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Bad Oldesloe

Mona Harry und Helge Albrecht begeistern im KuB

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Mona Harry und Helge Albrecht im KuB Saal
Foto: SL

Bad Oldesloe – Der Saal im Oldesloer KuB war mit rund 200 Besuchern bis auf den letzten Platz gefüllt, als die vor allem als Poetry Slammer bekannten Mona Harry und Helge Albrecht aus Kiel die Bühne betraten. Mona Harry, die selbst mal in Ahrensburg wohnte, zeigte sich genau wie Helge Albrecht – dessen Stormaner Verbindung sich bisher über den “Oldesloer Korn” definierte – erstaunt, dass sie vor ausverkauften Rängen standen. Denn bei einer bei Facebook angelegten Veranstaltung, habe sich kaum jemand gemeldet und sie selbst waren nach eigener Aussage auch überrascht, dass es der Auftritt in Stormarns Kreisstadt nun doch eher plötzlich im Terminkalender stand. 

Helge Albrecht am Mikrophon.
Foto: SL

Während beide nochmal schnell ab- und aufklärten, wer denn alles Poetry Slams kenne und dass der Abend mit einem Poetry Slam dann auch doch nichts zu tun haben werde, zeigte sich bereits, dass die neugierigen Besucher im Saal den beiden jungen Poeten gegenüber aufgeschlossen waren. 

Während Harry vor allem Texte im für viele Slams typischen Stil und Sprachduktus irgendwo zwischen Gedicht und Hip-Hop-Rhythmusgefühl vortrug, las Albrecht eher amüsante Kurzgeschichten vor. Das ergänzte sich und sorgte für angenehme Abwechslung. Beide ernteten viel Applaus und auch der Großteil der Pointen zündete durchaus mit der entsprechenden Lachsalve aus den Reihen der Gäste. Albrecht überzeugte dabei mit seiner Beobachtungsgabe und wie er es schaffte in seinen Alltagsgeschichten auf Höhepunkte und eben Pointen hinzuarbeiten, während die auswendig vortragende Harry sprachlich kreativer mit Wörtern und Reimen spielte. 

Für Harry war es auch eine gute Gelegenheit mal wieder zu beweisen, dass sie mehr zu bieten hat, als den Youtube-Hit “Liebesgedicht an den Norden”, mit dem sie 2015 deutschlandweit in den Schlagzeilen und Feuilletons landete. Sie gehört seitdem zu den bekannteren Gesichtern und Stimmen der norrdeutschen Poetry-Slam-Szene.

Das erklärt sicherlich auch den großen Publikumsandrang im KuB-Saal. Doch den beiden Poeten gelang es, eben nicht auf vermeintlich bekannte Texte reduziert zu werden, wie es manchen Bands mit ihrem “One Hit Wonder” ergeht. 

Ob der Sprung von der Poetry-Slammerin zur Bühnen-Poetin immer gelingen kann, lässt sich final nicht beantworten. Wer mit  Rhythmik und Sprachmelodie vieler Slams nichts anfangen kann, der wird auch diesen Abend nicht nur genossen haben. Doch für den Rest war es poetisch erstklassige Unterhaltung in Stormarns beliebtesten Kulturzentrum. Interessant ist es, dass sich immer mehr Poetry Slammer mit ihren abendfüllenden Programmen den Kollegen aus Kabarett und Comedy annähern. 

Auffällig war übrigens beim Blick in den ausverkauften Publikumsraum festzustellen, dass selbst bei so jungen Auftretenden, die aus jungen Formaten bekannt sind, die Ü50 Generation den größten Anteil der Besucher stellt. 

Homepage Mona Harry

 

Bad Oldesloe

Oldesloer CDU-Politiker wirbt für “Union der Mitte” und gegen Rechtsruck

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Angela Merkel und Horst Seehofer. Archivfoto: Photocosmos1/shutterstock.com

Bad Oldesloe – Die Alleingänge von Innenminister Horst Seehofer (CSU) bei der Flüchtlingspolitik spalten Union und sogar die CSU selbst. Der Streit auf Bundesebene hat mittlerweile auch Bad Oldesloe erreicht. So formieren sich auch hier liberale Kräfte der CDU, um sich dem Kurs der Hardliner in den Unionsparteien entgegenzustellen. 

Die Mitgliederinitiative “Union der Mitte” vereint CDU- und CSU-Politiker und versteht sich als “ideologiefrei” und sachorientiert. Und ja, „sie ist auch eine Antwort auf diejenigen, die es gern rechter hätten, was wir jedoch entschieden ablehnen“, sagt der Oldesloer Stadtverordnete Martin Nirsberger (CDU).

“Verkapptem Populismus entgegentreten”

Der Oldesloer Stadtverordnete Martin Nirsberger (CDU). Foto: CDU Bad Oldesoe

Der Vorsitzende des Bildungs-, Sozial- und Kulturausschusses hat sich der “Union der Mitte” angeschlossen: “Seit über 17 Jahren bin ich nun schon stolzes Mitglied der CDU. Als Vorsitzender des Bildungs-, Sozial und Kulturausschusses und Pressesprecher der CDU Fraktion meiner Heimatstadt ist es mir besonders wichtig dem verkappten und offensichtlichen Populismus entgegenzutreten!”

