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Kultur

Löwinnenpower auf High Heels: Der DamenLikörChor kommt

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Der Damenlikörchor. Foto: Thomas Rusch/hfr

Bargteheide – Bitte die Likörfläschchen bereithalten! Am Freitag, dem 20. April, gastiert – freudig erwartet – der Hamburger DamenLikörChor im Kleinen Theater Bargteheide. Wer das Konzert der bestens gestimmten Damen Ende 2016 erlebt hat, der weiß, was ihn erwartet: eine Bühne voll amüsanter Traumfrauen in Wahnsinnskleidern, die in ihren Liedern so ziemlich alles und vor allem sich selbst auf die Schippe nehmen.

„Jetzt erst recht!“ lautet der Titel des „Best off“-Programms, in dem zwei Dutzend preisgekrönten Ladys mit Löwinnenpower, bezwingender Erotik und entschlossenen High Heel-Schritten das Leben, die Liebe und den schönen Klang feiern.

Ja, es ist zum Heulen, dass die Meeresspiegel steigen, der Waffenhandel Hochkonjunktur hat und Witzfiguren Staaten lenken. Es ist auch nicht komisch, dass das Internetz hängt und Mieder sowie Texte nur so lala sitzen. Für 2018 haben sich die Damen deshalb geschworen: „Jetzt erst recht!“.

Musikalisch unterstützt werden sie dabei von zwei Kerlen mit Rhythmus und Rüschenhemden. Der am Klavier ist „Pianeur“ Jörg Hochapfel, der andere mit dem Taktstock ist Damendompteur Dietmar Loeffler, der als Chorleiter mit dem Kosenamen „Diego Ocean“ leben muss. Löffler ist in Bargteheide kein Unbekannter, bis vor kurzem leitete er das Bargteheide Oldie-Kabarett.

Oberste Chorfrau, Moderatorin und Chormitgründerin (1998) ist Jutta Jahnke, Schwester von „Ladies Night“-Macherin Gerburg Jahnke. Kongeniale Texterinnen sind die mit dem Grimme-Preis ausgezeichnete Drehbuchautorin Ruth Toma und Kabarettistin und Autorin Andrea Bongers. Sie dichten so munter, wie Frauen am Küchentisch unter Einwirkung aromatischer Spirituosen nun mal schnacken. „Die Lippen rot, Wimpern schwarz getuscht. Was immer nötig, wird hochgepusht. Der erste Ton vom Klavier erklingt: Das Herz schlägt höher, denn die Show beginnt!“ – kleine Passage aus dem Entrée-Lied.

Die Stimmen der DamenLikörvertreterinnen sind so vielseitig wie die Damen selbst, von der Optik mal ganz zu schweigen: Kleider, Frisuren und Dekolletees der Sängerinnen machen den Ton zur Musik. Und wenn bei „Ich glaub, es hackt!“ die spitzen Absätze in die Bretter krachen, sind alle froh, wenn die Bühne hält.

Die Sängerinnen verzaubern mit frischem Liedgut und unfehlbaren Publikumshits: Melancholische Stücke über Land und Meer, versöhnliche Abschiede und letzte Nächte wechseln mit temporeichen Hits, urkomischen Solonummern und schneidigen Tanzeinlagen.

Von der sehr launig verfassten Webpage des Chors nur eine Zuschauerinnen-Stimme von vielen: „Was für ein toller Abend im Kleinen Theater Bargteheide! Wenn man einfach nicht möchte, dass es aufhört und sich auch nach der dritten Zugabe kaum trennen kann, dann hat einfach alles gestimmt: die Musik, die Texte, die Choreografie, die tollen Anmoderationen, die Stimmung…“

Damenlikörchor „Jetzt erst recht“ Freitag, 20.04.2018, 20 Uhr. Tickets gibt es im Vorverkauf für 26 Euro (erm. 24 Euro) und an der Abendkasse für 28 Euro (erm. 26. Euro). Karten können online gebucht und selbst ausgedruckt werden
unter www.kleines-theater-bargteheide.de.

Kultur

Ahrensburg: Ausstellung über genialen Amateurforscher Flögel

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Metta Braake und Karin Voß
FOto: Stadt Ahrensburg/hfr

Ahrensburg – Seit Mai informiert im Ahrensburger Rathaus eine Ausstellung über den Ahrensburger Naturforscher J.H.L. Flögel , die der Historische Arbeitskreis anlässlich seines 100. Todestages erstellt hat. Aufgrund des hohen Publikumsinteresses wird die Ausstellung zwei Monate länger als ursprünglich geplant, bis Ende August 2018 zu sehen sein.

