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Kultur

“Kleines Theater” : Trägerverein antwortet auf Kinobetreiberkritik

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Fühlen sich zu Unrecht angegriffen: Der Trägervereinsvorsitzende Olaf Nehls (r.) mit seinem Finanzvorstand Rainer Wiegard.
FOTO: SL Archiv

Bargteheide – Hans-Peter Jansen, Betreiber des „Cinema Paradiso“ im „Kleinen Theater“ Bargteheide, hatte in der vergangenen Woche sehr deutlichen seinem Unmut über „Vorgänge“ im Haus Luft verschafft. Seitdem der neue Trägerverein die Koordination übernommen habe, sei im Prinzip alles erstmal schlechter geworden. Er stellte deutliche Forderungen. Ansonsten werde er seinen im Sommer 2018 endenden Vertrag nicht verlängern. 

Mit einem offenen Brief reagiert nun der offenbar überraschte Trägerverein mit polemischen Untertönen auf die zum Teil harsche Kritik Jansens. 

Brisant ist, dass schon Manfred Kutsche vom mittlerweile insolventen Kulturring ähnliche Kritik wie Jansen an dem Trägerverein geübt hatte. Jansen verlangte nun die sofortige Rückkehr des Kulturrings. 

Hier nun aber der komplette offene Brief des Trägervereins im Wortlaut ( Anmerkung der Redaktion: Jansen konnte mittlerweile belegen, dass sein Vertrag nur bis Sommer 2018 läuft, wie er im Rahmen seines Pressegesprächs gesagt hatte und was vom Trägerverein im Folgenden bezweifelt wird ).: 

„Lieber Hans-Peter,

da ist Dir ja ein richtig geiler Helikopter-Coup gelungen. Mit einer Pressekonferenz am letzten Donnerstag mal wieder richtig Staub aufwirbeln und Wind in die langweilige Presseberichterstattung bringen. „Bad News are Good News” und Fake-News sind ja nun wirklich richtig cool, man. Die Blätter haben, wie von Dir gewünscht, gestern gerauscht und im Stormarner Tageblatt sogar heute nochmal. Bis auf einen Stormarner Journalisten haben alle bei uns nachrecherchiert.

Vor 2 Wochen, am 10. Oktober, trafen wir uns noch in größter Harmonie zu unserem regelmäßigen Partnertreffen, zusammen mit Baki, unserm fröhlichen Papillon-Wirt. Wir vereinbarten ein gemeinsames kreatives Themen-Wochenende in 2018 mit Kino, Theater und mit wunderbarem Essen von Alex. Wir tauschten uns aus über die technischen Fortschritte und was wir gemeinsam für das Haus planen. Unserem erneuten Vorschlag für ein zukünftig gemeinsames Programmheft – für Kino und Theater – hast du mir am gleichen Abend telefonisch freudig zugestimmt.

Ne echt klasse Nummer, uns in seliger gemeinsamer Harmonie zu wähnen und 2 Wochen später uns – puff bäng blitz donner rumms – irgendwas über die Presse an den Kopf zu knallen, ohne Vorgespräch, ohne Vorwarnung, ohne Veranlassung.

Klasse Idee von dir, in die Medien zu kommen. Aber wie schafft man so was. Ja natürlich, du bist da Profi. „Das letzte Alphatier im Theater“ (Zitat). Einfach mal ein wenig zu Boden sehen, (Timing ist alles, schon klar) und dann erzählen, dass hier bald die Lichter ausgehen würden, dass man der letzte kreative Kulturschaffende ist, der eine Seele hat und das Haus lebt. Und dass man glaubt, dass das ganze Kulturleben in die Grütze geht, wenn das (was?) so weitergeht. Das zieht, und die anwesenden Journalisten schreiben natürlich freudig mit über so viel Emotion und Ego-Darstellung. Alles gut, lieber Hans-Peter. Kann man machen, muss man aber nicht.

Du beschwörst den drohenden Abgrund, du würdest den Vertrag in 2018 nicht verlängern. Tja, unseres Wissens geht Dein Vertrag mit der Stadt bis 2020. Macht ja nix, dann kannst Du ja bis dahin noch mehrfach mit deinem Ausstieg drohen (warum eigentlich?).

