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Die 90er wollen ihren Einkaufssonntag zurück

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“Wie ein typischer Dorfjahrmarkt”: Der Marktplatz am “Verkaufsoffenen Sonntag” am 18. März. Foto: SL

Bad Oldesloe – Was genau soll ein “Verkaufsoffener Sonntag” sein? Was soll er bewirken? Reicht es, wenn eine solche Veranstaltung “ganz okay” ist? Reicht es, wenn das Urteil vieler Besucher ist “besser als gar kein verkaufsoffener Sonntag”? Fakt ist, dass die erste Veranstaltung dieser Art in diesem Jahr in Bad Oldesloe so unspektakulär, wenig innovativ und ohne jegliche Alleinstellungsmerkmale ausgestaltet war, dass sie einfach nur beliebig und auch überholt wirkte.

Eine Veranstaltung ähnlicher Natur hätte so in jeder norddeutschen Kleinstadt auch vor 20 oder 25 Jahren stattfinden können: Ein paar Jahrmarktbuden, ein irgendwie einsam vor dem Rathaus aufgestelltes Kinderfahrgeschäft ohne einladende Deko und eine Bühne mit ausschließlich auswärtigen Musikacts, deren Engagement keine qualitativen Gründe gehabt haben dürfte.

Keine lokalen Musiker im Programm

Mit so silbrigem Haar wie der Bandname: “Silver Shadows” spielten Oldies aus den 60er und 70ern.
Foto: SL

Dass die durchaus sich souverän durch ihr Repertoire spielenden “Best Ager” von den “Silver Shadows” bei bitterer Kälte Instrumentalcoverhits der Band “The Shadows” spielte, die vor allem in 1960er und 1970er Jahren Erfolge hatte, passte dann doch irgendwie ins Bild, denn auch das Konzept wirkte ähnlich frisch und überraschend. Keine Frage – diese Band hat bestimmt irgendwo ein Publikum auf einer Oldieveranstaltung oder bei einem Retroevent, aber was hat sie mit dem Motto “Bad Oldesloe attraktiv und mobil” zu tun?

Die “Sweet Voices” aus Lübeck sangen sich durch ihr Set aus Kinder- und Schlagersongs, wie es junge Mädchen eben machen, die ihr Talent auf einer Bühne unter Beweis stellen wollen. Das ist mal interessant, mal hörenswert, mal ein wenig Playbackshow.

Schon im Vorwege war kritisiert worden, warum man solche Combos aus der Hansestadt importiert, wenn fast jede Schülerband oder Musikschulcombo aus der Kreisstadt auf keinen Fall schlechter gewesen wäre und noch dazu wenigstens für ein wenig lokalen Bezug und Talentförderung vor Ort gesorgt hätte. 

“Es ist schade, dass das jetzt hier komplett an den Oldesloern vorbei geplant wurde”

Kritik daran hatte Agnes Heesch, Öffentlichkeitsarbeit und Wirtschaftsförderung der Stadt Bad Oldesloe, geübt: “Wir haben immer viel Wert auf Lokalkolorit bei unseren Events gelegt. Es ist schade, dass das jetzt hier komplett an den Oldesloern vorbei geplant wurde”, sagte sie bereits in der Vorbereitungsphase.

Viele Besucher berichteten auf Nachfrage, dass die größte Enttäuschung aber das mangelnde Engagement der einzelnen Kaufleute sei. Dass einem Dorfjahrmarkt ähnliche Treiben auf dem Marktplatz fanden manche okay, andere überflüssig, aber es störte halt auch nicht. Denn immerhin schloss es die Lücke, die offensichtlich die lokalen Händler hinterlassen hatten. Mehrfach kam die Frage auf, warum nicht lokale Gastronomen vor Ort für die Stände sorgen, warum nicht jedes geöffnete Geschäft vor der Tür ein Glücksrad, Gewinnspiel oder wenigstens Sonderangebote präsentierte.

