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Bad Oldesloe

Wirtschaft trifft Oldesloer Politik: Berechtigte Kritik,gute Ideen oder Nörgeleien ?

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Nicole Brandstetter polarisierte mit ihrer Ansprache
Foto: Fischer

Bad Oldesloe – Aufbruchsstimmung oder Abgesang ? Vor dieser Frage stehen viele Kleinstädte und Mittelzentren. Wenn man sich manche Diskussion anschaut, dann scheint es auch um Bad Oldesloe nicht gut zu stehen. Doch ist die Situation wirklich so schlimm oder wird vieles auch nur schlechtgeredet ?

Die Wirtschaftsvereinigung Bad Oldesloe hatte zur Podiumsdiskussion unter dem Motto „Ist die Kreisstadt wirtschaftsfreundlich oder wirtschaftsfeindlich eingeladen?“. Die Resonanz war sehr gut, der KuB-Saal bis auf den letzten Platz gefüllt. Sprecherin Nicole Brandstetter teilte gleich zu Beginn als Auftakt relativ kräftig aus.

Jahrelang habe es die Verwaltung versäumt, professionell und in einem anständigen Rahmen in Wirtschaftsförderung und Stadtmarketing zu investieren. Daher seien viele Chancen verstrichen und offenbar mittlerweile Ahrensburg und Bargteheide in Sachen neuer Gewerbeansiedlungen aber auch im Bereich Gewerbesteuer und Kaufkraft an der Kreisstadt vorbeigezogen.

Ein Grund dafür liegt laut Wirtschaftsvereinigung darin, dass es an enstprechendem Personal in der Verwaltung fehlt. „Mittelfristig muss die Stadtverwaltung eine Stabstelle Wirtschaftsförderung einrichten“, so Brandstetter. Eine attraktive Stadt könne nicht schauen, wo sie einsparen kann und womöglich bei Bildung, Kultur und Infrastruktur den Rotstift ansetzen – was nur wieder die Attraktitivität senkt – sondern sie sucht neue kreative Einnahmequellen.

Kritik gab es auch an der Wirtschafts- und Aufbaugesellschaft Stormarn (WAS). Nur eines der letzten 17 Projekte der WAS Stormarn sei in Bad Oldesloe umgesetzt worden.

Auch das Stadtmarketing und das Image der Stadt seien problematisch. „Dass Bad Oldesloe es bisher oftmals nicht schafft, ein positives Image der Kreisstadt zu transportieren, ist ein offenes Geheimnis“, so Brandstetter. 2016 haben 60 Unternehmer der Stadt ihren Wunsch an Politik und Verwaltung herangetragen, das Stadtmarketing mit externen Dienstleistern auf professionellere Beine zu stellen. Doch es habe keine Reaktion aus Politik und Verwaltung gegeben, so Brandstetter weiter. „Was wir brauchen ist ein Mentalitätswechsel“: Phantasie und Kreativität als Vorraussetzung für Innovation und Wachstum lassen sich durch eine richtige Politik fördern und entwickeln“, so die Wirtschaftsvereinigungssprecherin. Konkrete Projekte oder Ansätze nannte Brandstetter, die selbst ein Teil der Marketingagentur Prodibra ist, die unter anderem für die Blumentaschen und eine Fähnchenaktion in der Innenstadt verantwortlich war, allerdings nicht.

In einer Diskussionsrunde mit Unternehmern bemängelte Benjamin Rodloff (LED Events), dass man oft das Gefühl bekomme, dass man sich entschuldigen müsse, wenn man Ideen und Vorschläge habe. Er ist mit seiner Agentur auch sehr viel überregional tätig. In anderen Orten werde ihm Infrastruktur kostenlos zur Verfügung gestellt und quasi manchmal der rote Teppich ausgerollt. In seiner Heimatstadt habe er manchmal das Gefühl ausgebremst zu werden. „In anderen Orten hat man erkannt, dass erfolgreiche Veranstaltungen gut für das Image sein können“, so Rodloff. Er wünsche sich mehr Zusammenarbeit und mehr Mut Menschen einfach mal Ideen angehen zu lassen, ohne sich lange erklären zu müssen. Er wisse, dass es auch anderen Veranstaltern, sowie Kreativen oder auch Künstlern so gehe wie ihm. 

