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Die 90er wollen ihren Einkaufssonntag zurück

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Der “Einkaufssonntag” ist eigentlich eine Imagemaßnahme, wie nicht nur der neue Wirtschaftsverein bereits im Vorwege erklärt hatte.  Gute Umsätze oder Verkäufe können nur Nebenerscheinungen sein. Die Frage lautet also, warum man – wenn offenbar nur so wenige Kaufleute ein echtes Interesse haben – an der Veranstaltungsform festhält.

Einkaufssonntag wurde professionell organisiert

Bereits vor einigen Wochen erklärte Nicole Brandstetter vom Wirtschaftsverein, dass diese Tage nur Sinn machen, wenn sie an eine qualitativ hochwertige Veranstaltung gekoppelt sind. Ansonsten müsse man schauen, welche alternativen Ideen es geben könne.

Bis auf Arko hatte in der Mühlenstraße wohl kein Geschäft Lust so richtig im Außenbereich beim Programm mitzumachen.
Foto: SL

Die FBO kritisiert nun, dass das Ehrenamt in der Vorbereitung des Sonntags von der Stadtverwaltung gebremst und gehemmt worden sei: “Die Verwaltung ist leider oft nicht gerade hilfreich sondern behindert ehrenamtliches Engagement für die Innenstadt, wie die letzten Wochen zur Vorbereitung des Verkaufsoffenen Sonntages wieder beweisen”, behauptet FBO-Fraktionsvorsitzende Patricia Rohde und spricht von “Schikanen” und davon, dass ehrenamtliches Engagement zerstört werden würde. Die Wählergemeinschaft wirbt mit der Kritik für ihren Themenabend “Innenstadt” (Dienstag, 20. März, 19 Uhr, Bürgerhaus, Mühlenstraße 22).

Doch die Kritik scheint zumindest in diesem Fall etwas am Thema vorbei. So handelte es sich keineswegs um eine ehrenamtlich organisierte Veranstaltung. Denn gerade damit es eine professionelle Ausrichtung haben könne, war ja der Schausteller-Profi Niehuesbernd vom Ehrenamtler Steglich an Bord geholt worden. Viel mehr war es so, dass der Jahrmarktkommerz nun offenbar keinen Platz für das Ehrenamt ließ.

Gerade deswegen hatte die Stadtverwaltung interveniert. Denn wie erwähnt suchte man lokale Musiker, Künstler, Vereine und Verbände in der Innenstadt vergeblich.

Stadtverwaltung reagierte auf Orga-Chaos

Die Probleme bei den Genehmigungen, so hatte sich die Stadtverwaltung bereits Ende der Woche geäußert, sei nicht durch den nicht vorhandenen Willen bei der Verwaltung geschehen, sondern durch Chaos und fehlende Unterlagen seitens der Organisation.

4000 Euro Fördergeld fließen in jeden Verkaufsoffenen Sonntag. Was nun aber genau daran förderungswürdig war und der Stadt in Sachen Image geholfen hatte, war auf den ersten Blick nicht zu erkennen. Bad Oldesloes attraktive Seite wurde zumndest nicht deutlich. So blieb es am Ende eine “okaye” Veranstaltung, die vermutlich auch niemand vermisst hätte, wenn sie ausgefallen wäre. Manchmal ist das Gegenteil von gut halt gut gemeint.

Mehrere Besucher regten bereits vor Ort an, dass es dringend einen runden Tisch geben müsse, wenn an diesen Tagen festgehalten werden soll. Daran müssten Kaufleute, Ehrenamtler, Kulturschaffende und Vereine teilnehmen, damit man gemeinsam eine Veranstaltung auf die Beine stellen könne, die überhaupt etwas mit Bad Oldesloe zu tun hat. Mögliche Auftretende und Ausstellende gibt es genug – waren sich so manche Besucher einig.

 

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Geldwäsche-Verdacht: LKA warnt vor unseriösen Job-Anzeigen

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Kiel – Die Geldwäschedienststelle des Landekriminalamtes registriert im Verlauf der Corona-Pandemie vermehrt, dass Menschen auf Anzeigen reagieren, die ihnen aus dem Homeoffice heraus leicht verdientes Geld suggerieren.

Symbolfoto: Shutterstock.com

Am Ende sehen sie sich dann allerdings oftmals mit einer Anzeige wegen des Verdachts der leichtfertigen Geldwäsche und einem Schuldenberg konfrontiert.

In Zeiten, in denen viele BürgerInnen sich gezwungen sehen, nach Nebentätigkeiten aus dem Homeoffice heraus zu suchen, haben Täter leichtes Spiel, die mit einer perfiden Masche einen vermeintlich sicheren Job mit guten Verdienstmöglichkeiten versprechen.

Mit seriös wirkenden Suchanzeigen in einschlägigen Internetportalen suchen sie so genannte “App-Tester”.

Es kommt auch vor, dass die Täter gezielt Arbeitssuchende mit diesem Jobangebot ansprechen. Die Kontaktaufnahme erfolgt dann mittels Messenger, wie z.B. WhatsApp.

