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Kiel

Neue Pflegekammer will Interessen von Arbeitnehmern vertreten

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Pflegekraft mit Seniorin (Symbolbild). Foto: Shutterstock.com

Kiel – Der Weg war lang und steinig, aber jetzt kommt sie: Schleswig-Holstein bekommt eine Pflegekammer. Damit erhalten die Pflegeberufe erstmals eine eigene Interessenvertretung im nördlichsten Bundesland.

Das Palliativnetz Travebogen begrüßt die Einrichtung der Pflegeberufekammer ausdrücklich. „Wir als pflegeorientierter Arbeitgeber unterstützen die erste Kammerwahl sehr und hoffen, dass dies ein Startschuss für eine höhere Anerkennung der Pflegeberufe ist“, sagt Travebogen-Geschäftsführer Thomas Schell.

Travebogen-Geschäftsführer Thomas Schell

„Durch die Pflegeberufekammer wird professionelle Pflege aufgewertet. Und das sollte im Interesse jeden Arbeitsgebers in diesem Bereich liegen“, bestätigt Patricia Drube, Vorsitzende des Einrichtungsausschusses der Pflegeberufekammer Schleswig-Holstein. „In der Kammer geht es nicht um Arbeitgeber oder Arbeitnehmer sondern es geht um den Berufsstand der Pflegefachpersonen.“

Seit dem 1. März und noch bis zum 4. April haben alle Pflegefachkräfte im Land die Möglichkeit, ihre Stimme für einen sich zur Wahl stellenden Kandidaten abzugeben. Insgesamt sind 20.602 registrierte Pflegefachpersonen bei der ersten Kammerwahl wahlberechtigt. 208 Kandidaten stehen zur Wahl. Am 21. April soll dann in der Stadthalle in Neumünster die konstituierende Sitzung der Kammerversammlung stattfinden.

Die Kammer soll für die Berufsordnung, Weiterbildung, Qualitätssicherung, Beratung der Politik und Erhebung einer Pflegeberufe-Statistik verantwortlich sein. Insgesamt hat die Kammer 40 Sitze, die nach der Anzahl der Mitarbeiter im Land in der Alten-, Kranken und Kinderkrankenpflege paritätisch verteilt sind.

Jede Pflegefachperson aus den drei Bereichen wird Pflichtmitglied in der Kammer. Der Beitrag soll voraussichtlich für Vollzeitbeschäftigte zwischen 8,50 Euro und 9,80 Euro liegen. Die tatsächliche Höhe wird von der ersten Kammerversammlung verabschiedet. In jedem Fall ist er gut angelegt, so Drube: „Die Pflegefachkräfte haben künftig Mitbestimmungsrechte bei allen beruflichen Fragen. Die Kammer wird ein Sprachrohr unserer Profession sein. Es liegt allerdings in der Verantwortung eines jeden, diese Rechte und Möglichkeiten auch zu nutzen. Außerdem werden wir durch die Kammer aktuelle Fachinformationen erhalten und auch Beratung in beruflichen und ethischen Fragen.“

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Kiel

Kinderschutzbund fordert bessere Gesundheitsversorgung für Kinder und Jugendliche

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Kiel – Im Hinblick auf die Landtagssitzung am 23. September verweist der Kinderschutzbund Landesverband Schleswig-Holstein erneut auf die dringende Notwendigkeit, die Gesundheitsversorgung für Kinder und Jugendliche nachhaltig zu sichern und zu stärken.

Ergotherapie Symbolfoto: Photographee.eu/shutterstock

„Vor allem im ländlichen Raum und urbanen Randgebieten ist eine wohnortnahe kinder- und jugendärztliche Versorgung insbesondere aufgrund des steigenden Kostendrucks sowie des Fachärztemangels oft nur noch unzureichend gewährleistet“, kritisiert die Landesvorsitzende Irene Johns. „Damit steigt die Gefahr, dass vor allem sozial und wirtschaftlich benachteiligte Kinder und Eltern auf der Strecke bleiben, da für sie das Aufsuchen eines Kinderarztes oder einer Kinderärztin heute einen zu großen Aufwand bedeutet und daher nicht ausreichend genutzt werden kann“, so Johns.

