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Gigabitnetz in Bargteheide: Stadtwerke planen weiteren Bauabschnitt

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Symbolfoto: Stormarnlive.de

Bargteheide – Schnelles Internet via Glasfaser ist Bargteheides Gewerbegebiet bereits umgesetzt und in dem Gebiet östlich der Bahn läuft aktuell der Ausbau des Netzes. Jetzt soll das Gigabitnetz auch in anderen Teilen der Stadt folgen – genug Anmeldungen vorausgesetzt.

Der Glasfaserausbau in Bargteheide wird durch die Stadtwerke Bargteheide und der Vereinigte Stadtwerke Media GmbH (VS Media) als Kooperationspartner in mehreren Bauabschnitten vorgenommen. Im Moment läuft im 4. Bauabschnitt (der nördliche Bereich zwischen Bahn und Fischbeker Weg) die Vertragsabschlussphase. Bis zum 4. Mai 2018 wird eine Mindestanschlussquote von 35 Prozent angestrebt, damit der Ausbau starten kann. Der Anschluss an das Glasfasernetz bis in das Haus ist für Kunden kostenlos. Voraussetzung ist ein Auftrag für mindestens einen der Dienste (Telefon/Fernsehen/Internet). Über die Einzelheiten informieren die Stadtwerke Bargteheide und der Kooperationspartner VS Media vor Ort.

Glasfasersprechstunden im Rathaus – Abgabe der Verträge, individuelle Beratung: Jeweils mittwochs 16 bis 18 Uhr, Raum E 24, Rathaus, Rathausstraße 24-26 (am 11., 18., 25. April und 2. Mai 2018)

Den genauen Ausbauplan, den Stand der Anschlussquote und weitere Informationen zu Leistung, Preisen, Installation und Wechsel zu VS Media sowie die Möglichkeit zur Onlinebestellung finden Interessierte unter www.vereinigte-stadtwerke.de/media (Bargteheide). Weitere Infos auch unter 04541 – 807-807.

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Wahl des Bundesvorsitzenden: Stormarner CDU will Friedrich Merz

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Die Stormarner CDU will Friedrich Merz als Bundesvorsitzenden. Foto: CDU

Bargteheide – Es ist ein deutliches Stimmungsbild: 80 Prozent der anwesenden Delegierten stimmten auf dem Kreisverbandsausschuss der CDU in Bargteheide für Friedrich Merz als neuen Bundesvorsitzenden. Jens Spahn erhielt keine einzige Stimme.

Wenn es nach den Mitgliedern der Stormarner CDU ginge, die sich im Ganztagszentrum Bargteheide zum mitgliederoffenen Kreisverbandsausschuss getroffen hatten, wäre die anstehende Wahl für den Bundesvorsitz ihrer Partei eine klare Sache: 80 Prozent ( 32 Stimmen) der anwesenden Parteimitglieder votierten für den Kandidaten Friedrich Merz, 20 Prozent für Annegret Kramp-Karrenbauer (acht Stimmen), niemand für Jens Spahn.

Dass Friedrich Merz eine derart große Unterstützung von der Stormarner CDU bekommt, überrascht. Bundesweit ist bislang kein klarer Favorit auszumachen. Merz gilt als Hardliner, Merkel-Gegner und wirtschaftsnah. Seine Äußerung, man müsse über das Grundrecht auf Asyl reden, brauchte ihm auch in der CDU viel Kritik ein. 

Unter dem Motto „Wie würden Sie entscheiden?“ war die Parteibasis in Stormarn zwei Tage vor dem Hamburger Bundesparteitag der CDU eingeladen, über die drei Bewerber zu diskutieren und ihr Votum abzugeben.

Tobias Koch, Fraktionsvorsitzender der CDU im Kieler Landtag und Kreisvorsitzender in Stormarn: „Sicherlich ein Wermutstropfen, dass unser Einfluss arg begrenzt ist, aber nehmen Sie es mit Humor: Wir sind der Eine unter 1001.“

Es folgte eine teils kontroverse Diskussion, in der vielschichtig und sachlich argumentiert wurde. Die Fürsprecher von Friedrich Merz waren sich darin einig, dass seine Kandidatur der CDU starken Aufwind gebracht habe. Mehrfach wurde gesagt, dass Merz am meisten Wirtschaftskompetenz und Weltläufigkeit habe. Außerdem könnte er der CDU am ehesten ein schärferes Profil geben.

Als Argumente für Annegret Kramp-Karrenbauer wurden deren soziale Kompetenz und ihr Engagement als CDU-Generalsekretärin für ein neues Grundsatzprogramm der Partei genannt, auch der Kontakt zur Parteibasis auf ihrer „Zuhör-Tour“ durch die Republik.

Jens Spahn dagegen erschien den meisten Rednern als noch zu unprofiliert, seine Kandidatur komme möglicherweise zu früh, auch wenn gelobt wurde, dass er im Laufe der Vorstellungsrunde auf acht Regionalkonferenzen an Format gewonnen habe.