Dabei sind wir wirklich froh, dass wir so ein tolles Kino in Bargteheide haben. Das haben nicht so viele Städte in Kreis. Und dass Du so ein klasse Programm machst. Ganz ehrlich. So tolle Filme, wirklich. Wir haben Dir noch nienienie in dein Programm reingeredet. Werden wir auch in Zukunft nie tun.

Ach ja, die eigentliche News in der Pressekonferenz nicht zu vergessen:

Deine Hausnummer, wir hätten in der letzten Spielzeit (Sept. 2016 bis Juni 2017) 120 Tage die Bühne blockiert. Und Du hättest dadurch einen Verdienstausfall von 25.000 Euro, die wir Dir ersetzen sollen, oder auch die Stadt Bargteheide, sonst würdest Du 2018 alles hinschmeißen. Ups. Schöner Versuch, aber leider fake.

Natürlich haben wir sofort nachgerechnet. Nach der Vereinbarung aus 2008 haben wir in der Saison 2016/17 41 2/3 Tage gemeinsam mit dem Kulturring die Bühne belegt. Zur Verfügung nach Vertrag stehen uns 26 Tage und dem Kulturring 14 Tage, plus 2 Tage Kindertheater des Monats, sind 42 Tage. Mithin hättest du also 1/3 Tage mehr Kino machen können als Dir zustand. Auf einen Ausgleich zu unseren Gunsten verzichten wir großzügig ;-))

Nun ist es so, dass du sowieso Deine 300 Tage nicht ausnutzt. Denn in Ferienzeiten, auch an Montagen, Mittwochen und Donnerstagen läuft im Kino sehr oft…. nix.

Und was war noch auf der Pressekonferenz: Ach ja, Du lebst das Haus, wir nicht. OK. Wie kommst Du darauf? Unsere Vorstandsmitglieder engagieren sich seit mehr als 20 Jahren für das Kleine Theater. Im alten Förderverein als Kassenwart, als Kassenprüfer, als Fördermitglieder, mit Kindern, die dort jahrelang Theater spielten oder die Technik unterstützten. Zu Zeiten, als Kirsten noch das Kino machte und auch jedes Jahr Preise vom Land und vom Bund erhielt. Das Theater war für viele von uns ein zweites Wohnzimmer. Wir haben gelacht, gefeiert und geheult in diesem Haus. Und das versuchen wir heute täglich zurück zu geben. Ehrenamtlich, unbezahlt, zeitweise im Full-time-Job, abends, am Wochenende.

Unsere Seele ist das Publikum! Unser Publikum, das gestern schon wieder im ausverkauften Haus die Dire Strats Tributeband drei Stunden gefeiert hat mit Standing Ovations und, ich glaube, 6 oder 7 Zugaben. Morgen am Montag kommt das Ohnsorg-Theater – ist auch schon seit Wochen ausverkauft. Wir freuen uns sehr drauf.

Schön wäre es, lieber Hans-Peter, wenn Du nicht nur Dienstagnachmittag da wärst, sondern auch mal zu einer Abendvorstellung von uns kommen würdest. Leider haben wir Dich da noch nie gesehen. Dann schenken wir Dir auch eine Karte, die wir selbst bezahlen und machen Dir ein Namensschild, damit du auch von unseren Gästen aus Hamburg, Ahrensburg, Norderstedt, Bad Oldesloe, Segeberg, Reinfeld, Lübeck … erkannt wirst.

Und übrigens, das Kulturleben in Bargteheide geht nicht unter, da können wir Dich ganz beruhigen. Wirf einfach mal einen Blick in unser Programm bis Mitte 2018 und dazu kommen sogar noch ein paar coole Überraschungen. Alles für das Haus und unser – gemeinsames – Publikum. Wir lieben das Theater.

Nix für ungut, wir freuen uns auf das nächste Partnermeeting. Den Termin am 21. Nov. hatten wir ja schon neulich festgelegt. Und dann kommunizieren wir wieder ganz normal persönlich und direkt, wie wir es bisher auch getan haben. In einem anständigen und fairen Stil. Ok?

