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Lübeck

Toter auf Fußweg entdeckt: Raubmord an Weihnachten?

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Ermittler untersuchen den Fundort der Leiche. Foto: mopics.eu

 

Lübeck – Am Morgen des ersten Weihnachtsfeiertages wurde in Lübeck eine Leiche auf einem Fußweg entdeckt. Es handelt sich offenbar um ein Gewaltverbrechen.

Die Polizei sperrte heute morgen die Baltische Allee in Lübeck ab. Grund dafür war ein Leichenfund. Der Tote ist wahrscheinlich Opfer eines Verbrechens geworden. Die Mordkommission hat die Ermittlungen aufgenommen. 

Am Morgen des ersten Weihnachtstages wurde in der Baltischen Allee, nahe der Einmündung Malmöstraße, von einem Zeugen eine Person auf dem dortigen Geh-/Radweg neben einem Fahrrad stehend gesehen.

Als der Zeuge nachfragte, ob Hilfe benötigt werde, konnte er eine weitere Person auf der Erde liegend sehen, die offensichtlich erhebliche Verletzungen hatte. Dieser verletzte Mann verstarb trotz Reanimation durch die herbeigerufenen Rettungskräfte kurze Zeit später am Auffindeort.

Die Polizei sperrte zeitweise die Baltische Allee. Foto: mopics.eu

„Der zweite Mann hatte sich zwischenzeitlich abgesetzt und konnte durch Beamte des 3. Polizeireviers im Niederbüssauer Weg vorläufig festgenommen werden“, sagt Polizeisprecher Stefan Muhtz. „Es handelt sich um einen 44-jährigen Mann, welcher in Lübeck seinen Wohnsitz hat.“

Die Lübecker Staatsanwaltschaft und die Mordkommission der Bezirks-kriminalinspektion Lübeck haben die Ermittlungen wegen des Verdachts eines Tötungsdeliktes aufgenommen. Die Spurensicherung (Kommissariat 6) und Gerichtsmedizin haben ihre Arbeit vor Ort abgeschlossen. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft hat das Amtsgericht Lübeck die Obduktion angeordnet, um die Verletzungen im Einzelnen zu untersuchen und die Todesursache zu klären.

Bei dem Opfer handelt es sich um einen 78-jährigen Lübecker, welcher offensichtlich von seiner Wohnanschrift mit dem Fahrrad auf dem Weg in Richtung Innenstadt war.

Ersten Meldungen zufolge soll der Getötete zuvor in einer Spielhalle Geld gewonnen haben. Das bestätigt die Staatsanwaltschaft nicht: „Es gibt nach aktuellem Stand der Ermittlungen keine Hinweise darauf, dass das Opfer zuvor eine in der Nähe befindliche Spielhalle besucht und dort einen Gewinn erzielt haben könnte“, sagt Staatsanwältin Dr. Ulla Hingst

 Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Lübeck hat das Amtsgericht Lübeck Haftbefehl wegen Verdachts des Totschlags gegen den 44-jährigen Mann aus Lübeck erlassen. Der Mann, der kurz nach dem Auffinden des Opfers im Rahmen einer Nahbereichsfahndung von Polizeibeamten im Niederbüssauer Weg vorläufig festgenommen worden war, ist nach dem aktuellen Stand der Ermittlungen dringend verdächtig, das 78 Jahre alte Opfer getötet zu haben. Er ist der Justizvollzugsanstalt Lübeck zugeführt worden.

Der Beschuldigte schweigt zu dem Tatvorwurf.

Zum Schutze der laufenden Ermittlungen können gegenwärtig weder zu den Umständen, die den dringenden Tatverdacht begründen, noch zu den Ergebnissen der Obduktion nähere Angaben gemacht werden.

Die Ermittler suchen dringend Zeugen zu diesem Sachverhalt. Wer hat das Tatgeschehen in der Baltischen Allee beobachtet. Wer hat einen Fußgänger und einen Radfahrer in diesem Bereich gesehen? Hinweise werden an die Lübecker Mordkommission unter der Rufnummer 0451-1310 erbeten.

 

Polizei und Feuerwehr

A20: Mann erliegt seinen schweren Brandverletzungen

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Rettungshubschrauber im Einsatz
Archivfoto: SL

Lübeck – Bereits am 12. Juni  kam es im Verlauf der BAB 20, kurz vor dem Autobahnkreuz Lübeck zu einem schweren Verkehrsunfall, bei dem ein Sattelzug in eine Baustellabsicherung gefahren war. Mehrere Fahrzeuge brannten vollständig aus.

Neben dem Fahrer des Sattelzuges wurde auch ein 55-jähriger Mann aus Rheine (Fahrer des Lkw mit den Gasflaschen) schwer verletzt und mit dem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus eingeliefert.

