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Bad Oldesloe

Hospiz für Stormarn: Neue Stiftung soll Unterhalt finanzieren

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Mit einem Modell des geplanten Hospiz (Von links): Jörg Schumacher, Dr. Martin Lüdiger, Sabine Tiedtke, Thomas Schell (Geschäftsführer Palliativnetz Travebogen gGmbH) und Kay Gladigau (Vorstandsmitglied der Lebensweg-Stiftung). Foto: hfr

Bad Oldesloe – Bislang hat die Sparkasse Holstein die Region mit 17 Stiftungen unterstützt. 2017 ist eine 18. Stiftung hinzugekommen: die Sparkassen-Hospizstiftung Stormarn. Zweck der Stiftung ist die Beschaffung von Mitteln für den geplanten Hospizbetrieb in Bad Oldesloe.

Mit einem Investitionsvolumen von ca. 3,5 Millionen Euro entsteht in Bad Oldesloe ein stationärer Hospizbetrieb mit zwölf Plätzen. „Damit wird für Stormarn eine dringend benötigte Einrichtung geschaffen, die die Lebensqualität der Patienten in ihren letzten Lebenstagen deutlich erhöht“, stellt Martin Lüdiger, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Holstein, die hohe Bedeutung heraus und erläutert: „Die Patienten müssen dann nicht mehr nach Lübeck oder Hamburg ausweichen. Damit ist es auch für die Angehörigen einfacher, sie in ihren letzten Lebenstagen zu begleiten und ihnen zur Seite zu stehen. Den Patienten wiederrum gibt die Anwesenheit von vertrauten Personen Sicherheit.“

Lüdiger dankte insbesondere Sabine Tiedtke und den vielen Ehrenamtlichen, die sich seit Jahren engagiert für den Bau eines Hospizes in Stormarn einsetzen. „Wir freuen uns, dass wir diese wichtige Arbeit nun mit einer eigenen Stiftung unterstützen können“, so der Vorstandsvorsitzende.

Die Sparkasse Holstein hat die Sparkassen-Hospizstiftung Stormarn mit einem Stiftungskapital von einer Million Euro ausgestattet. Sie wird das geplante Hospiz und dessen Betrieb sowohl mit Finanzierungsmitteln wie auch dauerhaft mit Fördermitteln unterstützen. Finanzierungsmittel kommen auch von der Sparkassen-Kulturstiftung Stormarn und der Sparkassen-Stiftung Stormarn. Alle drei Stiftungen stellen die Mittel als sogenanntes Misson Investing-Darlehen zur Verfügung.

„Das ist eine Anlageform, bei der der Geldgeber sein Vermögen zweckorientiert anlegt“, erläutert Jörg Schumacher, Geschäftsführer der Stiftungen der Sparkasse Holstein gGmbH. „Da die Sparkassen-Stiftung Stormarn und die Sparkassen-Hospizstiftung Stormarn das Hospiz auch langfristig mit Fördermitteln unterstützen, spricht man hier vom Impact Investing. Das bedeutet, dass eine fördernde Stiftung ein Darlehen an eine förderwürdige Organisation gewährt“, erklärt er weiter.

Auch von der Sparkassen-Sozialstiftung Stormarn werden Fördermittel kommen. Gleichzeitig wird sie auch Mitgesellschafter der „Hospiz-Lebensweg gemeinnützige GmbH“, die das Hospiz errichtet und betreibt. Die Sparkasse Holstein unterstützt das Vorhaben ebenfalls mit Darlehensmitteln. Daneben werden voraussichtlich Fördermittel des Landes und aus einer Lotterie der Mitfinanzierung des Vorhabens dienen.

