Folge uns!

Bad Oldesloe

“Landmarkt” wird vorerst letzter verkaufsoffener Sonntag in Bad Oldesloe

Veröffentlicht

am

Geschäftsleute laden zum Landmarkt ein: Hans-Jörg Steglich, Eva-Marie Bruszies, Maik Neudeck, Marco Schmidt und Sebastian Hagen. Foto: Fischer

Bad Oldesloe – Es ist der vorerst letzte verkaufsoffene Sonntag in Bad Oldesloe: Am 5. November organisiert die Interessengemeinschaft Handel (IGH) den „Landmarkt“ in der Fußgängerzone und wird sich anschließend auflösen. Ob es im nächsten Jahr verkaufsoffene Sonntage geben wird, ist noch unklar.

„Die Organisation der verkaufsoffenen Sonntage ist mit einem großen Arbeitsaufwand verbunden, den wir mit der Anzahl an Beteiligten nicht mehr leisten können“, sagt Marco Schmidt von der IGH. Zuletzt hatten sich nur noch sieben Einzelhändler in der Interessengemeinschaft aktiv beteiligt.

“Landmarkt mit Gourmetmeile” am 5. November

Sozusagen als Ausstand plant die IGH einen von der Oldesloer Marktgemeinschaft gestalteten Landmarkt mit Gourmetmeile. Die Geschäfte öffnen am Sonntag, 5. November, von 12 bis 17 Uhr.

In herbstlichem Ambiente sollen die Besucher auf dem Marktplatz zur Jahreszeit passende Gerichte schlemmen und anschließend in den offenen Geschäften shoppen gehen können.

Auf das bislang traditionell von dem Oldesloer Gastronom Rainer Hinz präsentierte Grünkohlessen werden die Besucher allerdings verzichten müssen. „Nach dem letzten Mal hatte er bereits angekündigt, sich nicht erneut zu beteiligen“, so Schmidt. Daher habe die IG Handel das Konzept angepasst und einen externen Anbieter verpflichtet.

In der Hindenburg- und Mühlenstraße werden ein paar Stände von Oldesloer Vereinen und Einzelhändlern zu besichtigen sein.

Auf der Hude wird wie üblich ein Kinderkarussell aufgebaut und bei einem Wettbewerb müssen Teilnehmer in der Fußgängerzone versteckte Kürbisse finden. Die Gewinner erhalten einen von vier Präsentkörben. Die dafür nötigen Coupons werden im Modehaus Rohde verteilt.

Für den musikalischen Part hat die IG Handel einen alten Bekannten eingeladen, den Entertainer Jörn Langbehn alias „Küsten Jörn“. Marco Schmidt. „Wir haben nach dem Fischmarkt im Mai immer wieder Anfragen bekommen und uns dann entschieden, ‘Küsten Jörn’ ein weiteres Mal zu engagieren.“

Künftige Einkaufssonntage in Gefahr

Die Ankündigung, dass sich die Interessengemeinschaft Handel auflösen wird, sorgte bei der Stadtverwaltung für Überraschung. Die 16.000 Euro für nächstes Jahr sind bereits im Haushalt eingeplant. “Man wird jetzt Gespräche suchen müssen”, sagt Agnes Heesch vom Stadtmarketing.

Dass die neue Wirtschaftsvereinigung die Veranstalterrolle übernimmt, ist fraglich: Die will Einkaufssonntage lieber mit bestehenden Events kombinieren. „Wir sind aber gerne bereit, an Konzepten mitzuarbeiten“, sagt Vorstandsmitglied Nicole Brandstetter.

Die Zeit wird knapp: Ein neuer Organisator müsste noch in diesem Jahr Termine und Konzept vorlegen, um sie sich von der Stadtverordnetenversammlung genehmigen zu lassen.

Informiert bleiben und folgen! Facebook und Twitter

Bad Oldesloe

Corona-Maßnahmen: Deutlich weniger Windpocken-Fälle im Kreis Stormarn

Veröffentlicht

am

Bad Oldesloe – Die Kontaktbeschränkungen, Abstands- und Hygieneregeln während der Corona-Pandemie haben einen positiven Nebeneffekt: Im Kreis Stormarn sind im Jahr 2020 viele Infektionskrankheiten deutlich zurückgegangen.

Die Corona-Maßnahmen haben zu einem starken Rückgang der Windpocken-Fälle geführt, denn Auslöser für Windpocken ist das sogenannte Varizellen-Zoster-Virus, das durch Tröpfcheninfektion über die Luft übertragen wird. AOK/hfr.

