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Bad Oldesloe

Historische Stadtführung: Badomat zeigt „Tod in der Trave“ ein weiteres Mal

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Der Stadtdiener Carl Friedrich Steinfeld führt durch die Stadt. Foto: Fischer

Bad Oldesloe – Eine Kriminalgeschichte vor historischem Hintergrund: Bei der neuen Stadtführung „Tod in der Trave“ inszenieren die Schauspieler von Bad Oldesloe macht Theater (Badomat) einen Mord an einem Müller. Die Resonanz ist sehr gut. Wegen der hohen Nachfrage gibt es jetzt sogar noch eine zusätzliche Vorstellung am 27. Mai um 19.30 Uhr.

Das Theaterstück führt dabei an verschiedene Orte in der Innenstadt. „Es gibt fünf Szenen, die an unterschiedlichen Plätzen spielen“, sagt Ilona Rehme von Badomat. Dadurch unterscheide sich diese historische Stadtführung von den vorigen.

Die Gründung Oldesloes am Zusammenfluss von Trave und Beste ist dem Wasser geschuldet. Damit eröffnete sich für die sich dort ansiedelnden Menschen die Möglichkeit zum Handel und zur ökonomischen Entwicklung. Deshalb hat der Verein sich dazu entschieden das Stück an Plätzen Bad Oldesloes spielen zu lassen, die in einem Bezug zu seinen Flüssen stehen.

Rund 25 Schauspieler gehören zum Badomat-Ensemble. Foto: Fischer

Bei der Stadtführung geht es jedoch nicht nur um die Vermittlung historischer Fakten. Das Theaterstück nimmt Bezug auf viele wahre Begebenheiten aus dem 18. Jahrhundert, behält sich aber gleichzeitig viele Freiräume vor. So kommt es auch zu einem Mord, der während der Führung vom Bürgermeister aufgeklärt werden muss.

Umgebracht wurde ein Trittauer Müller, der in Bad Oldesloe eine Wassermühle betrieben hat. Durch das Aufstauen des Travewassers wurde vielen anderen Oldesloern die Lebensgrundlage genommen. „Die Trave war früher für viele Handwerksberufe sehr wichtig“, sagt Antonia Fehrenbach, die für Badomat die Krimigeschichte geschrieben hat. Das habe tatsächlich für Spannungen gesorgt. „Der Mord allerdings ist frei erfunden“, sagt Fehrenbach.

Mindestens 25 weitere Mitwirkende stellen verschiedenste Mitbürger und Berufsstände „an und auf dem Wasser“, des 18. Jahrhunderts dar. Ihr Miteinander und ihre Konflikte führen Zuschauer auf eine Zeitreise und lassen die Stadt mit völlig anderen Augen sehen.

Am 26. und 27. Mai erfahren Zuschauer durch die Schicksale facettenreicher Figuren etwas über deren Zeit – das späte 18. Jahrhundert in Bad Oldesloe.

Es sind mittlerweile fünf Stadtfürhungen angesetzt, von denen viere bereits ausverkauft sind. Tickets gibt es nur noch für die Zusatzaufführung 27. Mai um 19.30 Uhr. Karten und weitere Informationen gibt es unter anderem in der Stadtinfo (04531/504-199) und unter www.badomat.net

Bad Oldesloe

Angst vor Amokläufen: TMS-Eltern fordern Alarmsystem

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Polizeieinsatz an der TMS in Bad Oldesloe

Bad Oldesloe – Zum Schutz vor möglichen Amokläufen soll das Oldesloer Schulzentrum ein Alarmsystem bekommen.

Auslöser für die Planungen ist ein Amokalarm an der Theodor-Mommsen-Schule (TMS), der vor einigen Monaten einen Polizeieinsatz auslöste. Immer wieder kommt es auch an Stormarner Schulen zu Drohungen, die sich bisher aber immer als gegenstandslos herausstellten.

Dennoch vergrößert sich unter Eltern scheinbar die Sorge, dass es irgendwann doch zu einem Ernstfall kommen könnte. „Die Eltern wünschen ein Alarmsystem“, sagte Bürgeramtsleiter Thomas Sobczak im städtischen Bildungs-, Sozial- und Kulturausschuss. Das habe ein Treffen mit dem Schulelternbeirat der TMS ergeben.

„Wir werden mit dem Thema nach der Sommerpause in die Politik gehen“

Am 4. Juli wird eine Firma der Stadtverwaltung zwei Alarmsysteme vorstellen. Umfang und Kosten sind noch nicht bekannt. „Wir werden mit dem Thema nach der Sommerpause in die Politik gehen“ , sagte Sobczak. Der Sicherheitswunsch der Eltern wird auch bauliche Maßnahmen nach sich ziehen. In den Sommerferien sollen zunächst feste Türknäufe nachgerüstet werden, damit ein Amokläufer im Ernstfall nicht mehr ohne weiteres in die Klassenräume gelangen kann. Nach dem Schulzentrum mit Ida-Ehre-, Theodor-Mommesen- und Theodor-Storm-Schule könnten auch an anderen Schulen Vorkehrungen getroffen werden.

