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Bad Oldesloe

“Skateland” und “Streetworkout” auf Eis gelegt

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Das aktuelle Skateland in Bad Oldesloe Foto: SL

Bad Oldesloe – Auf in die nächste Runde: Wieder wird aus der Sanierung des Skatelands und dem Bau eines Street-Workouts zunächst nichts in Bad Oldesloe. Nach mehreren Verschiebungen der baulichen Umsetzung des durch Jugendliche in einem Beteiligungsprojekt erarbeiteten Wunsches, schien es nun endlich soweit. Zunächst war der Sommer 2017 als Bauzeitpunkt genannt, dann war man „hoffnungsvoll“, dass es bis Ende 2017 noch etwas werden könnte. Es folgte aber die nächste Vertröstung und ein weiteres Kapitel in dem Buch darüber, wie man engagierte Jugendliche maximal frustriert. 

Als letzte Hürde galt eigentlich die Zusage von 100 000 Euro Fördergeldern durch „Holsteins Herz“. Diese wurden bewilligt und kürzlich verkündete Bürgermeister Jörg Lembke nicht ohne Stolz gegenüber dem Kinder- und Jugendbeirat, der sich vehement und entschlossen für das Skateland eingesetzt hatte, dass dieses „definitiv gebaut wird. “Noch im Winter können wir anfangen, wenn es das Wetter zulässt. Ich verspreche aber so oder so die Einweihung im Frühjahr 2018“, sagte Lembke bei der Präsentation der Kandidaten des Kinder- und Jugendbeirats. Dieses Mal werde das Versprechen definitiv gehalten. Es waren im Prinzip beschwichtigende Worte, denn der Einsatz des Kinder- und Jugendbeirats für die beschleunigte Umsetzung des Projekts hatte weder in der Lokalpolitik noch beim Bürgermeister ein Umdenken bewirkt. Man hörte sich die Ausführungen der Jugendlichen an, lobte das Engagement und machte dann weiter wie zuvor.  Auch die neue Zusage wird nun wohl nicht eingehalten werden können. .

Denn jetzt kam auf Nachfrage von Aygün Caglar (CDU) heraus, dass das Projekt auf Eis liegt.  Von einer Fertigstellung im Frühjahr 2018 oder überhaupt von einem Baubeginn in absehbarer Zeit, ist keine Rede mehr.  Die Ausschreibungen haben ergeben, dass das Projekt „wesentlich teurer wird“, als zunächst angenommen. Es handle sich nicht um „nur 10 000 Euro“. Der nächste drastische Rückschlag also für die Teilnehmer des Beteiligungsprojekts. Denn unter diesen Vorzeichen wird das Projekt um einen weiten Weg zurückgeworfen. Die am beteiligten Jugendlichen sind längst nach Jahren des vertröstet werden, entnervt und frustriert. Ein Zusammenstreichen ihrer Ideen hatten sie auf der anderen Seite mehrfach ausgeschlossen. Aber genau das würde wohl jetzt notwendig werden, sollte das Projekt überhaupt noch eine Chance haben.

Es könnten sowieso keine einzelnen Bestandteile gestrichen werden. Dafür müssten erste die Pläne geändert und dann neu ausgeschrieben werden, erklärte der Bürgermeister. Heißt: es verstreicht in jedem Fall wieder Zeit und an einen Bau im Frühjahr 2018 ist daher nicht zu denken.

Angesichts der sehr angespannten Haushaltslage wird das Projekt – das bereits zuvor auf der Streichliste bei Haushaltsberatungen 2017 auftauchte – aber auch mit großer Wahrscheinlichkeit kein deutlich erhöhtes Budget bekommen. Es mehren sich die Stimmen, dass man sich aktuelle die Sanierung und den Street-Workout-Park nicht leisten könne. Daher scheint die erneute Diskussion auch eine Möglichkeit, um das ganze Vorhaben doch nochmal zu stoppen. 

Der eigentlich zu erwartende Aufschrei seitens der Vertretung der Jugendlichen in der Stadt bleibt aktuell überraschend aus. Der Kinder- und Jugendbeirat war auch zwei Tage nach einer Anfrage nicht in der Lage zu dem Thema eine klare Stellungnahme abzugeben. Enttäuscht sei man natülich, aber man habe nicht alle Fakten zusammen und wolle noch Gespräche führen. Es sei ja gar nicht klar, wie es nun weitergehe. 