Thorsten Körner (Hagebaumarkt) zeigte sich enttäuscht darüber, dass die Gewerbegebiete nicht mehr am verkaufsoffenen Sonntag teilnehmen dürfen. Noch schlimmer sei es aber gewesen, dass er das aus den Medien entnehmen musste und nicht darüber informiert wurde. Wirtschaftsfreundlich sei das nicht. Die Kommunikation zwischen Wirtschaft und Verwaltung sei mangelhaft.

Astrid Westphal aus der Marketingabteilung von Minimax gab zu, aktuell wenig Anreize zu sehen, nach Feierabend noch in die Innenstadt zu fahren. Sie betonte aber, dass Minimax der Standort sehr wichtig sei und man plane hier zu erweitern und umzubauen. Es sei wünschenswert die Angebote so zu verbessern, dass Mitarbeiter gerne noch nach Feierabend in die Innenstadt fahren. 

Bürgermeister Jörg Lembke (r.) bedauerte die eher negative Grundstimmung. Er sah Erreichtes unter den Tisch gefallen.

Bürgermeister Jörg Lembke zeigte sich etwas überrascht von der aus seiner Sicht eher negativen Stimmung, die zu wenig Platz für das Erreichte lasse „Der Oldesloer an sich nörgelt und meckert gerne, das ist etwas schade“, sagte er. Es sei ja auch nicht so, dass die Verwaltung nichts mache, schließlich gebe es ja zwei Mitarbeiterinnen, die sich um Wirtschaftsbelange, Marketing und vor allem auch Ladenflächenmanagement kümmern. „Wenn ich eine neue Stabsstelle genehmigt bekommen, nehme ich die doch gerne. Alles was entlastet ist gut. Aber das entscheide nicht ich, sondern die Politik“, sagte er. Seine Redezeit reiche leider nicht aus, um so manches klarzustellen, was er nach der Eingangsrede Brandstetters gerne klargestellt hätte. „Es sei schade, dass Dinge schlechtgeredet werden.“

Die Aufwertung und Sanierung der Innenstadt und der Fußgängerzone sei auf den Weg gebracht. Allerdings werde es sich nicht komplett verhindern lassen, dass Geschäfte mit Einbußen leben müssen, während vor ihren Läden saniert und gebaut wird. “Doch wir wollen so informieren, dass gleich weniger Ware geordert wird”, erklärte er. 

Auch Detlev Hinselmann, Geschäftsführer der WAS, war nicht gerade amüsiert über die Vorwürfe seitens der neuen Wirtschaftsvereinigung. Natürlich mache die WAS Werbung für Bad Oldesloe und natürlich würde sie gerne mehr Gewerbe in Bad Oldesloe ansiedeln. Das Verhältnis zur Verwaltung sei nicht nur intakt sondern ausgesprochen gut. „Sie haben eine attraktive, schöne Stadt hier“, betonte er, etwas irritiert über die geäußerten Darstellungen. „Es ist einfach so, dass die Nachfrage in den letzten Jahren nicht so hoch war. Das ist Fakt. Aber diese Probleme – das kann ich Ihnen sagen – haben auch andere Städte im Kreis. Das sind keine Oldesloer Probleme“. Auch der Lokalpolitik gegenüber sei er sehr offen. Er rede mit jedem, der mit ihm reden wolle. 

Gegen mehr sozialen Wohnungsbau und für eine kleiner Fußgängerzone: Mathias Schmidt von Haus und Grund. Foto: Fischer

Mathias Schmidt, Vorsitzender Haus und Grund, betonte, dass es falsch sei, immer den Vermietern in der Innenstadt die Schuld für Leerstände oder einen eher einseitigen Branchenmix zu geben, weil sie angeblich zu hohe Mieten nehmen. „Die Mieten sind nicht zu hoch. Es fallen halt viele Kosten an – Graffiti müssen beseitigt werden und die Straßenreinigung ist teuer, dazu die Versicherungen im Innenstadtbereich“, erklärte er. Für ihn sei klar, dass die geringe Kaufkraft auch darin begründet liege, dass Bad Oldesloe zu sehr auf sozialen Wohnungsbau und daher auf billigen Wohnraum setze. „Wenn ich höre, dass noch mehr sozialer Wohnungsbau vorangetrieben werden soll, dann wird man damit die Kaufkraft nicht stärken“, so Schmidt.