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Bad Oldesloe

Erle-Abenteuerspielplatz: Stadt soll sich mit Verein einigen

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Viel Besucher beim Bildungs-, Sozial- und Kulturausschuss. Foto: Fischer

Bad Oldesloe – Der Oldesloer Abenteuerspielplatz Erle bekommt zunächst keine höhere Förderung. Stattdessen soll es einen Kompromiss geben. Das hat der städtische Bildungs-, Sozial- und Kulturausschuss beschlossen. Der Erle-Verein, der das naturnahe Betreuungsprojekt vor drei Jahren gründete, hatte eine Erhöhung der städtischen Förderung von 36.000 auf 88.000 Euro für hauptamtliche Betreuer beantragt.

Im nächsten Jahr läuft die Anschubfinanzierung durch den Projektförderer Holsteins Herz wie berichtet aus. Dadurch ist die Grundfinanzierung des Abenteuerspielplatz in Gefahr.

„Wir müssen einen Mittelweg finden“

„Wir wollen auf keinen Fall, dass das Engagement und die bereits investierten 100.000 Euro verloren gehen aber wir müssen einen Mittelweg finden“, sagte Hajo Krage (SPD).

Sollte die Stadt die Zuschüsse für den Erle-Verein aber mehr als verdoppeln, könnten sich andere Vereine benachteiligt fühlen. Auf SPD-Antrag einigte sich der Ausschuss darauf, dass Verein und Stadt gemeinsam eine Lösung suchen sollen, „die deutlich günstiger ist, als die beantragte Summe.“ Das Ergebnis wird nach den Sommerferien erneut im Ausschuss beraten.

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Bad Oldesloe

Kinderschutzbund wirbt verstärkt für ehrenamtliche Unterstützung

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Birgitt Zabel, 1. Vorsitzende des Kinderschutzbundes im Kreis Stormarn. Foto: hfr

Bad Oldesloe – Die anonyme Beratung von Kindern am Kinder- und Jugendtelefon, die Begleitung von Kindern beim Umgang mit einem Elternteil oder die Betreuung der Kinder-Kleider-Kammer – für all diese Angebote des Kinderschutzbundes im Kreis Stormarn ist die Arbeit von ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern unabdingbar.

In seinem Jahresbericht 2017, der gerade veröffentlicht wurde, weist der Kinderschutzbund darauf hin, wie wichtig die ehrenamtliche Arbeit für Kinder und ihre Familien ist. Birgitt Zabel, erste Vorsitzende des Deutschen Kinderschutzbundes im Kreisverband Stormarn wird ganz deutlich: „Ohne die Unterstützung engagierter Bürgerinnen und Bürger könnten wir viele Angebote nicht aufrechterhalten, was zu einer Verarmung des lokalen Hilfesystems führen würde. Eltern und Kinder hätten es dann sehr viel schwerer, mit problematischen Situationen fertig zu werden als dies heute der Fall ist.“

Daher wirbt der Kinderschutzbund für eine Mitarbeit z. B. in den Kinderhäusern Blauer Elefant mit einem durchdachten Qualifizierungskonzept. Für den Einsatz als Telefonberater zum Beispiel durchlaufen Interessenten eine 70-stündige Ausbildung, um mit den zum Teil herausfordernden Situationen am Telefon gut umgehen zu können. Viele Mitarbeiter schätzen diese Ausbildung sehr, da diese auch für ihre Persönlichkeitsentwicklung wertvoll ist.

Gerade die Arbeit am Beratungstelefon spielt für den Kinderschutzbund eine ganz wichtige Rolle. Kinder und Jugendliche müssen in Notsituationen schnell einen Ansprechpartner finden, der ihnen weiterhelfen kann. Und selbst wenn es um ein Problem geht, das Eltern vielleicht nicht so gravierend finden, kann es doch für das Kind unlösbar erscheinen. Und dann ist es gut, wenn Kinder mit jemandem sprechen können, der zuhört, das Problem ernst nimmt und dann hilft, eine Lösung oder einen Weg zu finden.

Es gibt noch viele weitere Möglichkeiten, sich im Kinderschutzbund ehrenamtlich zu betätigen: neben dem Kinder- und Jugendtelefon gibt es auch das Elterntelefon, bei dem Eltern mit ihren Sorgen und Nöten anrufen können. Des Weiteren gibt es Familienpatinnen, die Familien in herausfordernden Situationen zu Hause im Alltag unterstützen. Andere Ehrenamtliche betreuen die Kinder-Kleider-Kammern und den Spielzeugmarkt, auf denen Sachen gegen eine kleine Spende abgegeben werden.

Wer sich für ein Ehrenamt im Kinderschutzbund interessiert, kann sich auch auf Youtube Ehrenamtswerbefilme des Deutschen Kinderschutzbundes, Landesverband Schleswig-Holstein ansehen. Einer davon ist im Blauen Elefanten Ahrensburg gedreht worden. Weitere Videos zum Thema Ehrenamt unter youtube: Stichwort Kinderschutzbund Schleswig-Holstein.

Weitere Informationen für interessierte Bürgerinnen und Bürger die sich im Kinderschutzbund engagieren wollen, gibt es direkt in den Kinderhäusern Blauer Elefant in Ahrensburg (04102-455 809), Bad Oldesloe (04531-78 14) und Bargteheide (04532-51 70).

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