Folge uns!

Bad Oldesloe

Stadtschule: Bürgermeister verbietet Waveboardfahren

Veröffentlicht

am

Oldesloer Stadtschüler und Elternvertreter vor dem Stadthaus. Foto: Fischer

Bad Oldesloe – Seit einigen Jahren bietet die Stadtschule im Rahmen ihres Ganztagschulkonzepts für alle Drittklässler Waveboardfahren an. Wenn das Wetter zu schlecht für das Training unter freiem Himmel war, wurde unter Aufsicht im Foyer gefahren. Damit ist ab Januar Schluss. Bürgermeister Jörg Lembke sieht eine “erhöhte Unfallgefahr und Schäden am Gebäude”.

Die Schüler, ihre Trainer, Lehrer, Schuldirektorin Sabine Prinz und der Elternbeirat wollen sich mit diesem “Dekret” aus der Stadtverwaltung aber nicht einfach beugen. “Wir verstehen nicht, warum es jahrelang ging und nun zum Problem wird”, sagt Marion Cornehl aus dem Schulelternbeirat. “In letzter Zeit kommt es uns so vor, dass fast alle Änderungen und Einsparungen, die von der Verwaltung unter dem neuen Bürgermeister durchgeführt werden, auf dem Rücken von Kindern ausgetragen werden”, so Cornehl weiter. 

Sie überreichte gemeinsam mit einigen jungen Waveboard-Fahrern über 200 Unterschriften an den Verwaltungschef. Mit dieser kleinen Petition wollen sie das Waveboard-Projekt doch noch retten. Lembke fühlt sich missverstanden. “Ich habe nichts gegen Waveboardfahren. Aber wenn wir als Verwaltung sagen, dass es nicht im Gebäude stattfinden darf, dann ist das so. Das ist halt ein Bereich in dem wir entscheiden dürfen. Wir machen uns das nicht leicht, diskutieren solche Dinge und hier kamen wir nun zu diesem Entschluss”, sagte Lembke. Bisher wurde es toleriert, dass im Foyer gefahren wurde, damit sei nun Schluss.”Ich frage mich außerdem, warum unbedingt in der Schulzeit Waveboard gefahren werden muss. Das kann doch nicht verpflichten sein. Steht das im Lehrplan?”, fragte er. 

“Nach dem Schulkonzept ist es tatsächlich verpflichtend für jeden Drittklässler”, erklärte Cornehl. “Es mag sein, dass Sie sich das an der Schule so überlegt haben, aber im offiziellen Lehrplan des Kultusministeriums wird das wohl kaum stehen. Daher frage ich mich, warum man keine Alternativen bei schlechtem Wetter anbieten kann: man könnte doch zum Beispiel dann halt Tischkicker spielen. Das ist auch spannend und bietet Bewegung”, so Lembke. Verpflichtet sei die Stadt nur, das zu ermöglichen, was der Lehrplan verlange.

Das Angebot, dass der Förderverein der Stadtschule bis zu 1500 Euro an Gebäudeschäden übernehmen würde, müsse ihm “erst offiziell vorliegen und dann geprüft werden.” Er bezweifle auch, dass 1500 Euro reichen werden. “Ich will da gar nichts versprechen. Im Prinzip gibt es eine klare Regelung, die wir mit Schuldirektorin Sabine Prinz auch so abgestimmt hatten: ab dem zweiten Halbjahr, das im Januar startet, darf im Gebäude kein Waveboard mehr gefahren werden”, sagte er. “Dieser Beschluss hat zunächst bestand”, so Lembke weiter.

Die Schüler hoffen, dass sie “als Weihnachtsgeschenk” eine Genehmigung bekommen, doch auch in Zukunft noch an dem Angebot auch bei schlechtem Wetter teilnehmen zu können. Einen Unfall habe es außerdem noch nie gegeben.

Beunruhigt ist die Stadtschule auch darüber, dass Bürgermeister Lembke das Konzept der gebundenen Ganztagsschule in Frage stellt. “Das ist ein sehr teurer Luxus, den sich die Stadt leistet. Ich glaube nicht, dass wir uns das leisten können. Natürlich ist es schön, dass es diese Angebote gibt und wenn die Stadtkassen voll wären, wäre ich der Erste, der so etwas fördert und noch schönere Ideen umsetzt, aber wir sind nicht in der Situation, dass wir so etwas weiter umsetzen können”, sagte der Verwaltungschef.

“Den meisten Eltern geht es ja erstmal nur darum, dass die Kinder in der Schule dann betreut werden. Da lassen sich auch andere, weit weniger kostenintensive Modelle finden. Wir können nichts weiter anbieten, was wir uns eigentlich nicht leisten können. Das hat nur finanzielle und keine persönlichen Gründe”, so Lembke.

Er fühle sich in letzter Zeit mehrfach in ein falsches Licht gerückt. “Wir sitzen doch nicht hier und fragen uns, wen wir als nächstes ärgern können. Was ich alles so höre, was ich angeblich vorhabe: da wollte ich Vogelschießen abschaffen oder alle Schulsozialarbeiter – das stimmte doch so nicht. Niemals würde ich Vogelschießen abschaffen und dass wir Schulsozialarbeiter brauchen, steht außer Frage”, stellte der Bürgermeister nochmal klar.

