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Lübeck

Prozess nach Axtmord in Reinbek: Die wirre Welt von Felix B.

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Das Landgericht in Lübeck. Foto: Fischer

Lübeck/Reinbek – Scientologen-Verschwörung, Arbeit als V-Mann, Notizen mit Geheimzugängen zur Botschaft. Das Protokoll seiner Vernehmung wirkt, als hätte jemand allerlei Agenten-Romane und Verschwörungstheorien zu einer Geschichte zusammen gedichtet. Doch statt die Welt vor fremden Mächten zu retten, sitzt Felix B. vor dem Lübecker Landgericht.

Mit mehr als ein dutzend Axtschlägen soll der 32-Jährige wie im Blutrausch den Lebensgefährten seiner Mutter umgebracht haben.

Die Tat ereignete sich im August 2017. Es war ein warmer Sommertag. Gunnar G. hatte einige Tage zuvor des großen Hauses in Reinbek auf Vordermann gebracht. Am Abend zuvor trank der 65-Jährige zusammen mit seiner Lebensgefährtin, B.s. Mutter, gemütlich einen Wein. Flasche und Gläser sind in der Gerichtsakte dokumentiert.

Auch die Pfanne, in der sich G. kurz vor seinem Tod Frühstück machte, ist auf einem der unzähligen Fotos der Mord-Ermittler zu sehen. Vermutlich ahnte der Reinbeker nichts von der Gefahr, nachdem er den Hund fütterte und nach draußen in den Garten ging. Dann wurde Gunnar G. von hinten erschlagen, mit einer Axt.

Opfer wurde mit mehr als 14 Axthieben erschlagen

“Es handelt sich um schwerste Gewalteinwirkung”, beschreibt die Sachverständige Dr. Ivana Gerling im Prozess den Zustand der Leiche. Immer wieder schlug der Mörder mit der scharfen Seite der Axt auf den Kopf des Mannes ein. Der 65-Jährige hatte keine Chance: “Eine einzige Verletzung wäre wohl schon tödlich gewesen”, sagt die Gerichtsmedizinerin. Sie zählte 14 Hiebe. Doch es werden wohl noch mehr gewesen sein.

Für den Tot verantwortlich – dafür sprechen die Beweise – ist Felix B., Sohn der Lebensgefährtin des Getöteten. Er leidet seit Jahren an paranoider Schizophrenie. Obwohl seine Mutter die Behörden mehrfach vor ihrem kranken und gefährlichen Sohn warnte, konnte B. sich offenbar unbehelligt seinen Wahnvorstellungen hingeben. Durch den mentalen Zustand gilt er als nicht schuldfähig. Das Gericht entscheidet über die Einweisung in eine forensische Psychiatrie. Er bestreitet die Tat.

Am zweiten Verhandlungstag hörte das Landgericht in dem Fall mehrere Polizisten, die nach der Tat an der Suche nach dem vorübergehend flüchtigen und als gefährlich geltenden Mannes beteiligt waren. B. konnte tags darauf am Allermöher See gestellt werden. Er trug einen Nadelstreifenanzug und murmelte Unverständliches.

Brief an Merkel: Angeklagter bot sich als V-Mann an

Ein Zeuge meldete außerdem eine Beobachtung, in der eine Person eine Reisetasche in einem Gebüsch versteckte. Wie sich herausstellte, gehörte sie Felix B. Der Inhalt der Tasche lässt tief in den Geisteszustand des 32-Jährigen blicken. Neben einem Laptop und einem Blackberry fanden die Beamten auch diverse Zettel – unter anderem einen Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel.

In dem Schriftstück bietet sich Felix B. als V-Mann an, um “die Hilfsgötter ins Gefängnis zu bringen”. Diese würden, so gab es B. in seiner Vernehmung zu Protokoll, die Menschen verfolgen und müssten weggesperrt werden.

Nach dem Job wolle er aussteigen, heißt es in dem Brief an die Kanzlerin. Um “in seine Heimat” Israel zu gelangen, brauche er allerdings eine neue Identität, Pass und Ausweis. Wie weit B.s Wahnvorstellungen gingen, zeigt sich in der Konsequenz seiner Handlungen. So hatte der gebürtige Berliner offenbar tatsächlich geplant, sich neue Dokumente zu beschaffen.

Mutter am nächsten Verhandlungstermin als Zeugin geladen

Neben dem Schreiben an die Kanzlerin fanden die Beamten auch mehrere Hinweiszettel mit Notizen wie “Geheimzugang zur Botschaft”, oder “Scientology-Mitglieder in Hamburg, Berlin, SH und Niedersachsen”. Von der Sekte fühlt B. sich verfolgt.

