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Bad Oldesloe

Ausbildungszertifikate für zwei Stormarner Unternehmen

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Auszeichnung von Beitel und Kolbe
Foto: Agentur für Arbeit Bad Oldesloe/hfr

Reinfeld/Ammersbek – Zwei Stormarner Betriebe erhielten das Ausbildungszertifikat der Bundesagentur für Arbeit. Heike Grote-Seifert, Chefin der Agentur für Arbeit Bad Oldesloe, hat anlässlich der „Woche der Ausbildung“ überreicht.

Die Firmen Beitel + Kolbe aus Reinfeld und D+H Mechatronic AG aus Ammersbek haben die Auszeichnung für ihr Engagement in der Ausbildung junger Menschen erhalten.

„In diesem Jahr zeichnen wir im Kreis Stormarn die Firmen Beitel + Kolbe aus Reinfeld und D+H Mechatronic AG aus Ammersbek mit dem Ausbildungszertifikat der Bundesagentur für Arbeit aus. Beide Unternehmen engagieren sich in besonderem Maße in der Ausbildung junger Menschen. Dies wollen wir mit dem „Zertifikat für Nachwuchsförderung“ anerkennen und honorieren“, sagt Grote Seifert.

Seit 1976 bildet das Reinfelder Unternehmen “Beitel + Kolbe”, das von Stephan und Ulrike Beitel geführt wird, regelmäßig aus. Der Familienbetrieb hat über die Jahre viele junge Menschen zu Anlagenmechanikern (früher Gas– und Wasserinstallateur), Klempnern oder Dachdeckern ausgebildet. „Bei der Azubi-Auswahl stehen bei uns nicht die Schulnoten im Vordergrund. Für uns sind Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit wichtig, deshalb schauen wir zum Beispiel eher auf unentschuldigte Fehltage in den Zeugnissen als auf die Noten“, erklärt Ulrike Beitel, die die Ansprechpartnerin für die Ausbildung ist.

Sie führt auch mit jedem Ausbildungsbewerber ein persönliches Gespräch und jeder hat die Chance, in dem Familienbetrieb ein Praktikum zu machen.

„Ein wichtiger Aspekt für die Auszeichnung gerade dieses Betriebes ist für mich neben dem regelmäßigen Ausbildungsengagement der Umstand, dass hier auch junge Menschen eine Chance bekommen, die woanders allein aufgrund ihrer Schulnoten vielleicht nicht berücksichtigt worden wären“, sagt die Chefin der Arbeitsagentur.  

Um ihre Ausbildung weiter zu verbessern, lässt sich der Familienbetrieb seit 2016 auch coachen. „Es ist ein Ausbildungskonzept entstanden, in dem zum Beispiel jeder Auszubildende jetzt einen festen Mentor im Betrieb hat. Dieser ist sowohl fachlicher als auch persönlicher Ansprechpartner für den Jugendlichen“, sagt Stephan Beitel. Dazu gibt es feste Gesprächstermine in jedem Quartal, in denen ein Austausch über den Stand der Ausbildung stattfindet. „Hier werden auch verbindliche Vereinbarungen mit den Auszubildenden geschlossen. Aber auch persönliche Probleme können ein Thema sein. Wir schauen dann, wo und wie wir unsere Auszubildenden bestmöglich unterstützen können, wie zum Beispiel bei dem Erwerb des Führerscheins“, ergänzt Ulrike Beitel.    

Viele der ehemaligen Auszubildenden sind auch heute noch im Betrieb, der mittlerweile gut 50 Mitarbeiter beschäftigt, tätig. „Wir versuchen, jeden Auszubildenden nach seiner Ausbildung auch zu übernehmen. Mit unserem Ausbildungskonzept sehen wir uns als innovativen, begleitenden und modernen Ausbildungs- und Familienbetrieb“, erklärt das Geschäftsführer-Ehepaar. Perspektivisch planen sie, ihr Ausbildungsengagement auszubauen: neben der handwerklichen Ausbildung möchten sie auch im kaufmännischen Bereich selbst auszubilden. 

Ausbildung und ein breites Angebot für die Auszubildenden hat auch bei der Firma D+H Mechatronic AG aus Ammersbek einen hohen Stellenwert. Ein eigener „Azubi-Blog“, in dem die Auszubildenden eigenverantwortlich und mit einem eigenen Redaktionsteam über ihre Ausbildung, über Workshops, die Weihnachtsfeier oder den letzten Messeauftritt berichten, ist nur eines der Beispiele. Der Mittelständler mit seinen rund 250 Mitarbeitern in Ammersbek und 500 weltweit stellt Systeme für Rauchabzug und natürliche Belüftung her.