Wie es mit den Waveboards weitergehe, könne er noch nicht final sagen. “Ich werde das was mir heute erzählt wurde natürlich mitnehmen und schauen, ob es Lösungen geben kann”, so Lembke.

 

Informiert bleiben und folgen! Facebook und Twitter

Bad Oldesloe

Erneut Impfaktion im Oldesloer Hölk ohne Anmeldung

Veröffentlicht

am

Bad Oldesloe – Am Mittwoch, den 19. Januar besteht im Treffpunkt Plan B Im Hölk 2 in Bad Oldesloe erneut die Möglichkeit, sich zwischen 9:30 und 17:30 Uhr gegen Corona impfen zu lassen.

Die Hölk- und Poggenbreeden-Hochhäuser in Bad Oldesloe

Möglich sind Erst- und Zweitimpfungen sowie Booster-Impfungen. Eine Impfärztin berät vor Ort. Kinder können ab 12 geimpft werden. Ab 14 Jahren dürfen sie allein in die Impfung einwilligen. Die Teams sind mit den Impfstoffen von BioNTech und Moderna ausgestattet.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Mitgebracht werden muss lediglich ein gültiges Ausweisdokument und ein Impfpass, sofern vorhanden.  

Das Treffpunkt-Team empfiehlt allen, die noch nicht geimpft sind, diesen unkomplizierten Termin ohne Anmeldung im Treffpunkt unbedingt zu nutzen.

Quartiersmanagerin Maria Herrmann betont: „Die letzte Aktion im November mit fast 400 Teilnehmern war ein großer Erfolg. Deshalb haben wir uns entschieden, diese Impfangebote auch weiter zu organisieren. Wir sind sicher, dass auch diesmal alles in entspannter Atmosphäre abläuft“.

Weiterlesen

Bad Oldesloe

Waren werden knapp: BrAWO-Center bittet um Möbelspenden

Veröffentlicht

am

Bad Oldesloe – Beim BrAWO-Center Bad Oldesloe werden die Waren knapp. Besonders die Auswahl an Möbeln, Haushaltswaren und Kinderspielzeug ist inzwischen überschaubar.

„Wer sich von alten, aber gut erhaltenen Möbeln trennen möchte, sollte uns anrufen. Wir vereinbaren einen Termin, bauen ab und transportieren die Möbelstücke zu uns“, erklärt Betriebsleiter Thorsten Ehlers. Auch alte Fahrräder, die wieder fahrtüchtig gemacht worden sind, stehen bei den Kunden hoch im Kurs. Dieser Bereich ist in den vergangenen Monaten weiter ausgebaut worden.

Das BrAWO-Center, Im Hölk 2, ist telefonisch unter der Nummer 0 45 31 – 80 40 810 oder per E-Mail unter brawo-center.oldesloe@awo-bildungundarbeit.de zu erreichen.

Der Zulauf in der Einrichtung der AWO Bildung und Arbeit (AWO BA) im Kreis Stormarn ist trotz der Pandemie ungebrochen. Neben Möbeln sind vor allem Kleidungsstücke, besonders Kinderkleidung, aber auch Hausrat wie zum Beispiel Töpfe, Pfannen, Geschirr, Handtücher und Gardinen sehr begehrt.

Die Sozialkaufhäuser der AWO BA – wie hier das BrAWO-Center Bad Oldesloe – verbinden drei Zielrichtungen miteinander: Zum einen werden gespendete Gegenstände sehr günstig an bedürftige Familien verkauft, zum anderen sorgen sie für sinnvolle Beschäftigung für Menschen in Arbeitsgelegenheiten (AGH). Darüber hinaus landen brauchbare Dinge nicht einfach auf dem Sperrmüll, sondern werden wieder in den Verwertungskreislauf gebracht.

Weiterlesen

Bad Oldesloe

Oldesloer Polizei nimmt Verdächtigen nach Einbruch in Waschanlage fest

Veröffentlicht

am

Bad Oldesloe – In der Neujahrsnacht (01.01.2022) nahmen Polizeibeamten einen 42-jährigen Mann fest, der sich zuvor wohl Zutritt zu einer Waschanlage in der Lily-Braun-Straße in Bad Oldesloe verschafft hatte.

Polizei im Einsatz Symbolfoto: SL

Gegen 3.40 Uhr wurden die Beamten in die Lily-Braun-Straße entsandt, nachdem dort der Einbruchsalarm ausgelöst wurde.

Vor Ort stellten die Einsatzkräfte eine gewaltsam geöffnete Tür an einem Rolltor fest. Bei der Absuche des Objektes befanden sich keine Täter mehr in den Räumlichkeiten.

Im Rahmen von sofortigen Fahndungsmaßnahmen konnte auf der B 208 in der Ratzeburger Straße ein 42-jähriger Tatverdächtiger aus Nordwestmecklenburg mit seinem Fahrzeug gestellt und vorläufig festgenommen werden.

In dem Wagen wurde Einbruchswerkzeug gefunden.

Stehlgut war nach erster Prüfung des Betreibers der Waschanlage nicht zu beklagen.

Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Lübeck wurde der Tatverdächtige nach Beendigung der polizeilichen Maßnahmen entlassen. Er wird sich wegen des versuchten Diebstahls in einem besonders schweren Fall verantworten müssen.

Weiterlesen
Werbung

Unterstütze unsere Arbeit

Stormarlive.de lesen ist kostenlos. Aber ihr könnt uns freiwillig über Paypal unterstützen.

 

Werbung