Viele Besucher haben sich bereits die großen Info-Tafeln, die Nachbildung seines Arbeitszimmers oder auch die vielfältig bestückten Vitrinen angesehen. So auch die Ahrensburger Künstlerin Metta Braake.

Das Mikroskop findet man nun in der verlängerten Ausstellung
Foto: Stadt Ahrensburg/hfr

Beim Anblick des wertvollsten Nachlasses von Flögel, den weltweit ersten Fotos von Schneekristallen aus dem Jahr 1879 sowie Querschnitten von Insektengehirnen, fiel ihr sofort das Mikroskop im Familienbesitz aus genau jenem Jahr ein. Ein Original-Mikroskop aus Flögels Zeiten wurde bisher noch nicht gezeigt. Umso mehr freute es den Historischen Arbeitskreis, als Metta Braake anbot, ihr Mikroskop mit auszustellen.

Die Vorstandsvorsitzenden Karin Voss und Dirk-Müller-Brangs nahmen das Mikroskop mit Zubehör für den Historischen Arbeitskreis entgegen und arrangierten es gut sichtbar in einer Hochvitrine. Die historische Korrektheit garantierte dabei der Kurator der Ausstellung Bernd Reher.

Fast wäre sein Werk dem Vergessen anheimgefallen, doch ein Zufallsfund sorgte viele Jahrzehnte nach seinem Tod für eine Sensation: Der Universalgelehrte Johann Heinrich Ludwig Flögel (1834 – 1918) hat als erster weltweit 1879 einen Schneekristall fotografiert.

Den genialen Amateurforscher faszinierten alle Phänomene der Natur und Technik, egal ob winzig klein oder unendlich groß. Vom Nordlicht über Insektengehirne bis zur Kieselalge, von Technischen Anlagen bis hin zu Mikroskopen und Fernrohren. Als Pionier der Fotografie unter dem Mikroskop war er international anerkannt. Seine Untersuchungen über Insektengehirne haben bis heute in der Neurobiologie ihren Platz. Vor 100 Jahren starb er als Dr. phil. h. c. Flögel in Ahrensburg.

Aus Anlass des 100. Todestages zeigt der Historische Arbeitskreis Ahrensburg in Kooperation mit dem Stadtarchiv Ahrensburg seit dem 3. Mai 2018 noch bis Ende August 2018 eine Ausstellung im Rathausfoyer über das Leben und die Forschungen von J.H.L. Flögel.

Kostenfreie Führungen können gebucht werden unter: info@historischer-arbeitskreis-ahrensburg.de

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Bad Oldesloe

Musikalisches Intermezzo: Willkommenscafé mit „Gesang der Kulturen“

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Bürgerhaus Bad Oldesloe
Archivfoto: SL

Bad Oldesloe – Beim 21. Willkommenscafé im Bürgerhaus am Sonnabend, dem 23. Juni, wird es nicht nur selbstgebackenen Kuchen, fairen Kaffee und lustige Gesellschaftsspiele geben, sondern erneut auch ein musikalisches Intermezzo des Chores „Gesang der Kulturen“.

Das Café öffnet um 15 Uhr, der Chor wird gegen 16 Uhr auftreten.

Der im September 2017 vom KAKTUS e.V. und der Musikschule e.V. gemeinsam gegründeten Chor mit Sängerinnen aus Deutschland, Afghanistan, Armenien und Syrien  hat mit seiner Chorleiterin, der Musikpädagogin Myleen Kronwald, verschiedene Lieder einstudiert, unter anderem das Friedenslied „Salem aleikum (Friede über Euch!)“ mit gemischt arabisch-deutschem Text, den deutschen Popsong von Vincent Weiss „Da müsste Musik sein!“ und das weltbekannte Kinderlied aus Neuseeland „Epo i tai tai ye“ (auf Maori gesungen).

