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Bad Oldesloe

Kreisfeuerwehrverband feiert seinen 125 Geburtstag

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Landrat Henning Görtz (l.), Kreiswehrführer Gerd Riemann und Kreispräsident Hans-Werner Harmuth in der Stormarnhalle
Foto: Fischer

Bad Oldesloe – Noch bevor die Polizei im Kreis organisiert war, hatten sich die Feuerwehren bereits eine gemeinsame Organisation geschaffen: Seit nun schon 125 Jahren koordiniert der Kreisfeuerwehrverband Stormarn die Feuerwehrarbeit im Kreis. Das ist durchaus ein passender Anlass für eine Feierstunde. Rund 400 Feuerwehrleute und Vertreter aus Verwaltung und Politik feierten daher in der Oldesloer Stormarnhalle, die kostenlos von der Stadt zur Verfügung gestellt wurde.

Riemann begrüßte die Gäste
Foto:SL

Mehr als ein Drittel der 125 Jahre hat Kreiswehrführer Gerd Riemann als aktiver Brandbekämpfer selbst erlebt. Seit 45 Jahren ist er Feuerwehrmann aus Leidenschaft. “Als 16-Jähriger bin ich in ein Feuerwehrauto gestiegen und wurde mitgenommen”, erinnert sich der heute 62-Jährige. Seitdem hat Riemann ungezählt Einsätze miterlebt. Einige sind dem Reinfelder besonders im Gedächtnis geblieben: “Ich erinnere mich an ein Amtsfeuerwehrfest in Elmenhorst, das unterbrochen werden musste, weil in der Nähe ein Feuer ausbrach.”

Das war aber ein vergleichsweise kleines Feuer im Gegensatz zu dem wohl größten Brand in der jüngeren Geschichte der Stormarner Feuerwehren: “In einer Kerzenfabrik in Glinde gab es 1978 ein Großfeuer, die Löscharbeiten haben mehrere Tage gedauert.” Damals wurde die Produktionshalle der Gies Kerzen GmbH vollkommen zerstört.

Zum Jahreswechsel folgte dann ein weiterer Großeinsatz in Stormarn: Die Jahrhundert-Schneekatastrophe im Winter 1978/79. Meterhohe Schneeverwehungen brachten den Straßen- und Eisenbahnverkehr in Norddeutschland zum Erliegen, Menschen konnten ihre Häuser nicht verlassen oder waren in ihren Autos vom Schnee eingeschlossen.

Für Musik sorgte der Feuerwehrmusikzug Rethwischfeld
Foto: SL

Auch in Stormarn vielen in vielen Orten Strom- und Telefonnetze aus. Die Freiwilligen Feuerwehren waren im Dauereinsatz, ebenso wie alle anderen Rettungsorganisationen.

Es geht seit Jahrzehnten bei weitem längst nicht mehr nur um das Löschen von Bränden. Das zeigte sich auch zehn Jahre später bei einem Gefahrguteinsätze im Jahr 1989. Über den Verursacher kann Gerd Riemann auch heute noch den Kopf schütteln. Ein Umweltsünder entsorgte auf einem A-1-Parkplatz bei Rohlfshagen eine große Menge der hochgefährlichen Chemikalie Kresol. Die eingesetzten Feuerwehrleute entfernten das Gift und mussten dabei Schutzanzüge tragen. Diese waren nach dem Einsatz ruiniert, da sie nicht ausreichend gereinigt werden konnten.

Heute ist die Feuerwehr für so gut wie alle möglichen Szenarien gewappnet. Dass Feuerwehrschlauch und Atemschutzmaske bei weitem nicht ausreichen, verdeutlichen die Zahlen. Im Jahr 2015 wurden die Feuerwehren im Kreisgebiet zu 3194 Einätzen gerufen. Nur 418 davon waren zu löschende Brände.

Elsa Eggert übereichte einen Wandteppich an den KFV
Foto: SL

Wichtig sei daher die Nachwuchsarbeit und richtige Ausbildung, wie Landesbrandmeister Detlef Radke herausstellt: “Menschen motivieren und ausbilden für den ehrenamtlichen Dienst ist eine der Kernaufgaben eines Kreisfeuerwehrverbandes”, sagte der Vorsitzende des Landesfeuerwehrverbandes Schleswig-Holstein beim Festakt in der Stormarnhalle. Die Kreisausbildung in Stormarn habe sich in den letzten Jahren enorm weiterentwickelt und passe sich den aktuellen Veränderungen an.

