Folge uns!

Bad Oldesloe

Schleswig-Holstein-Meisterin siegt bei Oldesloes Poetry Slam Premiere

Veröffentlicht

am

Victoria Helene Bergemann ( vorne) siegte im FInale gegen Theresa Hahl (hinten)

Bad Oldesloe – Vor über 400 Zuschauern setzte Bad Oldesloe ein Ausrufezeichen als Plattform für Poetry Slammer aus der Region. Im Rahmen der „Festivaltage“ von LED Events fand die Premiere eines Poetry Slams in einer solchen Größenordnung statt, der direkt zum bisher größten Slam in Stormarn wurde. 

Das lag natürlich auch daran, dass die Protagonisten des Abends ein gelungener Ausschnitt aus dem „Who is Who“ der norddeutschen Slam-Szene waren. Schleswig-Holsteins Poetry Slam Pionier Björn Högsdal führte unterhaltsam und informativ durch den Abend, der aus zwei Vorrunden und einem Finale bestand. 

Als Special-Auftritt außerhalb des Wettkampfs trat mit Mona Harry die wohl aktuell bekannteste Slammerin des Nordens auf. Sie brach das Eis schnell und begeisterte als Opener der beiden Halbzeiten das Publikum. 

Björn Högsdal moderierte den Abend.

Armin Sengbusch, Michel Kühn, Victoria Helene Bergemann und Theresa Hahl sowie Helene Bockhorst traten mit unterschiedlichsten Werken auf durchweg gutem Niveau gegeneinander an. Zwischen Michel Kühn und Theresa Hahl entwickelte sich ein Kopf an Kopf Rennen, Armin Sengbusch schloss mit seinem zweiten Auftritt ebenfalls direkt zur Spitzengruppe auf. Mit 88 von möglichen 100 Punkten zog Victoria Helene Bergemann direkt ins Finale ein, Theresa Hahl und Michel Kühn kamen auf 87 Punkte, doch Hahl hatte ein besseres Streichergebnis, Sengbusch verfehlte das Finale knapp mit 86 Punkten. 

Die beiden Finalistinnen boten sehr unterschiedliche Texte. Bergemann setzte eher auf Comedy-Elemente, während Hahl lyrischere, nachdenklichere und komplexere Werke vortrug. Im Endeffekt fiel der Applaus für die amtierende Schleswig-Holstein-Meisterin Bergemann ein Stück lauter aus, womit sie den Sieg beim letzten großen norddeutschen Slam des Jahres errang. 

„Ich bin sehr zufrieden. Es lief richtig gut. Die Resonanz war sogar besser, als wir erwartet hätten“, zeigte sich Benjamin Rodloff von LED Events begeistert. Ob es eine Neuauflage 2018 gibt, steht noch nicht fest, aber auch die Auftretenden waren angetan und Högsdal verabschiedete sich daher auch schon mit einem lpckeren „Wir sehen uns 2018 wieder“ von der Bühne. 

In der Nacht wurde die Stormarnhalle dann schon wieder ein wenig umgestaltet. Denn heute ab 19 Uhr feiert die Oldesloer Band „Jeden Tag Silvester“ dort wie im Vorjahr ihr Jahresabschlusskonzert. Es werden über 1000 Zuschauer zu diesem zweiten Highlight der „Festivaltage“ erwartet. 

Bad Oldesloe

Angst vor Amokläufen: TMS-Eltern fordern Alarmsystem

Veröffentlicht

am

Polizeieinsatz an der TMS in Bad Oldesloe

Bad Oldesloe – Zum Schutz vor möglichen Amokläufen soll das Oldesloer Schulzentrum ein Alarmsystem bekommen.

Auslöser für die Planungen ist ein Amokalarm an der Theodor-Mommsen-Schule (TMS), der vor einigen Monaten einen Polizeieinsatz auslöste. Immer wieder kommt es auch an Stormarner Schulen zu Drohungen, die sich bisher aber immer als gegenstandslos herausstellten.

Dennoch vergrößert sich unter Eltern scheinbar die Sorge, dass es irgendwann doch zu einem Ernstfall kommen könnte. „Die Eltern wünschen ein Alarmsystem“, sagte Bürgeramtsleiter Thomas Sobczak im städtischen Bildungs-, Sozial- und Kulturausschuss. Das habe ein Treffen mit dem Schulelternbeirat der TMS ergeben.

„Wir werden mit dem Thema nach der Sommerpause in die Politik gehen“

Am 4. Juli wird eine Firma der Stadtverwaltung zwei Alarmsysteme vorstellen. Umfang und Kosten sind noch nicht bekannt. „Wir werden mit dem Thema nach der Sommerpause in die Politik gehen“ , sagte Sobczak. Der Sicherheitswunsch der Eltern wird auch bauliche Maßnahmen nach sich ziehen. In den Sommerferien sollen zunächst feste Türknäufe nachgerüstet werden, damit ein Amokläufer im Ernstfall nicht mehr ohne weiteres in die Klassenräume gelangen kann. Nach dem Schulzentrum mit Ida-Ehre-, Theodor-Mommesen- und Theodor-Storm-Schule könnten auch an anderen Schulen Vorkehrungen getroffen werden.

