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Schleswig-Holstein

Großflächiger Stromausfall: Stormarn richtete mobile Einsatzzentrale ein

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Stromausfall: Der Kreis Stormarn hat am Mittwoch eine mobile Einsatzzentrale am Verwaltungsgebäude eingerichtet

Lübeck/Bad Oldesloe – Im Südosten von Schleswig-Holstein ist es heute um 12.20 zu einem Stromausfall gekommen, von dem vor allem die Hansestadt Lübeck betroffen ist.

Bis zum späten Nachmittag konnten die Störungen im Stromnetz behoben werden.

Auch in den umliegenden Kreisen fiel zum Teil der Strom aus. Auch der Bahnverkehr war betroffen. In Bargteheide fielen erneut auf mehreren Kreuzungen die Ampeln aus.

In Lübeck wurden in der Innenstadt Kaufhäuser und Geschäfte geräumt. Im Mobilfunknetz kam es zu Überlastungen.

Mobile Einsatzzentrale beim Kreis Stormarn eingerichtet

Die TEL vor dem Gebäude der Kreisverwaltung
Foto: SL

Weil der Kreis Stormarn durch den Stromausfall in Teilen Schleswig-Holsteins einen Zusammenbruch der Funk-Kommunikation befürchtete, wurde am Mittwochnachmittag vor der Kreisverwaltung eine mobile Einsatzzentrale eingerichtet.

Die Freiwilligen Feuerwehren im Kreis wurden aufgefordert präventiv für den Ernstfall ihre Wachen zu besetzen.

“Sollte der Funk ausfallen, könnten Einsatzkräfte vom Rettungsdienst und der Feuerwehr im Ernstfall nicht mehr untereinander kommunizieren”, sagte Landrat Henning Görtz. Daher sei eine mobile Einsatzzentrale eingerichtet worden, die in dem Fall die Koordination hätte übernehmen können. “Es war eine reine Vorsichtsmaßnahme.”

THW setzte mobile Netzersatzanlagen ein

Bis zum frühen Abend unterstützte das THW in Lübeck mit zwei Bergungsgruppen. Die Einheiten sind mit mobilen Stromerzeugern ausgestattet. Zudem wurden zwei leistungsstarke mobile Netzersatzanlagen aus den THW-Ortsverbänden Lauenburg und Hamburg-Bergedorf nach Lübeck entsandt, um bei Bedarf öffentliche Einrichtungen mit Strom zu versorgen.

Aus den THW-Ortsverbänden Mölln, Bad Oldesloe und Eutin wurden ebenfalls THW-Spezialisten als Fachberater und Verbindungspersonen in die Feuerwehr-Führungsstäbe der Kreise Herzogtum-Lauenburg, Stormarn und Ostholstein entsandt.

Ursache des Ausfalls ist nach jetzigem Kenntnisstand eine Fehlschaltung der Stadtwerke Lübeck, durch die eine Sammelschiene im Umspannwerk beschädigt wurde.

Diese Beschädigung hatte wiederum einen Spannungseinbruch im 110.000-Volt-Netz der Schleswig-Holstein Netz AG zur Folge, von dem die anliegenden Kreise betroffen waren. Die Schleswig-Holstein Netz AG ist derzeit mit mehreren Dutzend Fachleuten im Einsatz, um die Versorgung wieder herzustellen.

“Am Mittwochnachmittag gegen 12.20 Uhr war das Netz der Schleswig-Holstein Netz AG in Teilen der Kreise Stormarn, Herzogtum Lauenburg, Plön und Ostholstein von kurzen Spannungsschwankungen betroffen. Diese führten zu kurzen Stromausfällen von wenigen Sekunden, flackernden Lampen oder auch Rechnern, die sich selbst abschalteten. Ursache der Spannungsschwankungen war ein technischer Schaden im Netzbereich der Stadtwerke Lübeck, durch den auch das Netz der Schleswig-Holstein Netz AG in Mitleidenschaft gezogen wurde”, teilte die Schleswig-Holstein Netz AG um 18 Uhr mit. 

 

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Schleswig-Holstein

LKA findet Waffenarsenal und Sprengstoff bei Hausdurchsuchungen

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Die beschlagnahmten Waffen und Munition. Fotos: LKA

Neumünster/Grevenkrug – Bei der Durchsuchung von zwei Objekten in Grevenkrug und Neumünster haben Ermittler des Landeskriminalamtes Schleswig-Holstein (LKA) am Mittwoch, 17. Oktober 2018, mehrere Waffen, Munition und Sprengstoff gefunden und sichergestellt.

Hintergrund der Durchsuchungen ist ein Ermittlungsverfahren der Waffendienststelle des LKA gegen einen 55-jährigen Mann aus Neumünster, der bereits in der Vergangenheit wegen unerlaubten Waffenbesitzes in Erscheinung getreten ist.

Im Verlauf der Durchsuchungen ergaben sich Hinweise auf eine weitere Person, bei der ebenfalls illegale Waffen sichergestellt werden konnten. Insgesamt fanden die Ermittler 24 Langwaffen, eine Kurzwaffe, eine Kleinkaliber-Pistole, vier Schreckschusswaffen sowie mehrere Kilo Munition und Sprengstoff.