“Dazu muss der Verband sowohl ein Ohr an der Basis als auch an den Stellen der technischen Entwicklungen haben und jederzeit darauf reagieren können.”Für die Ausstattung der 88 Freiwilligen Feuerwehren und 39 Jugendwehren sorgt der Kreis Stormarn. “Früher war es meist das Ziel, das Feuer abzuwehren”, sagte Landrat Henning Görtz. Heute beginne die Arbeit oft schon früher, nämlich bei der Gefahrenabwehr. “Ich freue mich sehr, dass ich Kreiswehrführer Gerd Riemann in zwei Wochen für eine weitere Amtszeit verpflichten darf.”

Im Rahmen der Feierstunde wurden zahlreiche Geschenke an den KFV Stormarn überreicht. Unter anderem übersandte das Land Schleswig-Holstein eine Ehrengabe in Form einer Glocke und einer von Ministerpräsident Daniel Günther unterschriebenen Urkunde. Ein besonderes Geschenk war ein extra hergestellter Wandteppich, den die Seniorin Elsa Eggert an Riemann überreichte. 

 

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Bad Oldesloe

KuB Bad Oldesloe: “Ernte deine Stadt” hat sich etabliert

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Großer Andrang bei “Erne deine Stadt”.
Foto: SL

Bad Oldesloe – Nachdem die Oldesloer Messe rund um Nachhaltigkeit und gesunde, ökologische Ernährung,  “Ernte deine Stadt”, zunächst Ihre Premiere vor einigen Jahren in der Oldesloer Stadtbibliothek gefeiert hatte, hat sie nach dem zweiten Gastspiel in Folge im Oldesloer KuB sich wohl dort etabliert.

Zum ersten Mal gab es im KuB lebende Tiere zu sehen
Foto: SL

Die Kombination aus Auftaktveranstaltung am Freitag in der Stadtbibliothek und Messe am Sonnabend im Kub kommt sehr gur an. Die Räumlichkeiten sind sehr gut geeignet.  

Hunderte Besucher kamen im Verlauf des Tages und informierten sich an diversen Ständen über gemeinsame Landwirtschaft, Seegras, Geflügelhaltung oder auch Wasserbüffel und Heilkräuter. Auch die Bibliothek hatte wieder einen Stand und das Foyer des KuBs war stundenlang sehr gut belebt. Ergänzt wurde das Angebot durch Fachvorträge in den Seminarräumen des Kultur- und Bildungszentrums. Eine Fortsezung im nächsten Jahr in derselben Kombination wäre wohl konsequent. 

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Bad Oldesloe

Skateland und Street-Workout: Oldesloer “Freizeit-Bürgerpark” nimmt Formen an

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Einweihung der Erweiterung des Skatelands
Foto: SL

Bad Oldesloe – Genutzt wurde es schon seit ein paar Wochen – jetzt ist die Erweiterung des Oldesloer Skatelands auch ganz offiziell von Bürgermeister Jörg Lembke und der Jugendarbeit der Stadt eingeweiht worden. Mit einem Skatecontest, kostenlosen Getränken und Würstchen sowie natürlich dem obligatorischen roten Band wurde der kleine, festliche Akt durchgeführt.

Lembke dankte der Lokalpolitik für die Unterstützung des Projekts und betonte, dass es richtig und wichtig war, dass man das Projekt etwas später startete, dafür aber 100 000 Euro Förderung von „Holsteins Herz“ einwerben konnte, auch wenn das auf Seiten der Jugendlichen aus dem Beteiligungsprojekt für etwas Frust gesorgt hatte. Denn von den ersten Überlegungen bis zur Fertigstellung sind tatsächlich mehrere Jahre vergangen. Auch ein Oldesloer Privatmann förderte das Projekt mit 10 000 Euro aus der eigenen Schatulle. 

Kevin organisierte einen Skate-Contest zur Einweihung.
Foto: SL

Insgesamt hat die Erweiterung – gemeinsam mit dem neuen Streetworkout – 325 000 Euro gekostet. Den Streetworkout-Parcours, der zwischen Minigolfanlage und Kunstrasen am Bürgerpark gerade fertiggestellt worden ist, präsentierte der Verwaltungschef ebenfalls schonmal. Hier soll es aber noch eine separate offizielle Eröffnung in den nächsten Wochen geben. Doch schon jetzt können sich Fitness-Freaks – oder die, die es werden wollen – an den Geräten versuchen. Auf einer großen Anleitung sind eine ganze Reihe möglicher Übungen zu sehen, die ausprobiert werden wollen.

