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Lübeck

Lübeck: Anwohner genervt über Polizeieinsatz gegen Hells Angels

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Ein Rocker in Begleitung von Polizisten. Foto: mopics.eu

Lübeck (ots) – Am Samstagabend kontrollierten Polizeikräfte der Polizeidirektion Lübeck und der Bereitschaftspolizei Eutin rund um einen Veranstaltungsort in der Dänischburger Landstraße die an- und abreisenden Besucher einer Hells Angels-Veranstaltung und den Fahrzeugverkehr.

Der Polizei war bekannt, dass sich die Rockergruppierung der Lübecker Hells Angels und deren Unterstützergruppierungen in einem Veranstaltungsort zu ihrer “Heaven or Hell” Party treffen würden.

In Schleswig-Holstein wird die “Null-Toleranz-Strategie” konsequent durchgesetzt. Es werden keine Rechtsverstöße und Machtdemonstrationen durch Mitglieder und Sympathisanten der beteiligten Motoradclubs geduldet.

Keine nennenswerten Störungen durch Rocker

Vor diesem Hintergrund wurden von 20 bis 0.00 Uhr 171 Personen kontrolliert. Es kam zu keinen nennenswerten Störungen. Im Ergebnis wurde eine Anzeige wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Vereinsgesetz gefertigt. Des Weiteren musste eine Aufenthaltsermittlung durchgeführt werden. Zudem kam es gegen Ende der Veranstaltung zu einer Gewahrsamnahme zur Störungsbeseitigung.

Anwohner fühlen sich von Polizeiaktionen gestört

Anwohner: Petra Raabe, Jan-Peter Röhling und Carola Röhlingund Martin Heidrich. Foto: mopics.eu

Einige Anwohner fühlten sich von der massiven Polizeipräsenz gestört, fanden den Auftritt mit Sturmmasken und Maschinenpistolen vollkommen unangemessen.

Anwohner Martin Heidrich konnte nach 14 Stunden Arbeit nicht nach Hause, weil ihm niemand sagen konnte wie er dort hin kommt. Als direkte Nachbarn zu den Hells Angels habe er bisher nie Probleme oder negatives erlebt. Die größte Beeinträchtigung eher durch die immer wieder kehrenden Polizeiaktionen.

Zutritt verweigert: Polizei behinderte Presseberichterstatter

Reportern wurde der Zutritt zum Kontrollpunkt an der Dänischburger Landstraße verweigert und somit an ihrer Arbeit gehindert.

Polizeisprecher Dierk Dürbrook auf Nachfrage vor Ort: „Die Besucher werden hier an verschieden Stellen in verschiedenen Zelten kontrolliert. Es ist nicht zu vermeiden, dass wenn sie hier mit der Kamera durchgehen würden, Besucher dieser Veranstaltung von den Kameras gefilmt werden. Dieses möchten wir vermeiden. Des weiteren laufen hier Spezialeinsatzkräfte der Polizei auf dem Gelände herum, auch diese möchten nicht gefilmt werden. Deswegen haben wir die Vorgabe von der Einsatzleitung, dass wir keine Medienvertreter auf dieses Gelände in die Kontrollstelle hineinlassen sollen.“

Sowohl die Frage ob es eine Gefährdung für die Gesundheit gebe, wie auch die Frage ob der Einsatz durch die Anwesenheit von Medienvertretern gefährdet wären, wurde verneint.

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Lübeck

Massenschlägerei in Lübeck: Gruppe prügelt sich in Ratzeburger Allee

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Polizei im Einsatz
Symbolfoto: SL

Lübeck – Im Lübecker Stadtteil St. Jürgen kam es am Sonntagmorgen gegen 2.30 Uhr zu einer Massenschlägerei. 

Zwei Gruppen waren in der Ratzeburger Allee offenbar aneinander geraten und mussten von der Polizei getrennt werden. Zehn Streifenwagen-Besatzungen sollen im Einsatz gewesen sein.

Die Hintergründe sind noch unklar und werden jetzt ermittelt. 

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Norddeutschland

A1: Urlaubsverkehr und Strandbesucher sorgen für Staus

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Autobahnstau
Symbolfoto: Christian Müller/Shutterstock

Reinfeld/Lübeck/Hamburg – Wer in Richtung Ostsee und Dänemark fahren möchte, beziehungsweise heute Abend von der Ostsee und der Travemünder Woche zurück in Richtung Hamburg fährt, sollte die A1 meiden.

