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Glinde

Goldene und silbenere Nadeln: Glinde ehrt engagierte Mitbürger

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Diese Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Glinde wurden durch Bürgervorsteher Rolf Budde sowie Bürgermeister Rainhard Zug ausgezeichnet.
Foto: Kriegs-Schmidt/Glinde/hfr

Glinde – Schon traditionell ehrt die Stadt Glinde am 25. März, dem Tag der ersten urkundlichen Erwähnung der Stadt, also dem Stadtgeburtstag, engagierte Glinderinnen und Glinder mit den Ehrennadeln in Gold oder Silber. 

Aus rund zehn Vorschlägen hatte das Auswahlgremium, bestehend aus Frank Lauterbach, Vorsitzender des Sozialausschusses, Thorsten Linde, Vorsitzender des Kulturausschusses, Bürgervorsteher Rolf Budde, Bürgermeister Rainhard Zug sowie Tanja Woitaschek von der Verwaltung, die zu Ehrenden auszuwählen.

„Das ist eine schwere, aber reizvolle Aufgabe“, sagte Frank Lauterbach, der an diesem Abend Hannelore Achtelik für ihr herausragendes Engagement beim DRK auszeichnen durfte. Hannelore Achtelik engagiert sich seit über 40 Jahren beim DRK, ist helfende Hand bei Basaren, Flohmärkten, dem Sozialen Dienst und übernimmt Rollstuhlausfahrten.

Bernd Junius erhielt die Auszeichnung in der Kategorie Unternehmer. Foto: Stadt Glinde/ C. Kriegs-Schmidt /hfr

Hannelore Achtelik, die an diesem Abend die Auszeichnung leider nicht persönlich im Gutshaus annehmen konnte, wurde mit der Ehrennadel in Gold gewürdigt.

Die Silberne Ehrennadel konnte an diesem Abend die Klasse 4a der Grundschule Wiesenfeld für den „Sonderpreis Schule“ entgegen nehmen. Die Kinder hatten sich im Rahmen ihres 50-jährigen Schuljubiläums etwas Besonderes ausgedacht: Sie verschönerten ihre Stadt und sprayten im Rahmen eines Workshops mit Hilfe der Sprüherei aus Reinbek Graffitis an einen Ampelkasten und eine Betonmauer.

„Es geht um das, was unsere Stadt zusammenhält und liebenswert macht, daher ehren wir nicht nur langjähriges Engagement“, so Thorsten Linde, der den Sonderpreis Schule übergab.

Über die Ehrennadel in Gold durfte sich Bernd Junius vom gleichnamigen Edeka freuen. Diese Auszeichnung der Kategorie Unternehmer überreichte Bürgervorsteher Rolf Budde.

„Seit langen Jahren unterstützt Du verschiedene Einrichtungen in Glinde, viele Vereine, die Feuerwehr, die Schulen und Kindergärten, die Seniorenfeiern sowie die Glinder Tafel mit viel Engagement. Ohne Deine Hilfsbereitschaft würde so manches Vorhaben in Glinde nicht gelingen oder gar funktionieren“, so Rolf Budde in seiner Laudatio.

Mit den Ehrennadeln in Gold in der Kategorie „Lebenswerk“ wurden gleich mehrere verdiente Glinder ausgezeichnet. Günther Kluth sowie Reinhard Schröder sind seit 70 Jahren in der Freiwilligen Feuerwehr und setzen sich so für das Gemeinwohl ein. Günther Kluth war 1979 zum ersten Zugführer der Glinder Feuerwehr gewählt worden. Reinhard Schröder hat als langjähriger Gruppenführer zahlreiche Einsätze begleitet und sein Wissen an die Kameraden weitergegeben.

Ebenfalls für langjähriges Engagement in der Feuerwehr wurden zudem Karl-Heinz Weidemann für 66 Jahre Zugehörigkeit bei der Freiwilligen Feuerwehr, Edo Schultz für 62 Jahre und Hans-Markus Thun für 58 Jahre mit der Ehrenadel in Gold gewürdigt. Karl-Heinz Weidemann stand Jahre als Gruppen-, stv. Orts- und Amtswehrführer an der Spitze der Glinder Wehr.

Rolf Budde: „Hans-Markus Thun wurde als Maschinist und in der Technischen Hilfeleistung ausgebildet und stand durch seine Tätigkeit als Leiter der Friedhofsgärtner des Glinder Friedhofes auch am Tage für Einsätze zur Verfügung. Edo Schulz ist von Beruf Maurer und hat mehrere Ausbildungslehrgänge auf Landes- und Kreisebene absolviert. Edo Schulz war lange Jahre Gruppenführer und hat sein Wissen und Können in der Gruppe an die jüngeren Kameraden weitergegeben. Edo Schultz war kompetenter Ansprechpartner und hat viele große Einsätze in seiner Funktion als Gruppenführer geleitet, unter anderem den Brand der großen Scheune und einige Einsätze bei der Firma Gies Kerzen.“

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Glinder Tafel braucht Hilfe: Stadtverwaltung unterstützt bei Spendersuche

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Glinde Die Zahl der Menschen, die bei der Glinder Tafel als Kunden registriert sind, hat sich in den vergangenen Wochen um rund 50 Prozent erhöht.

Alfons Stanetzek, Vorsitzender der Glinder Tafel, und seine Stellvertreterin Sylvia Stühmer haben sich Hilfe suchend an Bürgermeister Rainhard Zug und Bürgervorsteher Martin Radtke gewandt. Foto: Stadt Glinde

Dies lässt die ehrenamtlichen Helfer, die donnerstags von 14 bis 16 Uhr im Glinder Gutshaus die Lebensmittelspenden verteilen an ihre Grenzen bringen.