Ganz liebe Grüße

Olaf Nehls / Joachim Krämer

Vorsitzender / stellvertretender Vorsitzender für Öffentlichkeitsarbeit

Kleines Theater Bargteheide e.V.

im Namen des Gesamt-Vorstandes

Olaf Nehls (Vorsitz)

Joachim Krämer, Anja Libnau, Werner Reese, Rainer Wiegard (stellv. Vorsitzende)

Elke Bange, Hilke Behr, Anja Görtz, Barbara Otto, Georg Schüttke (Vorstand)“

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Bad Oldesloe

Vortrag über Realismus-Maler Harald Duve in Bad Oldesloe

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Bad Oldesloe – Unter dem Titel „Kunst in Stormarn – ein kurzer Rückblick auf die letzten 150 Jahre“ stellt der ehemalige Kulturreferent des Kreises, Dr. Johannes Spallek, in den Jahrbüchern für den Kreis Stormarn Künstlerinnen und Künstler aus Stormarn vor, um aufzuzeigen, dass es in Stormarn ein interessantes Erbe der Bildenden Kunst gibt.

Harald Duwe: Ohne Titel (Stormarner Dorf), Foto: Johannes Spallek

“Durch meine gezielten Studien und gründlichen Recherchen konnte ich viel Neues entdecken”, sagt Spallek, “und bisher unbekannte oder kaum bekannte Kunstwerke erstmals beschreiben, wie z. B. das Leben und das künstlerische Werk von Karl Ballmer oder die Gemälde und zahlreichen „Kunst-am-Bau-Werke“ von Harald Duwe, die er in Stormarn realisierte.”

Der Heimatbund Stormarn (HBS) freut sich sehr, dass Johannes Spallek in einem ausführlichen Kunstvortrag neben diesen auch weitere bedeutende Stormarner Künstler besonders vorstellen wird.

„Bei meinen Studien geht es auch um die Frage nach dem Umgang mit dem kulturellen Erbe der Bildenden Kunst in Stomarn. Wo und wie kompetent wird sich um die Bildende Kunst, um Rezeption und den fachlichen Erhalt gesorgt?“ Eine hochaktuelle Frage! Wirdürfen sehr gespannt sein!

Der Vortrag findet im Kreisarchiv Sormarn, Bad Oldesloe, Mommsenstraße 14, statt und beginnt um 18.30 Uhr. Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen. Begrenzte Teilnehmerzahl, es gilt die 3G-Regel.

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Bad Oldesloe

Fern von Aleppo: “Wie ich als Syrer in Deutschland lebe”

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Bad Oldesloe – Im Rahmen der Interkulturellen Woche liest Buchautor Faisal Hamdo am Sonntag, 10. Oktober 2021 um 17 Uhr im Kultur- und Bildungszentrum (KuB) Bad Oldesloe.

Foto: Claudia Höhne

Er spricht über seine Erlebnisse und Gefühle nach der Flucht aus dem syrischen Aleppo, vom Ankommen in einer neuen Heimat und von seiner Faszination für die deutsche Sprache und Kultur.

Hamburg ist seine neue Heimat. Seit sieben Jahren lebt und arbeitet Faisal Hamdo in der Hansestadt, nachdem ihm 2014, mit Anfang Zwanzig, die Flucht aus dem syrischen Aleppo gelungen war.

Mit großer Neugier und Offenheit taucht Faisal Hamdo seitdem in die Lebens- und Arbeitswelt in Deutschland ein.

In seinem Buch „Fern von Aleppo“ erzählt er von seiner Faszination für die deutsche Sprache, seinem Staunen über das innige Verhältnis der Deutschen zu ihren Haustieren oder über seine erste Begegnung mit dem Humor Loriots.

Manches bleibt ihm in Deutschland unverständlich, wie der Alkoholkonsum oder die mediale Präsenz von Sexualität. Sein Blick auf die deutsche Realität wird so zu einem Spiegel unserer Identität. Indem Hamdo die Erfahrungen hier mit seinem Leben in Syrien vergleicht, lernt der deutsche Leser zugleich den syrischen Alltag besser kennen. Voller Humor und berührender Lebensklugheit spricht er davon, wie das Leben sich anfühlt: mit einem Teil von Kopf und Herz in der umkämpften syrischen Heimat und einem anderen in der neuen Heimat Deutschland. 

