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Bad Oldesloe

Demokratie egal: Miese Wahlbeteiligung schockt Stormarn

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Wahlen (Symbolbild). Foto: Stormarnlive.de

Bad Oldesloe – Bei kontroversen lokalpolitischen Themen wird in den Kommentarspalten viel diskutiert und kritisiert. Doch nur jeder zweite Erwachsene geht zur Wahl. Ein Armutszeugnis für die Demokratie.

Am Sonntag war Kommunalwahl. Städte mit einer Wahlbeteiligung von über 50 Prozent konnten sich freuen. Sie hoben den Durchschnitt an. Kreisweit lag dieser bei 49,3 Prozent.

Die Entscheidungen, die die Menschen direkt betreffen, werden in den Gemeinde- und Stadtparlamenten getroffen.

Doch in vielen Städten schien es den Wählern am Sonntag regelrecht egal zu sein, wer aus welchen Gründen was entscheidet. Ob die Versorgung an Kitaplätzen künftig ausreichen wird. Ob Wohnen bezahlbar bleibt. Wie hoch die Grund- oder Hundesteuer sein wird.

Nur jeder dritte Glinder ging zur Wahl

Beispielsweise in Glinde: In der 16.000-Einwohner-Stadt im Süden des Kreises ging nur jeder dritte(!) Bürger zur Wahl. Die Beteiligung lag bei schlappen 34,7 Prozent.

Unterdurchschnittlich auch die Wahlbeteiligung in Reinfeld (47,7 Prozent), Reinbek (45,8 Prozent), und Bad Oldesloe (43,9 Prozent).

In Bargteheide wählten immerhin 51,5 Prozent, im Amt Siek sogar 56 Prozent. Besser als der Schnitt – aber alles andere als berauschend.

Wer nicht wählt, sollte sich später nicht beschweren

Doch wie kann es sein, dass die Wahlbeteiligung derart schlecht ist? Gerade bei der Kommunalwahl können Bürger direkt Einfluss auf die Politik vor Ort nehmen.

In Bad Oldesloe beispielsweise wurde in den vergangenen Monaten leidenschaftlich über den Bau eines neuen Kreisverkehrs diskutiert. Es wird gejammert über vermeintliche Steuergeldverschwendung. Über Straßenausbaubeiträge, Hundesteuererhöhung. Lokalpolitiker müssen sich immer wieder vorwerfen lassen, dass sie zu viel Geld ausgeben. Ob das zutrifft oder nicht, sollte eigentlich der Wähler entscheiden.

Dass von seinem Wahlrecht nur jeder zweite Gebrauch gemacht hat, ist mindestens betrüblich. Wer keine Stimme abgegeben hat, sollte sich später nicht über die Politik und vermeintliche Fehlentscheidungen beschweren. 

Leider ein Trend, der sich nicht nur bei der Wahl bemerkbar gemacht hat. Die Bürgerfragestunden in den öffentlichen Ausschusssitzungen und Stadtverordnetenversammlungen, bei denen jeder Einwohner Rederecht hat, werden nur von wenigen genutzt.

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Bad Oldesloe

Bad Oldesloe: Benefizadventsfeier für die Kinderkrebshilfe

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Sven Reddig und Sven Buntfuß freuen sich auf viele Gäste im Bürgerhaus.
Foto: SL

Bad Oldesloe – Zum 20. Mal laden am Sonntag, 16. Dezember, Sven Reddig (SSV Pölich) und Sven Buntfuß gemeinsam mit ihrem Team aus der Stormarner Fußballszene zum großen Benefizadventsnachmittag ins Oldesloer Bürgerhause.

1999 kam die Idee in einer “Bierlaune” im Vereinsheim ds VfL Oldesloe auf, dass man doch mal ein Benefizevent auf die Beine stellen könnte. Gesagt – getan. Nach einigen Telefonanten war der passende gute Zweck gefunden. “Man gab uns den Tipp, dass Geldspenden bei der Lübecker Kinderkrebshilfe besonders gut aufgehoben wären”, erklärt Reddig.

Nachdem man drei Mal die besondere Feier im Vereinsheim stattfand, wechselte man ins Bürgerhaus. Dort werden wieder im Verlauf des Nachmittags ungefähr 200 Besucher erwartet. Auf dem Kulturhof wird es wieder einen Würstchengrill und natülich auch leckeren Punsch geben”.

