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Ahrensburg

Bienensterben: Ahrensburger Imker fordern von Landwirten mehr Rücksichtnahme

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Imker Horst Nett bei einem Vortrag in der Stadtbücherei Ahrensburg. Foto: hfr

Ahrensburg – Horst Nette Berufsimker und Landwirt mit 350 Bienenvölkern aus Wankendorf berichtete bei einem Vortrag in der Stadtbücherei Ahrensburg über die Wünsche der Imker an die Landwirte.

Sorgen bereiten ihm vor allem die vielen Herbizide und Insektizide, die üblicherweise auf den Feldern eingesetzt werden. Gerade die Neonicotinoide, Pestizide, die beim Beizen von Saatgut Verwendung finden und als bienenfreundlich eingestuft sind, werden für ein erhöhtes Bienensterben verantwortlich gemacht.

Die Bienenfreundlichkeit eines Pestizids wird über die sogenannte B4-Klassifizierung festgestellt. Dabei werden 100 Bienen 10 Tage lang mit einer Mischung aus Zuckerwasser und dem zu testenden Pestizid gefüttert. Wenn danach mindestens 51 Bienen noch leben, ist die Zulassung möglich. Neonicotinoide aber wirken schädigend auf das Nervensystem der Biene. Diese verliert “nur” die Orientierung und stirbt nicht unmittelbar daran. Bedenklich ist auch die Langzeitwirkung: Im Grundwasser und Boden sind Neonikotinoide auch noch nach fünf Jahren nachweisbar.

Bienenfreundlicher Einsatz von Herbiziden und Insektiziden ist möglich

Sollte der Einsatz von Neonikotinoiden verboten werden, steht schon die nächste Gruppe Insektizide in den Startlöchern. Diese beinhalten den Wirkstoff Sulfoxaflor und gelten als Gefahr für Honigbienen und die Artenvielfalt. Laut einem Bericht der Welt vom 25.10.2017 ist die Honigernte in Frankreich dieses Jahr wieder unter 10.000 Tonnen gefallen. Vor 20 Jahren gehörte Frankreich noch zu den großen Produzenten von 30.000 Tonnen.

Bienenfreundlicher Einsatz von Herbiziden und Insektiziden ist möglich: Landwirte geben dem Imker vorher Bescheid, falls gespritzt wird. Dann kann der Imker für diese Zeit die Fluglöcher verschließen und so seine Bienen schützen.  Diese Rücksichtnahme wird nicht überall praktiziert und führt zu Völkerverlusten. Die von den Bauern häufig als Zwischenfruchtsaat eingesetzte Phacelia unterstützt die Pollen- und Honigernte und unterbricht die Monokultur auf dem Land. In den Städten geht es Bienen mit den vielen Blüten in den Hintergärten deutlich besser.

Landwirte haben durch die Imkerei signifikante Mehrerträge

In Deutschland gelten bei der Honigproduktion, entsprechend dem deutschen Reinheitsgebot beim Bier, hohe Standards. “Echter deutscher Bienenhonig” kann guten Gewissens gekauft werden, da hier alle Beimengungen verboten sind. Der Hinweis auf “europäische und nicht-europäische Herkunft” weist auf größeren Spielraum sowohl beim Schadstoffgrenzwert, als auch auf niedrigere Umweltfreundlichkeit bei der Produktion hin.

Die Landwirte haben durch die Imkerei signifikante Mehrerträge im Obstbau und bei der Saatgutvermehrung. Typischerweise können bis zu 30% mehr Früchte geerntet werden. Die schöne Form eines Apfels hängt auch davon ab, ob alle fünf Blütenkammern bestäubt wurden.

Der Vortrag in der Stadtbücherei Ahrensburg konnte zwar keine Landwirte aus der Region zum direkten Austausch animieren, hat aber bei den 36 anwesenden Imkerinnen und Imkern Möglichkeiten der Kooperation aufgezeigt.

Wer sich für die Imkerei interessiert, ist herzlich eingeladen bei einem Imkerkurs ab Januar 2018 teilzunehmen. Eine Anmeldung ist über die Homepage www.imkerverein-ahrensburg.de oder direkt bei Armin König per E-Mail armin.koenig@web.de möglich.