Weiterlesen

Bad Oldesloe

Erle-Abenteuerspielplatz: Stadt soll sich mit Verein einigen

Veröffentlicht

am

Viel Besucher beim Bildungs-, Sozial- und Kulturausschuss. Foto: Fischer

Bad Oldesloe – Der Oldesloer Abenteuerspielplatz Erle bekommt zunächst keine höhere Förderung. Stattdessen soll es einen Kompromiss geben. Das hat der städtische Bildungs-, Sozial- und Kulturausschuss beschlossen. Der Erle-Verein, der das naturnahe Betreuungsprojekt vor drei Jahren gründete, hatte eine Erhöhung der städtischen Förderung von 36.000 auf 88.000 Euro für hauptamtliche Betreuer beantragt.

Im nächsten Jahr läuft die Anschubfinanzierung durch den Projektförderer Holsteins Herz wie berichtet aus. Dadurch ist die Grundfinanzierung des Abenteuerspielplatz in Gefahr.

„Wir müssen einen Mittelweg finden“

„Wir wollen auf keinen Fall, dass das Engagement und die bereits investierten 100.000 Euro verloren gehen aber wir müssen einen Mittelweg finden“, sagte Hajo Krage (SPD).

Sollte die Stadt die Zuschüsse für den Erle-Verein aber mehr als verdoppeln, könnten sich andere Vereine benachteiligt fühlen. Auf SPD-Antrag einigte sich der Ausschuss darauf, dass Verein und Stadt gemeinsam eine Lösung suchen sollen, „die deutlich günstiger ist, als die beantragte Summe.“ Das Ergebnis wird nach den Sommerferien erneut im Ausschuss beraten.

Weiterlesen

Bad Oldesloe

Kinderschutzbund wirbt verstärkt für ehrenamtliche Unterstützung

Veröffentlicht

am

Birgitt Zabel, 1. Vorsitzende des Kinderschutzbundes im Kreis Stormarn. Foto: hfr

Bad Oldesloe – Die anonyme Beratung von Kindern am Kinder- und Jugendtelefon, die Begleitung von Kindern beim Umgang mit einem Elternteil oder die Betreuung der Kinder-Kleider-Kammer – für all diese Angebote des Kinderschutzbundes im Kreis Stormarn ist die Arbeit von ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern unabdingbar.

In seinem Jahresbericht 2017, der gerade veröffentlicht wurde, weist der Kinderschutzbund darauf hin, wie wichtig die ehrenamtliche Arbeit für Kinder und ihre Familien ist. Birgitt Zabel, erste Vorsitzende des Deutschen Kinderschutzbundes im Kreisverband Stormarn wird ganz deutlich: „Ohne die Unterstützung engagierter Bürgerinnen und Bürger könnten wir viele Angebote nicht aufrechterhalten, was zu einer Verarmung des lokalen Hilfesystems führen würde. Eltern und Kinder hätten es dann sehr viel schwerer, mit problematischen Situationen fertig zu werden als dies heute der Fall ist.“

Daher wirbt der Kinderschutzbund für eine Mitarbeit z. B. in den Kinderhäusern Blauer Elefant mit einem durchdachten Qualifizierungskonzept. Für den Einsatz als Telefonberater zum Beispiel durchlaufen Interessenten eine 70-stündige Ausbildung, um mit den zum Teil herausfordernden Situationen am Telefon gut umgehen zu können. Viele Mitarbeiter schätzen diese Ausbildung sehr, da diese auch für ihre Persönlichkeitsentwicklung wertvoll ist.

Gerade die Arbeit am Beratungstelefon spielt für den Kinderschutzbund eine ganz wichtige Rolle. Kinder und Jugendliche müssen in Notsituationen schnell einen Ansprechpartner finden, der ihnen weiterhelfen kann. Und selbst wenn es um ein Problem geht, das Eltern vielleicht nicht so gravierend finden, kann es doch für das Kind unlösbar erscheinen. Und dann ist es gut, wenn Kinder mit jemandem sprechen können, der zuhört, das Problem ernst nimmt und dann hilft, eine Lösung oder einen Weg zu finden.

Es gibt noch viele weitere Möglichkeiten, sich im Kinderschutzbund ehrenamtlich zu betätigen: neben dem Kinder- und Jugendtelefon gibt es auch das Elterntelefon, bei dem Eltern mit ihren Sorgen und Nöten anrufen können. Des Weiteren gibt es Familienpatinnen, die Familien in herausfordernden Situationen zu Hause im Alltag unterstützen. Andere Ehrenamtliche betreuen die Kinder-Kleider-Kammern und den Spielzeugmarkt, auf denen Sachen gegen eine kleine Spende abgegeben werden.

Wer sich für ein Ehrenamt im Kinderschutzbund interessiert, kann sich auch auf Youtube Ehrenamtswerbefilme des Deutschen Kinderschutzbundes, Landesverband Schleswig-Holstein ansehen. Einer davon ist im Blauen Elefanten Ahrensburg gedreht worden. Weitere Videos zum Thema Ehrenamt unter youtube: Stichwort Kinderschutzbund Schleswig-Holstein.

Weitere Informationen für interessierte Bürgerinnen und Bürger die sich im Kinderschutzbund engagieren wollen, gibt es direkt in den Kinderhäusern Blauer Elefant in Ahrensburg (04102-455 809), Bad Oldesloe (04531-78 14) und Bargteheide (04532-51 70).

Weiterlesen