Die Angeworbenen eröffnen angeblich zu Testzwecken online Konten bei verschiedenen Banken. Sie erhalten sogar Verhaltenshinweise für die obligatorische Onlinebefragung per Videochat. Die Daten für die Konten geben sie dann an ihre Auftraggeber weiter, die die Zugänge sofort ändern und die Konten dann für wenige Wochen nutzen, um aus Betrugstaten stammende Gelder in Länder wie Litauen, Lettland, Russland oder die Türkei zu transferieren, bis den Geldwäscheabteilungen der Banken diese Geldbewegungen auffallen und sie den Geldwäscheverdacht durch den Kontoinhaber zur Anzeige bringen. Überweisungen von 20.000 bis 30.000 Euro pro Konto sind keine Seltenheit. Das eingegangene Geld wird in der Regel tagesaktuell durch die Täter weitergeleitet.

Den “App-Testern” werden von den Anwerbern seriös wirkende Arbeitsverträge zugesandt.

Wenn sie im Internet nach der Firma suchen, stoßen sie auf existierende Betriebe. Lediglich die angegebenen Mailadressen und Handynummern auf den Verträgen könnten Verdacht erregen.

Pro eingerichtetem Konto werden 20 Euro Vergütung vereinbart, die sie allerdings nie erhalten. Nicht selten werden 6 bis 8 Konten eingerichtet, bevor Banken und Polizei aufmerksam werden. Die gutgläubigen Kontoeinrichter fallen meist aus allen Wolken, wenn die Polizei sie mit ihren Taten konfrontiert.

Mit einer vermeintlich noch lukrativeren Masche werden in gleichen Portalen und mit ähnlicher Anbahnungsform Menschen gesucht, die für die Auftraggeber Warenpakete annehmen, sammeln und weiter verschicken. Neben den bereits beschriebenen Arbeitsverträgen werden ihnen bis zu 16 Euro Stundenlohn versprochen. Sogar die bereits frankierten Adressaufkleber in die oben genannten Staaten werden übersandt. Die so genannten Warenagenten nehmen an sie adressierte Päckchen mit Handys oder Tablets an und leiten sie dann in größeren Chargen weiter.

Die Begründung für dieses “Geschäftsmodell” wird ihnen damit erklärt, dass man sich die Waren aufgrund angeblicher Handelssanktionen nicht direkt senden lassen kann oder die Waren hier angeblich schlicht billiger als in den Zielländern seien. Zugrunde liegen hier natürlich Betrugsdelikte.

In der Regel erfahren die Warenagenten erst dann von ihrem Fehlverhalten, wenn die Polizei auf sie zukommt.

“Die Haupttäter agieren aus der digitalen Deckung heraus und sind für uns schwer ermittelbar”, erklärt Roland Otto, Mitarbeiter im Geldwäschesachgebiet des Landeskriminalamtes Schleswig-Holstein.

Die Verfolgung von ins Ausland transferierten Geldern ist sehr aufwändig und oft schwierig. Auch die verschickten Pakete werden im Ausland noch mehrmals weitergeleitet, bevor sie ihren Empfänger erreichen. Und die Handys, die oftmals die einzige Kontaktmöglichkeit zu den Tätern darstellen, sind meist auf nichtexistierende Personen angemeldet.

“Die Finanz- und Warenagenten, wie wir die App-Tester und Warenweiterleiter nennen, haben sich strafbar gemacht und können wegen leichtfertiger Geldwäsche belangt werden. So werden leichtgläubige Jobsuchende nicht selten zu teils hohen Geldstrafen verurteilt”, erklärt der Ermittler. Aber das sind nicht die einzigen Folgen, denn neben der Vorstrafe werden sie meist auch für die entstandenen Schäden haftbar gemacht und stehen plötzlich vor einem großen Schuldenberg.

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Fast drei Promille: Oldesloer Polizei stoppt betrunkenen Autofahrer

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Bad Oldesloe – Am Samstagmittag zogen Beamte des Polizeirevieres Bad Oldesloe dank eines Zeugenhinweises einen Mann aus dem Verkehr, der unter dem Einfluss von Alkohol stehend mit einem Auto unterwegs gewesen ist.

Alkoholtest (Symbolbild). Foto: polizei

Gegen 12 Uhr meldete sich der Zeuge bei der Polizei und teilte mit, dass ein offensichtlich betrunkener Mann gerade in einen Pkw steigen und losfahren würde.

Die Beamten stellten im Rahmen der sofort eingeleiteten Fahndung den beschriebenen Audi A6 im Kreuzungsbereich Lübecker Straße und Berliner Ring fest, stoppten den Wagen und unterzogen dem Fahrzeugführer einer Kontrolle.

Bei einer Überprüfung der Fahrtauglichkeit stellten die Polizisten einen Atemalkoholwert von 2,71 Promille fest. Daraufhin wurde die Entnahme einer Blutprobe angeordnet. Sein Führerschein wurde beschlagnahmt.

Der 55-jährige Bad Oldesloer wird sich nun wegen Trunkenheit im Straßenverkehr verantworten müssen.

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Vermisst gemeldeter Jugendlicher (14) aus Bad Oldesloe wieder Zuhause

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Bad Oldesloe – Der seit dem 3. Dezember vermisste Louis G. aus Bad Oldesloe ist seit Donnerstag (10. Dezember) wieder Zuhause. Das teilte die Polizei am Montag mit.

Polizei im Einsatz Symbolfoto: Christian Horz/shutterstock

Der 14-Jährige war bei der Polizei als vermisst gemeldet worden. Nachdem die Ermittler mit dem Fall an die Öffentlichkeit gingen, konnte der Jugendliche noch am selben Tag gefunden werden.

Der 14-Jährige hatte am 3. Dezember sein Zuhause mit unbekanntem Ziel verlassen. Wo sich Louis G. aufhielt, teilte die Polizei nicht mit.

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