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Der Kreis

Glätteunfälle, Zugausfälle, Busunglücke: Schnee-Chaos im Norden

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Feuerwehr im Schnee. In der Region kam es zu zahlreichen Glätteunfällen. Foto: mopics.eu

Bad Oldesloe/Ahrensburg – Das Schneegestöber hat den Norden am Donnerstagmorgen kalt erwischt. Es kam zu duzenden Unfällen. In Bargteheide wurde eine Ford-Fahrerin lebensgefährlich verletzt. Mehrere Linienbusse kamen in den Kreisen Herzogtum-Lauenburg und Segeberg von der Straße ab. Autokraft stellte den Busverkehr ein. Auch Züge fielen aus.

Glätteunfälle in der Region

Mittlerweile sind viele Straßen geräumt. Doch noch immer müssen sich Autofahrer auf Verzögerungen einstellen. Weiterhin sind die Straßen glatt. Bei zahlreichen Verkehrsunfällen kam es meist zu Blechschäden oder leichteren Verletzungen der Beteiligten. Zu einem schweren Unfall kam es in Bargteheide. Dort kam eine 66-Jährige mit ihrem Auto von der Straße ab und krachte in ein anderes Fahrzeug. Die Frau musste mit lebensgefährlichen Verletzungen in ein Krankenhaus eingeliefert werden. 

Polizeieinsatz in Bad Oldesloe. Foto: Stormarnlive.de

In der Zeit von 10.15 Uhr bis 16:15 Uhr wurden im Zuständigkeitsbereich der Regionalleitstelle Süd mehr als 500 Einsätze angelegt. Besonders stark betroffen waren die Region um Bad Oldesloe und diverse Bereiche der Bundesautobahn 1 und A20. Im Schnitt mussten dort 40 Einsätze gleichzeitig bearbeitet werden.

Auf der A1 im Bereich Ostholstein rutschten mehrere PKW und LKW aufgrund der winterlichen Straßenverhältnisse von der Fahrbahn oder stellten sich quer. In den meisten Fällen blieb es bei Blechschäden. Viele 40-Tonner konnten die Auf- und Zufahrten der A1 nicht befahren – sie kamen aufgrund der winterglatten Fahrbahn nicht mehr von der Stelle.

Nach derzeitiger Unfallbilanz wurde eine Person leicht und eine Person schwer verletzt. Gegen 15.15 Uhr beruhigte sich die Einsatzlage deutlich. Im Kreis Segeberg kam es bis zum späten Nachmittag laut Polizei zu etwa 50 Glätteunfällen.

Auch auf den Autobahnen gab es zahlreiche Zwischenfälle. Am Vormittag kam es auf der A 21 aufgrund der Straßenverhältnisse zu mehreren Verkehrsbehinderungen. Im Bereich der Anschlussstelle Segeberg Nord hatten LKW Probleme bei der Auf- und Abfahrt von der Autobahn. Auf der A1 fuhren sich mehrere Lastwagen fest oder stellten sich quer. Zeitweise war die Autobahn in beide Richtungen voll gesperrt. 

Solange die Witterungsverhältnisse andauern, müssen Autofahrer mit Verkehrsbehinderungen rechnen. 

Mehrere Linienbusse verunglückt

In Klinkrade (Kreis Herzogtum-Lauenburg) verlor ein Busfahrer die Kontrolle über das Fahrzeug (VIDEO). Es handelte sich nach bisherigen Erkenntnissen um eine Einweisungsfahrt. Im Bus befanden sich ein Busfahrer in der Ausbildung, ein Busfahrer und ein Fahrgast. Alle Insassen blieben unverletzt. 

Zwischen Negernbötel und Hamdorf kam gegen 12 Uhr ein Linienbus nach rechts von der Fahrbahn ab und geriet in den Straßengraben. Die Fahrgäste mussten mit Hilfe der Feuerwehr aus dem Bus geholt werden. Einige Fahrgäste verletzten sich bei dem Unfall leicht.

Ein weiterer Linienbus verunfallte um 11:50 Uhr bei Trappenkamp, in dem westlichen Kreisel der Autobahnbrücke über die BAB 21. Auch hier kam der Bus nach rechts von der Fahrbahn ab und kollidierte mit der Außenschutzplanke. Nach jetzigem Erkenntnisstand blieben die sechs Fahrgäste unverletzt.

