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Norddeutschland

Tablettensucht: Rentner fälschte 40 Jahre lang Rezepte

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Tabletten (Symbolbild). Foto: Shutterstock.com

Flensburg – Die Polizei hat in Flensburg einen Rentner (59) festgenommen, der im großen Stil Rezepte gefälscht hat – offenbar um seine Tablettensucht zu befriedigen.

Nach dem Hinweis einer aufmerksamen Apothekerin hatte der 59-jährige Rentner am Morgen dort ein merkwürdiges Rezept vorgelegt, woraufhin sie die Polizei alarmierte und den Kunden unter einem Vorwand auf den Nachmittag vertröstete. Nach Prüfung bei der Bezirkskriminalinspektion konnte der Verdacht bestätigt werden, dass es sich um eine Fälschung handeln könnte.

Im Rahmen der Maßnahmen räumte der Rentner ein, seit etwa vierzig Jahren eine immer höhere Dosis des suchtfördernden Schlafmittels zu benötigen. Zu diesem Zweck habe er die Rezepte hergestellt und in diversen Apotheken, zumeist erfolgreich, eingelöst. In allen Fällen bezahlte er die Tabletten selbst.

Für die Beschaffung reiste der 59-jährige regelmäßig nach Flensburg, quartierte sich in Hotels ein und ließ sich mit Taxen zu unterschiedlichen Apotheken fahren. Ob auch Apotheken in anderen Städten betroffen waren, kann nicht ausgeschlossen werden und wird noch ermittelt.

Für diesen “Tourismus” fanden sich diverse Belege beim Tatverdächtigen. Auch die Fälscherutensilien, wie Stempel und Blankovordrucke sowie einige noch ungeöffnete Tablettenpackungen, legte er im Hotelzimmer vor. Dort zeigte der Mann den Ermittlern noch eine Abfalltüte, worin er eine Vielzahl entleerter Verpackungen der konsumierten Schlaftabletten entsorgt hatte. Außerdem fanden die Beamten eine hohe Anzahl bereits eingelöster gefälschter Rezepte beim Rentner.

Er legte im Rahmen der polizeilichen Vernehmung ein umfängliches Geständnis ab und gab dabei an, stark tablettenabhängig zu sein. Er wurde nach den polizeilichen Maßnahmen entlassen und wird sich nunmehr in einem Strafverfahren zu verantworten haben. Die Ermittlungen halten an.

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Schleswig-Holstein

Lübecker Polizei warnt vor Anrufen falscher Polizisten

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Geheimnisvoller, anonymer Anrufer Symbolfoto: Nobuhiro Asada / Shutterstock

Lübeck – Die Lübecker Polizei warnt seit Dienstagmorgen, 20 August, vor Anrufen falscher Polizeibeamter im Lübecker Stadtgebiet.

Das Kommissariat 13 der Lübecker Kriminalpolizei bearbeitet bereits drei Fälle, die sich zwischen 09.30 Uhr und 10.00 Uhr in der Lothringer Straße ereignet haben.

In beiden Fällen wurde mit unterdrückter Nummer angerufen. Die Anrufer mit männlicher Stimme gaben sich als Kriminalbeamte aus. Den Geschädigten wurde am Telefon erklärt, dass es in der Danziger Straße angeblich zu einem Einbruch gekommen sei, tatverdächtig wären Mitglieder einer osteuropäischen Bande.

In diesem Zusammenhang wäre auch ein Rucksack gefunden worden und ein Hinweis auf eine hohe Bargeldsumme.

Eine Geschädigte wurde gefragt, ob ein Mann im Hause sei. In dem anderen Fall sollte die Geschädigte weitere Informationen von einem Kriminalhauptkommissar Fischer erhalten.

Die beiden älteren Geschädigten erkannten den Betrugsversuch am Telefon und handelten vorbildlich – sie beendeten das Gespräch, legten auf und informierten die richtige Polizei. Das Kommissariat 13 ermittelt wegen des Verdachts des versuchten Betruges.

Tipps der Polizei:

– Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen. Geben Sie Betrügern keine Chance, legen Sie einfach den Hörer auf.

– Die Polizei ruft Sie niemals unter der Polizeinotruf-Nummer 110 an. Das tun nur Betrüger. Sind Sie sich unsicher, wählen Sie die Nummer 110. Benutzen Sie dabei aber nicht die Rückruftaste, da Sie sonst möglicherweise wieder bei den Betrügern landen, sondern wählen Sie die Nummer selber.

– Sprechen Sie am Telefon nie über Ihre persönlichen und finanziellen Verhältnisse.

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Hamburg

Zwei Festnahmen nach gefährlicher Verfolgungsfahrt durch Hamburg

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Polizei im Einsatz Symbolfoto: Christian Horz/shutterstock

Hamburg – Nachdem zwei Personen sich gestern Abend, 19. Augustn, in der Stresemannstraße in Hamburg durch Beamte in ihrem Pkw BMW angehalten werden sollten, ergriffen diese zunächst die Flucht und versuchten sich der Kontrolle zu entziehen.

Der Fahrer fuhr hierbei mit zum Teil sehr hoher Geschwindigkeit im Slalom um andere Verkehrsteilnehmer herum und auf der Gegenfahrbahn. In der Straße Kamerbalken gelang es zwei Streifenwagen schließlich, das Fahrzeug einzukeilen und anzuhalten.

Die Beamten nahmen hierbei den 17-jährigen deutschen Fahrer sowie seinen 20-jährigen deutschen Beifahrer vorläufig fest.

Während der Flucht wurden aus dem BMW eine weiße Tüte und eine kleine Flasche geworfen. In der Flasche befand sich eine rauschgiftverdächtige Substanz. Beides wurde anschließend sichergestellt.

Das Fluchtfahrzeug wurde zur Eigentumssicherung ebenfalls sichergestellt, da es sich um ein Mietfahrzeug handelte.

Der 17-Jährige wurde an seine Erziehungsberechtigten übergeben. Der 20-Jährige nach erkennungsdienstlicher Behandlung entlassen, da keine Haftgründe vorlagen.

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Kreis Pinneberg

Mit E-Scooter gestürzt: 24-Jähriger Pinneberger schwebt in Lebensgefahr

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Pinneberg – Ein 24-Jähriger ist in Pinneberg mit einem E-Scooter gestürzt und hat sich dabei lebensgefährliche Kopfverletzungen zugezogen.

Rettungsdienst im Einsatz Symbolfoto: SL

Der Unfall ereignete sich am 16. August gegen 17 Uhr. Der Pinneberger befuhr nach ersten Erkenntnissen der Polizei verbotswidrig den linken Radweg der Straße Lange Twiete aus Richtung Wedeler Weg kommend in Richtung Westring.

In Höhe einer Fußgängerbedarfsampel befindet sich eine Absenkung des Bordsteins. Beim Durchfahren der Senke verlor der Mann offenbar die Kontrolle über sein Fahrzeug und stürzte zu Boden.

Hierbei stieß er mit dem Kopf auf den Bordstein und zog sich lebensgefährliche Verletzungen zu.

Ein Rettungshubschrauber flog den Verletzten in ein Hamburger Krankenhaus.

Für das Fahrzeug bestand kein Versicherungsschutz. Angaben über die gefahrene Geschwindigkeit sowie die technisch mögliche Höchstgeschwindigkeit können derzeit nicht gemacht werden.

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