Außerdem ist Schmidt der Meinung, dass die Fußgängerzone gekürzt werden können. Das Ende Hindenburgstraße und die Bestorstraße könnten quasi abgeschnitten werden. „So eine lange Einkaufsmeile ist nicht mehr zeitgemäß“, sagte er. Stattdessen solle man sich bemühen den Kern zwischen Marktplatz und Hude aufzuwerten und zu stärken. Ein Vorschlag, der von Jörg Lembke sofort abgelehnt wurde. „Das regelt der Markt. Da werden wir bestimmt nicht aktiv werden“, sagte der Verwaltungschef.

In der abschließenden Politdiskussion tauschten sich die Parteien über ihre Positionen zur Wirtschaftsförderung in Bad Oldesloe aus, ohne ganz große neue Impulse zu senden. Wilfried Janson von den Grünen betonte, dass man schließlich „fair trade town“ sei und dass man sich für die Stadtsäuberung stark mache. Horst Möller (CDU) wünscht sich einen vertrauensvoller und zugleich auch vertraulichen Umgang untereinander aber vor allem auch gegenüber Investoren. Dinge müssten erstmal intern besprochen werden und erst an die Öffentlichkeit gelangen, wenn sie spruchreif sind. Das sieht Björn Wahnfried (SPD) anders. Intransparenz und Gemauschel sei mit der SPD nicht zu machen. Er bedauere es, dass die FBO in manche Diskussionen so viel Schärfe hereingebracht habe, was das politische Klima störe. Gemeinsamkeit und Finanzierungsmöglichkeiten für Infrasturkturmaßnahmen seien wichtig, so der Sozialdemokrat.

Matthias Rohde (FBO) betonte, dass die Stadt mehr „Möglichmacher und Ideengeber“ brauche und keine „Verhinderer“. Es sei zu wenig Bewegung in den Dingen und die Stadt käme nicht voran. Das sei ja schon überhaupt der Grund für die Gründung der FBO gewesen. Anita Klahn (FDP) betonte, dass es sie wütend mache, wenn sie sehe, wie wenig in den letzten fünf Jahren erreicht wurde. Wenn sie manche Vorwürfe und Reden der FBO höre, könne sie fast aus der Haut fahren. Bad Oldesloe habe Potenzial, aber man müsse auch etwas daraus machen. Jeder einzelne im Saal solle sich daher mal fragen, wo er oder sie denn überhaupt einkaufe. Denn ginge es ja schon los. Wer die Wirtschaft vor Ort stärken wolle, müsse hier auch einkaufen.

Hendrik Holtz (Die Linke) betonte, dass er offen für eine neue Stabstelle Wirtschaftsföderung in der Verwaltung sei, denn tatsächlich könne es nicht schaden, diesen Bereich gemeinsam mit dem Marketing zeitgemäß und kompetent neu aufzustellen. Ein neuer Wirtschaftsbeirat solle auch kompetent besetzt werden und Kompetzen haben, damit nicht „irgendwer mit irgendwem“ spreche. Tom Winter von der Familienpartei betonte, dass man vor allem gemeinsam an Lösungen herangehen solle – „nicht nur reden, sondern auch zuhören. Und dann müssten Schritte genau abgewogen werden. Die Installation eines Profi-Ladenflächenmanagers habe sich ja schonmal als Desaster entpuppt.

Holger Mahlke
Foto: Fischer

Holger Mahlke von der Wirtschaftsvereinigung zog als Fazit, dass die Kreisstadt nicht als wirtschaftsfeindlich bezeichnet werden könne, denn „nichtmal die Linken sind gegen Wirtschaft, das freut mich“. Doch seien die Zeiten vorbei, in denen die Unternehmer und Einzelhändler einfach nur zuschauen würden. Jetzt würden sie aktiv Verwaltung und Politik an ihren Versprechen messen, betonte er kämpferisch.