Sehr wenige Angebote in der Hindenburgstraße. Foto: SL

In der Hindenburgstraße zwischen dem Marktplatz und “C&A” herrschte gähnende Leere bis auf den tapferen Hans-Jörg Steglich vor der Löwenapotheke, der die Fäden für die Koordination in den Händen hielt, während die Organisation an den Profi-Schausteller Rolf Niehuesbernd abgegeben worden war. Steglich ist sicherlich kein Vorwurf zu machen. Er hatte sich ehrenamtlich eingebracht – aber im Stich gelassen wurde er von einem zu großen Teil der Kaufmannschaft. Das Highlight waren so ein paar wenige Glücksräder und die kleine Neuwagen-Ausstellung Oldesloer Autohändler, die sich wenigstens somit aktiv einbrachten. Eigentlich schon ironisch, dass in diesem Fall also die größte Gruppe an Engagierten von außerhalb der Fußgängerzone kam.

 

Wenig Aktionen von Kaufleuten, keine Vereine

Entweder man will einen “Verkaufsoffenen Sonntag” oder man will ihn nicht – so wirkte alles wie ein Kompromiss ein “wir machen besser irgendwas als gar nichts”. Daran Schuld sind nicht die wenigen Kaufleute wie Steglich oder Arko, die vor ihren Türen etwas auf die Beine stellten. Für die gesamte unspektakuläre bis tief provinzielle Stimmung der Veranstaltung, die aus den 90er Jahren zu stammen schien, sorgte eher das beliebig bis lieblos zusammengewürfelt wirkende Angebote. Es fehlte ein roter Faden, eine Idee und vor allem eine Alleinstellung. Wenn es im Motto heißt “Bad Oldesloe attraktiv und mobil” warum zeigt sich dann Oldesloe nicht mit Vereinen, Verbänden und vor allem den Kaufleuten von seiner attraktiven Seite. 

Weiterlesen auf der nächsten Seite: Stadtverwaltung kritisiert professionellen Veranstalter, Wählergemeinschaft FBO spricht von “Schikanen”.

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Enten zu dick: Glinde bittet auf Füttern zu verzichten

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Glinde – Das Füttern von Enten und anderen Wasservögeln mit Brot ist meistens gut gemeint. Vielleicht auch mit der Absicht verbunden, Kindern die Tiere und die Natur näher zu bringen. Doch leider werden die Tiere durch das Füttern gefährdet.

Die Stadt Glinde deshalb ruft die Bürgerinnen und Bürger dazu auf, die Vögel an den Glinder Gewässern nicht mehr zu füttern.

Grundsätzlich finden die Tiere genug Nahrung in der umliegenden Natur.

Durch das Füttern verlieren sie ihre „Hauptbeschäftigung“: die Futtersuche. Insbesondere das Füttern mit Brot schadet den Tieren.

Brot enthält viel Salz und Zucker. Gleichzeitig ist der Gehalt an Nährstoffen für die Enten relativ gering.

Durch das Füttern von Brot werden die Tiere zu dick.

Es können Mangelerscheinungen auftreten und die Anfälligkeit für Krankheiten steigen.

Neben den Enten leidet auch die umliegende Natur und verliert ihr Gleichgewicht. Wenn das Nahrungsangebot zu groß ist, vermehren sich Enten und andere Wasservögel zu stark.

Es entsteht zu viel Kot und zusammen mit nicht gefressenen Brotresten wird das Gewässer überdüngt. Algen wachsen vermehrt und der Sauerstoffgehalt nimmt ab.

Fische, Schnecken und andere Wasserbewohner leiden unter dem Sauerstoffmangel und können sterben.

Wenn die Anzahl an Enten und anderen Wasservögeln zu groß und der Raum zu klein wird, bedeutet das Stress für die Tiere. Dieser Stress kann zu Verhaltensstörungen bei Paarung, Brut und Aufzucht der Jungen führen.

Außerdem verlieren die Tiere durch das Füttern ihre natürliche Scheu vor dem Menschen. Das kann für die Tiere gefährlich werden und zu mehr Unfällen auf der Straße oder durch Hunde führen.