Für den Chor. der unter dem Projektnamen „Integrationschor“ im Bundesprogramm Ländliche Entwicklung (BULE) im Teil-Programm „500 Landinitiativen“ vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft gefördert wird, ist dieser Auftritt womöglich der letzte. „Leider läuft die Projektförderung des Ministeriums in den Sommerferien aus“ so der Initiator Hartmut Jokisch vom KAKTUS-Vorstand. „Wir suchen dringend gemeinsam neue Sponsoren“ ergänzt Musikschulleiter Marian Henze, „denn es wäre doch schade, wenn diese schöne Möglichkeit der Integration von Geflüchteten so abrupt endete!“ Beide Herren dann unisono: „Wir laden jedenfalls alle Oldesloerinnen und Oldesloer herzlich zu diesem Event am Sonnabend ein! Der Eintritt ist – trotz aller Geldsorgen – frei!“

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Schleswig-Holstein

Junge Kultur- und Geschichtsfans: Museumscard geht in die nächste Runde

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FOto: Sparkasse Holstein/hfr

Schleswig-Holstein – Es ist ein echter Tipp für junge Kultur- und Geschichtsfans. Die MuseumsCard für Jugendliche startet in eine neue Saison. Vom 22. Juni bis zum 1. November 2018 ermöglicht sie Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren freien Eintritt in über 100 Museen in Schleswig-Holstein und Süddänemark. In Stormarn beteiligen sich das Heimatmuseum Reinfeld, das Heimatmuseum Bad Oldesloe, das Schloss Ahrensburg, die Galerie im Marstall Ahrensburg und das Stormarnsche Dorfmuseum.

Darüber hinaus gilt die MuseumsCard am 11. und 18. Oktober 2018 als Freifahrtkarte in allen Bussen und Bahnen von NAH.SH, dem Nahverkehr in Schleswig-Holstein. Interessierte Kinder und Jugendliche erhalten die MuseumsCard kostenfrei in allen Filialen der Sparkasse Holstein sowie in den anderen schleswig-holsteinischen Sparkassen.

Auch in Museen, Büchereien, Jugendverbänden, dem Landesjugendring sowie in vielen Tourist-Informationen ist die MuseumsCard erhältlich. Alternativ kann sie auf der MuseumsCard-Website unter www.meine-museumscard.de oder als App mit dem Titel „MuseumsCard“ heruntergeladen werden.

Wie in den Vorjahren sind auch 2018 wieder Gewinnspiele an die MuseumsCard gekoppelt. Kinder- und Jugendgruppen können eine Kutterfahrt auf der Kieler Förde gewinnen, wenn sie ein Foto ihres Museumsbesuchs einsenden. Außerdem lassen sich auf der MuseumsCard bei jedem Museumsbesuch Stempel sammeln (beziehungsweise in der App QR-Codes einscannen). Wer drei Stempel zusammen hat, kann unter amderem eine Kurzreise gewinnen.

Die Aktion wird vom Landesjugendring Schleswig-Holstein in Kooperation mit dem Ministerium für Justiz, Kultur und Europa des Landes Schleswig-Holstein, den schleswig-holsteinischen Sparkassen, dem Museumsverband Schleswig-Holstein und Hamburg sowie dem Nahverkehr Schleswig-Holstein durchgeführt.

„Die schleswig-holsteinischen Sparkassen haben die MuseumsCard 2006 mit initiiert und sind seither Partner der Aktion“, erläutert Hans-Ingo Gerwanski, Direktor bei der Sparkasse Holstein. Und weiter: „Mit der MuseumsCard geben wir Kindern und Jugendlichen Einblicke in die kulturelle Vielfalt unseres Landes. Wir zeigen ihnen, dass Museen durchaus spannend sind, bauen Hemmschwellen ab und fördern damit ihre kulturelle Bildung. Viele Kinder und Jugendliche kommen über die Karte zum ersten Mal mit einem Museum in Berührung und sind anschließend begeistert. Toll, dass wir das mit der Aktion erreichen können.“

Für den Erfolg der MuseumsCard sprechen auch die Zahlen: In diesem Jahr konnten die Organisatoren eine Reihe neuer Museen für die Teilnahme gewinnen. Mit über 100 Häusern öffnen mehr Museen ihre Türen als je zuvor. „Wir freuen uns, dass sich die MuseumsCard so erfolgreich etabliert hat. Mit der Vielzahl der beteiligten Museen und den damit verbundenen Entdeckungsreisen ist sie aus dem schleswig-holsteinischen Ferienangebot nicht mehr wegzudenken“, so Gerwanski weiter.

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