Die Etablierung eines Wirtschafstbeirats und eines Wirtschaftsausschuss (der zum Beispiel durchaus dem Bau- und Planungausschuss angegliedert werden könnte) seien zwei Forderungen. Die Stabstelle „Wirtschaftsföderung und Stadtmarketing“ müsse geschaffen werden. „Mach Sie die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt zu Ihrem, auch sichtbaren Kernthema“.

Als einziger Besucher wollte sich Walter Albrecht in die Diskussion einbringen. Allerdings hatte er keine Frage, sondern nur den Appell, dass aufgehört werden solle schlechtzureden und zu jammern und stattdessen etwas gemeinsam auf den Weg gebracht werden müsse. Er habe großen Respekt vor den Lokalpolitikern, die sich ehrenamtlich einbringen, trotz aller Kritik.

Tatsächlich war das im Endeffekt das Manko der Veranstaltung: so richtig neue Ideen waren nicht diskutiert oder gar auf den Weg gebracht worden. Es wurde viel geredet, kritisiert und gefordert. Viele der Punkte waren allerdings keineswegs neu. Sehr viel Zeit wurde darauf verwendet, zu sagen, was alles nicht so gut funktioniert. Ob das Früchte trägt, wird sich nach der Kommunalwahl und dann in den nächsten Monaten und Jahren zeigen. 

“Der oft erwähnte Leerstand existiert quasi nicht mehr. Oft gibt es mehr Nachfragen als wir freie Läden haben”, betonte Bürgermeister Jörg Lembke, der die zu Beginn der Veranstaltung geäußerte harte Kritik nicht als imagefördernd für die Stadt ansah. “Das ist leider irgendwie typisch Oldesloe”, seufzte er. Was zum Beispiel das Sortiment in der Innenstadt angehe, habe die Ladenflächenmanagerin tolle Ideen und Interessenten gehabt, es seien dann die Vermieter gewesen, die sich gegen eine hochklassige Parfümerie und für einen weiteren Gemüseladen oder Bäcker entschieden hätten. 

 

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Bad Oldesloe

Zehn Streifenwagen verfolgen gestohlenen Lkw durch Stormarn

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Bad Oldesloe Am 18. Mai kam es im Bereich Bad Oldesloe zu einem LKW- Diebstahl. Nach einer Verfolgungsfahrt konnte der Tatverdächtige festgenommen werden.

Foto: Stormarnlive.de (Symbolbild)

Nach aktuellem Erkenntnisstand gelangte ein 33-jähriger Hamburger an einer Bushaltestelle am Mühlenberg (B 208) in Bad Oldesloe in einen unverschlossenen LKW, dessen Fahrer diesen kurz verlassen hatte.

Der Hamburger fuhr mit dem LKW in Richtung Autobahn. Durch Hinweise des LKW- Fahrers konnten Polizeibeamte die Verfolgung aufnehmen.

Auf der Autobahn rammte der Hamburger das Heck eines vorausfahrenden Streifenwagens.

Kurz darauf fuhr der 33- Jährige am Kreuz Bargteheide von der Autobahn ab und mit überhöhter Geschwindigkeit in Richtung Todendorf und Hoisdorf. An einer Baustellenampel missachtete er das Rotlicht und kollidierte einen entgegenkommenden Kleintransporter, dieser wurde stark beschädigt.

In der Ortschaft Hoisdorf konnte der LKW mit mehreren Streifenwagen gestoppt und der Fahrer festgenommen werden. Bei den Unfällen wurden keine Personen verletzt. Die Höhe des Sachschadens steht noch nicht fest.

Insgesamt waren mehr als 10 Streifenwagen an dem Einsatz beteiligt.

Bei den anschließenden polizeilichen Maßnahmen wurde festgestellt, dass der Tatverdächtige sich in einem psychischen Ausnahmezustand befand. Weiterhin besteht der Verdacht, dass er unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln stand. Eine Blutprobenentnahme wurde angeordnet. Durch einen richterlichen Beschluss wurde der Beschuldigte in eine psychiatrische Klinik eingewiesen.

