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Szene

Ahrensburg: Wenn Brecht auf Jazz trifft

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Ahrensburg –  Miles Davis und Duke Ellington zählen zu den einflussreichsten Jazzmusikern des 20. Jahrhunderts. Ein gutes halbes Jahrhundert nach deren Glanzzeiten beweisen Schüler des Eric-Kandel-Gymnasiums Ahrensburg, dass Jazz-Musik noch lange nicht der Vergangenheit angehört.

Denn dann heißt es wieder „Jugend macht Programm“ und zwar in der St. Johanneskirche (Rudolf-Kinau-Straße 19) unter der Leitung von Anke Meier. Am Freitag, 29. September, ab 19.30 Uhr bietet der Förderverein St. Johannes Nachwuchstalenten aus Ahrensburg eine Bühne. Diese entsteht direkt vor dem Altar und auch eine besondere Akustik ist im Kirchsaal garantiert.

Cornelius Krüger (l.) und Pascal Jarchow werden gemeinsam mit ihrem Ensemble bekannte und selbstkomponierte Jazz-Stücke in der St. Johanneskirche präsentieren
Foto: privat/hfr

Aber damit nicht genug: Neben Musik wird es auch szenische Darstellungen von einem Gedicht des deutschen Dramatiker Bertolt Brecht geben, die sich den Themen Flucht und Krieg widmen.

Für den nötigen Swing des Abends sorgt eine Jazz-Combo unter der Leitung von den Schülern Cornelius Krüger (Trompete und Flügelhorn) und Pascal Jarchow (E-Bass). Gespielt werden Eigenkompositionen und Arrangements zu bekannten Standards wie “In A Mellow Tone” von Duke Ellington.

Beide spielen bereits seit mehreren Jahren in der Big-Band des Eric-Kandel-Gymnasiums. Für das Konzert in der St. Johanneskirche haben sie sich außerdem mit fünf weiteren Musikern (Tenor-Saxophon, Posaune, E- Gitarre, Piano und Schlagzeug) zusammengetan.

Eine besondere Mischung wird dem Abend durch den Theaterkurs der Oberstufe gegeben. Sie führen eine szenische Gestaltung des Gedichtes “Kinderkreuzzug” von Brecht auf. Der deutsche Dramatiker schrieb dieses Gedicht während seiner Zeit im Exil in den USA.

In dem Werk wird Bezug auf den Polenfeldzug von 1939 genommen. Brecht beschreibt eine Gruppe von Kindern, die ihre Eltern verloren haben und auf der Suche nach einem friedlichen Land durch das zerstörte Polen irren – thematisch weiterhin hochaktuell.

Der Eintritt ist frei, Spenden dienen dem Erhalt der St. Johanneskirche.

 

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Bad Oldesloe

Historische Erinnerung: Wer ersteigert die alten “Zur Mühle” Bilder ?

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Eines der drei Kunstwerke Foto: Fischer

Bad Oldesloe – Sie gehörten fest zur Atmospähre und zum optischen Inventar der Gaststätte “Zur Mühle” in Bad Oldesloe. Doch jetzt wird die Kult-Kneipe in der Mühlenstraße umgebaut und die Bilder würden nicht mehr ins neue Ambieten passen.

Im Gespräch mit der Stormarnlive-Redaktion stellte der neue Besitzer und Betreiber Alessio Zagari, den man auch als Pächter des “Laurents” einige hundert Meter weiter kennt, fest, dass es viel zu schade wäre, die Bilder einfach zu entsorgen oder in einen Keller zu packen.

Ein weiteres der insgesamt drei großformatigen Gemälde
Foto: Fischer

Und so entstand die Idee, dass die Bilder für einen guten Zweck verkauft werden könnte. Es handelt sich um drei unterschiedlich große aber allesamt großformatige Bilder mit historischen Oldesloer Stadtansichten, die vor rund 40 Jahren gemalt worden sein sollen. Angebote für jedes dieser Bilder nehmen wir gerne unter redaktion@stormarnlive.de an und leiten es an das Laurent weiter. Wer am meisten bietet, bekommt das oder die Bilder.

Das Geld wird komplett an einen sozialen Zweck in Bad Oldesloe gespendet werden, versichert Zagari, der sich freuen würde, wenn die Bilder einen neuen Besitzer finden.