Ausnahmslos erfreut waren die Redner aus ganz Stormarn über die Möglichkeit, dass die Parteibasis im Kreis ihre Meinungen zur bundespolitischen Personalie äußern konnte. „Meines Wissens hat kein anderer Kreisverband in Schleswig-Holstein eine solche Diskussionsveranstaltung angeboten“, so Tobias Koch.

Er resümierte die Diskussion: „Wir haben drei exzellente Kandidaten, um die uns andere Parteien beneiden. Egal wer für den Parteivorsitz gewählt wird: Wir brauchen sie alle.“ Koch sagte, er werde das Votum der Basis bei der Abstimmung in Hamburg respektieren.

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Reinfeld: Vier PKW in einer Nacht aufgebrochen

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Aufgebrochenes Auto
Symbolfoto: Wiktord /Shutterstock

Reinfeld – In der Zeit vom 13.11. 19.30 Uhr bis 14. November  9 Uhr kam es im Stadtgebiet von Reinfeld zu insgesamt vier Pkw-Aufbrüchen. Die Taten fanden in den Straßen Kastanienallee (2x) und Buchenweg (2x) statt.

Tatbetroffen waren laut Polizeibericht drei Fahrzeuge der Marke Mercedes Benz (verschiedenen Typs) sowie ein Fahrzeug der Marke BMW. Diese standen jeweils auf frei zugänglichen Grundstücken. Bei den Mercedes-Fahrzeugen wurde jeweils eine der hinteren Seitenscheiben eingeschlagen, um in das Fahrzeuginnere zu gelangen.

In allen drei Fällen wurde der Airbag entwendet. Bei zwei Fahrzeugen zudem auch die LED-Scheinwerfer. Beim BMW wurde ebenfalls die hintere Seitenscheibe eingeschlagen. Dort wurden neben dem Navigationsgerät auch der Airbag und persönliche Gegenstände aus dem Fahrzeug entwendet.

Die Höhe des entstandenen Sachschadens beträgt ca. 14.500 EUR.

Die Polizei sucht Zeugen: Wer kann Angaben zu den Pkw-Aufbrüchen machen? Wem sind in den betroffenen Straßenzügen oder in unmittelbarer Umgebung verdächtige Personen oder Fahrzeuge aufgefallen?

Zeugenhinweise bitte an die Kriminalpolizei in Bad Oldesloe unter der Telefonnummer 04531 / 501-0.

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“Wildes Herz”-Vorführung abgesagt: Rechtsextreme drohten Schüler zu erschießen

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Szene aus dem Film “Wildes Herz”. Foto: Neue Visionen Filmverleih

Bad Schwartau – Eine Gruppe namens „Enkel von Adolf Hitler“ drohte in einer Mail, Schüler mit Sturmgewehren zu erschießen: Nach Morddrohungen gegen einen Kinobesitzer und eine Schule wurde eine Aufführung der Feine-Sahne-Fischfilet-Dokumentation “Wildes Herz” in Bad Schwartau abgesagt. 

Eigentlich sollte im Rahmen der Schulkinowoche der Film über die linke Punkband gezeigt werden, die sich gegen Rechtsextremismus einsetzt. Doch daraus wird nichts. Es gab Drohungen gegen die Schule und das Kino. 

Die taz berichtet in einem Artikel über Einzelheiten aus den Drohung: Wenn die Schüler und Lehrer im Kino ankämen, werden sie auch da sein, drohen die „Enkel von Adolf Hitler“. Und „mit 7,62 mm Vollmantelgeschossen aus Sturmgewehren“ die Lehrer, die „Volksverräter“, erschießen sowie das ganze Kino mit Sprengstoff in die Luft jagen.

Nach der Drohung sagte das Kino die Vorstellung aus Sorge vor einem Terroranschlag ab. 

„Wildes Herz“ ist ein Film von Regisseur Charly Hübner und Produzent Lars Jessen, der unter anderem von der Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein gefördert wurde.

Der Film hat das Prädikat „besonders wertvoll“ der Deutschen Film- und Medienbewertung (FBW) erhalten und ist ab 12 Jahren freigegeben. Inhalt ist das Portrait der mecklenburg-vorpommerschen Band „Feine Sahne Fischfilet“ und ihres Sängers „Monchi“.

Kulturministerin Prien: “Das ist nicht hinnehmbar”

Kulturministerin Karin Prien: „Es ist nicht hinnehmbar, dass eine pluralistische Gesellschaft vor extremistischen Drohungen in die Knie geht und sich in ihren Freiheiten beschneiden lässt“ Das Kino habe nach Lage der Dinge aber richtig entschieden.

„Wir brauchen eine reflektierte Debatte zu den Themen Extremismus und Freiheit der Kunst, wir brauchen keine plumpen Reflexe auf ein Kulturschaffen, das Einzelnen gegen den Strich geht“, sagte die Ministerin. Sie sei kein Fan des Films oder von „Feine Sahne Fischfilet“ – „aber darum geht es nicht. Es geht um die Kunstfreiheit, und dafür muss man den Film nicht lieben“.

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