Tiedtke dankte der Sparkasse Holstein und ihren Stiftungen für das Engagement und erläuterte das Vorhaben anhand verschiedener Bauzeichnungen und eines Modells. „Das neue Hospiz orientiert sich an den modernsten Ansätzen und wird gleichermaßen für Patienten, deren Angehörige und die Mitarbeiter sehr gute Bedingungen bieten“, so die Projektkoordinatorin. Und weiter: „Die Vorarbeiten sind bereits weit vorangeschritten. Ein ehrgeiziger Zeitplan steht: Die Verträge werden in den kommenden Wochen unterzeichnet, der Bauantrag ist gestellt und die Ausschreibungen sind vorbereitet. Wir wollen noch in diesem Jahr mit dem Bau anfangen und 2019 mit dem operativen Start beginnen.“

Politik und Gesellschaft

Mercedes-Auszubildende: Sozialeinsatz in den Stormarner Werkstätten

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Der größte Teil der Auszubildenden von Mercedes Benz hat an Projekten im Sandkamp gearbeitet. Dort ist das Bildungszentrum der Stormarner Werkstätten Bad Oldesloe. Unter anderem ist eine Sitzecke entstanden.
Foto: Kuhlmann-Schultz/wfbm-ode/hfr

Bad Oldesloe – Mehr als 20 Auszubildende von Mercedes Benz aus Bremen engagierten sich jetzt im Rahmen ihres einwöchigen Entwicklungsworkshops in den Stormarner Werkstätten Bad Oldesloe. Zwei Tage lang arbeiteten die Frauen und Männer an insgesamt drei Projekten.

Am Standort in Elmenhorst bauten sie ein Carport, für das Bildungszentrum am Sandkamp in Bad Oldesloe planten und bauten sie eine Sitzgruppe und sanierten die Holzbalken der großen Terrasse.

Warum macht Mercedes Benz das? „Wir machen das, weil wir die jungen Menschen, die bei uns anfangen, in Verantwortung bringen wollen“, erklärt Ausbildungsmeister Paul Dick. „Wir wollen Begegnungen schaffen mit behinderten Menschen, mit Geflüchteten. Das machen wir, um Vorurteile abzubauen und Denkweisen zu durchbrechen. Ein gemeinsames gemeinnütziges Projekt soll die Gruppendynamik stärken und einen interkulturellen Austausch schaffen.“ Zur Mercedes-Gruppe gehören auch drei Flüchtlinge, die mit anpacken und an allen Angeboten teilnehmen.

Durch den Workshop – die jungen Leute werden zur Fachkraft für Metalltechnik ausgebildet – solle unter anderem das Thema soziale Arbeit und soziale Dienste wertgeschätzt werden. „Für uns ist total wichtig teilzuhaben an dem, was um uns herum passiert. Wir bauen nicht nur Autos, sondern haben ein großes Interesse an all den Dingen, die um ums herum passieren“, unterstrich der Ausbildungsleiter. Und betonte, dass die Azubis auch für die Themen Rassismus und Fremdenhass sensibilisiert werden sollen.

In Elmenhorst – hier ist die Polsterei und der Büroservice der Stormarner Werkstätten untergebracht – haben die Auszubildenden ein Carport aufgebaut.
Foto: Kuhlmann-Schultz/hfr

Für die Stormarner Werkstätten Bad Oldesloe hat das Engagement von Mercedes Benz Bremen eine besondere Qualität. „Ich bin beeindruckt davon, dass Mercedes mit dieser Projektarbeit gerade zu Beginn der Ausbildung junger Leute deutlich macht, dass es immer auch um soziales Engagement anderen und insbesondere benachteiligten Menschen gegenüber geht“, erklärte Einrichtungsleiter Stephan Bruns. „Ich habe mich sehr gefreut zu sehen, mit welcher Freude und welchem Elan die Auszubildenden ans Werk gegangen sind und die Projektideen umgesetzt haben. Dafür danke ich den jungen Leuten und ihren Ausbilderinnen und Ausbildern ganz herzlich!“

Auch der Leiter des Bildungszentrums am Sandkamp, Jan Domeier, zeigte sich beeindruckt von den Auszubildenden. „Das sind sehr engagierte junge Menschen, sehr motiviert. Sie in die Verantwortung gegangen. Sie haben vorrausschauend gearbeitet, waren sehr pflichtbewusst“, erklärte er. „Die Kollegen und Kolleginnen mit Handicap und die Mercedes-Auszubildenden hatten keine Berührungsängste. Es war von beiden Seiten eine wunderbare Neugierde da.“ Der Autobauer, so nimmt Domeier es wahr, investiere in seine Auszubildenden, „die nehmen das ernst“.