Dazu gehören auch die nach dem Infektionsschutzgesetz gemeldeten Windpocken-Fälle. Insgesamt wurden im letzten Jahr nur 18 Infektionsfälle gemeldet, im Vorjahr waren es noch 38.

Diese Entwicklung spiegelt sich auch bundesweit wieder. Das teilt die AOK NordWest auf Basis aktueller Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) in Berlin mit.

„Wir gehen davon aus, dass die AHA-Regeln und die KiTa- sowie Schulschließungen zu diesem starken Rückgang geführt haben, denn Auslöser für Windpocken ist das sogenannte Varizellen-Zoster-Virus, das durch Tröpfcheninfektion über die Luft übertragen wird“, sagt AOK-Serviceregionsleiter Reinhard Wunsch.

Windpocken (Varizellen) gehören zu den häufigsten Kinderkrankheiten und sind äußerst ansteckend.

„Daher raten wir dazu, insbesondere Kinder gegen Windpocken impfen zu lassen. Die von der Ständigen Impfkommission (STIKO) am RKI empfohlenen Impfungen werden von den gesetzlichen Krankenkassen selbstverständlich für ihre Versicherten bezahlt“, so Wunsch. Die erste Impfung für Kinder wird von der STIKO im Alter von 11 bis 14 Monaten empfohlen. Die zweite Impfung sollte in einem Lebensalter von 15 bis 23 Monaten erfolgen.

„Die Entscheidung, ob Eltern ihr Kind impfen lassen, kann ihnen niemand abnehmen. Es ist jedoch wichtig, dass sich Eltern mit diesem Thema auseinandersetzen, um gestärkt im Sinne ihres Kindes zu handeln“, so Wunsch. Eine Impfung kann nachgeholt werden, wenn sie nicht im empfohlenen Alter erfolgte.

Die Ansteckungsgefahr beginnt einen Tag, bevor der Hautausschlag auftritt, und endet, wenn die Bläschen austrocknen.

Erst zehn Tage bis drei Wochen nach der Ansteckung äußert sich die Infektion in Form von Kopf-, Rücken- oder Gliederschmerzen und Fieber.

Ein bis zwei Tage später treten linsengroße rote Flecken auf der Haut auf, die sich zunächst in stark juckende Knötchen, anschließend in Bläschen verwandeln. Die Bläschen sind mit einer wässrigen Flüssigkeit gefüllt, die in hohem Maße ansteckend ist. Innerhalb von ein bis zwei Wochen verkrusten sie und fallen ab.

Trotz des extremen Juckreizes sollten Windpocken nicht aufgekratzt werden.

Dies kann nicht nur Narben hinterlassen. Durch das Kratzen können sich die Bläschen auch entzünden und es kann zu schweren Hautinfektionen kommen. Vom Arzt verordnete Salben oder Lotionen lindern den Juckreiz.

Wie bei allen Virusinfektionen hilft Bettruhe bei der Genesung. Die Windpocken-Erreger verbleiben, wie alle Herpesviren, nach einer durchgemachten Windpockeninfektion im Körper. Sie ruhen sozusagen und können unter besonderen Umständen reaktiviert werden. Dann verursachen sie die sogenannte Gürtelrose (Zoster).

Einen Überblick über alle wichtigen Fakten zum Impfschutz und eine Hilfestellung bei der Entscheidung „Impfen ja oder nein“ sind abrufbar im Internet unter aok.de/nw Rubrik Leistungen & Services > Leistungen von A bis Z.

Weiterlesen

Bad Oldesloe

Inzidenzwert bei 55: Infektionszahlen in Stormarn gehen weiter zurück

Veröffentlicht

am

Bad Oldesloe – Das Gesundheitsamt des Kreises Stormarn meldet am Freitag 12 Neuinfektionen (Stand: 13.05., 13:30 Uhr) und einen Inzidenzwert von 54,9.

Ausgehend von der gestrigen Mitteilung der Landesmeldestelle zur offiziellen Gesamtzahl der klinisch bestätigten COVID-19-Fälle in Stormarn (6.781) ergibt sich, sofern die Landesmeldestelle im Laufe des Tages keine Veränderungen vornimmt, für heute eine neue Gesamtzahl der klinisch bestätigten COVID-19-Fälle von 6.793.

6.195 Personen gelten als genesen, 303 Personen sind aktuell infiziert. 295 Personen sind verstorben.

Ausgehend von der letzten Mitteilung der Landesmeldestelle zur 7-Tage-Inzidenz sind im Kreis Stormarn innerhalb der letzten sieben Tage 134 Neuinfektionen zu bestätigen. Das entspricht einem Inzidenzwert von 54,9 Infektionen pro 100.000 Einwohner*innen.