Aus diesem Grund haben sich nun Tafel-Vorsitzender Alfons Stanetzek und seine Stellvertreterin Sylvia Stühmer Hilfe suchend an die Glinder Stadtverwaltung gewandt.

„Das Team der Glinder Tafel ist an der Belastungsgrenze und so geht es nicht mehr weiter. Leider bekommen wir derzeit weniger Warenspenden vom Handel und nicht nur die hohe Anzahl von ukrainischen Flüchtlingen hat zu einem der Anstieg der Kundenzahlen geführt“, erklärt Alfons Stanetzek.

Bürgermeister Rainhard Zug und Bürgervorsteher Martin Radtke wollen helfen.

„Die Tafel ist eine wichtige soziale Einrichtung für unsere Stadt. Aus diesem Grund bitten wir um mehr Unterstützung auch von Seiten der Glinderinnen und Glinder“, meint Rainhard Zug. Er ruft auch zu finanziellen Spenden auf. „Es hilft der Glinder Tafel auch schon, wenn die Tafel neue Mitglieder bekommt. Diese müssen nicht aktiv dabei sein, können aber durchaus finanziell mit einem Jahresbeitrag von 24 Euro unterstützen.“

Bürgervorsteher Martin Radtke konnte derweil die Geschäftsführungen der beiden Glinder Edeka-Geschäfte von einer Spendenaktion überzeugen.

Dabei können Kunden selbst Artikel für die Glinder Tafel einkaufen und dann in den beiden Geschäften sammeln lassen.

Die Ehrenamtler der Tafel werden sie dann dort regelmäßig abholen. Benötigt werden vor allem haltbare Lebensmittel wie zum Beispiel Reis- und Nudel-Fertiggerichte, Kaffee, Marmelade, Gewürze und Gemüse in Dosen, aber auch Shampoo, Seife und Zahnpasta.

Vor dem Krieg in der Ukraine waren es regelmäßig 70 bis 80 Kunden, die regelmäßig Lebensmittelspenden für einen geringen Eurobetrag im Gutshaus abholen. Derzeit sind es 120, Tendenz steigend. Darunter sind auch Bedürftige aus Oststeinbek, da es dort keine Tafel gibt.

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Glinder Feuerwehr sagt diesjähriges Osterfeuer ab

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Glinde Wie bereits in den beiden vorangegangenen Jahren hat die Glinder Feuerwehr aufgrund der unklaren Pandemielage und der damit verbundenen Planungsunsicherheit auch das Osterfeuer 2022 abgesagt – wenngleich schweren Herzens.

Foto: SL

Der gerade erst in seinem Amt bestätigte Glinder Gemeindewehrführer Michael Weidemann und seine Mannschaft sind sich bewusst, dass damit ein weiteres Mal ein Stück Kulturleben in der Stadt und Bürgernähe der Feuerwehr verloren geht. Zuletzt 2019 hatte die Wehr – immerhin schon zum 32. Mal – das traditionelle Volksfestfest unter eigener Regie veranstaltet.

Dennoch: „Wir nehmen natürlich auch unsere Verantwortung unseren eigenen Kameraden gegenüber, aber vor allem auch für die Glinder Mitbürger unter Sicherheitsaspekten sehr ernst“, sagt der Feuerwehrchef mit einem lachenden und einem weinenden Auge. „So oder so wünschen wir den Glindern ein fröhliches Osterfest und hoffen, dass alle gesund bleiben.“

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Er schreibt Geschichte auf: Glinde hat einen neuen Stadtchronisten

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Glinde Für die Forschung ist eine Stadtchronik von großer Bedeutung. Deswegen wird Glindes Geschichte jetzt vom Stadtchronisten Christoph Treskow aufgeschrieben.

Foto: Stadt Glinde

Die Stadt Glinde sieht auf eine reiche und wechselvolle Geschichte zurück. Diese ist unter anderem in schriftlichen Quellen, wie Urkunden, Büchern, Denkmälern und Bauwerken, überliefert. Das alles dient Heimatforschenden, Historiker*innen sowie anderen Interessierten als zuverlässige Informationsquelle.

Seit wenigen Wochen ist nun mit Christoph Treskow ein neuer ehrenamtlicher Stadtchronist für die Stadt Glinde aktiv.

Die Aufgabe des Stadtchronisten ist es, das Geschehen in der Stadt Glinde unter anderem anhand von Presseberichten und Internetseiten zu recherchieren und die wichtigsten Ereignisse sachlich in einem jährlichen Bericht zusammenzufassen.

„Darüber hinaus möchte ich aber auch zu verschiedenen Veranstaltungen in der Stadt gegen und diese dann für die Nachwelt zum Beispiel mit Fotos festhalten. Ich möchte die Glinder Stadtchronik moderner gestalten und werde deshalb auch mehr mit Bildern arbeiten“, erklärt Christoph Treskow.

Um den Posten des ehrenamtlichen Stadtchronisten hatten sich zahleiche Personen beworben.

Am Ende setzte ich dann der 34-jährige Christoph Treskow durch. Der gebürtige Dessauer hatte in Rostock Germanistik studiert und nach dem Uniabschluss in einer Hamburger Agentur unter anderem als Lektor gearbeitet.

Vor zwei Jahren wagte er dann den Sprung in die Selbständigkeit als Lektor und Textberater. „Ich lebe jetzt seit sechs Jahren zusammen mit meiner Frau hier in Glinde und finde es besonders wichtig, sich auch mit der eigenen Stadt zu beschäftigen. Dabei gehe ich immer mit offenen Augen durch die Welt und interessiere mich für die lokale Geschichte. Aus diesem Grund habe ich mich als Stadtchronist beworben, denn so kann ich immer noch wieder etwas Neues über meine Heimatstadt kennenlernen“, meint Christoph Treskow.

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