Auszeichnung für die D+H Mechatronic AG
Foto: Agentur für Arbeit Bad Oldesloe/hfr

Aktuell bildet das Familienunternehmen 20 Auszubildende in fünf verschiedenen Ausbildungsberufen vom IT-Systemkaufmann bis hin zum Mechatroniker oder der Fachkraft für Metalltechnik aus. In den verschiedenen Ausbildungsberufen durchlaufen die Auszubildenden insgesamt 17 ausbildungsrelevante Abteilungen im Unternehmen.

„Wir investieren viel in die Ausbildung unseres Nachwuchses. Azubi-Tage, Workshops, Kommunikationstrainings, ein breites eLearning-Angebot oder eigene Ausbildungswerkstätten bieten Abwechslung und fördern den Teamgeist. Unsere Auszubildenden erhalten früh eigenständige Aufgaben, um die sie sich eigenverantwortlich kümmern. Unsere Ausbilder fungieren hier als Lernbegleiter und stehen im Hintergrund als Ansprechpartner zur Verfügung. Über das selbstgesteuerte Lernen übernehmen unsere Auszubildenden Verantwortung für ihre Ausbildung und wir versuchen so, sie frühzeitig auf die zukünftigen, schnell wechselnden, beruflichen Anforderungen vorzubereiten“, erklärt Tobias Kaps, seit 2014 verantwortlicher Ausbildungsleiter.

Mit dem Ausbildungskonzept, das auch viel Zeit für den regelmäßigen Austausch mit den Auszubildenden vorsieht, sehen er und der Vorstandsvorsitzende Dirk Dingfelder das Unternehmen gut für die Zukunft aufgestellt: „Über die Ausbildung gewinnen wir unsere Mitarbeiter von Morgen. Über unser Talentmanagement kann sich jeder sicher und strukturiert im Unternehmen weiterentwickeln. Als Familienunternehmen sind wir daran interessiert, Talente in den eigenen Reihen zu finden und zu fördern.“

 

Bad Oldesloe

Oldesloer CDU-Politiker wirbt für “Union der Mitte” und gegen Rechtsruck

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Angela Merkel und Horst Seehofer. Archivfoto: Photocosmos1/shutterstock.com

Bad Oldesloe – Die Alleingänge von Innenminister Horst Seehofer (CSU) bei der Flüchtlingspolitik spalten Union und sogar die CSU selbst. Der Streit auf Bundesebene hat mittlerweile auch Bad Oldesloe erreicht. So formieren sich auch hier liberale Kräfte der CDU, um sich dem Kurs der Hardliner in den Unionsparteien entgegenzustellen. 

Die Mitgliederinitiative “Union der Mitte” vereint CDU- und CSU-Politiker und versteht sich als “ideologiefrei” und sachorientiert. Und ja, „sie ist auch eine Antwort auf diejenigen, die es gern rechter hätten, was wir jedoch entschieden ablehnen“, sagt der Oldesloer Stadtverordnete Martin Nirsberger (CDU).

“Verkapptem Populismus entgegentreten”

Der Oldesloer Stadtverordnete Martin Nirsberger (CDU). Foto: CDU Bad Oldesoe

Der Vorsitzende des Bildungs-, Sozial- und Kulturausschusses hat sich der “Union der Mitte” angeschlossen: “Seit über 17 Jahren bin ich nun schon stolzes Mitglied der CDU. Als Vorsitzender des Bildungs-, Sozial und Kulturausschusses und Pressesprecher der CDU Fraktion meiner Heimatstadt ist es mir besonders wichtig dem verkappten und offensichtlichen Populismus entgegenzutreten!”

Nach der Flüchtlingsdebatte kam es innerhalb der Union zu großen Konfrontationen. Einige setzten auf den Kurs von Horst Seehofer (CSU) und seine Mitstreiter, die anderen halten zum liberalen Inhalt von Angela Merkel (CDU) und ihre Mitstreiter.

Über Wochen ging ein scharfer Riss durch die Union und zur Verwunderung vieler Mitglieder gab es einige, die plötzlich zerknirscht feststellten: “Die, die sehr weit rechts stehen, sind lauter als wir.” Es wurde Zeit für eine aktive Reaktion. 

“Rechtsruck in der Union schadet uns”

Die „Union der Mitte“ ist eine Initiative von Mitgliedern aus CDU und CSU, die sich als „fortschrittfreundlich“, „ideologiefrei“ und „sachorientiert“ versteht. In den sozialen Netzwerken schließen sie sich gerade zusammen.