Der Bürgermeister testete den neuen Streetworkout-Bereich direkt.
Foto: SL

Mit der Fertigstellung von Skateland-Erweiterung und Streetworkout entwickeln sich der Bürgerpark und der Exer immer mehr zum Freizeit-Hotspot in der Kreisstadt. Wenn es nach dem Verwaltungschef geht, soll diese Tendenz auch noch weiter ausgebaut werden. Eine Bühne auf der Bürgermeisterinsel oder ein kleiner Strandbereich in Richtung Trave sowie eine Erneuerung des Dirt-Parks sind einige der Ideen des Bürgermeisters.

Erste, eher alberne “Frost” und “Gzuz” Schmierereien am neuen Skateland sollen bald auf Wunsch der Jugendlichen mit größeren Graffiti überdeckt werden. Dafür wurde ein Plan vorgestellt, der die Erweiterung allgemein optisch nochmal aufwerten dürfte. 

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Bad Oldesloe

Anmeldephase läuft: “Planspiel Börse” geht in die nächste Runde

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Katrin Gramer
Foto: Sparkasse Holstein/hfr

Bad Oldesloe/Eutin – Das „Planspiel Börse“ startet in eine neue Runde. Vom 26.9. bis zum 12.12.2018 können sich interessierte Schülerinnen und Schüler an Europas größtem Planspiel beteiligen.

Für Schülerinnen und Schüler aus Ostholstein, Stormarn, Norderstedt und Hamburg ist die Teilnahme über die Sparkasse Holstein auch in diesem Jahr kostenfrei möglich. Die Anmeldung können sie ab sofort und bis zum 7.11.2018 auf www.sparkasse-holstein.de/planspielboerse oder über ihre Schule vornehmen.

Das Planspiel Börse ist eine Simulation des echten Börsenlebens. In zwei- bis fünfköpfigen Teams analysieren die Teilnehmenden Unternehmenswerte und handeln zehn Wochen lang mit Wertpapieren zu realen Börsenkursen. Ziel ist es, das fiktive Startkapital von 50.000 Euro zu maximieren. „,Learning by Doing‘ lautet die Devise des Planspiel Börse. Gerade durch die hohe Realitätsnähe erfahren die Teilnehmenden, wie moderne Wirtschaft in einer zunehmend vernetzten Welt funktioniert. So eignen sie sich spielerisch und vollkommen ohne Risiko umfangreiches Börsenwissen an“, erläutert Katrin Gramer, Mitarbeiterin im Vermögensmanagement der Sparkasse Holstein in Ahrensburg.

In diesem Jahr geht das Planspiel Börse bereits in seine 36. Runde. Seit seinen Anfängen hat sich das Spiel kontinuierlich weiterentwickelt. Dabei ist in den letzten Jahren vor allem die mobile Nutzung immer mehr in den Vordergrund gerückt: Über eine Planspiel Börse-App können die Teilnehmenden inzwischen von überall aus spielen. Für die Spielrunde 2018 wurde die App weiter optimiert.

Neu ist in diesem Jahr außerdem eine fortlaufende Abrechnung der aktuellen Kurse. „Durch die mobile Nutzung und die fortlaufende Abrechnung können die Spielerinnen und Spieler nun jederzeit auf aktuelle Geschehnisse an der Börse reagieren. Damit wird das Planspiel Börse noch realitätsnäher“, so Gramer.

Katrin Gramer ist in diesem Jahr die Ansprechpartnerin für die Stormarner Spielgruppen des Planspiel Börse. Sie steht ihnen während der Spielphase für alle Fragen zum Thema Börse zur Verfügung. Die Schülerinnen und Schüler erreichen sie unter planspiel.boerse@sparkasse-holstein.de. Über die gleiche Mailadresse können sie auch alle weiteren Fragen zum Planspiel Börse stellen.

Börsenwissen ist übrigens nicht das Einzige, was die Spielgruppen beim Planspiel Böse gewinnen können: Auf die Teams, die das Startkapital am stärksten maximieren, warten auch in diesem Jahr tolle Preise.

Zudem steht das Thema Nachhaltigkeit wieder hoch im Kurs, denn die soziale und ökologische Verantwortung gewinnt auch in der Finanzwelt immer mehr an Bedeutung. Deshalb wird das nachhaltige Handeln erneut in einer eigenen Kategorie prämiert.

 

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