Wirkte das vehemente Vorgehen zuvor zumindest entschlossen, wenn auch im Endeffekt ineffektiv, weil sich niemand wirklich davon in seiner Entscheidungsfindung beeinflussen ließ, so scheinen die engagierten Jugendlichen nun er sprachlos oder sehr vorsichtig geworden. Vielleicht ahnen sie, dass das Skateland-Projekt mit Street-Workout auch 2018 nicht gebaut werden wird. Von der Entschlossenheit, dass die versprochene Skateland-Sanierung „komme was wolle“ nicht verhandelbar sei, ist aktuell zumindest von dieser Seite aus wenig zu spüren, was die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass es  nun erstmal wieder länger „auf Eis“ bleibt.

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Bad Oldesloe

Bad Oldesloe liefert Hilfsgüter für ukrainische Flüchtlinge nach Kolberg

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Bad Oldesle Millionen von Menschen sind aus der Ukraine vor dem Krieg geflohen. Auch in Bad Oldesloes polnischer Partnerstadt Kolberg sind mittlerweile viele Flüchtlinge angekommen. Deswegen plant die Stadt die Lieferung von Hilfsgütern.

Stadthaus am Oldesloer Marktplatz Archivfoto: SL

Die Stadt steht derzeit vor großen Herausforderungen um die Vielzahl an Geflüchteten aus der Ukraine zu versorgen.

“Die Einwohner von Kolberg haben ihre Herzen und Häuser geöffnet und ihre eigenen Hände zur Hilfe angeboten”, heißt es im Anschreiben aus Kolberg von der Stadtpräsidentin Anna Mieczkowska. Um die Kriegsflüchtlinge jedoch fortwährend versorgen zu können, werden viele Dinge benötigt, weshalb die polnische Partnerstadt sich an alle ihre Partnerstädte um Unterstützung gewendet hat.

Zu diesem Zweck hat die Kolberger Stadtverwaltung eine Liste mit konkret benötigten Gütern dem Anschreiben beigelegt. Dazu zählen insbesondere Hygieneartikel wie z. B. Windeln, Zahnbürsten und Zahnpasta, Desinfektionsmittel, medizinische Masken aber auch haltbare Lebensmittel wie Reis, Nudeln, Konserven, Babynahrung, Kaffee, Tee sowie Schreibwaren für Kinder.

Bürgermeister Jörg Lembke hat umgehend der Partnerstadt die Hilfe aus Bad Oldesloe als Ausdruck der Solidarität in dieser schweren Zeit zugesagt und einen Spendenaufruf an die lokalen Unternehmen gestartet.

“Unsere Städtepartnerschaft ist geprägt von Freundschaft. Und Freunde stehen einander bei und unterstützen sich gegenseitig in schwierigen Zeiten. Mir ist bewusst, dass unsere Möglichkeiten zur Linderung der menschlichen Tragödien und des Schmerzes für die Menschen aus der Ukraine beschränkt sind. Daher lassen Sie uns gemeinsam in diesen schwierigen Zeiten füreinander da sein und den Menschen aus Kriegsgebieten, ob in Kolberg oder Bad Oldesloe, egal welcher Nationalität sie angehören, unsere Solidarität spüren”, so Jörg Lembke, Bürgermeister der Stadt Bad Oldesloe.

Die Welle der Hilfsbereitschaft seitens der Oldesloer Unternehmen im Rahmen dieser Hilfsaktion war überwältigend. Sie spendeten palettenweise benötigte Artikel und organisierten Transporte zur eingerichteten Sammelstation am Baubetriebshof.

„Ich freue mich, unseren Freunden in Polen bei dieser Kraftanstrengung die benötigte Unterstützung zu ermöglichen. Dafür danke ich allen Unternehmen für ihr beindruckendes Engagement, ohne das die Aktion nicht möglich gewesen wäre“, erklärt weiter Jörg Lembke stolz.

Auch die Bad Oldesloer Kommunalpolitik brachte ihre Solidarität mit der Partnerstadt Kolberg zum Ausdruck und stellte unverzüglich weitere finanzielle Mittel in Höhe von 4.000 Euro zur Verfügung.