Weiterlesen

Bad Oldesloe

“Pendler werden bestraft”: Oldesloer Wählergemeinschaft kritisiert neue Parkgebühren

Veröffentlicht

am

Bad Oldesloe – Die Wählergemeinschaft Für Bad Oldesloe (FBO) stemmt sich gegen die von der Stadtverwaltung vorgeschlagene Ausweitung der Parkgebührenpflicht auf Bereiche an Bahnhof und Schulen sowie die zudem noch geplanten weiteren Gebührenerhöhungen in der Innenstadt.

Parkautomat (Symbolbild)

Die Erhöhung der Parkgebühren im Innenstadtbereich wird nach Meinung der Wählergemeinschaft dazu führen, dass Einkaufen in Oldesloes City deutlich unattraktiver wird und schadet den ohnehin durch Corona arg gebeutelten Geschäften noch weiter.

„Schlimmer geht es nicht! Der Zeitpunkt zur Verteuerung des Parkens in der Oldesloer Innenstadt ist fatal. Was denken sich die Parteien bloß dabei? Ich kann es nicht fassen, dass allein die FBO sich gegen diese zerstörerischen Beschlüsse wendet“, ist Karin Harms empört. „Ich bin überzeugt davon, dass hier total am Bürgerwillen vorbeientschieden wird. Ich habe mich umgehört: In meinem Bekanntenkreis ist man ausnahmslos entsetzt!“

Viele Einzelhändler kämpften bekanntlich nach monatelangen Zwangsschließungen und Lockdown um ihr wirtschaftliches Überleben.

Sie brauchen nach Auffassung der FBO Unterstützung durch die Innenstadt fördernde Rahmenbedingungen, denn viele Kunden hätten sich in den letzten Monaten das Bestellen im Internet angewöhnt.

Diese Kundschaft für Kaufen in Oldesloe zurückzugewinnen brauche Zeit, die viele Einzelhändler schon jetzt kaum haben.

„Alle in unserer Stadt Verantwortung tragenden Menschen sollten stattdessen gemeinsam an einem Strang ziehen und Einkaufen in Oldesloe attraktiver machen. So hat die FBO schon vor einem Jahr vorgeschlagen, für die Zeit der Pandemie ganz auf Parkgebühren zu verzichten und stattdessen mit Parkscheiben kostenfreies Parken im Innenstadtbereich zu ermöglichen. Die Oldesloer Politik aber versetzt den Geschäften und damit der Innenstadt durch die nun geplanten Maßnahmen auch noch gezielt den Todesstoß“, ist Karin Harms überzeugt.

Auch die Einführung von Parkgebühren im Park-and-Ride-Haus und den Stellplätzen rund um den Oldesloer Bahnhof wird von der FBO abgelehnt.

„Man kann doch nicht ernsthaft diejenigen bestrafen, die Bahn und Bus nutzen. Solche Beschlüsse sind in jeder Beziehung auch extrem klimaschädlich: Kommen zum ohnehin teuren Bahnfahren auch noch Parkgebühren am Bahnhof, werden die ohnehin gegenüber anderen Arbeitnehmern benachteiligten Pendler vielfach gleich ganz das Auto zur Fahrt zum Arbeitsplatz nutzen”, sagt Harms.

Die FBO wünscht sich offenere Diskussionen im Vorfeld von Entscheidungen. Transparenz und Offenheit seien wichtig. Ohne die Öffentlichkeit ausgehandelte „gemeinsame Anträge“, die dann schnell durchbeschlossen werden, ohne dass eine öffentliche Diskussion mit den Bürgern stattfinde, führten zu unnötiger Politikverdrossenheit.

„Niemand kann alles wissen. Öffentliche Diskussion mit den Bürgern und ein fairer Austausch von Argumenten sind unerlässlich für gute Entscheidungen. Das fehlt in Bad Oldesloe leider weitgehend“, ist Karin Harms überzeugt. Da eine öffentliche Veranstaltung zum Thema wegen der Pandemie derzeit nicht möglich ist, bittet die FBO um Rückmeldungen der Bürger auch zum Thema Parkgebühren an info@fboldesloe.de .

Weiterlesen
Werbung

Unterstütze unsere Arbeit

Stormarlive.de lesen ist kostenlos. Aber ihr könnt uns freiwillig über Paypal unterstützen.

 

Werbung