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Bad Oldesloe

Mit Brötchentüten gegen häusliche Gewalt

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Für sie kommt Gewalt nicht in die Tüte (von links): Die Gleichstellungsbeauftragte des Kreises Sophie Olbrich mit dem stellv. Oldesloer Bürgermeister Horst Möller, der Oldesloer Gleichstellungsbeauftragten Marion Gurlit, Gisela Bojer, Katja Oehlke (beide “Frauen helfen Frauen”) und Landrat Henning Görtz. Foto: Fischer

Bad Oldesloe – Die Plätze im Stormarner Frauenhaus sind notorisch voll belegt, die Zahlen hilfesuchender Frauen steigen und häusliche Gewalt ist für viele immer noch ein Tabu-Thema, eine Privatangelegenheit. Die Aktion “Gewalt kommt nicht in die Tüte” soll Betroffene ermutigen, sich Hilfe zu suchen und auf Beratungsangebote hinweisen. Davon gibt es viele. Doch nur selten ergreifen die Frauen eigenständig die Initiative, um ihrem Martyrium zu entkommen.

“Die Aktion soll dabei helfen, diese Grenzen in der Kommunikation zu überwinden und gegen das sogenannte ‘Victim Blaming’ anzuarbeiten”, sagt Sophie Olbrich, Gleichstellungsbeauftragte des Kreis Stormarn. Aus Angst vor dem Mann und den gesellschaftlichen Folgen einer Trennung oder, aus Angst, ihnen werde nicht geglaubt. Noch komplizierter wird es, wenn Kinder mit im Spiel sind.

“Es gibt natürlich auch Frauen, die sich selbst Hilfe suchen”, sagt Gisela Bojer von “Frauen helfen Frauen”. Aber häufig kämen Hinweise von Angehörige.

70 Einsätze häuslicher Gewalt in Stormarn

Die Beratungsstelle arbeitet außerdem mit der Polizei zusammen. 70 Einsätze häuslicher Gewalt wurden “Frauen helfen Frauen” bis November gemeldet. In 22 Fällen sprachen die Beamten dem gewalttätigen Mann eine sogenannte Wegweisung aus. Dem Beschuldigten wird dann der Hausschlüssel abgenommen und darf sich bis zu zwei Wochen nicht mehr im Haus blicken lassen. Das soll der Frau den Freiraum geben, sich Hilfe suchen zu können.

“Wir nehmen in jedem Fall Kontakt zu den Frauen auf und bis auf vereinzelte Ausnahmen lassen sich die Betroffenen zumindest telefonisch beraten”, sagt Bojer. Der nächste Schritt ist – wenn nötig – die Vermittlung in ein Frauenhaus.

Zu wenig Plätze im Frauenhaus

Auch in Stormarn gibt es einen derartigen Schutzraum. Doch die 14 Plätze reichen schon lange nicht mehr aus. “Die Frauen bleiben im Schnitt länger, weil es zu wenig Wohnungen gibt”, erklärt Gisela Bojer. Hinzu kämen die Frauen aus Flüchtlingsfamilien.

Hier ist die Landesregierung gefragt. Kiel könnte den Frauenhäusern mehr Plätze zuweisen. Doch das ist bislang nicht geschehen. Im Stormarner Frauenhaus könnten weitere Betten ohne viel Aufwand geschaffen werden.

Auch auf derartige Missstände aufmerksam machen, ist ein Ziel von “Gewalt kommt nicht in die Tüte”. Bei der Aktion kooperieren die Beratungsstellen und Gleichstellungsbeauftragten mit Bäckereien und deren Innung, um Brötchentüten mit einer aufgedruckten Notfallnummer (08000 116 016) unter die Menschen zu bringen.

Frauen helfen Frauen Stormarn eröffnen am Sonnabend, 25. November, 15 Uhr die Ausstellung „Zugedeckelt oder Abgedeckelt, Steine, Seepferdchen und mehr – Nein zu Gewalt an Frauen“ von der Künstlerin Re.Becca im Bella Donna Haus (Bahnhofstraße 12).

