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Kultur

Meddewade: Krimitheater in der “Alten Schule”.

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Sven W. Pehla (rechts) zeigt mit seiner Schauspielttruppe das Stück “Haken” in Meddewade.

Meddewade – Im vergangenen Jahr verließ der Schauspieler, Autor und Regisseur Sven W. Pehla Stormarn. Der Wahl-Oldesloer, der vielen Mitbürgern auch als ehemaliger Kneipier des „Old Esloe“ und der „Mühle“ bekannt ist, wollte sich auf Projekte in anderen Orten konzentrieren.

Überraschend führt ihn nun eines dieser Projekt zurück in den Kreis. Genau genommen nach Meddewade. Dort inszeniert er in diesen Wochen gemeinsam mit seinem Team „Die Vorspieler“ vier Aufführungen von „Der Haken“, einem Krimitheaterstück von Brian Clemens und Dennis Spooner.

Werner Blohm wollte dieses Stück gerne spielen, er schlug es einem Kollegen der Oldesloer Bühne vor, der nach Ideen für eine eigene Inszenierung suchte. „Ich sagte sofort, dass das nicht geht. Denn das muss ich mit Werner selbst auf der Bühne spielen“, so Matthias Bockwoldt, eben jener Schauspieler, der im Herbst zum ersten Mal bei der Oldesloer Bühne in die Regisseur-Rolle schlüpft.

Nach ersten Gesprächen mit Pehla war dieser “Feuer und Flamme” und das „alte Team“ aus vorherigen Projekten wieder zusammen. Das neu gegründete Ensemble „ Die Vorspieler“ hatte auch „Crazy“ gemeinsam auf die Bühne gebracht, damals noch in der Gaststätte „Zur Mühle“.

„Es passt einfach. Es macht Spaß und wir haben auch enormes Glück, dass wir hier so kurzfristig in Meddewade eine tolle Möglichkeit gefunden haben“, erklärt Pehla. „Wir hätten auch gerne im KuB gespielt, aber das wäre zu kurzfristig gewesen, da jetzt einen Platz im Programm zu finden“, so Pehla weiter.

„Es ist ein klassicher Krimi, kein Thriller“, berichtet Pehla weiter, der großen Spaß an dem Projekt empfindet. Er selbst hat sein kreatives Werken mittlerweile um den Bereich des „Stücke schreibens“ erweitert. So schreibt er selbst für der Freilichttheater in Lübeck, wo er auch Regie führt, aber auch jenes Stück, dass Bockwoldt im Herbst im KuB auf die Bühne bringen wird, stammt aus Pehlas Feder. „So bekommt das KuB von mir eine Welturaufführung“, sagt Pehla.

Das Verhältnis zur Oldesloer Bühne sei „in Ordnung“. Wichtig ist es allen Beteiligten, die zum Großteil eben auch Mitglieder in dem Oldesloer Amateur-Theaterverein sind, dass sie sich in keiner Konkurrenzsituation sehen. „Wir wollen da niemandem auf die Füße treten“, betont Pehla. Auch die Ensemblemitglieder betonen das. Trotzdem wollen sie sich eben auch nicht den Spaß nehmen lassen, eigene Projekte abseits des Vereins auf die Beine stellen zu können.

70 Personen finden pro Aufführung statt in dem Raum im Dorfgemeinschaftshaus. Der Förderverein „Alte Schule“ und der Sparclub ermöglichen diese Aufführungen. Proben konnte man zuvor in in einem Bauernhaus auf der anderen Straßenseite.

Die Kulissen konnte sich Pehla aus Lübeck leihen.

Gespielt wird am 14.4 (20 Uhr), 15.4 (18 Uhr), 21.4 (20 Uhr), 22.4 (18 Uhr).