Dabei sei gerade in Zeiten der Verunsicherung durch die Corona-Pandemie, aber auch einer allgemein steigenden Zahl an Vorsorgeuntersuchungen und Impfungen sowie beratungsintensiver sozialer und psychischer Probleme bei Kindern und Jugendlichen eine niedrigschwellige pädiatrische Versorgungssituation dringend erforderlich, mahnt die Landesvorsitzende.

„Sie begünstigt den regelmäßigen Besuch von KinderärztInnen und führt so zur besseren Gesundheitsversorgung der Kinder sowie Sensibilisierung der Eltern für verschiedene Aspekte der Gesundheit ihrer Kinder.

Darüber hinaus trägt ein gut erreichbares pädiatrisches Angebot auch zum Kinderschutz bei, weil gegebenenfalls Anzeichen für Mangelversorgung oder Vernachlässigung und Misshandlung frühzeitig festgestellt werden können“, erläutert Johns. „Nicht ohne Grund ist eine funktionierende Gesundheitsversorgung von Kindern und Jugendlichen laut Artikel 24, Absatz 1 der UN-Kinderrechtskonvention verpflichtend. Wir sollten alles tun, um die ambulante wie stationäre pädiatrische Versorgung zu stärken“, betont Irene Johns.

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Wirtschaft

Corona-Krise: SPD fordert mehr Unterstützung für Gastronomie

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Kiel – Viele Branchen haben es unter den Bedingungen der derzeitigen Corona-Krise schwer. Besonders hart trifft es den Gastronomiebereich.

Bild von Nenad Maric auf Pixabay

Auf Initiative der SPD-Landtagsfraktion forderte der schleswig-holsteinische Landtag die Landesregierung auf, sich im Bund für die Branche einzusetzen und die Hilfen zu verlängern.

„Restaurants und Gaststätten haben es in der derzeitigen Corona-Krise besonders schwer. Deshalb bin ich sehr froh, dass wir als SPD-Fraktion im Landtag einen Antrag eingebracht haben, der die Fortführung der Hilfen sicherstellen soll“, so der Stormarner Abgeordnete Tobias von Pein.

Die Sozialdemokraten fordern, dass die Soforthilfen für die Monate März bis Mai unabhängig vom Datum der Antragsstellung gelten.

Zudem soll die Überbrückungshilfe über den Monat August hinaus möglich sein.

Dies sei wichtig, da ein Ende der coronabedingten Einschränkungen, die sich massiv auf die Gästezahlen auswirken, für das Hotel- und Gaststättengewerbe nicht absehbar ist.

Die Parteien der Regierungskoalition im Landtag ergänzten, dass die Überbrückungshilfen deutlich erhöht werden sollen. Inzwischen war im Koalitionsausschuss auf Bundeseben eine Fortführung der Überbrückungshilfe über den Monat August hinaus beschlossen worden.

„Es kommt nun darauf an, dass das Bundeswirtschaftsministerium mit gut handhabbaren und mit passgenauen Förderprogrammen das Abrufen der Mittel möglich macht. Auch in Stormarn hängen viele Jobs an der Gastronomiebranche. Und unsere Landgasthöfe in der Region wollen wir wirklich nicht verlieren“, so der SPD-Landtagsabgeordnete von Pein.

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Schleswig-Holstein

Polizei-Tipps für einen sicheren Schulweg

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Sicher auf dem Schulweg Foto:Polizeidirektion Flensburg/hfr

Flensburg/Schleswig-Holstein – Die Sommerferien in Schleswig-Holstein sind zu Ende und die Schüler starten wieder in ein neues Schuljahr. Die Polizei gibt entsprechende Sicherheitstipps für den Straßenverkehr.

Auch wenn in diesem Jahr vieles anders ist als sonst, beginnt insbesondere für die Erstklässler am Mittwoch ein völlig neuer und aufregender Lebensabschnitt. Der Weg zur Schule ist für sie ebenfalls eine neue Erfahrung und oftmals sind sie auch hier “Anfänger”.

