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Herzogtum-Lauenburg

“Music in school”: Musikunterricht einmal anders

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Music in school in Sandesneben. Foto: hfr

Sandesneben – Es waren ungewohnte Klänge, die in der ersten Februar-Woche durch die Turnhalle der Grund- und Gemeinschaftsschule Sandesneben schwebten. Fernab vom Mainstream-Radio spielte das Hamburger Trio ‚Doctor Love Power‘ für fast 1.000 Schüler von der ersten bis zur dreizehnten Klasse ein Konzert. Im Mittelpunkt: Blues, erdiger Rock´n`Roll und Soul. Dabei ist der Blues bei den drei ‚Beat-Doktoren‘ das unverzichtbare Salz in der Suppe, denn der Blues ist die Basis der modernen Rock- und Popmusik.

‚Doctor Love‘ Power spickten ihr einstündiges Programm mit historischem Material. Nachdem Jan Roetting am Mischpult die Lautstärke ausgepegelt hatte, konnte es pünktlich losgehen. Mark Bloemeke (Gesang und Gitarre) und David Hinze (Bass) eröffneten ohne Schlagzeug mit fünf Songs den musikalischen Vormittag. Dabei war der älteste Song, Careless Love, ein 120 Jahre alter Blues-Standard aus New Orleans. Nach zwanzig Minuten ist das Trio dann komplett. Mit Songs wie Suzi Q, Born on the Bayou, Proud Mary und Green River seines Idols John Fogerty heizt der Doc den Schülern mächtig ein und die Kids spüren die Energie, die von der Bühne in den Saal strömt. Die Kinder der Klassen eins bis vier sind dabei spätestens beim Eddie Floyd-Klassiker Knock on Wood völlig aus dem Häuschen und lassen ihren Gefühlen freien Lauf. Sie hüpfen, laufen und tanzen durch die Turnhalle, dass auch die Lehrer mit einem zufriedenen Lächeln sich über diesen anderen Musikunterricht freuen.

Zwischen den Songs erklärte die Band in lockerer Form, wo und zu welcher Zeit die Songs entstanden sind und weshalb sie deshalb heute noch so klingen, wie sie einst komponiert wurden. Somit erhielten die Schüler gleichzeitig einen Einblick über die Geschichte der Musik und verstehen gesellschaftliche Zusammenhänge. Diana Ross, Sängerin der legendären Soul-Band The Supremes, hat es einmal auf den Punkt gebracht: „Musik ist eine Reflexion der Zeit, in der sie entsteht.“

Für viele Schüler war es das erste Mal, dass sie mit Live-Musik in Berührung kamen. Für Organisator und Drummer Christian Behrendt ist aber auch klar: „Ich möchte gemeinsam mit der Schule den Schülern regelmäßig dieses Angebot machen.“ Für ihn seien zwei Ziele dabei besonders wichtig: Einerseits kulturelle Bildung, denn viele Schüler kämen nur im Schulunterricht für eine Stunde in der Woche mit Musik in Berührung. Dabei bliebe es häufig, wenn die Eltern selbst nicht musikalisch sind und das Interesse ihrer Kinder nicht nachvollziehen können, oder finanziell nicht in der Lage sind, ihren Kindern Musikunterricht zu finanzieren. Durch die Musik können die Schüler kreative Seiten an sich entdecken und finden in ihr möglicherweise ein Ventil, mit stressigen Alltagssituationen umzugehen. Zum anderen geht es Behrendt um Sozialkompetenz: Bei der jeweiligen Veranstaltung sollen die Schüler die geschichtlichen und gesellschaftlichen Zusammenhänge kennenlernen.

Möglich wurde die Veranstaltung durch die Unterstützung der Vereinigten Stadtwerke, der Itzehoer Versicherung Christan Kröger in Schönberg, Glaserei Thorsten Schilbach, Pension Rosenhof in Duvensee, der Gemeinde Koberg, der Gemeinde Wentorf A.S. und der Gemeinde Panten. Die Grund- und Gesamtschule Sandesneben hat somit eine Vorreiterrolle im Kreis Herzogtum Lauenburg übernommen. Alle sind sich einig: „Musik verbindet Menschen und vermittelt Respekt gegenüber unterschiedlichster Kulturen. Die Entwicklung unserer Gesellschaft erfordert neue, ungewöhnliche Schritte, damit die Kinder gegenseitigen Respekt lernen.“ Schulleiter Andreas Korte, und seine Vertreterin Christine Hoppe-Rebling haben bereits eine Fortsetzung von ‚Music in School‘ im November fest ins Auge gefasst, dann aller Voraussicht nach mit dem Lübecker Duo ‚Urban Beach‘.

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Bad Oldesloe

Maskottchen der Vereinigten Stadtwerke heißt jetzt “Eddi”

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von links: Christina Boeck, Amber, Olli und Maja Heinemann, Marius Lembicz
Foto: VSG/hfr

Bad Oldesloe/Ratzeburg/Mölln – Das neue Maskottchen der Vereinigten Stadtwerke, der VS-Energiebär, hat nun nach einem Wettbewerb auch einen richtigen Namen: „Eddi“

Kunden der Vereinigen Stadtwerke waren aufgefoderte worden, im Rahmen eines Wettbewerbes Namensvorschläge für das neue Maskottchen einzureichen.