Ein weiteres Problem ist, dass liegengebliebene Brotreste zum Beispiel Ratten und Mäuse anlocken.

Im Januar 2021 hat die Stadt Glinde Hinweistafeln zum Fütterungsverbot an den Glinder Gewässern aufgestellt. Die Stadt Glinde bittet darum, Enten und andere Wasservögel lieber aus der Ferne zu beobachten und sich an ihnen zu erfreuen anstatt sie zu füttern.

Wer sich aktiv für den Gewässerschutz engagieren möchte oder sich für den Lebensraum Gewässer interessiert, kann gerne Kontakt mit der Glinder Ortsgruppe des BUND (Norbert Walura, norbert.walura@bund-stormarn.de) oder dem Angelsportverein Glinde von 1981 e.V. (Markus Berg, 0172 – 545 90 10) aufnehmen.

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Kreis will mit Community-Magazin Kulturschaffende unterstützen

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Bad Oldesloe – Um die durch die Corona-Pandemie und die damit Verbundenen Veranstaltungsverbote schwer getroffenen Kulturschaffenden zu unterstützen, plant der Kreis Stormarn ein neues Projekt: Ein Community-Magazin mit Informationen über die Szene.

Kulturrefferentin Tanja Lütje. Foto: Privat

Die Themen, die in den unterschiedlichsten Formaten wie Artikel, Fotostrecken, Videos, Tipps, Podcasts medial aufbereitet werden, entstehen aus einer Gemeinschaft kulturaffiner und experimentierfreudiger Menschen heraus.

Dieses offene Angebot richtet sich an alle, die sich mit eigenen Ideen einbringen und an der Gestaltung des kulturellen Lebens mitwirken wollen.

Eine Möglichkeit, sich jetzt zu beteiligen, ist die Namensgebung. Der Kreis sucht derzeit nach einem passenden Titel für die Website.

„Unser wichtigstes Anliegen ist es, möglichst viele für eine Beteiligung zu begeistern und den Community-Journalismus auf eine breite Basis zu stellen“, so Tanja Lütje, Kulturreferentin des Kreises. Auch Menschen ohne oder mit wenig Erfahrung in der Erstellung von Artikeln, Videos, Podcasts etc. sollen zur Teilnahme ermutigen werden.

Auf www.kultur-stormarn gibt es bereits erste Beiträge. An einem weiteren arbeiten etwa bekannte Jazz-Trompeter Ingolf Burkhardt und Kirchenmusiker Andis Paegle aus Bargteheide. Beide haben einen Jingle geschrieben. Ein Making-Of über die Entstehung des Stormarn-Lieds ist ab sofort auf der Website und Youtube zu sehen.

“Ein Jingle ist etwa zehn Sekunden lang, zwei Varianten gibt es”, sagt Andis Peagle. Alles sei in Kirche aufgenimmen worden, mit kleiner Truhenorgel oder E-Piano und Trompete: “Wir haben auch ein bisschen improvisiert.”

Trompeter Ingolf Burkhardt hat das kleine Musikprojekt in der Bargtheider Kirche genossen: “Es ging uns vorrangig nicht ums Geld, wir wissen ja wie es um die Kultur bestellt ist, wir unterstützen mit unserer Arbeit gern die lokale Kultur.” Er sehe dabei das große Ganze.

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DRK bietet Corona-Schnelltests jetzt auch in Reinfeld an

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Reinfeld – In Zusammenarbeit mit dem DRK-Ortsverein Reinfeld bietet der Kreisverband Stormarn des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) jetzt auch Corona-Schnelltests in Reinfeld an.

Foto: Stormarnlive.de

Alle Bürger haben ab Dienstag, 13. April, die Möglichkeit, sich kostenlos testen zu lassen.

Der Testbus steht immer dienstags in der Zeit von 8 bis 12 Uhr auf dem Marktplatz in Reinfeld. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

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