Bei 20 der 24 Langwaffen handelt es sich um nicht scharfe, legale Dekowaffen. Allerdings fanden die Ermittler in Neumünster auch Werkzeug zur Umrüstung von nicht schussfähigen zu schussfähigen Waffen. Die Herkunft der Waffen muss nun durch weitere Ermittlungen geklärt werden.

An dem Einsatz, der bis zum frühen Abend andauerte, waren rund 40 Unterstützungskräfte der Polizei sowie Mitarbeiter der Ordnungsämter Rendsburg und Bordesholm beteiligt.

Was der Mann mit den Waffen plante, ist noch unklar.

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Bad Oldesloe

Oldesloer Todesschüsse: Staatsanwaltschaft sieht klare Hinweise für Notwehr

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Bad Oldesloe – Kaum ein Thema bewegte die Stormarner in den vergangenen Tagen so sehr, wie der tödlich verlaufenen Polizeieinsatz, als der obdachlose und als psychisch krank eingestufte Robin L. (21) und drei Streifewagenbesatzungen aus Stormarn am Sonntag in der Schützenstraße aufeinandertrafen. 

Viele Fragen tauchten auf. Auf einige gibt die Staatanwaltschaft nun erste Antworten aus den Ermittlungen.

1.Frage: Handelte der Beamte in Notwehr? 

Hier geht die Staatsanwaltschaft nach dem aktuellen Ermittlungsstand davon aus, dass der Umstand der Notwehr vorlag. Der später verstorbene Obdachlose habe so dicht vor den Beamten gestanden, dass von einer Notwehrsituation gesprochen werden könne, erklärte die Staatsanwaltschaft gegenüber der dpa. 

2. Frage. Hätte der Beamte nicht in die Beine schießen können, um einen offenbar aggressiv auftretenden Robin L. mit möglichst nicht-tödlichen Schüssen zu stoppen?

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass Robin L. so nah an der Polizei stand, dass ein gezielter Schuss in die Beine nicht möglich gewesen sei. Aufforderungen das Messer fallen zu lassen seien ignoriert worden. Ebenso habe laut Polizei Pfefferspray keine Wirkung gezeigt, so dass am Ende nur der Einsatz der Schusswaffe blieb. Über potenziell nicht tödliche Waffen wie Taser verfügen die Streifenwagen in Schleswig-Holstein nicht. 

3. Frage: Anwohner äußerten den Verdacht, dass die Beamten sich nicht ausreichend um den angeschossenen Robin L. kümmerten. Ein Video eines Anwohners, das nach den Schüssen entstand und am Ereignisort kursierte, kann durchaus den Eindruck erwecken, als hätten sich die Polizisten nicht ausreichend um den auf dem Gehweg liegenden Robin L. gekümmert. Auch das Eintreffen des Rettungsdienstes soll laut Anwohnern “ungewöhnlich lange gedauert haben”. Haben sich die Beamten also der “unterlassenen Hilfeleistung” schuldig gemacht? 

Hier geht die Staatsanwaltschaft davon aus, dass man gegenwärtig nach den vorliegenden Hinweisen nicht davon sprechen könne, dass eine unterlassene Hilfeleistung vorliege. Der Sprecher der Staatsanwaltschaft äußerte sich gegenüber der dpa dahingehend, dass es eher danach aussehe, dass Robin L. einen so erheblichen Blutverlust durch die Schusswunden erlitten habe, dass er sehr schnell verblutet sei. Schon Montag hieß es, die Polizisten vor Ort haben die Lage daher als “hoffnungslos” eingeschätzt und nicht gewusst, welche Erste Hilfe Maßnahme bei den erlittenen Wunden und dem starken Blutverlust angemessen sein könnten. Darauf deuten laut Staatsanwaltschaft auch Spuren am Ereignisort hin. 

Die Frage die weiterhin im Raum bleibt, ist, wie die Situation überhaupt so eskalieren konnte und weshalb Robin L. nicht schon lange vor dem tragischen Sonntag hätte ganz andere Hilfe erhalten konnte.  

( Ergänzung: Wir möchten an dieser Stelle nochmal darauf hinweisen, dass im Rahmen der Diskussion bitte der gegenseitige Respekt gewahrt bleibt. Kritisches Hinterfragen in alle Richtungen ist wichtig und erlaubt. Beleidigungen und Mutmaßungen bringen niemanden weiter. )

 

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Schleswig-Holstein

Neumünster: 20-Jähriger auf offener Straße getötet

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Polizeiabsperrung (Symbolbild). Foto: Stormarnlive.de

Neumünster – Heute, am 16. September, wurde kurz vor 6 Uhr in der Friedrichstraße in Neumünster auf Höhe der dortigen Post aus bislang ungeklärter Ursache ein Mann angegriffen und lebensbedrohlich verletzt.

Der 20-Jährige verstarb trotz schneller notärztlicher Versorgung am Vormittag in einem Krankenhaus in Neumünster. Zu der Todesursache kann derzeit nichts gesagt werden. Eine Obduktion wurde angeordnet.

Da die näheren Umstände der Tat unklar sind, sucht die Kriminalpolizei dringend Zeugen. Diese werden gebeten, sich unter 0431-160 3333 oder dem Polizeiruf 110 bei den Ermittlern zu melden.

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