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Bad Oldesloe

Wende im Prozess um versuchten Doppelmord in Bad Oldesloe: Haftbefehl aufgehoben!

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Das Landgericht in Lübeck. Foto: Fischer

Lübeck/Bad Oldesloe – Thomas W. (alle Namen geändert) ist ab sofort auf freiem Fuß. Das Landgericht Lübeck hat am Mittwoch überraschend den Haftbefehl gegen den 29-Jährigen aufgehoben. Dem Oldesloer wurde ein versuchter Doppelmord durch Brandstiftung vorgeworfen.

Der Angeklagte soll an dem Wohnhaus seiner Freundin Denise L. Im Pölitzer Weg in Bad Oldesloe absichtlich Feuer gelegt haben, um die 27-Jährige und ihren Sohn (4) zu töten.

So sieht es die Staatsanwaltschaft. Doch die Vernehmung mehrerer Gutachter brachte jetzt die Wendung in dem Prozess. War es am Ende eine Verkettung unglücklicher Umstände, die Thomas W. hinter Gitter und auf die Anklagebank brachten?

Dringender Tatverdacht lässt sich nicht aufrecht erhalten

“Ein dringender Tatverdacht lässt sich unserer Ansicht nach nicht mehr aufrecht erhalten”, begründete Richter Christian Singelmann die Entscheidung. Es gibt mittlerweile zu viele Unbekannte in der Gleichung. “Es gibt klar belastende Argumente gegen Herrn W.”, so der Vorsitzende der Strafkammer. Er sei vor Ort gewesen, es gab einen Streit und gewisse Unregelmäßigkeiten in seiner Aussage. Doch die Ausführungen der Sachverständigen würden erhebliche Zweifel aufkommen lassen.

Zuvor hörte das Gericht deren Einschätzungen über den Ausbruch des Feuers. So existieren mittlerweile mehrere Theorien, wie der Brand in dem an dem Wohnhaus angrenzenden Wintergarten ausgebrochen sein könnte. Auch ein technischer Defekt in der Elektrik ist nicht auszuschließen. Die Ergebnisse der Brandermittlung sprechen weder für noch gegen ein absichtlich gelegtes Feuer.

Urteilsverkündung Mitte Februar

Dabei machte zunächst alles den Eindruck einer klassischen Beziehungstag. Motiv, Gelegenheit, belastende Zeugenaussagen ließen wenig Zweifel an der Schuld.

Am Abend vor dem Brand gab es einen heftigen Streit zwischen dem Paar, es kam zur Trennung. Thomas W. sollte am nächsten morgen seine Sachen abholen. Stattdessen, so der Vorwurf, legte er aus Wut das Feuer. Der 29-Jährige bestritt zunächst aus Angst, überhaupt am Tatort gewesen zu sein. Später revidierte der Berufskraftfahrer seine Aussage und gab an, an dem Wintergarten eine Zigarette ausgedrückt zu haben. Das, so seine Theorie, könnte unbeabsichtigt das Feuer ausgelöst haben.

Durch die Aufhebung des Haftbefehls ist Thomas W. noch nicht freigesprochen. Am 13. Februar halten Staatsanwaltschaft und Verteidigung ihre Plädoyers. Anschließend folgt die Urteilsverkündung.

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Bad Oldesloe

“Mach mit”-Aktion des Kreis Stormarn: Kreativ sein gegen die Langeweile

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Bad Oldesloe – Als am Freitag, den 27. März, der letzte Schultag vor den Osterferien vorbei war, fehlte bei den meisten Schülerinnen und Schülern diese typische Vorfreude zum Beginn der – in diesem Jahr sogar dreiwöchigen – Erholungszeit.

Aufgrund der aktuellen Corona-Krise blieben die schleswig-holsteinischen und bundesweiten Schulen bereits zwei Wochen vor der geplanten Urlaubszeit geschlossen.

Jetzt, nach mehr als drei Wochen ohne Schule, fällt der einen oder anderen Familie langsam buchstäblich „die Decke auf den Kopf“. Denn auch auf Aktivitäten im Sportverein oder Treffen mit Freunden muss in der momentanen Lage verzichtet werden.

Alle Kinder und Familien des Kreises Stormarn – aber natürlich auch darüber hinaus – werden aus diesem Grunde von der Kreiskulturabteilung herzlich zur großen kreativen Mitmach-Aktion eingeladen!

Die Illustratorin und Designerin Nina Sophie Gekeler hat den Schwan des Stormarner Kreis-Wappens zum Leben erweckt und als Grundlage verschiedener Mal- und Bastelangebote gewählt.

„Der vorwitzige Stormarner Schwan ist tatsächlich aus dem Wappen gehüpft, das hat mich erst irritiert und dann erfreut“, fasst Landrat Dr. Henning Görtz, augenzwinkernd, die erste Begegnung mit schlawinerndem Federtier zusammen.