Viele scheinen so zu denken, wie Martin Nirsberger – sogar in Bayern. Horst Seehofer befindet sich in einem Umfragetief. Drei Monate vor der Wahl in Bayern ist Angela Merkel dort beliebter als Horst Seehofer und Markus Söder.

Martin Nirsberger (CDU): “Als Lehrer und Trainer im Leistungssport weiß ich, wie wichtig jeder einzelne Mensch für unsere Gesellschaft ist. Wir sollten uns wieder auf unsere christlichen Leitwerte besinnen. Die Union der Mitte bietet dabei endlich den Raum innerhalb der CDU/CSU sich darüber auszutauschen und klarzumachen, dass ein Rechtsruck innerhalb der Union uns nur schadet!”

Martin Nirsberger trifft im Norden unter anderem auf eine prominente Mitstreiterin. Bildungsministerin Karin Prien (CDU) motivierte ihn sich dem deutschlandweiten Austausch anzuschließen.

 

 

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Bad Oldesloe

Bad Oldesloe: Böller in einem Automaten gezündet

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Polizei im Einsatz
Symbolfoto: SL

Bad Oldesloe – Am frühen Montagmorgen (16. Juli) , gegen 03.50 Uhr, vernahmen Zeugen in der Käthe-Kollwitz-Straße in Bad Oldesloe einen lauten Knall und verständigten daraufhin die Polizei. Die Beamten stellten vor Ort fest, dass bislang unbekannte Täter offensichtlich einen Böller in das Ausgabefach eines dort aufgestellten Süßigkeitenautomaten gesteckt und angezündet haben.

Dadurch wurde der Automat erheblich beschädigt. Die Schadenhöhe steht noch nicht fest. Derzeit geht die Polizei davon aus, dass es sich um Vandalismus und nicht um einen Aufbruchsversuch handelte. Ein Ermittlungsverfahren wegen gemeinschädlicher Sachbeschädigung wurde eingeleitet.

Zeugen gesucht: Unmittelbar nach der Tat sind zwei Fahrradfahrer gesehen worden, die die Bangertstraße in Richtung Kreisverkehr gefahren sind.

Ob es sich hierbei um die möglichen Täter handelte, ist noch unklar. Wer kann Angaben zu diesen beiden Radfahrern machen? Wem sind gestern Nacht am Tatort oder Umgebung verdächtige Personen aufgefallen? Zeugenhinweise bitte an die Kriminalpolizei in Bad Oldesloe unter der Telefonnummer 04531 / 501-0.

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Bad Oldesloe

Einigung möglich: Bürgermeister stellt Oldesloer Industriegleis-Pläne vor

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Das Industriegleis in Bad Oldesloe. Foto: Fischer

Bad Oldesloe – In den Verhandlungen um die Reaktivierung des vorübergehend stillgelegten Oldesloer Industriegleises zum Sandkamp-Gewerbegebiet zeichnet sich eine Einigung ab. 

Bürgermeister Jörg Lembke: “Es gibt ein Angebot von der AKN Eisenbahn GmbH, den Betrieb zu übernehmen.”

Unterhalt: Stadt will Verantwortung abgeben

Es geht dabei auch um den Unterhalt der Strecke und damit jährlich um 70.000 Euro, die laufend in die Schienenverbindung investiert werden müssen.

Bislang wurde der Streckenunterhalt von der Stadt getragen. ArcelorMittal zahlte eine Nutzungspauschale von 30.000 Euro. Für Bad Oldesloe ein Minusgeschäft.

Bund und Land stellen Kostenübernahme in Aussicht

Dadurch könnte die Stadt die Flächen behalten, müsste dann aber nicht mehr für die Instandhaltung zahlen.

Auch die anstehende Sanierung der Strecke könnte gefördert werden: “Der Bund hat in Aussicht gestellt, die Hälfte der Sanierungskosten zu übernehmen”, sagt Lembke. Damit wäre ein großer Teil der dann anstehenden 600.000-Euro-Rechnung bezahlt. Das Land Schleswig-Holstein werde weitere 100.000 Euro beisteuern. Die übrigen 200.000 Euro könnten dann unter Kreis, Kommune und der Wirtschafts- und Aufbaugesellschaft (WAS) übernommen werden.

Zu welchen Teilen Kreis, WAS und Stadt sich die Kosten teilen, ist Gegenstand weiterer Verhandlungen – und auch Sache der Lokal- und Kreispolitik. Nach der Sommerpause wird die Stadt mit einer Vorlage in die Ausschüsse gehen.

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