Tickets gibt es für zehn Euro im Autohaus Blohm Bad Oldesloe oder beim Förderverein Alte Schule unter Telefon 04531 85227

 

Kultur

Gegen das Vergessen: Fotodokumentation „Weltgeschichte vor der Haustür“

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Die Autoren Heike & Hartwig Fischer bedanken sich bei Kai Schubert und Jan-Hendrik Blassew, beide Raiffeisenbank Südstormarn Mölln, für die Unterstützung. Foto: hfr

Mölln – Unter der Thematik „Gegen das Vergessen“ zeigt die Fotodokumentation an zahlreichen Beispielen, wie die DDR-Grenzsperranlagen zwischen Mecklenburg und Schleswig-Holstein ausgesehen haben. Die Autorenehepaar Fischer schildert ferner anhand von zahlreichen Bildern, mit welcher unbeschreiblichen Begeisterung die Bevölkerung im Lauenburgischen und im Mecklenburgischen die Öffnung der Grenzen von Lübeck bis Lauenburg begrüßt hat. Kein Zeitzeuge der Grenzöffnungen wird je in seinem Leben diese Ereignisse vergessen, als sich Weltgeschichte unmittelbar vor der Haustür abspielte. Jan-Hendrik Blassew, Bereichsleiter Firmenkundenbetreuung der Raiffeisenbank Südstormarn Mölln freut sich: „Als Geschichtslehrer hat Hartwig Fischer mich bereits zum Abitur begleitet. Als er mir dann von dem Buch erzählte, wollte ich auf jeden Fall Schützenhilfe leisten“.

Über 800 Fotos hat Heike Fischer, die lange Zeit als Redakteurin in Ratzeburg tätig war, im Laufe der Jahre geschossen. „Die 4. Auflage des Buches wurde um 30 Seiten erweitert, so dass inzwischen immerhin ca. 450 Fotos Platz finden“ erzählt sie im Gespräch. Unter der Thematik „damals – Heute“ verdeutlichen die Autoren mit vergleichenden Bildern, wie markante Grenzpunkte zwischen dem Lauenburgischen und dem Mecklenburgischen vor knapp 30 Jahren ausgesehen haben und wie stark sich die Landschaft bis heute verändert hat. „Dies ist eine Dokumentation der Gegend, die einzigartig ist und zu der es kein ebenbürtiges Material gibt“, sagt Kai Schubert, Vorstandsmitglied der Raiffeisenbank Südstormarn Mölln.

Der historische Hintergrund zur Teilung Deutschlands nach dem Zweiten Weltkrieg bis zur Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990 ist in verschiedenen Kapiteln zur Erläuterung in die Bilddokumentation eingebettet. Der Leser erhält wichtige Informationen zum Volksaufstand in der DDR am 17. Juni 1953 und zu Ulbrichts bekannten Satz „Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten“. Fischers erläutern den Schießbefehl für die DDR-Grenzsoldaten und schildern unter der Überschrift „Schabowskis Zettel“ wichtige Hintergründe zur legendären Pressekonferenz des SED-Politbüromitglieds Schabowski am 9. November 1989 und zur historischen abendlichen Tagesschau-Sendung des ARD-Moderators H.-J. Friedrichs.

„Die Natur hat sich alles wiedergeholt, auf grünen Wiesen mit Kühen findet man heute gelegentlich noch das Fundament eines Grenzturmes“, so das Ehepaar, das mit Schülergruppen geführte Wanderungen entlang der ehemaligen Grenze macht. Ihre Zielsetzung ist –nicht nur für die jüngere Generation, die die monströsen Grenzsperranlagen nicht aus eigener Anschauung kennt- einen tiefen Einblick in authentisches Geschichtsbewusstsein zu vermitteln.

Die Herausgabe der 4. Auflage konnte mit großzügiger finanzieller Unterstützung durch die Raiffeisenbank Südstormarn Mölln erscheinen. „ Als regional verwurzelte Bank ist es für uns selbstverständlich, Projekte aus dem Umkreis zu unterstützen. Dieses sticht hervor, da es nachhaltig ist und Spuren hinterlässt“, so Schubert. Da es für den Bereich kein vergleichbares Geschichtswerk gibt, wird die Fotodokumentation bereits im Geschichtsunterricht verschiedener Schulen eingesetzt.

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Bad Oldesloe

Bad Oldesloe: Noch Plätze beim Kindertheater-Workshop

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Symbolfoto: Yuganov Konstantin/shutterstock

Bad Oldesloe – Lust auf Theater ? Kinder von 10 bis 12 Jahren können sich noch zu einer Aktion des Oldesloer Ferienpass anmelden, die Anfang der nächsten Woche beginnt und sie fünf Tage lang in die Schauspielwelt entführt.