Seit dem Sonnabendmorgen staut sich der Verkehr in Richtung Ostsee immer wieder auf mehreren Kilometern. Auch in Stormarn kam es immer wieder zu Stau und Stop- und Go-Bildungen. Zwischen Reinfeld und Lübeck erreichte der Stau bereits zwischenzeitlich Längen von zehn Kilometern.

Auch auf der A7 und in Richtung Nordsee kommt es immer wieder zu Staus.

Vor allem ist daran zu denken, bei Staus an die Rettungsgasse zu denken. Sie kann Leben retten.

 

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Lübeck

Messerangriff im Linienbus: Keine Hinweise auf Terror-Hintergrund

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Polizeisperrung
Symbolfoto: U J Alexander/shutterstock.com

Lübeck – Im Lübecker Stadtteil Kücknitz kam es heute, 20. Juli, in einem Bus der Linie 30 zu einem Messerangriff in einem Bus, der in Richtung Travemünde unterwegs waren.

Ein 34-jähriger Fahrgast, ein deutscher Staatsangehöriger aus Lübeck,  stach plötzlich und unvermittelt kurz vor 14 Uhr auf mehrere Fahrgäste ein. Die Polizei bestätigt kurz vor 15 Uhr via Twitter “einen größeren Polizeieinsatz”:

Der Angriff ereignete sich in einem Gelenk-Bus, bei dem nach bisherherigen Erkenntnissen mindetens eine Person schwer verletzt und mehrere weitere Personen leicht verletzt wurden.

Medienberichte über eine getötete Person stimmen nicht.  Im Bus befand sich außerdem ein verdächtiger Rucksack, der offenbar mit einer brennbaren Flüßigkeit gefüllt war. “Der Rucksack wurde durch Mitarbeiter des Munitionsräumdienstes Schleswig-Holstein überprüft. Es befand sich Brandbeschleuniger, aber kein Sprengstoff in dem Rucksack. Der Rucksack wurde gesichert”, so die Polizei.

Zuerst berichteten die Lübecker Nachrichten und der NDR von dem gewalttätigen Zwischenfall.

Die Polizei äußert sich direkt nach der Tat zurückhaltend und bat darum, von Spekulationen Abstand zu nehmen. In den sozialen Netzwerken verbreiteten sich allerdings trotzdem schnell Gerüchte. Viele erste Kommentare richteten sich gegen Flüchtlinge und sprachen – ohne jegliche Bestätigung – von einer Terrorgefahr.

“Es liegen keinerlei Hinweise auf eine politische Radikalisierung des Mannes vor. Es liegen derzeit auch keinerlei Hinweise auf einen terroristischen Hintergrund vor”, so die Polizei zu den ersten Ermittlungsergebnissen. Innenminister Hans Joachim Grote erklärte, es handle sich um einen Mann mit iranischen Wurzeln, der allerdings in Deutschland geboren und aufgewachsen sei.  Er soll Mitarbeiter der Bundeswehr gewesen sein.

“Die genaue Anzahl der Verletzten ist noch unklar. Es gab keine Toten. Nach bisherigen Erkenntnissen wurde eine Person schwer verletzt. Die Hintergrunde zu der Tat sind noch unklar und Gegenstand der noch andauernden Ermittlungen”, heißt es von Seiten der Polizei Lübeck und er Staatsanwaltschaft.

Schleswig-Holsteins Innenminister Hans-Joachim Grote (CDU) hat seine Teilnahme an der Eröffnung der Travemünder Woche nach dem mutmaßlichen Anschlag abgesagt.

Welche Auswirkungen die Tat auf das Sicherheitskonzept der Travemünder Woche oder auf andere Veranstaltungen in Lübeck wie das Belt-Festival haben könnte, steht noch nicht fest.

Die Polizei hat ein Bürgertelefon eingerichtet (0451/29079319).

Die Polizei hat den Bereich um den Tatort weiträumig abgesperrt. Der Zugverkehr in Richtung Kücknitz wurde eingestellt. Die Tat soll mit einem Küchenmesser durchgeführt worden sein. Offenbar überwältigten andere Fahrgäste den Täter. Der Busfahrer öffnete geistesgegenwärtig die Türen, so dass die Passagiere fliehen konnten.

Die Polizei bittet darum, dass sich Zeugen und auch Busmitfahrer melden.

“Der Bus war voll besetzt. Viele der Fahrgäste und Zeugen haben den Tatort verlassen, bevor ihre Personalien von der Polizei aufgenommen werden konnten.

Diese Fahrgäste werden dringend gebeten sich mit der Polizei unter der Nummer des eingerichteten Bürgertelefons 0451 / 29079-319 oder 0451 / 29079-303 in Verbindung zu setzen.

 

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