Faisal Hamdo, 1989 in Aleppo geboren, arbeitete nach dem Studium der Physiotherapie mit behinderten Kindern sowie zwei Jahre ehrenamtlich in provisorischen Krankenhäusern seiner Heimatstadt.

Während des Arabischen Frühlings nahm er wie viele syrische Studenten an etlichen Demonstrationen gegen das Regime teil. 2014 flüchtete er aufgrund akuter Gefährdung über die Türkei nach Deutschland. Nach zahlreichen Sprachkursen und Berufsanpassungsqualifikationen arbeitete Hamdo zunächst in der Altenpflege und einer Physiotherapiepraxis. Im März 2016 wechselte der mittlerweile 27-Jährige an das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf und arbeitet seitdem auf der neurochirurgischen Intensivstation.

Tickets sind online, in der Stadtinfo im KuB sowie an der Abendkasse erhältlich. Für den Veranstaltungsbesuch ist der Nachweis über den vollständigen Impfschutz, über die Genesung oder ein aktueller negativer Coronatest erforderlich (3G-Regel).

Nähere Informationen sind auf www.kub-badoldesloe.de, in der Stadtinfo im KuB, per Telefon unter 04531 504-199 oder per Mail an stadtinfo@badoldesloe.de erhältlich.

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Kultur

Glinder Gutshauskonzerte: Der besondere Hörgenuss startet wieder

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Glinde – Im November beginnen wieder die Glinder Gutshauskonzerte an der Möllner Landstraße 53.

Dr. Marlies Lehmann, Jasmin Helfer, Denise Kunert Andrade (hinten von links) sowie Ian Mardon (sitzend) freuen sich auf die neuen Glinder Gutshauskonzerte. Foto Stadt Glinde

„Nachdem die Corona-Krise uns alle in Atem gehalten hat und im vergangenen Jahr keine der geplanten Konzerte stattfinden konnten, haben wir nun in diesem Jahr weitere Möglichkeiten geschaffen, um mehr Menschen mit unserer schönen Konzertreihe zu berühren. Deshalb werden alle Konzerte dieser Saison nicht nur eine begrenzte Anzahl an Zuhörern und Zuhörerinnen im Gutshaus zu verfolgen sein, sondern auch in einem Internet-Livestream übertragen“, erklärt der Künstlerische Leiter der Gutshaus-Konzerte Ian Mardon.

Los geht es am Freitag, 5. November, mit „Blütenträume“ von den „Hamburg Chamber Players“. Es erklingt Musik von Haydn, Dvořák und Hermann.

Am Freitag, 3. Dezember, folgt dann „Juventus Musica“ mit talentierten Nachwuchsmusikern. Während des Konzerts entstehen Bilder von Dr. Gesa Reher.

Am Freitag, 7. Januar 2022, ist dann Andrea Merlo aus Italien mit einem Klavierabend im Kaminzimmer des Glinder Guthauses zu Gast und entführt in die Welt Chopins.

Am Freitag, 11. Februar 2022, folgt dann „Die barocke Klangrede“ mit Brian Berryman (Kanada) auf der Traversflöte sowie Michael Fuerst (USA) auf dem Cembalo.

Zum Saisonabschluss kommt dann noch am Freitag, 4. März 2022, das „D.U.R. Streichquartett“. Das international besetzte Streich-Quartett spielt Werke von Beethoven, Ravel und Glass.

Die Konzerte beginnen jeweils um 20 Uhr. Drei Einführungen sowie der Empfang zum Saisonabschluss starten dann jeweils um 19 Uhr. Der Eintritt beträgt 17 Euro, das zweite Konzert kostet 12 Euro. Für alle fünf Konzerte der Konzertreihe, inklusive der Einführungen, kann ein Abo für 69 Euro (statt 80 Euro) gebucht werden. Der Zugang zum Internet-Livestream wird pro Konzertabend mit 10 Euro berechnet.

Weitere Informationen und Tickets gibt es beim Gemeinschaftszentrum Sönke-Nissen-Park Stiftung unter 040-710 00 415 oder per E-Mail an info@gutshaus-glinde.de.

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