Die Jury entschied sich nach Sichtung von über 70 Einsendungen, mit teilweise gleich mehreren Namensvorschlägen, durch Abstimmung für den Namen „Eddi“. Gleichzeitig ermittelte sie die Gewinner der ausgelobten Preise.

Die offizielle Namensvergabe fand vor der Möllner Welle, im Beisein der glücklichen Hauptgewinner statt. Nach der persönlichen Begrüßung durch den VS Energiebären überreichte Marius Lembicz, Geschäftsführer, an die Gewinner Familien-Gutscheine für den Hansa-Park.

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Der Kreis

Sankt Ansversus: Eine neue Pfarrei auch für Stormarner Katholiken

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Pfarrer Christoph Scieszka
Foto: Erzbistum Hamburg/hfr

Stormarn/Ratzeburg – Drei Jahre lang bereiteten sich vor jetzt, sind sie am Ziel. Die Ehren- und Hauptamtliche aus sechs Kirchengemeinden und drei Orten Kirchlichen Lebens sind am Ziel eines langen Prozesses: der Gründung der Pfarrei Sankt Ansverus.

Zu der neuen großen Pfarrei Sankt Ansverus werden gehören: Maria-Hilfe der Christen, Ahrensburg mit Heilig-Geist, Großhansdorf, St. Answer, Ratzeburg, Heilig-Kreuz, Mölln, St. Vicelin, Bad Oldesloe mit St. Marien, Reinfeld, St. Michael, Bargteheide, St. Marien, Trittau und die Orte kirchlichen Lebens: Kloster Nütschau, Don Bosco-Haus, Mölln sowie das Kinder- und Jugendhaus St. Josef, Bad Oldesloe.

Insgesamt leben 14.921 Katholiken in dem Gebiet.

Am Sonntag, den 10. Juni wird Erzbischof Dr. Stefan Heße in einer Heiligen Messe um 11 Uhr die alten Kirchenbücher in Empfang nehmen und schließen und ein neues Kirchenbuch öffnen. Pfarrer dieser neuen Pfarrei Sankt Ansverus wird Christoph Scieszka. Er wird in dem Festgottesdienst feierlich in sein neues Amt eingeführt.

Gemeinsam erarbeiteten Ehrenamtliche aus allen sechs Gemeinden mit den Hauptamtlichen und Mitarbeiterinnen der Orte kirchlichen Lebens unter Begleitung durch das Erzbistum Hamburg ein Pastoralkonzept als Grundlage für die weitere Arbeit in dieser neuen, großen Pfarrei.

Jede der sechs Gemeinden stellte ein Gemeindeteam aus drei bis fünf ehrenamtlich tätigen Gemeindemitgliedern auf, die zukünftig sämtliche pastorale Aktivitäten in ihrer Kirchengemeinde koordinieren, mitverantworten und ansprechbar sind für alle Gruppen und Initiativen ihrer Kirchengemeinde und in ihrem Sozialraum.

„Der Abschluss und Neubeginn soll mit vielen Menschen gemeinsam gefeiert werden. Die Ansverus-Wiese in Einhaus bei Ratzeburg bietet ausreichend Platz zum Feiern, gemeinsamen Essen und Begegnung“, erklärt Marco Chwalek, stellvertretender Pressesprecher des Erzbistums Hamburg.

Bereits ab 9 Uhr besteht am 10. Juni die Möglichkeit zum Kennenlernen und Begegnung.

Um 11 Uhr wird Erzbischof Dr. Stefan Heße in einem Festgottesdienst die alten Kirchenbücher in Empfang nehmen, ein neues eröffnen und Pfarrer Christoph Scieszka in sein neues Amt einführen.

„Im Anschluss an den Festgottesdienst wurde ein Festprogramm zusammengestellt, in dem auch gemeinsam gesungen und getanzt werden kann. Für Kinder gibt es verschiedenste Spielangebote, Ballspiele, Geschicklichkeitsspiele, Seifenblasen und vieles mehr“, so Chwalek.

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Der Kreis

Zwei Wölfe in Steinhorst gesichtet

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Wolf. Foto: Gary Kramer/Wikimedia Commons

Steinhorst – Ein Mitarbeiter eines landwirtschaftliches Betriebes hat in Steinhorst (Kreis Herzogtum-Lauenburg) in der Nähe zur Stormarner Kreisgrenze zwei Wölfe gefilmt.

Die Sichtung liegt bereits eine Woche zurück und wurde jetzt vom Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume bestätigt.

Vor zwei Monaten gab es in Travenbrück bei Bad Oldesloe einen mutmaßlichen Angriff, bei dem ein Kalb gerissen wurde. Spätere Tests erbrachten jedoch keinen Nachweis. Einige Tage zuvor sorgte die Sichtung eines Wolfs in Lütjensee für Aufsehen.

Dr. Norman Stier von der Technischen Universität Dresden analysiert mögliche Wolfssichtung für das Land Schleswig-Holstein: „Gegenwärtig wandern die von ihren Ursprungsrudeln sich lösenden jungen Wölfe, um für sich geeignete Lebensräume und Partner zu finden.“ Ob es sich bei den beiden jetzt gesichteten Wölfen um ein Paar handelt, das im Begriff ist, ein eigenes Rudel aufzubauen, ist unklar. Das Geschlecht der Tiere konnte nicht bestimmt werden.

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