Hihglight wird bestimmt wieder die große Tombola werden. Das Team hat erneut zahlreiche Preise von Unterstützern und Sponsoren einsammeln können. “Ich denke der Gesamtwert beläuft sich im fünfstelligen Bereich”, sagt Buntfuß. Unter anderem stellen erneut einige Fußballteams Merchandise- und Fanartikel zur Verfügung. “Der VfB Lübeck, der FC St. Pauli, SV Werder Bremen oder auch FC Ingolstadt und der SV Eichede haben uns über die Jahre immer unterstützt”, lobt Buntfuß.

Der Erlös der Aktionen geht zu 100 % an die Kinderkrebshilfe. Bei den ersten 19 Ausgaben konnte so die stolze Summe von 135 000 Euro zusammengebracht werden.

Los geht es um 15 Uhr im Bürgerhaus in Bad Oldesloe.

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Bad Oldesloe

Politiker-Kommentar: Solidaritätsbekundung für den Schülerstreik

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Foto: Büro L. G. Beutin/hfr

Bad Oldesloe/Kiel/Berlin – Der Linken Bundestagsabgeordnet Lorenz Gösta Beutin meldet sich vom Klimagipfel in Katowice mit einer Solidaritätsbekundung für den Schülerstreik für Klimaschutz

“Auch in Schleswig-Holstein streiken heute Schülerinnen und Schülern für echten Klimaschutz, in Kiel demonstrieren sie vor dem Landtag. Vom Weltklimagipfel in Katowice sende ich meine solidarischen Grüße:

Der Weltklimagipfel zeigt, es ist Zeit zu handeln. Aber gerade die Große Koalition in Berlin tut zu wenig, und das seit Jahren: Sie zögert der Kohleausstieg hinaus und bekommt eine echte ökologische Verkehrswende nicht hin mit der Folge, dass die Emissionen beim Verkehr seit 1990 nicht weniger, sondern mehr geworden sind.

Vor diesem Hintergrund ist der Klimastreik ein starkes Signal, das Hoffnung macht. Die junge Generation nimmt ihr Schicksal in die eigene Hand und macht deutlich: Wir können nicht länger auf die Politik warten und hinnehmen, dass zu wenig passiert. Der Klimastreik ist Klimaschutz in Handarbeit.

Wir brauchen überall in Deutschland eine starke Klimabewegung, die Druck auf die Politik macht, damit endlich die Maßnahmen ergriffen werden, die seit Jahren notwendig sind und auf dem Tisch liegen. Dazu gehört ein starkes Klimaschutzgesetz, ein Kohleausstiegsgesetz, das sofortige Abschalten der dreckigsten 20 Kohlekraftwerke in Deutschland und eine sozial gerechte Energiewende”

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Berlin

Schülerstreik für Klimaschutz: Linke sieht es als “starkes Signal”

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Beutin
Foto: Alexander Klebe/hfr

Berlin/Kiel – Lorenz Gösta Beutin, Bundestagsabgeordneter der Partei “Die Linke” aus Schleswig-Holstein, klima- und energiepolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion und Landessprecher seiner Partei für Schleswig-Holstein von der UN-Klimakonferenz in Katowice/Polen, hat sich zum für morgen geplanten Streik von Schülern geäußert, die damit ein Zeichen für mehr Klimaschutz setzen wollen.

“Der Weltklimagipfel zeigt, es ist Zeit zu handeln. Aber gerade die Große Koalition in Berlin tut zu wenig, und das seit Jahren: Sie zögert der Kohleausstieg hinaus und bekommt eine echte ökologische Verkehrswende nicht hin mit der Folge, dass die Emmissionen beim Verkehr seit 1990 nicht weniger, sondern mehr geworden sind”, sagt Beutin.

“Vor diesem Hintergrund ist der Klimastreik ein starkes Signal, das Hoffnung macht. Die junge Generation nimmt ihr Schicksal in die eigene Hand und macht deutlich: Wir können nicht länger auf die Politik warten und hinnehmen, dass zu wenig passiert. Der Klimastreik ist Klimaschutz in Handarbeit”, führt er weiter aus.

Wir brauchen überall in Deutschland eine starke Klimabewegung, die Druck auf die Politik macht, damit endlich die Maßnahmen ergriffen werden, die seit Jahren notwendig sind und auf dem Tisch liegen. Dazu gehört ein starkes Klimaschutzgesetz, ein Kohleausstiegsgesetz, das sofortige Abschalten der dreckigsten 20 Kohlekraftwerke in Deutschland und eine sozial gerechte Energiewende.”

Die Oldesloer Landtagsabgeordnete Anita Klahn (FDP) hatte zuvor geäußert, dass die Schulpflicht vorgehe und der Einsatz mit einem Streik für Klimaschutz eben nicht “Pflicht” sondern “Kür” sei.

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