Das Busunternehmen Autokraft hatte seine Linienverkehre im Kreis Stormarn in dem dem Teilnetz (Linien 8720, 8721, 8722, 8723, 8724, 8725, 8726, 8730, 8731, 8740, 8741, 8742, 8770, 8771, 8772, 8780, 8781) vorerst weitestgehend eingestellt. Wie die Stadtschule Stormarnlive.de mitteilte, kamen zahlreiche Schüler durch die Busausfälle nicht mehr nach Hause und mussten von ihren Eltern abgeholt werden. 

A1 zeitweise in beide Richtungen gesperrt

Auf den Straßen kommt des durch den Schneefall ebenfalls zu Beeinträchtigungen. Die B75 war am Vormittag noch nicht geräumt, die Straßen sind vielerorts glatt. Die A1 ist seit Mittag in beide Richtungen voll gesperrt (Höhe Stapelfeld Richtung Lübeck und bei Ahrensburg Richtung Hamburg). In beiden Fällen haben sich Lastwagen quergestellt. Bei Reinfeld kam es zu einem Unfall mit einem Lkw. Auch dort besteht derzeit eine Vollsperrung. Auch für das A21-Teilstück zwischen dem Kreuz Hammoor und Travenbrück gibt es eine Staumeldung. Beide Strecken sollten unbedingt gemieden werden. Erhöhte Staugefahr gilt im Grunde für alle Autobahnen in der Region.

Bahn stellt Fernverkehr großflächig ein

Gegen Mittag meldete die Deutsche Bahn einen umgestürzten Baum auf den Schienen zwischen Ahrensburg und Bad Oldesloe. Durch die Witterungsverhältnisse müssen die Züge auf der Strecke auch weiterhin langsamer fahren, als üblich. Mit weiteren Ausfällen und Verspätungen ist daher zu rechnen. Welche Züge betroffen sind, erfahrt ihr auf bahn.de.

Am Nachmittag gab die Deutsche Bahn bekannt den Fernverkehr in ganz Deutschland vorübergehend einzustellen.

“Wegen Durchzug des Sturmtiefs Friederike bestehen derzeit nachfolgende Einschränkungen: In den Bundesländern Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein, Hamburg, Bremen und Niedersachsen sowie in Teilen von Rheinland-Pfalz bleibt der Fernverkehr der Deutschen Bahn voraussichtlich ganztägig eingestellt”

Bad Oldesloe

Vermisste Kinder am Oldesloer Bahnhof gefunden

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Polizei auf Streife
Archivfoto: SL

Bad Oldesloe –Die beiden Kinder (4 und 10), die seit heute Vormittag in Bad Oldesloe als vermisst gemeldet worden waren, sind sieben Stunden nachdem sie das letzte Mal gesehen wurden, wohlbehalten gefunden worden. 

Nachdem die Polizei mit der Suche an die Öffentlichkeit ging, fielen die Kinder gegen 17.25 Uhr einem Passanten am Oldesloer Bahnhof auf. Der meldete sich daraufhin bei der Polizei.

“Die Kinder wurden von der Polizei in Obhut genommen und sind auf dem Weg zu ihren Eltern”, sagt ein Polizeisprecher. Die Brüder waren am Dienstagvormittag aus der elterlichen Wohnung verschwunden und dann als vermisst gemeldet worden.

“Ein herzliches Dankeschön geht an die unterstützenden Medien sowie die helfende Kameraden der Feuerwehr Bad Oldesloe und die Rettungshundestaffel Stormarn”, so Polizeisprecher Holger Meier.

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Kultur

Kabarettist und Liedermacher: Bernd Stelter kommt nach Ahrensburg

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Foto: Manfred Esser

Ahrensburg – Am 14. Oktober kommt ein besonderer Künstler nach Ahrensburg in den Alfred Rust Saal. Er tritt gemeinsam mit dem Kabuff-Orchester auf.

Denn Bernd Stelter auf die Rolle eines Comedians oder Kabarettisten festzunageln, wird nicht gelingen. Klar macht er Kabarett – aber nicht nur. Und sein neustes Album „Wer Lieder singt, braucht keinen Therapeuten“ unterstreicht erneut seine Qualitäten eben auch als Liedermacher.

Geboren im Unna der Sechziger Jahre, schmeißt er kurz vorm Examen sein Studium, um sich fortan einem Leben auf der Bühne zu widmen. „Mein Vater ist fast wahnsinnig geworden. Im Nachhinein betrachtet war es eine gute Idee“, sagt Stelter heute.

Stelter gehört zu einer Gilde detailverliebter Bühnengrößen, der das Leben aufsaugt und in den Stoffen verarbeitet. „Ich glaube, ein Kabarettist und Liedermacher geht vielleicht mit sehr offenen Augen durch die Welt. Und ich habe immer meine kleine, schwarze, ledergebundene Kladde dabei“, berichtet Bernd Stelter, der auf den 13 Songs seines neuen Albums „Wer Lieder singt, braucht keinen Therapeuten“ vor allem eines ist – authentisch.