Für die jungen Leute aus Bremen war der Aufenthalt in Bad Oldesloe bereits der zweite Entwicklungsworkshop. Gleich zu Beginn ihrer Ausbildung im September vergangenen Jahres gab es schon einen in Bad Zwischenahn. „Das hat schon eine hohe Qualität. Projektarbeit wird gefördert, in Teams zu arbeiten wird gefördert. Die jungen Leute müssen sich auseinandersetzen, um zu einem guten Ergebnis zu kommen. Die Sozialkompetenzen werden gefördert, das ist klasse“, so Jan Domeier.

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Bad Oldesloe

Angst vor Amokläufen: TMS-Eltern fordern Alarmsystem

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Polizeieinsatz an der TMS in Bad Oldesloe

Bad Oldesloe – Zum Schutz vor möglichen Amokläufen soll das Oldesloer Schulzentrum ein Alarmsystem bekommen.

Auslöser für die Planungen ist ein Amokalarm an der Theodor-Mommsen-Schule (TMS), der vor einigen Monaten einen Polizeieinsatz auslöste. Immer wieder kommt es auch an Stormarner Schulen zu Drohungen, die sich bisher aber immer als gegenstandslos herausstellten.

Dennoch vergrößert sich unter Eltern scheinbar die Sorge, dass es irgendwann doch zu einem Ernstfall kommen könnte. „Die Eltern wünschen ein Alarmsystem“, sagte Bürgeramtsleiter Thomas Sobczak im städtischen Bildungs-, Sozial- und Kulturausschuss. Das habe ein Treffen mit dem Schulelternbeirat der TMS ergeben.

„Wir werden mit dem Thema nach der Sommerpause in die Politik gehen“

Am 4. Juli wird eine Firma der Stadtverwaltung zwei Alarmsysteme vorstellen. Umfang und Kosten sind noch nicht bekannt. „Wir werden mit dem Thema nach der Sommerpause in die Politik gehen“ , sagte Sobczak. Der Sicherheitswunsch der Eltern wird auch bauliche Maßnahmen nach sich ziehen. In den Sommerferien sollen zunächst feste Türknäufe nachgerüstet werden, damit ein Amokläufer im Ernstfall nicht mehr ohne weiteres in die Klassenräume gelangen kann. Nach dem Schulzentrum mit Ida-Ehre-, Theodor-Mommesen- und Theodor-Storm-Schule könnten auch an anderen Schulen Vorkehrungen getroffen werden.

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Bad Oldesloe

Erle-Abenteuerspielplatz: Stadt soll sich mit Verein einigen

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Viel Besucher beim Bildungs-, Sozial- und Kulturausschuss. Foto: Fischer

Bad Oldesloe – Der Oldesloer Abenteuerspielplatz Erle bekommt zunächst keine höhere Förderung. Stattdessen soll es einen Kompromiss geben. Das hat der städtische Bildungs-, Sozial- und Kulturausschuss beschlossen. Der Erle-Verein, der das naturnahe Betreuungsprojekt vor drei Jahren gründete, hatte eine Erhöhung der städtischen Förderung von 36.000 auf 88.000 Euro für hauptamtliche Betreuer beantragt.

Im nächsten Jahr läuft die Anschubfinanzierung durch den Projektförderer Holsteins Herz wie berichtet aus. Dadurch ist die Grundfinanzierung des Abenteuerspielplatz in Gefahr.

„Wir müssen einen Mittelweg finden“

„Wir wollen auf keinen Fall, dass das Engagement und die bereits investierten 100.000 Euro verloren gehen aber wir müssen einen Mittelweg finden“, sagte Hajo Krage (SPD).

Sollte die Stadt die Zuschüsse für den Erle-Verein aber mehr als verdoppeln, könnten sich andere Vereine benachteiligt fühlen. Auf SPD-Antrag einigte sich der Ausschuss darauf, dass Verein und Stadt gemeinsam eine Lösung suchen sollen, „die deutlich günstiger ist, als die beantragte Summe.“ Das Ergebnis wird nach den Sommerferien erneut im Ausschuss beraten.

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