Die Kriminalpolizeiinspektion Bad Oldesloe ermittelt unter anderem wegen des Verdachts des Fahrzeugdiebstahls, illegalen Kraftfahrzeugrennens, Straßenverkehrsgefährdung und Angriff auf Vollstreckungsbeamte.

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Bad Oldesloe

Bad Oldesloe: Renommierte Fußball-Clubs starten beim VfL-Jugendturnier

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Bad Oldesloe Manchester United, Rapid Wien und RB Leipzig starten beim Jugend-Fußballturnier des VfL Oldesloe. Die Engländer schickten vorab einen Offiziellen ins Travestadion.

Borussia Dortmund, Sieger des letzten Internationalen Sparkassen-Holstein-Cups 2019.

Es sind klanghafte Namen, die die Herzen aller Fußballfans höher schlagen lassen: Manchester United, Rapid Wien, Banik Ostrau , HSV, St. Pauli, VfL Wolfsburg, RB Leipzig, Union Berlin – um nur einige zu nennen. Sie alle – und viele weitere renommierte Clubs – sind dabei, wenn der VfL Oldesloe am 28. und 29 Mai den Internationalen Sparkassen-Holstein-Cup 2022 austrägt.

Manchester United schickte vorab sogar einen Offiziellen, der sich vor Ort von den Gegebenheiten einen Eindruck verschaffte.

Erik Balschun (Hauptorganisator VfL Oldesloe), Neil Gittins (Manchester United), Stefan Möding (Orgateam VfL Oldesloe). Fotos: VfL Oldesloe

Aus der Region mit dabei sind unter anderem der VfB Lübeck, der Bargfelder SV, die SG Stormarn Süd und die Gastgeber mit zwei Teams. „Wir freuen uns riesig das große Turnier nach zwei Jahren Corona-Pause wieder ausrichten zu können und fiebern dem Wochenende entgegen“, betont VfL-Pressewart Nico v. Hausen.

Schirmherr des in Norddeutschland am hochkarätigsten besetzten E-Jugendturniers ist Rouwen Hennings, Fußballer aus Bad Oldesloe, der seit 2016 bei Fortuna Düsseldorf unter Vertrag steht und seine ersten Schritte mit dem runden Leder beim VfL Oldesloe machte.

Einer der Höhepunkte steht am Sonnabend gegen 9.30 Uhr mit dem feierlichen Einlauf der 28 Mannschaften ins Travestadion auf dem Programm. Zwischen 12 und 14 Uhr – während der Mittagspause – steht der beliebte HSV-Dino für ein gemeinsames Gruppenfoto oder Selfie zur Verfügung. Der AMC Stormarn wird neben dem Exer einen Infostand haben und Interessierte über sein Vereinsleben informieren.

Gespielt wird mit sechs Feldspielern und einem Torwart auf dem Kleinfeld sowohl im Travestadion als auch auf dem Kunstrasenplatz Exer in vier 7er-Gruppen.

Die Spielzeit beträgt 16 Minuten. Es gibt neben der Vorrunde eine Zwischen-, Haupt-, und eine Finalrunde. Die Platzierung wird erstens durch Punktzahl und danach durch Torverhältnis, die mehr erzielten Tore, der direkte Vergleich oder abschließend durch ein 9-Meter-Schießen ermittelt.

Am Sonnabend wird der erste Anpfiff um 10 Uhr von den Schiedsrichtern ertönen. Das letzte Gruppenspiel ist für 17.12 Uhr terminiert. Am Sonntag wird bereits um 9 Uhr mit der Zwischenrunde begonnen. Das große Finale ist am 29. Mai gegen 14.45 Uhr angesetzt.

Auch der Fair-Play-Gedanke kommt an beiden Turniertagen nicht zu kurz, denn die Firma Ferrotec, die das Turnier seit vielen Jahren begleitet, hat auch 2022 wieder einen Fair-Play-Award ins Leben gerufen.