Die Verhandlung wird am 6. März fortgesetzt. Dann ist unter anderem die Mutter von Felix B. als Zeugin geladen. Sie hatte der Polizei nach der Tat sofort gesagt: “Suchen Sie meinen Sohn, er ist der Täter.”

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Polizei und Feuerwehr

Hochwasser in Lübeck: Überschwemmung an der Obertrave

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Lübeck – Eine Sturmflut sorgte am Sonntag in Travemünde Lübeck für Hochwasser. An der Obertrave standen bereits am Vormittag mehrere Straßen unter Wasser, die Polizei musste Fahrzeuge abschleppen lassen.

Hochwasser in Lübeck (Symbolbild). Foto: Polizei

Offenbar hatten viele Menschen die Warnungen vor dem Hochwasser nicht wahrgenommen. Bereits am Sonnabend warnte die Feuerwehr drei Mal mit Lautsprecherdurchsagen.

In Travemünde stieg der Pegel am Vormittag auf 1,40 Meter über dem normalen Wasserstand, die Priwallfähre stellte den Betrieb zwischenzeitlich wegen starker Strömung ein.

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Polizei und Feuerwehr

Tote Frau (35) aus Travekanal identifiziert

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Lübeck – Die tote Frau, die am Donnerstagvormittag im Travekanal in Lübeck gefunden wurde, ist identifiziert. Es handelt sich um eine 35-jährige Lübeckerin. Ermittlungen zur Todesursache dauern an.

Ein Arzt hat die am gestrigen Tage in der Kanaltrave in Lübeck entdeckte Tote identifiziert. Es handelt sich um eine 35 Jahre alte Frau aus Lübeck.

Die Staatsanwaltschaft hat zur Klärung der Todesursache die Obduktion beantragt.

Die Umstände, unter denen die Frau ins Wasser geraten ist, sind Gegenstand der noch laufenden Ermittlungen.

In diesem Zusammenhang bitten die Ermittler um Hinweise von Zeugen, denen die Frau in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag (25./26.03.2020) im Bereich der Kanalstraße möglicherweise noch aufgefallen ist:
Die Verstorbene ist von schlanker Statur, hat schulterlange dunkelblonde Haare und ist circa 165cm-170cm groß. Bekleidet war sie mit einer rosa Winterjacke und einer schwarzen Jogginghose. Dazu trug sie schwarze, halbhohe Damensneaker mit Fellrand und weißer Aufschrift.

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Polizei und Feuerwehr

Lübeck: Junge Frau tot aus Trave geborgen

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Polizeiabsperrung Symbolfoto: U J Alexander / shutterstock.com

Lübeck – Am Donnerstagvormittag (26. März 2020) wurde in der Lübecker Kanaltrave eine leblose Frau entdeckt. Einsatzkräfte der Feuerwehr bargen den Leichnam. Die Lübecker Kriminalpolizei und die Staatsanwaltschaft Lübeck haben die Ermittlungen zur Todesursache aufgenommen.

Gegen 9 Uhr hatte ein Zeuge den leblosen Körper im Wasser treibend in Höhe eines Stegs unweit der Kanalstraße in Höhe der Hundestraße entdeckt und daraufhin Polizei und Rettungskräfte alarmiert. Die Feuerwehr konnte die bereits tote Frau aus dem Wasser bergen.

Die Lübecker Staatsanwaltschaft und das Kommissariat 11 der Lübecker Kriminalpolizei prüfen jetzt die Hintergründe und haben die Ermittlungen zur Todesursache aufgenommen. Die Identität der verstorbenen Frau ist derzeit noch unbekannt. Zwecks Identitätsfeststellung sowie Feststellung der Todesursache wurde der Leichnam deswegen in die Rechtsmedizin verbracht.

Vor dem Hintergrund der laufenden Ermittlungen werden Zeugen gesucht, die Hinweise zur Identität der Frau geben können.

Die verstorbene Frau ist zwischen 25-30 Jahre alt, hat eine schlanke Statur, schulterlange, dunkelblonde Haare und ist circa 165cm-170cm groß. Bekleidet war sie mit einer rosa Winterjacke und einer schwarzen Jogginghose. Dazu trug sie schwarze, halbhohe Damensneaker mit Fellrand und weißer Aufschrift.

Hinweise zur Identität der Person nimmt das Kommissariat 11 unter der Telefonnummer 0451-1310 entgegen.

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