Die Polizeidirektion Flensburg hat deshalb auch in diesem Jahr auf die ABC-Schützen und die weiteren Verkehrsteilnehmer ein besonderes Augenmerk. Das gilt natürlich auch für das restliche Land.

Schulwegsicherung und die Überwachung von Geschwindigkeiten, Gurtanlege- und Kindersicherungspflicht werden gezielt im Bereich von Schulen und Kindergärten sowie auf stark frequentierten Schulwegen stattfinden.

Die Kommunen, Schulen, die Verkehrswacht und die Polizei sind auch in diesem Jahr wieder sehr bemüht, den Eltern zum Schulbeginn Ihrer Schützlinge mit Rat und Tat zur Seite zu stehen:

Tipps für einen sicheren Schulweg:

-Informieren Sie sich an Ihrer Schule über den “Schulwegplan”, der Ihnen sichere Schulwege empfiehlt. Wählen Sie diesen sicheren Weg, auch wenn dadurch ein Umweg in Kauf genommen werden muss.

-Trainieren Sie den Schulweg mit Ihrem Kind einige Zeit, bevor es diesen selbstständig gehen soll. Erklären Sie dabei immer wieder was Sie tun und warum das wichtig ist. Ihr eigenes Verhalten ist dabei wichtig: Sie sind das Vorbild Ihres Kindes! Bobachten Sie ihr Kind genau: kann es sich über einen längeren Zeitraum konzentrieren, Entfernungen von herannahenden Fahrzeugen richtig einschätzen, den Unterschied zwischen Fahrbahn, Gehweg und Radweg erkennen und sich auf besondere Situationen im Straßenverkehr (parkende Autos, Baustellen, u.ä.) einstellen?

-Achten Sie darauf, dass Ihr Kind vor jeder Straßenüberquerung, auch an Ampeln und Zebrastreifen, immer aufmerksam zu beiden Seiten schaut. Oft können Kinder rechts und links noch nicht unterscheiden. Grundsätzlich soll es sich in beide Richtungen absichern. Vor dem Überqueren müssen Sie mit Ihrem Kind am Bordstein stehen bleiben. Dabei sollten mindestens 20 cm Abstand zur Fahrbahn eingehalten werden. Am Zebrastreifen sollte Ihr Kind zusätzlich den Arm nach vorne ausstrecken, damit es für Autofahrer besser erkennbar ist.

-Üben Sie mit Ihrem Kind auf verkehrsrelevante Geräusche zu achten und deren Wichtigkeit zu beurteilen (Martinshorn, Hupen, Motorengeräusche, etc.).

-Wecken Sie Ihr Kind morgens rechtzeitig: Zeitdruck und Hektik können sich auf das Verhalten im Straßenverkehr negativ auswirken. Ein gesundes/ausgewogenes Frühstück ist ebenso von besonderer Bedeutung, weil dadurch die Konzentrationsfähigkeit gestärkt wird.

– Achten Sie auf gut sichtbare Kleidung Ihres Kindes im Straßenverkehr! Ihr Kind wird spätestens in den Herbstmonaten häufig auch in der Dunkelheit und in der Dämmerung im Straßenverkehr unterwegs sein. Deshalb ist helle und reflektierende Kleidung lebenswichtig!

– Verabreden Sie sich mit anderen Eltern und lassen Sie die Kinder in Kleingruppen gemeinsam zur Schule gehen. Vereinbaren Sie mit den Schulanfängern, dass sie aufeinander warten und zusammenbleiben. Stärken Sie hierbei das Verantwortungsgefühl der kleinen ABC-Schützen.

-Denken Sie bitte auch immer an Ihr eigenes Vorbildverhalten. Dieses prägt Kinder wesentlich intensiver, als zeitlich begrenzter Verkehrsunterricht an Schulen und Kindergärten.

-Auch wir, Ihre Polizei, werden besonders zu Beginn des neuen Schuljahres wieder vermehrt an Schulen und Schulwegen präsent sein und durch zusätzliche Verkehrsüberwachungs- und Präventionsmaßnahmen für die Sicherheit der Schüler, insbesondere der ABC-Schützen, sorgen. Haben Sie Fragen? Sprechen Sie uns an!

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