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Ahrensburg

Taschendieb ertappt: Ahrensburger Polizei sucht Geschädigte

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Ahrensburg – Am 13. Oktober kam es in einem Discounter in der Hamburger Straße in Ahrensburg zu einem versuchten Diebstahl.

Polizei im Einsatz Symbolfoto: SL

Aufmerksame Zeugen beobachteten, wie einer Seniorin unbemerkt, durch eine männliche Person, während ihres Einkaufs im Discounter das Portmonee aus einer Tasche gezogen wurde.

Darauf angesprochen, gab der Täter die Geldbörse an die Geschädigte zurück und verließ fluchtartig den Lidl-Markt in unbekannte Richtung.

Der unbekannte Täter sei ca. 50 bis 60 Jahre alt und grauhaarig. Bekleidet war er mit einer schwarzen Jacke.

Die Kriminalpolizei Ahrensburg bittet Zeugen, die sachdienliche Hinweise geben können sowie die Seniorin selbst sich unter der Telefonnummer 04102/809-0 zu melden.

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Ahrensburg

Seniorin (84) beklaut: Polizei nimmt drei Handtaschendiebe fest

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Ahrensburg – Am 7.Oktober konnten drei Tatverdächtige nach einem Handtaschendiebstahl in Ahrensburg im Rahmen einer Fahndung gestellt werden.

Polizei im Einsatz Symbolfoto: SL

Nach aktuellem Erkenntnisstand wurde eine 84-jährigen Ahrensburgerin in der Manfred-Samusch-Straße in Ahrensburg durch einen Mann abgelenkt, indem er sie nach dem Weg fragte.

Hierbei entwendete er die Handtasche aus dem Rollator der 84-jährigen Frau und lief zu einem abgestellten PKW. Dort warteten zwei weitere Männer auf ihn und alle drei fuhren schnell mit dem Fahrzeug weg.

Ein Zeuge merkte sich das Kennzeichen des flüchtenden PKW.

Im Rahmen der Fahndung konnte das Fahrzeug im Bereich des Ostrings/ Sieker Landstraße kontrolliert und das Stehlgut sichergestellt werden.

Im Fahrzeug befanden sich drei Männer (51 Jahre, 43 Jahre, 33 Jahre). Einer der Männer gab den Diebstahl zu. Nach kriminalpolizeilichen Maßnahmen und Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft konnten die Tatverdächtigen ihre Fahrt fortsetzen.

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Ahrensburg

Ahrensburg lässt Stromkästen mit Natur-Graffiti verschönern

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Ahrensburg – Blühende Blumenwiesen und virtuell zwitschernde Vögel zaubern den Ahrensburgern und den Besuchern der Stormarner Kulturstadt ein Lächeln auf das Gesicht.

Simon HOrn verschönert Stromkästen. Fotos: Stadt Ahrensburg

Der Grund: Im Bereich der Innenstadt werden seit vergangenem Mittwoch über 30 Stromkästen mit ländlichen und Natur-Motiven verschönert.

Im Auftrag des Citymanagements erstrahlen die ansonsten grauen Stromkästen und Trafostationen in herrlich frischen Farben.

Citymanager Christian Behrendt: „Wir möchten unseren Bürgern und unseren Gästen gleichermaßen eine Freude machen und bringen ein Stück Natur in die Stadt zurück.“

Energie- und Gasreglerstationen sind in der Regel an zentralen Punkten und hochfrequentierten Straßen einer Stadt anzutreffen. Somit prägen sie vielfach in nicht unerheblicher Art und Weise das Stadtbild und ihr Erscheinungsbild wird von BürgerInnen entsprechend wahrgenommen.

In der heutigen Zeit wird das Aussehen solcher Anlagen häufig durch Schmierereien beeinflusst, was vielen Betrachtern negativ ins Auge fällt.

Umgesetzt werden die Arbeiten durch die Firma Highlightz Fassendesign aus Bonn.

Geschäftsführer Simon Horn: „Unsere jahrelange Erfahrung zeigt, dass eine attraktive Gestaltung der Objekte sowohl zu einer erheblichen Verschönerung des Stadtbildes beiträgt, als auch nachhaltig vor Farbvandalismus und unerwünschten Plakatierungen schützt!“

Bis einschließlich zum 15. Oktober sollen die Arbeiten, die von der AktivRegion Alsterland anteilig gefördert werden, abgeschlossen sein.

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