Nico von Hausen: „Hinter diesem Preis steht die Idee, respektvollen, freundlichen Umgang mit anderen zu honorieren. Sportliches Verhalten zählt nicht nur beim Wettkampf, sondern ist die Voraussetzung für einen kooperativen, erfolgreichen Umgang mit anderen. Wir freuen uns sehr das Guido Jasmund und sein Team diesen Award auch in diesem Jahr ausspielen.“

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Bad Oldesloe

Bad Oldesloe liefert Hilfsgüter für ukrainische Flüchtlinge nach Kolberg

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Bad Oldesle Millionen von Menschen sind aus der Ukraine vor dem Krieg geflohen. Auch in Bad Oldesloes polnischer Partnerstadt Kolberg sind mittlerweile viele Flüchtlinge angekommen. Deswegen plant die Stadt die Lieferung von Hilfsgütern.

Stadthaus am Oldesloer Marktplatz Archivfoto: SL

Die Stadt steht derzeit vor großen Herausforderungen um die Vielzahl an Geflüchteten aus der Ukraine zu versorgen.

“Die Einwohner von Kolberg haben ihre Herzen und Häuser geöffnet und ihre eigenen Hände zur Hilfe angeboten”, heißt es im Anschreiben aus Kolberg von der Stadtpräsidentin Anna Mieczkowska. Um die Kriegsflüchtlinge jedoch fortwährend versorgen zu können, werden viele Dinge benötigt, weshalb die polnische Partnerstadt sich an alle ihre Partnerstädte um Unterstützung gewendet hat.

Zu diesem Zweck hat die Kolberger Stadtverwaltung eine Liste mit konkret benötigten Gütern dem Anschreiben beigelegt. Dazu zählen insbesondere Hygieneartikel wie z. B. Windeln, Zahnbürsten und Zahnpasta, Desinfektionsmittel, medizinische Masken aber auch haltbare Lebensmittel wie Reis, Nudeln, Konserven, Babynahrung, Kaffee, Tee sowie Schreibwaren für Kinder.

Bürgermeister Jörg Lembke hat umgehend der Partnerstadt die Hilfe aus Bad Oldesloe als Ausdruck der Solidarität in dieser schweren Zeit zugesagt und einen Spendenaufruf an die lokalen Unternehmen gestartet.

“Unsere Städtepartnerschaft ist geprägt von Freundschaft. Und Freunde stehen einander bei und unterstützen sich gegenseitig in schwierigen Zeiten. Mir ist bewusst, dass unsere Möglichkeiten zur Linderung der menschlichen Tragödien und des Schmerzes für die Menschen aus der Ukraine beschränkt sind. Daher lassen Sie uns gemeinsam in diesen schwierigen Zeiten füreinander da sein und den Menschen aus Kriegsgebieten, ob in Kolberg oder Bad Oldesloe, egal welcher Nationalität sie angehören, unsere Solidarität spüren”, so Jörg Lembke, Bürgermeister der Stadt Bad Oldesloe.

Die Welle der Hilfsbereitschaft seitens der Oldesloer Unternehmen im Rahmen dieser Hilfsaktion war überwältigend. Sie spendeten palettenweise benötigte Artikel und organisierten Transporte zur eingerichteten Sammelstation am Baubetriebshof.

„Ich freue mich, unseren Freunden in Polen bei dieser Kraftanstrengung die benötigte Unterstützung zu ermöglichen. Dafür danke ich allen Unternehmen für ihr beindruckendes Engagement, ohne das die Aktion nicht möglich gewesen wäre“, erklärt weiter Jörg Lembke stolz.

Auch die Bad Oldesloer Kommunalpolitik brachte ihre Solidarität mit der Partnerstadt Kolberg zum Ausdruck und stellte unverzüglich weitere finanzielle Mittel in Höhe von 4.000 Euro zur Verfügung.

Auch einzelne Mitglieder der Stadtverordnetenversammlung stellten gesondert private finanzielle Mittel zur Verfügung. Mittlerweile kann ein ganzer Sattelzug mit Hilfsmitteln auf den Weg nach Kolberg gebracht werden. Den Transport stellt die Oldesloer Spedition Günter Börner Dienstleistungen OhG aus Bad Oldesloe.

Am 20. Mai um 12 Uhr wird der Sattelzug mit den Hilfsgütern beim Baubetriebshof verladen. Die Lieferung wird am 23. Mai in Kolberg durch die Stadtpräsidentin Anna Mieczkowska und die Oldesloer Bürgerworthalterin Hildegard Pontow empfangen.

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