Bis Freitag, 21. September, können sich Interessenten bei uns unter redaktion@stormarnlive.de melden. Alessio Zagari würde sich freuen, wenn die Bilder einen neuen Besitzer finden und gleichzeitig noch etwas Gutes getan wird.

 

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Bad Oldesloe

PflasterArt: Mehr als nur ein paar Artisten-Auftritte

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De Berinis Circus in Aktion
Foto: SL

Bad Oldesloe – Das “PflasterArt”- Straßenkünstlerfestival in Bad Oldesloe hatte so viele Facetten und mögliche Betrachungswinkel wie die Auftretenden und die Besucher selbst. Zunächst lässt sich festhalten, dass die Veranstaltung sich etabliert hat.

Zwar war der Andrang zum Teil nicht ganz so hoch wie bei der umjubelten Premiere im Vorjahr, aber insgesamt kamen die Auftritte sehr gut an und Bad Oldesloes Kulturchefin Inken Kautter konnte stolz verkünden, dass die Artisten aus der ganzen Welt sich in der Stormarner Kreisstadt sehr wohl gefühlt haben. 

Besser als letztes Mal lief das Konzept mit der Hutgage. Während im Vorjahr mehrere Künstler noch bedauerten, dass sie zwar auf viel positive Resonanz stießen, doch die Hüte leerer als erwartet blieben, gab es dieses Mal die Rückmeldung, man habe den aufgeschlossenen, begeisterten Teil des Publikums als “sehr spendabel” empfunden.

War zeitweise ernsthaft genervt vom Publikum, das ständig direkt durch die Auftrittsfläche lief: Imre Bernath aus Ungarn Foto: SL

Was weiterhin für Kopfschütteln sorgte, war die Ignoranz vieler Passanten. Vor allem am Freitag wurden Auftritte durch Einkaufende unnötigerweise so sehr gestört, dass man sich als Beobachter fragen musste, was eigentlich in manchen Köpfen vorgeht oder auch eher nicht vorgeht.

Wer mit eine Fahrrad durch einen Auftritt fährt – mal ganz abgesehen davon, dass er in der Fußgängerzone nicht mal Fahrrad fahren dürfte – der muss sich nicht mit “es war zu voll” rausreden.

Wer mitten durch eine Aufführung läuft, kann es in einer zivilisierten Gesellschaft nicht damit begründen, dass ihn ja die Veranstaltung nicht interessiere. Diese Argumente waren auch mehrfach an ein “die Fußgängerzone gehört allen” und dem Totschlagargument “ich zahle hier ja auch Steuern” gekontert. Man kann ja eigentlich an der Stelle nur sagen: “Ja genau, sie gehört allen und somit auch denen die hier auftreten und denen die Spaß daran haben”.

Wirklich abstoßend wurde es bei einigen Mitbürgern die betonten, die Künstler müssten doch bitte erstmal deutsch lernen, bevor sie hier auftreten wollen oder könnten doch in ihrer Heimat bleiben. Eine Frau betonte, dass sie nicht verstehe, warum man nicht “deutschen Clowns” eine Chance gebe.

“Warum muss es immer so ein multikulti-Quatsch” sein, äußerte sie gegenüber Stormarnlive. Diese Minderheit zeigte, dass man sich offenbar immer häufiger traut, fremdenfeindliche Sprüche einfach mal so in der Fußgängerzone rauszuhauen.  Interessant war, dass sich dieses Verhalten in den Tagen legte. Ob nun die Nörgler und “Kritiker” nicht mehr in die Stadt gingen, sich zurückhielten oder vielleicht sogar selbst doch noch Gefallen an der Veranstaltung fanden, weiß man nicht. Fakt ist, die Stimmung war am Sonnabend und Sonntag sehr gut.

Ale Risorio
Foto: SL

Doch zurück zum Positiven. Denn was gibt es eigentlich Schöneres als ein buntes Straßenfest, das über Generationen hinweg Menschen begeisterte? Gleichzeitig durchmischte sich das Publikum von ganz alleine.

Da stand dann der beanzugte Geschäftsmann neben dem alternativen Dread-Träger und auch zahlreiche Geflüchtete und Menschen mit Migrationshintergrund genossen die Auftritte.

Genau solche Orte des Zusammenkommens braucht es doch. Denn wer gemeinsam Spaß hat, wer gemeinsame Erlbnisse hat, der entwickelt eben auch Gemeinsamkeiten.Vor allem ist der Vorteil, dass die Veranstaltung im öffentlichen Raum und ohne Eintritt stattfindet – niemand wird ausgeschlossen.