Das Album enthält neben amüsantem Storytelling wie beispielsweise in „Schatz, du kannst Gedanken lesen“ oder „Der langsame Jogger vom Rhein“ auch  nachdenkliche Momenten, die einmal mehr den Titel des Albums hervorheben – allem voran steht der Titel „Ein Leben lang“. In diesem Song verarbeitet Bernd Stelter auf einfühlsamen Weise den Tod seiner Eltern.

„Es hilft mir selber weiter, wenn ich Texte über das schreibe, was ich gerade erlebe. Den Text zu „Ein Leben lang“ habe ich zwei Jahre nach dem Tod meiner Eltern geschrieben. Die Zeit habe ich gebraucht“, gibt Bernd preis.

Er selbst bezeichnet sich als Genießer-Spießer. Genuss erfährt er vor allem beim Musizieren und Texten. Mit Günter Asbeck am Bass, Johannes Gokus am Schlagzeug, Sven Welter an der Gitarre und Ingo Wolfgarten am Piano wurde das stilistisch abwechslungsreiche Album mit Matthias Stingl als Produzent im Kern eingespielt. Als weitere Gäste überzeugen Magdalena Wolf am Cello und Gregor Meyle, Geiger Christian Herzberger.

„Wir haben die Lieder nicht wie üblich aufgenommen, also erst eine Schlagzeugspur, dann Bass, dann ein bisschen Keyboard. Sondern wir haben als Combo eine Session gespielt“, verrät uns der Liedermacher und bekennender Reinhard Mey Fan aus Bornheim-Hersel.

Lebenbejahende Lieder wie „Ikarus“ oder „Das ist das Gute“, dem Heinz-Rudolf Kunze die Zeile „Das ist das Gute, das es gelegentlich gibt, das gilt es zu pflegen, das ist es, weswegen mancher den Selbstmord verschiebt“ schenkte oder „Neugierig auf Dich“ fehlen auch nicht.

Doch auch der kritische Stelter findet wieder Worte und Töne, um dem Zeitalter von Partnerschaftsplattformen, „Ich brech die Herzen“, und Trash-Formaten, „Ich schalt den Fernseher ein“, die Leviten zu lesen.

„Wir denken in Bildern. Wir müssen ganz bewusst schöne Bilder sehen, damit es uns gut geht“, ergänzt Bernd Stelter, der seit den 80er Jahren auf der Bühne steht und deutschlandweit als Mitglied der Stammbesetzung von 7 Tage, 7 Köpfe berühmt wurde.

Doch vor allem seine Live-Programme wie „Geschichten aus der Vorstadt“, „Papa ist ne’ Knackwurst“, „Pubertät ist mehr als ein Pickel“, „Mittendrin“, „Mundwinkel hoch“ und natürlich „Wer heiratet, teilt sich Sorgen, die er vorher nicht hatte“ lassen tief blicken und zeigen den wahren Bernd Stelter in Reinkultur. Apropos Rhein und Kultur.Karnevalist ist er natürlich auch noch. Und er kommt nie allein.

Immer ist es die Gitarre, die ihn begleitet und jeden seiner Auftritte zu etwas ganz Besonderem macht. Bernd Stelters Charme, das Vermitteln von Vertrautheit und die abendliche Erkenntnis, dass viele Dinge, die uns tagtäglich begleiten, einfach saukomisch sind, machen ihn zu einem besonderen Künstler.

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Reinfeld

Reinfeld: Rollerfahrer bei Unfall schwer verletzt

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Symbolfoto: SL

Reinfeld – Am Montagmorgen, 16. Juli, gegen 09.55 Uhr, kam es in der Holländerkoppel in Reinfeld zu einem Verkehrsunfall, bei dem eine Person schwer verletzt wurde.

“Ein 76-jähriger Reinfelder bog mit seinem Citroen von einer Grundstücksausfahrt kommend nach links in die Holländerkoppel ein, um weiter in Richtung Innenstadt zu fahren. Hierbei übersah er offensichtlich den von rechts kommenden 70 Jahre alten Rollerfahrer aus Reinfeld”, so Polizeisprecherin Sandra Kilian.

Der 70-jährige Piaggiofahrer wurde durch den Unfall schwer verletzt und musste in ein Krankenhaus eingeliefert werden.

Der Fahrer des Citroen blieb unverletzt. Während der Unfallaufnahme musste die Straße Holländerkoppel für ungefähr eine Stunde voll gesperrt werden.

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