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Bad Oldesloe

DRK Impfzentren gehen wieder in Betrieb: Dringend Personal gesucht

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Stormarn/Herzogtum Lauenburg – Sie ist längst da, die gefürchtete vierte Corona-Welle. Das einzige Mittel, um die Corona-Pandemie in den Griff zu bekommen, ist und bleibt das Impfen.

Foto: Sven Rogge/DRK-Landesverband Sachsen/hfr

Immer mehr Bedeutung bekommt jetzt die dritte Impfung, die sogenannte Booster-Impfung, um gut geschützt durch den Winter zu kommen.  

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) war und ist einer der zentralen Partner bei der Durchführung der Impfungen im gesamten Bundesgebiet, aber auch in den Kreisen Stormarn und Herzogtum Lauenburg. Gemeinsam mit den Kreisen, der Kassenärztlichen Vereinigung Schleswig-Holstein (KVSH) und der Bundeswehr werden in den Kreisen Stormarn und Herzogtum Lauenburg durch das DRK voraussichtlich ab Anfang Dezember erneut fünf Impfzentren (Standorte: Alt-Mölln, Geesthacht, Bad Oldesloe, Großhansdorf und Glinde) und zwei mobile Impfteams betrieben. 

Deshalb ist das DRK jetzt auf der Suche nach medizinisch qualifiziertem Personal und Verwaltungskräften für die Corona-Impfzentren und die mobilen Teams.

Gesucht werden Bewerber*innen in Vollzeit, Teilzeit und als geringfügig Beschäftigte sowie ehrenamtliche Mitarbeiter*innen, auch an Wochenenden und Feiertagen, zunächst befristet bis zum 28. Februar 2022.

Wer mithelfen möchte, die vierte Welle zu brechen, kann sich im Onlineportal bewerben und findet dort auch weitere Informationen. 

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Zwölf-Meter-Tanne: Am Sonntag wird der Weihnachtsbaum aufgestellt

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Bad Oldesloe – Die Weihnachtszeit kündigt sich an. Am Sonntag, 21. November 2021 um 9 Uhr  wird der zwölf Meter hohe Weihnachtsbaum auf dem Marktplatz angeliefert und aufgestellt.

Foto: Stormarnlive.de

Die prächtige Nordmanntanne wird in diesem Jahr vom Hof Reiners geliefert. 

Mit Hilfe der Mitarbeiter des Baubetriebshofes und Unterstützung durch den Elektrofachbetrieb ESO Elektro Service Oldesloe GmbH wird der Weihnachtsbaum in diesem Jahr am Montag, 22. November 2021 mit Lichterketten und Weihnachtskugeln geschmückt.

Die Beleuchtung des Baumes wird in diesem Jahr am 26. November 2021 eingeschaltet.

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Bad Oldesloe

Radio Eckhorst erhält den Jugend-Courage-Preis

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Bargteheide – Eine Abordnung der Redaktion von Radio Eckhorst Bargteheide hat am 9. November in Bad Oldesloe für die 17-köpfige Redaktion den Jugend-Courage-Preis bekommen, der mit einem Preisgeld in Höhe von 1.000,00 Euro verbunden ist.

In ihrer Laudatio hob Mitveranstalterin Martina Kock hervor, dass hier ein Team junger, talentierter Menschen erkennbar authentisch und selbstbestimmt Fragen für die junge Generation stellt, hinguckt statt wegguckt und damit hörbar und unterhaltsam Courage beweist und Demokratie vorbildlich auch in den Schulalltag integriert.

Der Preis für “Schulradio mit Anspruch” gehe gerade auch auf Aktivitäten der Redaktion zurück, die deutlich über den Schulalltag hinausweisen, wie zum Beispiel die Moderationen der Ausbildungsgsmesse BIZ-Nacht oder die Gestaltung des Stadtradios bei der Kinderstadt Stormini.

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