahlreichen RKiSH-Rettungswachen geleistet. Sie erlernten in dieser Zeit alle notfallmedizinischen Fertigkeiten, um Patienten außerhalb eines Krankenhauses zu behandeln.

Das Ende der Ausbildung mündete im Staatsexamen, in dem in umfangreichen theoretischen und praktischen Prüfungen der Wissensstand getestet wurde. Das in der RKiSH 2016 eingeführte System des “Selbstorientierten Lernen” wurde erstmalig mit diesem Kurs der RKiSH-Akademie komplett durchgeführt.

RKiSH-Schulleiter Henning Sander ließ es sich nicht nehmen, den Absolventen aus seinem Urlaub per Videobotschaft zu gratulieren.

Die beiden Kursleiter Gesche Klinck und Michael Sühlsen bekundeten in ihrer Rede den Stolz über die erbrachten Leistungen und wünschten sich von den Absolventen für die Zukunft, dass aus ehemaligen Auszubildenden “motivierte Kollegen, die den Patienten im Fokus behalten” werden.

Die Praxisanleiter der Rettungswache Norderstedt fuhren mit ihren beiden ehemaligen Auszubildenden zur Akademie für Notfallmedizin nach Hamburg, um die Übergabe der Urkunden zum bestandenen Examen zu begleiten.

Die vier Absolventen der Wachen aus Kaltenkirchen, Henstedt-Ulzburg und Bad Segeberg wurden erfolgreich an der DRK-Rettungsdienstschule in Lübeck geprüft und haben im Beisein von Angehörigen, Dozenten und Kollegen ihre Notfallsanitäterurkunden erhalten.

Bereits am 1. August und am 1. Oktober 2019 beginnen die nächsten beiden Lehrgänge für die dreijährige Berufsausbildung an der RKiSH-Akademie.

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Schleswig-Holstein

Wacken: Gewohnt ruhiger Auftakt mit einigen Staus und wenigen Straftaten

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Foto: SL

Wacken – Seit dem gestrigen Abend sind alle Campingflächen rund um das Veranstaltungsgelände des W:O:A voll belegt, so dass bereits das Befüllen von Ausweichflächen begonnen hat.

Die Anreise verlief für die Metalheads nicht ganz so reibungslos wie zu Wochenbeginn – auf den nach Wacken führenden Straßen kam es zu einigen Staus, die mit erheblichen Wartezeiten verbunden waren.

“Die Zahl der Straftaten, die die Polizei bisher registriert hat, ist noch immer sehr gering. In der Nacht zu heute haben allerdings einige Geschädigte Diebstähle aus Zelten angezeigt”, so Polizeisprecherin Merle Neufeld.

Zumeist drangen die Täter -während die Anzeigenden schliefen- in ihre unverschlossenen Behausungen ein und entwendeten vielfach Bargeld, zum Teil mehrere hundert Euro.

In einem Fall nahmen sich die Diebe einen Autoschlüssel und stahlen aus dem dazugehörigen Fahrzeug einige Habseligkeiten des Besitzers. In diesem Zusammenhang rät die Polizei nochmals, die Zelte auch während der Schlafenszeit zu sichern und keine größeren Geldbeträge in den Unterkünften zu verwahren.

Gegen Mitternacht ereignete sich auf einer der Campingflächen eine Körperverletzung. Eine 26-jährige Britin gab an, von einer ihr unbekannten männlichen Person angegangen worden zu sein. Dabei hat sich die Dame sichtbare Kratzwunden am Arm und an der Hand zugezogen. Hinweise auf den Täter konnte die Frau nicht geben, die Beamten fertigten eine Strafanzeige.

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Schleswig-Holstein

Polizei kontrolliert Busse und Trucks im ganzen Land: 146 Fahrzeuge beanstandet

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Autobahnpolizei kontrolliert einen Lastwagen (Symbolbild). Foto: Stormarnlive.de

Schleswig-Holstein – Eine Woche lang liefen in Schleswig-Holstein verstärkte Kontrollen des gewerblichen Güter- und Personenverkehrs. Erfahrungsgemäß bildet die Überprüfung des Güterverkehrs den Schwerpunkt der Maßnahmen.

468 Fahrzeuge sind dieses Mal kontrolliert worden, dabei wurden 146 Fahrzeuge beanstandet.

Der bisherige Trend der konstant hohen Beanstandungsquote von mehr als 40 % hat sich dieses Mal nicht bestätigt. Im Vergleich zur letzten Kontrollaktion im Mai ist die Beanstandungsquote von 48 % auf 31,2 % gesunken.

Schwerpunkt waren erneut Verstöße gegen die Lenk- und Ruhezeiten. In 201 Fällen wurden zu lange Lenkzeiten, zu kurze Pausen oder auch fehlende Aufzeichnungen über die Lenk- und Ruhezeiten der Fahrer festgestellt.

Weiterer Schwerpunkt waren Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung, also zum Beispiel zu schnelles Fahren und Ladungsverstöße, also Überladung der Fahrzeuge und mangelnde Ladungssicherung.

Insgesamt untersagten die Einsatzkräfte 52 Fahrzeugführern die Weiterfahrt.

Aus Sicht der Polizei sind Kosten- und Konkurrenzdruck im Transportgewerbe ein Hauptgrund für viele Verstöße: “Wer sein Fahrzeug überlädt oder zu lange am Steuer sitzt, verschafft sich Wettbewerbsvorteile. Diese gehen aber auf Kosten der Verkehrssicherheit und natürlich auch der betroffenen Fahrer”, so Dennis Schneider, Pressesprecher im Landespolizeiamt.

LKW-Unfälle haben oftmals besonders schwere Unfallfolgen für andere Verkehrsteilnehmer.

Hauptunfallursachen auf den Autobahnen sind Geschwindigkeitsüberschreitungen, mangelnde Ladungssicherung, unzureichender Abstand, Fehler beim Überholen und Übermüdung. Übermüdete Fahrer und technisch nicht einwandfreie Fahrzeuge stellen eine große Gefahr für alle Verkehrsteilnehmer dar.

Darum sei es wichtig, durch möglichst häufige intensive Kontrollen die anderen Verkehrsteilnehmer vor schweren Unfallfolgen insbesondere auf Bundesautobahnen zu bewahren.

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