Er zeigt sich begeistert von den Aktionen unter dem Motto „Mach mit! Aktivitäten gegen Langeweile“. Das Angebot auf den Seiten der Kreiskulturabteilung reicht von Ausmalbögen für kleine und große Kreative, über Druckvorlagen für Postkarten zum Selbst-Gestalten – bis hin zu kniffligeren Bastelaufgaben. Beispielsweise kann eine Schwanen-Maske hergestellt und mit verschiedenen Materialien verziert werden. Ältere Kinder und ihre Eltern werden ermuntert, sich einmal mit dem Wappen ihrer Gemeinde auseinanderzusetzen oder ihr eigenes Familienwappen zu gestalten.

„Im besten Fall hat die ganze Familie Spaß an der Mitmach-Aktion“, findet auch Dr. Görtz.

Zudem laden die kreativen Ideen und Anregungen mit dem Stormarner Schwan zur Kontaktaufnahme zu denjenigen Menschen ein, die in der aktuellen Situation besonders häufig unter Einsamkeit und Isolation leiden. So steht Briefpapier zum Download zur Verfügung.

Es kann bemalt und beschrieben werden und dann als österlicher Gruß  -zum Beispiel an die Großeltern – verschickt werden. Wer eine Senioren- oder Pflegeeinrichtung in der Nähe hat, kann auch dort den Kontakt aufnehmen und die schön gestalteten Briefe, bemalten Postkarten oder selbstgemalte Bilder den dort lebenden Menschen überreichen.

Der Fantasie der Kinder sind keine Grenzen gesetzt, auch was die Identität des Stormarner Schwans betrifft: Er (oder sie?) sucht noch dringend einen Namen. An der Mitmach-Aktion teilnehmende Kinder und ihre Eltern können Namensvorschläge per E-Mail oder unter Instagram einreichen: kultur@kreis-stormarn.dewww.instagram.com/kulturinstormarn/.

Die kreativen Mitmach-Angebote und alle Downloads stehen unter www.kultur-stormarn.de/mitmach-aktionen/ zur Verfügung. Ebenso unter www.kreis-stormarn.de/go/kultur

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Bad Oldesloe

Oldesloer Tafel öffnet nach Ostern: Was Kunden jetzt beachten müssen

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Bad Oldesloe – Die Oldesloer Tafel (Turmstraße 14a) wird nach Ostern wieder Essen ausgeben. Die für viele notwendige Versorgung mit Lebensmitteln wird ab Mittwoch, 15. April, zunächst eingeschränkt wieder angeboten.

Rückkehr zum Alltag in kleinen Schritten: Die Oldesloer Tafel verteilt wieder Lebensmittel. Foto: M. Kattler-Vetter

Die Leiterinnen Claudia Franke und Christine von Dombrowski bitten dringend darum, die erforderlichen Schutzmaßnahmen unbedingt einzuhalten:

Der Abstand zwischen den Kunden muss mindestens zwei Meter betragen, Absperrungen sorgen für einen geordneten Ablauf.

Die Lebensmittel werden vorgepackt und an zwei Ausgabepunkten im Außenbereich abgegeben, in die Tafel-Räume dürfen nur die Tafel-Mitarbeiter.

„Wir bitten alle Kunden, sich unbedingt an die Anweisungen unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu halten“, betont Claudia Franke.

Da viele der Helfer der Risikogruppe angehören, arbeitet die Tafel nur mit einer sehr kleinen Besetzung.

Somit ist zumindest die Notversorgung an den Ausgabetagen Mittwoch und Freitag für viele Bürger gesichert. Die weiteren Projekte des Vereins wie EfAs Kleiderkiste, die Kinderbetreuung Drachenturm und der Mittagstisch Essen für Alle sind weiterhin geschlossen.

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Bad Oldesloe

Covid-19 in Stormarn – 199 bestätigte Infektionen. 22 Stormarner in Kliniken

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Mundschutz Symbolfoto: Christo Anestev/pixabay

Bad Oldesloe– Die Zahl der klinisch bestätigten COVID-19-Fälle in Stormarn seit Beginn der Pandemie beträgt 199 (Stand: 06.04)

22 in Stormarn wohnende infizierte Personen befinden sich in stationärer Behandlung, 124 in häuslicher Quarantäne”, teilte der Kreis am Montagnachmittag mit.

51 Personen konnten zwischenzeitlich als genesen aus der Quarantäne entlassen werden. Zwei Personen sind leider an den Folgen der Covid-19–Infektion verstorben.

Landesweit sind seit Beginn der Pandemie 1678 Menschen positiv auf das Virus getestet worden. Aktuell werden 156 Mitbürger landesweit in Kliniken behandelt. 20 Menschen in Schleswig-HOlstein sind mittlerweile landesweit an den Folgen einer Covid-19- Infektion verstorben.

Die meisten betätigen Infektionen gab es bisher im Kreis Pinneberg (325). Stormarn liegt immer noch bei der Anzahl der Infektionen auf Platz zwei.

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