Der 55-jährige Mann ist gestern Mittag im Krankenhaus seinen schweren Verletzungen erlegen.

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Lübeck

Bodycam: Lübecker Polizisten tragen jetzt Kameras

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Ein Polizist mit einer „Bodycam“. Foto: Polizei

Lübeck – Die Landespolizei Schleswig-Holstein testet in Lübeck für ein Jahr den Einsatz von Körperkameras („Bodycams“) im Rahmen eines Pilotprojektes. Es soll geprüft werden, ob damit die anhaltend hohe Gewaltbereitschaft gegen Polizisten abnimmt.

„Es soll auch geprüft werden, inwieweit die mobile Videoüberwachung als Mittel der visuellen Beweissicherung geeignet ist“, sagt Polizeisprecher Stefan Muhtz.

Das soll mit „Bodycams“ erreicht werden:

Bürger vor Repressalien durch Polizisten schützen und diese wiederum vor ungerechtfertigter Strafverfolgung. Außerdem erhofft sich die Polizeiführung durch die Technik, die Aufklärung von Straftaten deutlich erleichtern zu können.

Das zweite Polizeirevier Lübeck ist eine von drei Dienststellen der Landespolizei, bei denen die Bodycams im Streifendienst zum Einsatz kommen werden. „Unter anderem bei Kontrollsituationen, bei denen mit einer Gefährdung der Polizeikräfte oder unbeteiligter Dritter zu rechnen ist, wird die Kamera eingesetzt“, so Stefan Muhtz.

Polizeidirektor hofft auf Abschreckung

„Ich erhoffe mir davon Abschreckungseffekte sowie verbesserte Möglichkeiten zur Strafverfolgung bei Gewalttaten gegen Polizeivollzugsbeamtinnen und -beamte.“

Der leitende Polizeidirektor Norbert Trabs sieht den Einsatz der Bodycams positiv und als Sicherheitsgewinn für Polizisten: „Ich erhoffe mir davon Abschreckungseffekte sowie verbesserte Möglichkeiten zur Strafverfolgung bei Gewalttaten gegen Polizeivollzugsbeamtinnen und -beamte.“

Gewalt gegen Polizisten auf hohem Niveau

Laut dem Polizeidirektor ist die Zahl der Übergriffe auf Polizisten in Lübeck seit Jahren konstant auf einem hohen Niveau.

Alleine 2017 wurden 103 Kolleginnen und Kollegen bei der Ausübung ihres Dienstes verletzt. „Die Verhinderung dieser Taten ist eines meiner vordringlichen Ziele. In diesem Zusammenhang möchte ich wissen, welche weiteren Möglichkeiten es gibt, diese Situation zu verbessern“, sagt Norbert Trabs.

Daher wurde eine wissenschaftliche Untersuchung initiiert, die sich mit den Ursachen der Gewalt gegen Polizeibeamte in Lübeck befasst. Mit den Ergebnissen rechnet Trabs im Frühjahr 2019.

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Kreis Ostholstein

Amerikaner (43) verirrt sich mit Liegefahrrad auf die Autobahn

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Die Autobahnpolizei eskortierte den Radfahrer bis zur nächsten Ausfahrt und damit in Sicherheit. Foto: Polizei

Neustadt – Die Polizei musste einen Radfahrer am Sonnabend auf der A1 zur nächsten Ausfahrt eskortieren. Der Mann (43) aus Florida hatte sich mit seinem Liegefahrrad auf die Autobahn verirrt.

Am Samstagvormittag hatten Verkehrsteilnehmer über Notruf den Liegefahrradfahrer im nördlichen Bereich von Neustadt/H. auf der A1 gemeldet.
Den eingesetzten Beamten des Polizei-Autobahn- und Bezirksreviers (PABR) war klar, dass in diesem Bereich kein Standstreifen für eine solch waghalsige Fahrt vorhanden ist.

Der Radfahrer schwebte in höchster Gefahr.

Schnell konnten die Polizisten den Radfahrer erreichen und ihn absichernd bis zur nächsten Ausfahrt begleiten. Mit Angst im Gesicht und zitternden Knien entschuldigte er sich vielmals.

Mit seinem Liegerad fährt der 43-jährige amerikanische Staatsbürger aus Florida von Oslo nach Barcelona.

Hierbei kam er vom richtigen „Radweg“ ab und nutzte die für ihn nicht zulässige A1. Der Mann wurde dabei von der Landkarte seines Smartphones auf die Autobahn geleitet. Es war ihm eine Lehre und versprach den Polizisten nie wieder mit dem Fahrrad auf der Autobahn zu fahren.

Mit den Worten „Gute Reise“ und einer mündlichen Verwarnung wurde der Amerikaner verabschiedet.

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