Nach der Flüchtlingsdebatte kam es innerhalb der Union zu großen Konfrontationen. Einige setzten auf den Kurs von Horst Seehofer (CSU) und seine Mitstreiter, die anderen halten zum liberalen Inhalt von Angela Merkel (CDU) und ihre Mitstreiter.

Über Wochen ging ein scharfer Riss durch die Union und zur Verwunderung vieler Mitglieder gab es einige, die plötzlich zerknirscht feststellten: “Die, die sehr weit rechts stehen, sind lauter als wir.” Es wurde Zeit für eine aktive Reaktion. 

“Rechtsruck in der Union schadet uns”

Die „Union der Mitte“ ist eine Initiative von Mitgliedern aus CDU und CSU, die sich als „fortschrittfreundlich“, „ideologiefrei“ und „sachorientiert“ versteht. In den sozialen Netzwerken schließen sie sich gerade zusammen.

Viele scheinen so zu denken, wie Martin Nirsberger – sogar in Bayern. Horst Seehofer befindet sich in einem Umfragetief. Drei Monate vor der Wahl in Bayern ist Angela Merkel dort beliebter als Horst Seehofer und Markus Söder.

Martin Nirsberger (CDU): “Als Lehrer und Trainer im Leistungssport weiß ich, wie wichtig jeder einzelne Mensch für unsere Gesellschaft ist. Wir sollten uns wieder auf unsere christlichen Leitwerte besinnen. Die Union der Mitte bietet dabei endlich den Raum innerhalb der CDU/CSU sich darüber auszutauschen und klarzumachen, dass ein Rechtsruck innerhalb der Union uns nur schadet!”

Martin Nirsberger trifft im Norden unter anderem auf eine prominente Mitstreiterin. Bildungsministerin Karin Prien (CDU) motivierte ihn sich dem deutschlandweiten Austausch anzuschließen.

 

 

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Bad Oldesloe

Bad Oldesloe: Böller in einem Automaten gezündet

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Polizei im Einsatz
Symbolfoto: SL

Bad Oldesloe – Am frühen Montagmorgen (16. Juli) , gegen 03.50 Uhr, vernahmen Zeugen in der Käthe-Kollwitz-Straße in Bad Oldesloe einen lauten Knall und verständigten daraufhin die Polizei. Die Beamten stellten vor Ort fest, dass bislang unbekannte Täter offensichtlich einen Böller in das Ausgabefach eines dort aufgestellten Süßigkeitenautomaten gesteckt und angezündet haben.

Dadurch wurde der Automat erheblich beschädigt. Die Schadenhöhe steht noch nicht fest. Derzeit geht die Polizei davon aus, dass es sich um Vandalismus und nicht um einen Aufbruchsversuch handelte. Ein Ermittlungsverfahren wegen gemeinschädlicher Sachbeschädigung wurde eingeleitet.

Zeugen gesucht: Unmittelbar nach der Tat sind zwei Fahrradfahrer gesehen worden, die die Bangertstraße in Richtung Kreisverkehr gefahren sind.

Ob es sich hierbei um die möglichen Täter handelte, ist noch unklar. Wer kann Angaben zu diesen beiden Radfahrern machen? Wem sind gestern Nacht am Tatort oder Umgebung verdächtige Personen aufgefallen? Zeugenhinweise bitte an die Kriminalpolizei in Bad Oldesloe unter der Telefonnummer 04531 / 501-0.

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Bad Oldesloe

Einigung möglich: Bürgermeister stellt Oldesloer Industriegleis-Pläne vor

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Das Industriegleis in Bad Oldesloe. Foto: Fischer

Bad Oldesloe – In den Verhandlungen um die Reaktivierung des vorübergehend stillgelegten Oldesloer Industriegleises zum Sandkamp-Gewerbegebiet zeichnet sich eine Einigung ab. 

Bürgermeister Jörg Lembke: “Es gibt ein Angebot von der AKN Eisenbahn GmbH, den Betrieb zu übernehmen.”

Unterhalt: Stadt will Verantwortung abgeben

Es geht dabei auch um den Unterhalt der Strecke und damit jährlich um 70.000 Euro, die laufend in die Schienenverbindung investiert werden müssen.

Bislang wurde der Streckenunterhalt von der Stadt getragen. ArcelorMittal zahlte eine Nutzungspauschale von 30.000 Euro. Für Bad Oldesloe ein Minusgeschäft.

Bund und Land stellen Kostenübernahme in Aussicht

Dadurch könnte die Stadt die Flächen behalten, müsste dann aber nicht mehr für die Instandhaltung zahlen.

Auch die anstehende Sanierung der Strecke könnte gefördert werden: “Der Bund hat in Aussicht gestellt, die Hälfte der Sanierungskosten zu übernehmen”, sagt Lembke. Damit wäre ein großer Teil der dann anstehenden 600.000-Euro-Rechnung bezahlt. Das Land Schleswig-Holstein werde weitere 100.000 Euro beisteuern. Die übrigen 200.000 Euro könnten dann unter Kreis, Kommune und der Wirtschafts- und Aufbaugesellschaft (WAS) übernommen werden.

Zu welchen Teilen Kreis, WAS und Stadt sich die Kosten teilen, ist Gegenstand weiterer Verhandlungen – und auch Sache der Lokal- und Kreispolitik. Nach der Sommerpause wird die Stadt mit einer Vorlage in die Ausschüsse gehen.

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