Paprika Royal
Foto: SL

Fans fanden übrigens alle Artisten. Ob nun “De Berenis Circus” mit Trapez und Akrobatik auf dem Marktplatz, der ungarische provozierende Comedian und Artist Imre Bernath, die beiden Clowns von “Paprika Royal”, “Ale Risorio” aus Südamerika oder die Akrobaten “Cia Vaya”.  Überall gab es Applaus, Hutspenden und auch so manches Gespräch nach dem Auftritt.

Exzenter live auf dem Marktplatz
Foto: SL

Etwas schwer hatten es wie schon im Vorjahr die musikalischen Acts. Hier blieb der Zulauf bei allen Auftretenden hinter den Erwartungen zurück.

Ob das am Konzept der Veranstaltung liegt oder ob es in Bad Oldesloe einfach genug andere Musikevents gibt, das soll im Nachgang besprochen werden. Die Zeichen dafür, dass “PfalsterArt” 2019 zurückkehrt, stehen derweil gut, so Kautter. Ob dann mit oder ohne Livemusik müsse sich zeigen. Im Mittelpunkt stünden ja sowieso im Prinzip die Artisten.

Fakt ist: Bad Oldesloe hat mit der Veranstaltung gemeinsam mit der Agentur “Bajazzo” aus Bargfeld-Stegen im Kreis ein Event mit Alleinstellungsmerkmal erschaffen, die sicherlich noch viel Potenzial hat und sich weiterentwickeln kann.

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Bad Oldesloe

PflasterArt in Bad Oldesloe: Wer tritt wann und wo auf ?

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“Paprika Royal”
Foto: Bajazzo/Veranstlater

Bad Oldesloe – Heute, Freitag 31. August, beginnt das Pflaster-Art Straßenkünstlerfestival , in Bad Oldesloe. Hier ist der Ablaufplan für die unterschiedlichen Schauplätze in der Oldesloer Innenstadt.

Der Plan zum “PflasterArt Festival 2018” in Bad Oldesloe.

Freitag, 31.8.2018

Schauplatz 1 • Marktplatz
17.00, 19.00, 21.00 Uhr Exzenter (Musik)
16.00 / 18.00 / 20.00 Uhr De Berenis Circus

Schauplatz 2 • Hindenburgstrasse
15.30, 17.30, 19.30 Uhr Paprika Royal

Schauplatz 3 • C&A
15.00, 17.00, 19.00 Uhr Imre Bernath

Schauplatz 4 • Mühlenplatz
16.30, 18.30, 20.30 Uhr Cia Vaya

Schauplatz 5 • Hude
16.00, 18.00, 20.00 Uhr Ale Risorio

Künstlercafe Innenhof vom Bürgerhaus
19-22 Uhr Ley (Musik)

Samstag, 1.9.2018

Schauplatz 1 • Marktplatz
17.00, 19.00, 21.00 Uhr Guacáyo (Musik)
16.00 / 18.00 / 20.00 Uhr De Berenis Circus

Schauplatz 2 • Hindenburgstrasse
15.30, 17.30, 19.30 Uhr Cia Vaya

Schauplatz 3 • C&A
15.00, 17.00, 19.00 Uhr Ale Risorio

Schauplatz 4 • Mühlenplatz
16.30, 18.30, 20.30 Uhr Imre Bernath

Schauplatz 5 • Hude
16.00, 18.00, 20.00 Uhr Paprika Royal

Künstlercafe Innenhof vom Bürgerhaus
19-22 Uhr Mimi Crie (Musik)

Sonntag, 2.9.2018

Schauplatz 1 • Marktplatz
13.00 / 15.00 / 17.00 Uhr Greenleaves (Musik)
12.00 / 14.00 / 16.00 Uhr De Berenis Circus

Schauplatz 2 • Hindenburgstrasse
12.30, 14.30, 16.30 Uhr Imre Bernath

Schauplatz 3 • C&A
12.00, 14.00, 16.00 Uhr Paprika Royal

Schauplatz 4 • Mühlenplatz
13.30, 15.30, 17.30 Uhr Ale Risorio

Schauplatz 5 • Hude
13.00, 15.00, 17.00 Uhr Cia Vaya

Am Sonntag öffnen außerdem die Geschäfte zum „Verkaufsoffenen Sonntag“.

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