Die Frage in dem Stück: Wird es dem berühmten Detektiven J. Chatterton und Co. gelingen den Fall rund um ein verschwundenes Mädchen zu lösen? Ein Butler gibt den beiden einen Tipp – was hat der Vampir damit zu tun … und der bösen Stiefmutter?

Es handelt sich um einen Kinder-Theaterkrimi mit vielen spannenden Rollen, die darauf warten gespielt zu werden. Am letzten Workshop-Tag wird der Krimi dann Eltern, Freunden und Verwandten präsentiert.

Der Workshop findet vom 16. Juli, bis Freitag, 20. Juli 2018, in der Zeit von 10.30 bis 12.30 Uhr im KuB statt. Kosten: 35 Euro.

Buchungen werden noch bis Donnerstag im Sachbereich Jugendarbeit, Hindenburgstr. 17-19, entgegen genommen.

Weiterhin werden alle Restplätze aus den Ferienpassveranstaltungen täglich aktualisiert und im Internet bekannt gegeben.

 

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Kultur

Neue Stipendiatin: Anna Lena Grau lebt in Trittaus Wassermühle

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Anna-Lena Grau
Foto: Schöttmer/hfr

Trittau – Eine neue Stipendiatin lebt in der Wassermühle Trittau und dem angrenzenden Atelierhaus: die Hamburger Künstlerin Anna Lena Grau. Ausgangspunkt für Anna Lena Graus bildhauerischen Werke sind oftmals Recherchen zu wissenschaftlichen, historischen oder technischen Themen und Phänomenen.

Dabei interessiert sie sich nach eigener Aussage besonders für das Verborgene und Rätselhafte an vermeintlich offensichtlichen Realitäten. Die skulpturalen Werke der Künstlerin basieren auf einem experimentellen, forschenden Umgang mit dem Material. Anna Lena Grau arbeitet dafür mit klassischen Abformtechniken und verwendet hauptsächlich Materialien, die sich modellieren lassen und von flüssig zu fest transformieren können, wie beispielsweise Ton, Silikon, Gips, Wachs oder Bronze.

“Aus der Kombination von forschend-künstlerischem Interesse an wissenschaftlichen und philosophischen Fragestellungen resultieren Werke mit einer überraschenden Material- und Formensprache. Die entstehenden Werke beziehungsweise Werkgruppen entwickeln teilweise durch langwierige Umwandlungs- und Abformungsprozesse originelle Oberflächenstrukturen und überzeugen somit ihre jeweilig spezifische Materialästhetik”, so Dr. Katharina Schülter, Leiterin Kunst&Kultur der Stiftungen der Sparkasse Holstein.

„Es ist immer wieder großartig zu sehen, wie sehr die Künstlerinnen und Künstler das Jahresstipendium zu schätzen und zu nutzen wissen. Es entstehen oftmals ganz neue Werkgruppen während des Kunststipendiums, die dann in der Abschlussausstellung gezeigt werden und in der Publikation zum Stipendium eine Hauptrolle spielen“, so Landrat Dr. Henning Görtz, Vorsitzender des Vorstandes der Sparkassen-Kulturstiftung Stormarn.

Schlüter ist neugierig auf die künstlerische Weiterentwicklung der neuen Stipendiatin: „Es wird spannend sein, zu beobachten wie sich die originäre Material- und Formensprache der Werke Graus während des Jahres in Trittau weiterentwickelt.“

Anna Lena Grau studierte bis 2007 an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg. Seitdem waren ihre Werke in zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland zu sehen.

Grau erhielt unter anderem 2014 das Hamburger Arbeitsstipendium sowie 2015 das Stipendium im Künstlerhaus Lauenburg. Seit 2018 ist sie Stipendiatin der Sparkassen-Kulturstiftung Stormarn. Die Sparkassen-Kulturstiftung Stormarn fördert im Rahmen des Kunststipendiums in der Trittauer Wassermühle seit 1992 bildende Künstlerinnen und Künstler aus Schleswig-Holstein, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern.

Weitere Informationen zur Künstlerin

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