Auch einzelne Mitglieder der Stadtverordnetenversammlung stellten gesondert private finanzielle Mittel zur Verfügung. Mittlerweile kann ein ganzer Sattelzug mit Hilfsmitteln auf den Weg nach Kolberg gebracht werden. Den Transport stellt die Oldesloer Spedition Günter Börner Dienstleistungen OhG aus Bad Oldesloe.

Am 20. Mai um 12 Uhr wird der Sattelzug mit den Hilfsgütern beim Baubetriebshof verladen. Die Lieferung wird am 23. Mai in Kolberg durch die Stadtpräsidentin Anna Mieczkowska und die Oldesloer Bürgerworthalterin Hildegard Pontow empfangen.

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Bad Oldesloe

27-Jähriger am Oldesloer Bahnhof brutal zusammengeschlagen

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Bad Oldesloe Ein 27-Jähriger ist am Oldesloer Bahnhof von mehreren Personen angegriffen und schwer verletzt worden. Er musste in ein Krankenhaus eingeliefert werden.

Oldesloer Bahnhof. Foto: Stormarnlive.de

Bereits am Montag (09.05.2022) ist es in der Johannes-Ströh-Straße, am Hintereingang des Bad Oldesloer Bahnhofes zu einer gefährlichen Körperverletzung zum Nachteil eines 27-jährigen aus Bad Oldesloe gekommen.

Nach ersten Erkenntnissen ist der Oldesloer gegen 21.45 Uhr mit einer ihm unbekannten Personengruppe (fünf männliche Personen) in einen Streit geraten.

Der Geschädigte wurde dann aus dieser Gruppe heraus mehrfach geschlagen und getreten.

Er musste ärztlich versorgt werden und wurde in ein Krankenhaus eingeliefert. Der genaue Tatablauf ist nun Gegenstand der aktuellen Ermittlungen.

Die Kriminalpolizei in Bad Oldesloe bittet Zeugen, die diese Tat beobachtet haben und Hinweise auf die Täter geben können, sich unter der Telefonnummer 04531/501-0 zu melden.

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Bad Oldesloe

Wahl in Bad Oldesloe: Jörg Lembke bleibt Bürgermeister

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Bad Oldesloe Kein Wechsel im Rathaus: Jörg Lembke hat die Bürgermeisterwahl in Bad Oldesloe deutlich gewonnen. Der Amtsinhaber erhielt 64,57 Prozent der Stimmen.

Bürgermeister Jörg Lembke (mitte) freut sich mit seiner Familie über den Ausgang der Wahl. Foto: Stormarnlive.de

„Ich hatte einen starken Gegner und da kann ich den Bürgern nur danken für das Vertrauen, dass sie mir entgegengebracht haben”, sagte Lembke zum Ausgang der Wahl.

Für seinen Herausforderer Tom Winter stimmten 35,43 Prozent der Oldesloer (3855 Stimmen). Trotz Niederlage ein solides Ergebnis. Der Lokalpolitiker wurde von den Grünen und Linken aufgestellt und von SPD und dem fraktionslosen Stadtverordneten Andreas Lehmann unterstützt.

Für einen Wechsel im Rathaus reichte das nicht. Hendrik Holtz (Die Linke): „Wir sind natürlich enttäuscht, dass unser großartiger Kandidat Tom Winter es nicht geschafft hat, die Mehrheit der Oldesloerinnen und Oldesloer für sich zu begeistern. Man muss an so einem Tag die Niederlage dann auch anerkennen.“

Trotz alledem wünscht Hendrik Holtz Bürgermeister Jörg Lembke ein gutes Gelingen für die nächsten sechs Jahre: „Wir werden seinen Weg als Bürgermeister kritisch begleiten.“

Hettwer gewinnt in Bargteheide: Kruse-Gobrecht nur 35 Prozent

Auch in Bargteheide wurde am Sonntag gewählt. Hier unterlag Bürgermeisterin Birte Kruse-Gobrecht gegen Herausforderin Gabriele Hettwer, die von einem breiten Parteienbündnis aus CDU, SPD, FDP und WfB aufgestellt wurde.

Hettwer kam auf 65,2 Prozent, Kruse-Gobrecht lediglich auf 34,8 Prozent. Für eine Amtsinhaberin ein ernüchterndes Ergebnis.

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